Fährst du noch oder liegst du schon? Testfahrt mit den Profile Design Sonic Ergo 35a & 45ar Aerobars

Testfahrt mit den Profile Design Sonic Ergo 35a & 45ar Aerobar

Hinweis:

Ich stelle hier Aerobar Modelle von Profile Design vor. Der Kontakt zu Profile kam auf mein Betreiben zustande. Den einen Aufsatz konnte zu einem günstigeren Preis kaufen, der andere wurde mir für einen Test überlassen. Daher ist das hier Werbung, auch weil ich viele andere Marken und Modelle nenne.

Aerobars, oder auch Lenkeraufsätze genannt, waren für mich eigentlich immer was für Triathleten oder Radsport-Profis, die Zeitfahren absolvieren mussten. Doch Bikepacking und Aerobar bekam ich nicht wirklich zusammen.

Ich fahre ein Endurance-MTB mit Drop Bar und die dadurch vielfältigen Griffpositionen haben mir eigentlich meist gereicht. Selbst bei längeren Fahrten hatte ich nie das Bedürfnis nach „mehr“. Klar, ab und zu habe ich natürlich meine Unterarme auf längeren Passagen auf dem Lenker aufgelegt und mich so ausgeruht.

In Vorbereitung des Atlas Mountain Race habe ich dann viele Mitfahrer:innen gesehen, die mit Aerobars unterwegs sind. Aber das habe ich noch als „ich will ja nicht gewinnen, sondern nur angekommen“ abgetan und nicht weiter in Betracht gezogen. Doch dann während des Rennens in Marokko dämmerte mir so langsam, warum es vielleicht eine gute Idee ist, über Lenkeraufsätze nachzudenken – vor allem, wenn man länger mit dieser Art von sportlichem Endurance Bikepacking plant.

Zurück aus Marokko beschäftigte ich mich also mit dem Thema. Die Vorteile eines Lenkeraufsatzes sind schon recht deutlich:

  • Maßgebliche Entlastung des Körpers durch eine veränderte Sitzposition
  • Dadurch geringerer Windwiderstand da weniger Frontfläche
  • Eine durchaus spürbar höhere Geschwindigkeit, die man erreichen kann
  • Und damit einhergehend eine signifikante Krafteinsparung; manche sagen sogar von 10-20% im Vergleich zu einer normalen Lenkerfahrweise.

Jetzt, wo ich schon fast ein Jahr mit Aerobar fahre, kann ich alle diese Punkte bestätigen. Natürlich wollte ich es damals erstmal ausprobieren. Bei meinen Recherchen stieß ich auf Hersteller wie Syntace, Profile Design und Redshift. Jede für sich mit sehr guten Produkten. Doch wollte ich erstmal nicht so viel Geld ausgeben, für etwas, von dem ich noch nicht wusste, ob es mir überhaupt zusagt.

Der Lenkeraufsatz von M-Wave

Also habe ich mir kurzerhand bei Messingschläger einen M-Wave Lenkeraufsatz bestellt und installiert. Die ersten Kilometer sind Eingewöhnung. Man lernt das Rad anders zu lenken und zu balancieren und sollte auch üben, auf unruhigen Untergründen damit zu fahren. Denn Gravel ist ja schließlich alles, nur nicht eben.

Für mich waren die Aerobars eine kleine Offenbarung, denn sie führten tatsächlich zu einer sehr angenehmen Entlastung und bequemeren Fahrweise vor allem beim Ballern. Da konnte ich mich einfach in den Lenker legen, die Hände entlasten und Geschwindigkeit aufbauen. Und als Nebeneffekt machten sie mich auch schneller. Teilweise bis zu 3-5 km/h.

Aber es gibt natürlich immer auch ein Aber – in diesem Fall gleich drei:

  • Ein Lenkeraufsatz muss gut eingestellt sein und sich den Fahrer:innen Anforderungen optimal anpassen. Das kann eine längere Einstellungszeit bedeuten, in der man Winkel, Abstand der Lenkerteile zueinander, Länge des Aufliegers und auch Höhe justiert.
  • Vor allem bedeutet es aber, dass sich der Platz am Lenker drastisch reduziert und man durchaus nach Alternativen zur Befestigung von Licht und Navi suchen muss. Zudem kann die Anbringung einer Lenkerrolle ein Problem darstellen.
  • Und für die Ultra-Light Fans: so ein Lenkeraufsatz bedeutet auch immer zusätzliches Gewicht, teilweise von mehr als 500g. Aus meiner Sicht gleicht sich das durch den Komfort und die höheren Geschwindigkeiten wieder aus, aber am Berg ist der Lenkeraufsatz dann auch egal.

