Das Salsa Fargo Ti: Mein Rad für den AMR 2020 & alle Abenteuer die da noch kommen werden

Mein neues Rad für alle Fälle: Das Salsa Fargo Titan (die Schutzbleche kommen bald wieder ab)

Wie ihr wisst, werde ich am Atlas Mountain Race 2020 (AMR) teilnehmen. Dafür – und für alle weiteren Abenteuer – wollte ich mir ein neues Fahrrad aufbauen.

Neu, weil ich mit meinem bisherigen Rad zwar zufrieden war, aber es gerne etwas verändert hätte, damit es besser meinen Anforderungen genügt.

Eigentlich sollte es keine große Änderung geben, denn mein Plan war es, beim Bombtrack Beyond lediglich von Rahmengröße M auf Rahmengröße L zu wechseln. Und bei dieser Gelegenheit gleich auch eine Carbon-Gabel einzubauen. Was den Rahmenwechsel anging stand ich seit Frühjahr mit Bombtrack in Kontakt und ich sollte beim Modellwechsel auf 2020 die Möglichkeit haben, gleich einen neuen Beyond Rahmen in L kaufen zu können.

In der Zwischenzeit hatte ich mich beim AMR angemeldet, was das Projekt „Neues Rad“ zeitlich unter Druck setzte, wollte ich es noch aufbauen und ausgiebig fahren, bevor ich im Februar durch die Berge Marokkos heize.

 

Good bye Beyond, Hello Fargo!

Leider klappte es bei Bombtrack dann doch nicht mit einem neuen Rahmen. Schade eigentlich, aber so war ich nun gefordert, mich nach Alternativen umzuschauen. Und wenn ich jetzt ohnehin noch mal von vorne anfange, dann auch richtig.

Bevor ich mich damals für das Beyond entschieden hatte, stand ein anderes Rad ganz oben auf meiner Wunschliste: Das Salsa Fargo. Leider hatte das damalige Rahmenmodell eine ganz fürchterliche Farbe (lila), weshalb ich mich dann für das Beyond entschied.

Ein neues Rad für den AMR und alle neuen Abenteuer

Also schaute ich noch mal bei Salsa vorbei und war interessanterweise vom Cutthroat ziemlich angetan. Das ist ein Carbon-Bikepacking-Flitzer, der speziell für die Tour Divide gebaut wird und wurde und ein sportliches Bikepacking Rad ist. Das hat mir schon sehr gefallen, vor allem auch das neue 2020 Modell, welches einige Verbesserungen am Rahmen hat und zudem Gepäckträger und sogar Lowrider aufnehmen kann. (Das ist sonst bei Carbon-Rädern nicht unbedingt der Fall).

Durch den Modellwechsel kam es aber leider auch hier zu Lieferverzögerungen weshalb ich nochmal zurück auf Start ging.

Und dann sah ich es wieder: Das Salsa Fargo – den Klassiker der Bikepacking-Räder schlechthin. Das aktuelle Stahlrahmenset gibt es in elegantem Schwarz und als ich mir meine alten Notizen zum Rad noch mal durchlas, stellte ich fest, dass es mittlerweile alle meine Wünsche nach einem variableren Bikepacking-Rad ziemlich gut bedient.

 

Fünf Gründe für das Fargo

Die Rahmengröße:

Von der Geometrie her sind sich das Beyond und das Fargo schon recht ähnlich. Allerdings hat das Fargo gefühlt etwas mehr Slope als das Beyond, meint: Das Oberrohr fällt (gefühlt) steiler ab. Allerdings hat sich beim Vergleich der Rahmengeometrien eher gezeigt, dass Fargo und Beyond in Größe L ähnlich sind. Das Rahmenvergleichsprogramm hat aber nicht die korrekten Reach/Stack Werte ermittelt.

Rot ist Beyond, Grün ist Fargo @www.bikegeo.net/

Mit meiner Körpergröße von 183cm und einer Innenbeinlänge/Schrittlänge von 79cm bin ich oft zwischen Größe M und L bei den Rädern. Beim Beyond hatte ich Rahmengröße M, was beim Stack ok, aber von der Oberrohrlänge und vom Reach etwas zu kurz war. Dadurch hatte ich ab und zu auch mit Over-Toe Probleme. Das meint das Berühren des Vorderrades mit dem Fuß beim Fahren, vor allem bei Kurven. Zudem ist in der Größe M beim Beyond das Vorderrad nah beim Unterrohr (steilerer Lenkwinkel), sodass nur eine kleine Flasche am Unterrohr transportiert werden konnte, da diese sonst mit dem Vorderrad kollidiert wäre.