 

Von M-Wave über Redshift zu Profile Design

Aerobars gibt es in verschiedenen Formen. Ich beschränke mich mal auf die L- und S-Form, auch L- oder S-Bend genannt. Beide Buchstaben geben im Prinzip Auskunft über die Art der Lenkeraufsatzbiegung/-form.

Eine S-Form ist eher sportlicher und legt den/die Fahrer:in „gestreckter“. Eine L-Form ermöglich es, vorne den Lenker an den Enden besser greifen zu können dadurch auch gefühlt etwas mehr Steuerung zu bekommen.

Beim Bikepacking kommen beide Formen gleichermaßen vor, denn sie haben viel mit persönlichen Präferenzen zu tun.

Die Quick Release Aerobars von Redshift

Nach dem M-Wave konnte ich auch mal den Redshift Aerobar in L-Form testen. Der Vorteil des Redshift ist, dass man ihn mittels Klickverschluss sehr schnell vom Lenker lösen kann, was bei den anderen Lenkeraufsätzen meist nicht machbar ist, da diese fest mit dem Lenker verschraubt sind.

Ich fand die Redshift gut, wollte mich aber noch weiter umschauen. Meine engere Wahl war bereits auf die Profile Design Sonic Ergo 35a gefallen, aber auch der Syntace C3 hatte noch gute Chancen. Dieser hat eine besondere Form, Helix genannt und sieht aus, wie ein Eisen, dass in der Hitze zu sehr verbogen wurde. Der Syntace soll sehr bequem sein und gerade für die Bikepacking-Langstrecke sich eignen.

Aber ich bin eher ein Freund der klassischen Form, weshalb ich mich am Ende final für den 35a von Profile Design entschied.

Durch Tim bekam ich direkten Kontakt zu Profile Design und konnte so direkt beim Hersteller kaufen. Bei der Lieferung dabei, war der damals neue Sonic Ergo 45ar, den ich mal ausprobieren und Feedback geben sollte.

 

Der Profile Design Sonic Ergo 45ar im Test

Der Ergo 45ar

Diesen Lenkeraussatz würde ich mal zur Kompaktklasse zählen, denn erst ist erstens recht kurz und zweitens vorne geschlossen.

In der Länge misst der 45ar 24cm, was bei mir und dem Salsa Fargo bedeutet, dass ich mit dem oberen Unterarm in die Armauflage gehe, um dann vorne noch greifen zu können. Meist fahre ich aber nur mit den Unterarmen und lasse vorne die Hände locker.

Die Breite eines Lenkeraufliegers ist zudem eine individuelle Frage. Da gibt es die Zeitfahr-Radler:innen, die beide Lenkerauflieger so nach als möglich aneinander schieben und dann quasi Ellenbogen an Ellenbogen fahren. Und dann gibt es auch wiederum die Fahrer:innen, die viel Platz lassen und die Auflieger eher als Multibar-Lenker nutzen. Ich habe auch schon Trekkingrad-Fahrer gesehen, die einen Aerobar installiert hatten, diesen aber extrem nach oben gedreht hatten, um damit quasi aufrecht sitzend greifen zu können.

Der Sonic Ergo 45ar hat eine vorgegebene Breite von 10cm (Mitte Rohr bis Mitte Rohr am Lenker gemessen) und damit einen für mich durchaus passenden Abstand. Durch die Armauflieger kommt noch etwas mehr Platz hinzu: diese habe ich beim 45ar auf 22cm (Padmitte zu Padmitte) gestellt. Diese können aber auf entweder 124mm oder 290mm Breite eingestellt werden. Dafür kann man die Armaufleger sehr vielseitig anbringen und justieren.

Profile Design spricht von bis zu 80 verschiedenen Positionen, die möglich sind. Sind diese fertig eingestellt, kommt das sehr bequeme Pad per Klettverbindung drauf. Keine Sorge, dass hält bombenfest und verrutscht nicht.

 

Fazit Profile Design Sonic Ergo 45ar

@Profile Design

Ich bin den Sonic Ergo 45ar über 1.500km gefahren und habe mit ihm auch den Orbit360 in Schleswig-Holstein bestritten. Nach anfänglicher Eingewöhnung ob des kürzeren Aufsatzes, habe ich mich dann recht schnell mit dem Aufsatz arrangiert und gute Positionen für das Ballern auf der Strecke gefunden. Meist steuerte ich das Rad dann nur über die Unterarme und habe die Hände vor dem Scheinwerfer gefaltet und entspannt. Zudem habe ich den Schlauch meiner Trinkblase prima mit dem Aerobar arrangieren können.

Der 45ar beim Orbit Einsatz

Aber ich habe gemerkt, dass ich einerseits dann doch eine längere Variante bevorzuge. Und in der Höhe etwas mehr nach oben wollte. Die optimale Aerobar Position für mich beim Bikepacking ist etwas aufrechter als beim Zeitfahren mit dem Rennrad. Eigentlich bietet sich für alle, die Lenkeraufsätze fahren, eine Vermessung bzw. Bikefitting an. Denn dann kann die optimale Position und Höhe für das Fahren im Aerobar gefunden und eingestellt werden.

Profile Design empfiehlt den Sonic Ergo 45ar als ideale Ergänzung für ein Rennrad oder Gravelbike. Aus meiner Sicht ist es das auch, da der Lenkeraufsatz eine gestrecktere Geometrie braucht. Ich sitze bei meinem Fargo recht aufrecht und habe daher einen anderen Auflagepunkt (mittlere Unterarme). Normalerweise liegen die Unterarme kurz hinter dem Ellenbogen auf und die Hände greifen vorne den Lenkeraufsatz. Daher ist der 45ar aus meiner Sicht durchaus eher was für Renn-, Cross- oder Gravelrad.

 

Laut Profile Design ist eine Besonderheit beim 45ar, dass die Armauflagen hinter dem Lenker (also in Richtung Körper) liegen, weshalb sich natürlich auch der Reach entsprechend verkürzt. Ich habe das auch erst festgestellt, nachdem ich es gelesen hatte. Die Armauflieger liegen aus meiner Sicht auf Höhe des Lenkers, bzw. ganz leicht dahinter. Sensible Fahrer:innen bemerken dann ggf. einen Unterschied.

 

 

Armauflieger beim 45ar

Das Gewicht des Sonic Ergo 45ar liegt bei 545g. Der Preis ist offiziell bei 170 Euro, aber es gibt den Lenkeraufsatz schon für 150 Euro im freien Markt.

 

Offizielle Daten zum Ergo 45ar:

  • Durchmesser Lenkerklemmung: 31,8mm (26,0mm mit Unterlegern)
  • Armauflage: Ergo / 10mm Pads
  • Armauflagenbreite: 124mm bis 290mm in 18,5mm Schritten
  • Armauflagenversatz: -70mm bis -17,5mm in 7,5mm Schritten
  • Armauflagen Höhe: Das Minimum beträgt 60mm und kann bis zu 130mm erhöht werden (70mm Abstandshalter hinzugefügt)
  • Auslegerbreite: 100mm
  • Kabelführung innenliegend möglich
  • Farbe: Mattschwarz
  • Gewicht: 545g
  • Preis: ca. 160 Euro

 

Der Profile Design Sonic Ergo 35a im Test

Der Ergo 35a am Salsa Fargo

Nach dem 45ar habe ich nun meinen eigentlichen Favoriten am Rad: den Sonic Ergo 35a. Dieser ist ein klassischer Aerobar mit zwei separaten “Auslegern“, die entsprechend am Lenker montiert werden.

Der 35a vor der Montage

Der 35a ist mit 40cm wesentlich länger als der 45ar und erlaubt es mir, richtig in den Lenkeraufsatz reingelegt zu sein und mit den Händen vorne gut die Enden greifen und damit steuern zu können. Die 35 steht für den Winkel, mit dem die Extension-Enden nach oben gebogen sind.

Ich habe bei der Montage eine Wasserwaage benutzt und einen Zollstock zum Ausmessen der Abstände. Am Lenker habe ich einen Rohrabstand von 11cm gewählt. Das gibt mir einen sehr entspannten Arm- bzw. Ellenbogenabstand.  Die Lenkerrohre laufen nach vorne mehr zueinander, weshalb vorne der Abstand dann nur noch 9cm beträgt. Das liegt auch daran, dass ich die Lenkerrohre noch “reingedreht” habe, sodass die Enden sich mehr zueinander neigen. Damit habe ich eine für mich bessere Griffposition und muss meine Handgelenke nicht verdrehen.