Daher würde ein Rahmen in Größe L besser zu meinen Bedingungen passen.

Und da hat Salsa einen klaren Vorteil gegenüber Bombtrack: Das Fargo ist verfügbar und konnte sofort geliefert werden.

 

Das Rahmenschloss:

Ein Schwachpunkt bei meinem Beyond ist ganz klar das Rahmenschloss. Ich ärgere mich im Nachhinein, dass ich das nicht konsequenter reklamiert habe. Denn bereits nach 200km ist mir damals am Bombtrack hinten der Rahmen aufgegangen, weil die 4 Schrauben, die das Rahmenschloss sichern sollten, rausgefallen waren.

Viel hilft viel 😉 Zusätzliche Sicherung mit Muttern und Sicherungslack

Ich habe dann das erneut verschraubt, allerdings mit wenig Erfolg, denn es ist wieder aufgegangen. Aus meiner Sicht ist das eine klare Fehlkonstruktion am Rahmen gewesen, die übrigens auch bei anderen Beyond 1 Besitzern auftrat. In meiner Not – ich wollte den Tuscany Trail fahren – habe ich dann eine eigene Lösung gefunden, die seitdem hält und erst letztens nach mehr als 3.000km wieder aufgegangen ist. Bombtrack hat das mittlerweile dadurch gelöst, dass sie nicht mehr Rahmenschlösser dort einbauen. Auch deshalb wollte ich einen neuen Rahmen haben. Und deshalb kann ich nicht mit dem Beyond den Atlas Mountain Race fahren. Das ist mir zu unsicher.

Auch das Fargo verfügt über ein Rahmenschloss und kann mit Riemenantrieb versehen werden. Allerdings ist hier die Konstruktion eine andere und zudem schon seit Jahren bewährt.

 

Das Alternator Dropout:

Salsa bietet mit dem Alternator Dropout ein variables Ausfallendes an, welches fast jede Art von Schaltung erlaubt. Ich habe das Standard Dropout für Kettenschaltung und Steckachse. Es ist sehr solide mit nur wenigen Schrauben befestigt.

Das Alternator Dropout

Der Clou: Es ist in der Horizontalen bis zu 1,7cm veränderbar. Dadurch kann ich die Länge der Kettenstrebe verstellen und so auch den Fahrstil des Rades verändern. Ich reguliere damit auch den Abstand zwischen Reifen und Sattelrohr und den Laufradabstand. Im Kern ist es aber auch für das Einstellen der Ketten- oder Riemenspannung gedacht und funktioniert sehr einfach.

 

Die Reifenbreite:

Das Beyond hat eine maximale Reifenbreite von 2.1 Zoll zugelassen. Ich bin zwar auch 2.2 Zoll breite Reifen gefahren, aber da hatte ich durchaus auch Berührungen mit dem Rahmen (hinten). Ich suche aber nach einem Rad, dass mir etwas mehr Spielraum bei der Breite der Reifen ermöglicht. Beim Fargo kann ich bei 29 Zoll bis zu 2.4 Zoll breite Reifen verwenden, was für meine aktuellen Bikepacking-Anforderungen durchaus reicht. Zudem kann ich bei Bedarf auch 27,5+ und 29+ Zoll Räder mit einer Breite von 3 Zoll verbauen. Ich weiß zwar noch nicht warum ich das machen soll, aber es besteht die Möglichkeit.

 

Gabel-Vielfalt:

Das Beyond gibt es mit der Beyond Stahlgabel. Und aktuell gibt es zum Beispiel keine Carbon-Gabel, die mit dem Beyond 1 Rahmen verbaut werden könnte. Bei Federgabeln sieht es ähnlich aus, auch wenn ich mir hier nicht ganz sicher bin.

Beim Fargo sieht das anders aus, denn das Rahmenset kommt bereits mit einer Carbon-Gabel mit vielen Ösen und es kann auch eine Federgabel aufnehmen.

 

Apropos Gewicht…

Ich bin ja eigentlich Stahl-Fan, wenn es um Räder geht. Aber gerade wenn man etwas sportiver unterwegs ist, kommt dieser Werkstoff dann doch an seine Grenzen, bzw. – besser formuliert – bekommt er Leichtbau-Konkurrenz. Also das Fargo ist schon ziemlich perfekt, wenn es doch nur etwas leichter sein könnte…

Und so trat Titan in mein Radler-Leben. Denn Salsa bietet neben einem Stahlrahmenmodell auch ein Titanrahmenmodell des Fargo an.