Die Breite der Armauflieger (Mitte Pad zu Mitte Pad gemessen) liegt bei 23cm. Sie kann laut Profile bis zu 29cm Abstand erhöht werden.

Wie oben geschrieben, habe ich bei dem 35a nun auch Abstandhalter verbaut, um höher zu kommen. Die Grundhöhe des 35a liegt bei 60mm. Mit sogenannten Risern kann man diese auf bis zu 130mm erhöhen. Wer sich jetzt fragt, wer denn bitte schön mit einem Lenkeraufsatz fährt, der 13cm über dem Lenker liegt, der sollte sich mal den Lenker bei Jonas Deichmann anschauen, mit dem er durch Afrika gefahren ist. Bei Langdistanz geht es ja oft eher um Entlastung und Bequemlichkeit als um Aussehen.

Die Erhöhung um 20mm

Mir jedenfalls reichen die 2cm zusätzliche Erhöhung, wodurch ich äußerst komfortabel ballern kann. Selbst auf unruhigem Geläuf habe ich so immer eine gute Kontrolle und kann meinen Körper entlasten.

 

Zwischen-Fazit Profile Design Sonic Ergo 35a

@ Profile Design

Die 35a fahre ich jetzt seit knapp 1.000 km und sie sind meine aktuelle Wahl am Salsa Fargo. Mit ihnen möchte ich das Silk Road Mountain Race in diesem Jahr fahren und alle Vorbereitungen, die davor liegen (Orbits zum Beispiel).

Aus aktueller Perspektive passen diese Aerobars sehr gut zu mir. Ich dachte anfangs, dass ich die Rohre kürzen muss, aber sie sind in ihrer Länge genau richtig. Ich lasse sie aktuell ca. 4cm über den Lenker stehen.

 

Bei den Armhaltern kann ich sicherlich noch weiter optimieren und experimentieren. Vielleicht mache ich dann doch mal ein Bike-Fitting, obwohl ich mich aktuell sehr wohl auf dem Rad fühle und auch Langstrecken mir keine Probleme bereiten.

 

 

Ich werde vermutlich auch noch die Kabelführung zur Lampe verändern, denn die Profile Design Aerobars haben innenliegende Kabelführungen, die sich für Licht, als auch elektronische kabelgebundene Schaltungen anbieten, möchte man vorne noch Taster zum Schalten der elektronischen Schaltwerke anbringen wollen.

Preislich liegt der 35a bei 160 Euro, aber es gibt ihn auch schon für knapp 100 Euro im Markt.

 

Offizielle Daten zum Ergo 35a:

  • Durchmesser Lenkerklemmung: 31,8mm (26,0mm mit Unterlegern)
  • Armauflage: Ergo / 10mm Pads
  • Extension-Länge: 395mm mit Längenanpassung über 100mm (Verschiebung)
  • Armauflagenbreite: 124mm bis 290mm in 18,5mm Schritten
  • Armauflagenversatz: -70mm bis -2,5mm in 7,5mm Schritten
  • Armauflagen Höhe: Das Minimum beträgt 60mm und kann bis zu 130mm erhöht werden (70mm Abstandshalter hinzugefügt)
  • Kabelführung innenliegend möglich
  • Farbe: Mattschwarz
  • Gewicht: 559g
  • Preis: ca. 160 Euro

 

Der Sonic Ergo 45ar und der 35a im nackten Vergleich

 

Ausbaustufe Aerobar

Ihr habt es auf den Fotos bereits gesehen: Lenkeraufsätze erfordern immer auch ein anderes Management von Navigationsgerät und Licht am Lenker.

Um diese anbringen zu können, gibt es sogenannte Lenkerbrücken auf dem Markt. Diese sind aber oft in ihrer Breite limitiert. Daher verwende ich Elektrorohr. Das sind Rohre aus Hartplastik, die man im Baumarkt kaufen kann. Sie haben einen Durchmesser von 2-3cm und bieten sich so idealerweise an, um auch klassische Lampen und Navihalterungen aufnehmen zu können.

Licht und Navi im Gelände am Aerobar

Momentan habe ich zwei dieser selbstgebauten Brücken am Lenker im Einsatz: eine für das Vorderlicht und eine für das Navi. Dafür habe ich ein Stück Elektrorohr entsprechend in der Breite abgesägt und an den Enden mit 8mm Bohrungen versehen.

Dann habe ich das Rohrstück zwischen die Ausleger geklemmt und an beiden Seiten mit je zwei Kabelbindern (durch die gebohrten Löcher) an den Auslegern fixiert. Anschließend habe ich das Rohr als auch die Anschlussstellen am Lenkerrohr mit Gaffa abgeklebt und so zusätzlich stabilisiert.

Das Rohr muss nicht viel halten, sollte aber festsitzen und nicht während der Fahrt vibrieren. Diese Art der Befestigung hat sich bei mir auch in rauem Gelände mehr als bewährt.

 

Aerobar und Taschen

Wer sich mit dem Thema Lenkeraufsatz beschäftigt, der wird schnell feststellen, dass sich Lenkerrolle/Lenkertasche und Aufsatz durchaus ins Gehege kommen können.

Mein Revelate Harness mit Aerobar

Ich habe da keine Probleme mit und mit dem Revelate Harness System eine Lösung, die sich durchaus bewährt hat. Das gleiche gilt für die Ortlieb Front Rolle. Einschränkend ist natürlich ein Zugriff während der Fahrt auf die Revelate Egress oder Ortlieb Accessory Pack durch die Auflieger.

Für die Fans leichter Bepackung gibt es aber auch speziell für Aerobars gefertigte Taschenlösungen. Wie zum Beispiel die Apidura Racing Handlebar Pack oder die Restrap Race Aero Bar Bag.

Und wer sich weiter mit dem Thema Lenkeraufsätze/Aerobars beschäftigen möchte, der findet in diesem Special von Alee aka CyclingAbout noch mehr Hintergrundinfos und Inspiration:

Bikepacking Aero Bars: Increase Your Comfort And Speed On Your Bike Adventures

 

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12 Comments

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    1. Hallo Ralf,

      ich habe noch ein Bikefitting gemacht und den Lenkeraufsatz verstellt (vorne mehr nach oben) und die Sitzgeometrie noch angepasst. Zudem gibt es einen neuen Sattel und ich sitze tiefer.

      Viele Grüße,
      martin

  1. says: Helmut Peason

    Hallo Martin,
    Du bist ja schon lagen eine Quelle der Inspiration für mich und so habe ich mich nun auch mit dem Thema Aerobars beschäftigt. Meine Wahl fiel auf die „Profile Design Sonic Ergo 4525a“ da ich unbedingt die Höhenverstellbarkeit wollte, gute Qualität, sie waren günstiger als die 35a und sie gefallen mir auch besser. Um die richtige Höhe zu ermitteln, habe ich zunächst alle Spacer von 5 bis 40 mm mit dem 3D-Drucker gedruckt. Durch Übereinanderstapeln kann ich so jede Höhe ausprobieren.
    Zu sagen wäre noch, dass ich ein Kona Unit X fahren – also eher ein Mountainbike mit Starrgabel und geradem, leicht nach oben und hinten gezogenem Lenker.
    Am Sonnabend dann der erste Test in Originalhöhe. Damit liegen die Pads nur geringfügig über der Höhe der Hand am Lenker. Ein wackeliges Gefühl, wie befürchtet, stellte sich nicht ein. Ich musste mir nur bewusst machen, dass die Bremsen weit weg von den Händen sind – also rechtzeitig die Position wechseln, wenn Kinder oder Hunde auftauchen. Was mir gut gefiel, war die höhere Geschwindigkeit, die ich erreichen konnte. E-Bike überholen kann schon Spaß machen. An der Elbe habe ich dann auch mal versucht, mit den Rennradlern mitzuhalten, musste diese aber dann doch nach ein paar Minuten ziehen lassen – was ich mir erstmal mit meinen 2,6‘‘ Geländereifen schöngeredet haben.
    Was mir nicht gefallen hat war, dass ich meine Oberschenkel gefühlt bin an den Bauch gezogen habe und dass ich den Kopf so weit in den Nacken legen musste, um nach vorn zu schauen. Also diese Position fühlte sich auf jeden Fall nicht komfortabel an. Also nächster Test mit 70mm Spacer (40 +30mm) am nächsten Tag.
    Schon VIEL besser. OK, der Aufbau sieht Gewöhnung bedürftig aus, aber der Kopf muss nicht mehr so weit in den Nacken gezogen werden. Der Rücken fühlt sich besser, aber noch nicht gut an. Ich bin dann mit den Unterarmen in die Pads und durch die aufrechtere Haltung fühlte ich mich deutlich besser. Jetzt habe ich die Pads eine Lochreiche nach hinten versetzt und die Stangen entsprechend 1,5cm weiter hinten rausschauen lassen. Der Test steht noch aus.
    Was man noch beachten muss, wenn man einen Aerolenker mit einem Mountainbike Lenker verheiraten möchte ist der kurze Klemmabstand. Bei mir passten die Schellen gerade so neben den Vorbau. Deshalb wanderten die Pads auch ein Loch weiter nach außen.
    Alles in allem glaube ich eine Einstellung finden zu können, die eine komfortable Haltung für lange Touren erlaubt und damit dem tauben Gefühl in den Händen entgegen wirken zu können. Wenn auch noch eine etwas höhere Geschwindigkeit dabei herauskommt, ist das prima, aber nicht der Grund für den Anbau. Die hohen Spacer erlauben auf jeden Fall einen einfachen Zugriff auf die Food Pouches. Wenn ich dann noch Licht und GPS erfolgreich angebracht habe, kann die Bikepacking-Season 2021 kommen.
    Gruß aus Ashausen,
    Helmut