Der Salsa Fargo Titan Rahmen mit Carbon Gabel @Salsacycles.com

Aber der Preis… Das ist schon eine Investition!

Doch dann fiel mir ein, dass ich bald 45 Jahre alt werde. Und so wie ich mir zum 40. Geburtstag das Norwid Gotland geschenkt habe, sollte es nun also das Fargo Titan sein. Happy Birthday, Happy Martin!

 

Mein neues Rad für alle Fälle: Das Salsa Fargo Ti

Das Fargo Ti Rahmenset besteht aus einem Rahmen mit dreifach-konifizierten Rohren und der Salsa Firestarter 110 Carbon Deluxe Gabel. Sie ist nicht nur leicht, sondern verfügt auch über alle nötigen und möglichen Ösen zur Befestigung von AnythingCages, Flaschenhaltern und Schutzblechen.

Die Salsa Firestarter Carbon Deluxe Gabel

Das Gewicht des Fargo Ti Rahmensets beträgt 2,8kg (2,1kg Rahmen + 700g Gabel in L). Das des Stahlrahmensets liegt bei 3,6kg (in L). Und das Gewicht des Bombtrack Beyond bei 4kg. Zum Vergleich: Das Salsa Cutthroat wiegt 2,4kg.

Das Fargo Ti kann natürlich auch eine Menge ab und hat ein Fahrer-Maximalgewicht von 140kg. Das werde ich in absehbarer Zeit nicht erreichen und es lässt auf ein höheres Systemgewicht schließen (Fahrer+Rad+Gepäck).

Hello Fargo!

 

Warum Titan und nicht Stahl?

Ehrlicherweise habe ich schon immer mal an Titan als Rahmenmaterial gedacht, das aber nie weiterverfolgt. Dabei liegen die Vorteile für Titan auf der Hand: Es ist härter als Stahl, rostet nicht, es ist leichter, steifer und stabiler, dabei aber nicht so hart wie Carbon oder Aluminium.

Oder wie es auf Spiegel Online zu lesen ist:

„Titan ist der beste Werkstoff für Fahrräder, wenn es um die spezifische Festigkeit und die Haltbarkeit geht”, sagt Oberingenieur Thomas Grund von der Technischen Universität Chemnitz.“ (Quelle)

 

Allerdings liegen die Kosten für einen Titan-Rahmen ungleich höher:

„(…)Während ein Kilo einfacher Stahl etwa 80 Cent kostet, und Aluminium 1,50 Euro, muss der Titan-Einkäufer für die gleiche Menge etwa 25 Euro hinlegen.“ (Quelle)

 

Um es aber auch deutlich zu sagen:

Muss es Titan sein? Nein. Darf es Titan sein? Unbedingt.

Mir gefallen die Optik, das Gewicht, die Widerstandsfähigkeit und das es nicht rostet. Und das ist es mir jetzt wert.

Eine schöne Übersicht zu den Eigenschaften von Titan im Vergleich zu anderen Rahmenmaterialien habe ich bei highendcycling.de gefunden:

@highendcycling.de

Weitere Hintergrundinfos zum Rahmenmaterial Titan findet ihr HIER und HIER.

 

Mein Salsa Fargo Ti im Aufbau

Wie ich bereits erläutert habe, gab es viele Gründe für die Neuanschaffung eines Rades. Das Fargo ist nicht N+1, sondern wird das Beyond ersetzen. Aktuell baue ich es für den Atlas Mountain Race auf, weshalb sich auch vor allem die Übersetzung und Bandbreite der Kassette erklären lassen. Anschließend ist es für weitere Bikepacking Races und normale Reisen gedacht.

Ich baue das Fargo als sogenanntes „Mullet“ Rad, oder auch VoKuHiLa-Rad auf: Ein DropBar Mountainbike mit dem Lenker und der Schaltung eines Rennrades und der Übersetzungs- und Reifenbreite eines Mountainbikes. Vorne kurz heißt in meinem Fall 32 Zähne und Hinten lang 11-50er Kassette. Das ganze bei einer 1×11 Schaltung.

Warum 11-50? In Marokko werde ich jeden Gang, der mir das Klettern erleichtert benötigen. Vor allem unter Race-Bedingungen, wenn man körperlich auch irgendwann erschöpft ist. In Kombination mit vorne 32 ergibt sich so eine durchaus berggängige Übersetzung, die aber natürlich unter normalen Bedingungen nicht nötig ist:

Entfaltungsdarstellung mit 32 / 11-50 @Ritzelrechner

 

Schaltung & Übersetzung

Da Road-Schaltungen nicht einfach so mit MTB-Schaltungen (ab 11fach) kombinierbar sind oder dann auch noch Kassetten von 11-50 schalten, braucht es ein Hilfsmittel, um das hinzubekommen.