  2. says: Svato

    Hallo Martin,
    ich beschäftige mich jetzt mit Sattel, weil bei Aerolenker (ich habe von ROSE super anpassbar)
    hast du ganz andere Sitzposition und ich benutze momentan Fabric Line S Elite Flat (etwas kurzer als normal Sattel) aber ganz glücklich bin ich nicht ich überlege gerade über Selle SMP Well was hast du für ein Sattel und hast du irgendwelchen Tipp dazu. Andere Sache die Lenkerbrücke hast du nicht Details Foto von Aufbau.
    Danke
    Gruß aus Landshut
    Svato

    1. Hallo Svato,

      Ich fahre nach wie vor meinen SQ Lab 612. Brauche keinen anderen bei der doch recht geringen Veränderung durch den Aerobar.

      Bzgl. Lenkerbrücke: es ist tatsächlich so einfach wie beschrieben Einfach Elektrorohr Zusägen, Löcher bohren, dran bauen und fertig.

      Viele Grüße
      Martin

  3. says: Fabian

    Hi Martin, danke für den Bericht! Die Ergo 35a hab ich auch schon länger im Visier. So wie das bei dir aussieht, würden die auch direkt das Problem lösen, dass ich nicht weiß, wohin mit der IQ-X. Die habe ich im Moment nicht am Rad, weil sie sich immer mit den Lenkertaschen ins Gehege kommt.
    Offtopic-Frage, da ich bei dir den Cinq Plug sehe: Wie machst du das in Kombination mit der IQ-X? Extra Schalter, um zwischen der IQ-X und dem Plug hin- und herzuschalten? Bei mir schaltet sich die IQ-X immer wieder automatisch ein, wenn der Pufferakku leer ist, und dann ist nix mit Laden.
    Grüße aus Berlin,
    Fabian

  4. says: Matthias

    Hallo Martin,
    vielen Dank für Deine Antworten!
    Vlt. ist es so wie immer: einfach mal machen und nicht zu viel nachdenken. Zumal die Profiles nicht so wahnsinnig teuer sind.
    Beste Grüße aus Dresden
    Matthias

  5. says: Matthias

    Hallo Martin,
    vielen lieben Dank für Deinen Erfahrungsbericht. Ich schlage mich seid geraumer Zeit ebenfalls mit dem Thema Aerobar herum. Allerdings hat mich die schiere Vielzahl an Varianten bisher davon abgehalten den ersten Schritt zu tun. Man hat das Gefühl, dass man eigentlich alle Modelle an seinem Rad einmal testen müsste und selbst dann kann man ja noch mit Spacern etc. die gesamte Geometrie weiter verändern.
    Jedenfalls ist Dein Beitrag schon einmal wieder ein Lichtblick im Dschungel 🙂
    Wie würdest Du denn die Modelle von Redshift und M-Waves im Vergleich zu den Profile Designs beurteilen?
    Viele Grüße
    Matthias

    1. Hallo Matthias,

      der W-Waves hat nicht den “richtigen” Winkel für mich, fuhr sich aber schon gut. Er ist etwas kürzer und ich würde sagen im Rohrdurchmesser auch größer als der Profile. Aber der M-Wave war schon sehr gut und auch im Gewicht gar nicht so weit weg. Einzig die Klemme hätte ich mir anders gewünscht. Die Schrauben sind da etwas größer.

      Die Redshift waren gut. Das hat soweit auch gepasst. Fühlten sich sehr gut an und hatten auch einen guten Winkel. Ich wollte dann aber doch den 35a.

      Viele Grüße,
      martin