Folgende Möglichkeiten standen mir zur Verfügung:

  • Aufbau mit elektronischer SRAM ASX Schaltung: Vorne Force und hinten Eagle (12fach). Leider sehr teuer.
  • Aufbau mit Shimano XT Schaltwerk (welches von „Haus aus“ 11-50 bewältigen kann) und vorne SRAM Rival (weil sie 1fach anbieten und ich die Art zu schalten mag). Dafür braucht es einen Übersetzer zwischen Road und MTB Schaltung und SRAM und Shimano. Machbar mit dem Jtek Shiftmate 9.
  • Aufbau mit 11-46 Sunrace Kassette und SRAM Rival Schaltwerk. Die sicherste Variante, da mit Rival vorne Markeneinheitlich und zudem kein Hilfsmittel wie Shiftmate oder Roadlink nötig.
  • Aufbau mit SRAM Rival Schaltwerk lang. Machbar mit dem Roadlink, mit dem dann auch eine Sunrace 11-50 geschaltet werden kann. (siehe Video).

Ich habe mich erstmal für den Aufbau mit Shimano XT (RD-8000) und Shiftmate 9 sowie einer Sunrace 11-50 Kassette entschieden. Die Wahl fiel auf die Sunrace, da diese in den Abstufungen aus meiner Sicht besser war. Die Sunrace schaltet 36-42-50 und somit etwas abgestufter als die Shimano Kassetten. Auch die Alternativ-Kassette 11-46 ist von Sunrace, da zum Beispiel die XT oben 32-37-46 schaltet und die Sunrace da mit 36-40-46 eine etwas bessere Abstufung hat.

Vorne 32, hinten 11-50 mit Shimano XT

Der Aufbau ging recht einfach, allerdings war die Schaltperformance der XT erstmal nicht so gut: Ich hatte Probleme die unteren Gänge (größere Kränze hinten) sauber geschaltet zu bekommen. Nachdem ich aber den Shiftmate 9 noch mal neu installiert habe (dort wird der Schaltzug über eine Rolle geführt und damit der Unterschied in den Schaltwegen von Road zu MTB Schaltungen ausgeglichen), klappte es wunderbar.

Der Jtek Shiftmate 9 als Übersetzer

Nun werde ich diese Kombination in der Praxis testen und dann entscheiden, ob ich so den Atlas Mountain Race fahren möchte. Alternativ würde ich auf SRAM Rival mit 11-50 und Roadlink oder 11-46 gehen.

Vorne habe ich eine Shimano XT Kurbel (FC-M8000 B1) mit einem 32er Kettenblatt verbaut. Diese läuft in einem XTR Tretlager. Der Grund für die XT Kurbel im Vergleich zu einer SRAM NX oder GX Kurbel ist, dass die XT Kurbel einmal auch für 2fach aufrüstbar ist und zum anderen mit einem Lochkreis von 94mm (SRAM 96mm) mehr Auswahl an Kettenblättern bietet.

XTR Lager mit Shimano XT Kurbel und 32er Tretkranz

Nach dem AMR möchte ich nämlich vorne auf 36 Zähne wechseln und hinten dann eventuell auf 11-40 oder 11-42, da ich unter normalen Tourbedingungen nicht diese enorme Untersetzung einer 11-50 oder gar 11-46 Kassette in Kombination mit einem 32er Tretblatt brauche.

Die Shimano Mix-Pedale: Klick und Plattform

 

Bremsen

Wie auch schon beim Bombtrack setze ich beim Fargo auf die aus meiner Sicht besten mechanischen Scheibenbremsen, die es momentan gibt: Die TRP Spyre. Diese bremsen nämlich beidseitig, anstatt nur einseitig wie die BB7 von Avid. Zudem kann ich beide Bremsbeläge einfach mit einem Inbusschlüssel individuell nachstellen.

Die TRP Spyre wird hinten beim Fargo über eine extra Aufnahme angebracht

Die Montage der Bremsen ist denkbar einfach: Anschrauben, ausrichten, Bowdenzug rein und gut. Richtig eingestellt verzögern sie nicht nur gut, sondern bringen natürlich auch die Räder zur Blockade, wenn gewünscht.

Und wie immer bei Scheibenbremsen, müssen diese erstmal eingebremst werden, bevor sie ihre ganze Kraft entfalten. Ich fahre mit 160mm TRP Scheiben vorne und hinten, auf die ich mich bislang auch am Bombtrack mit Gepäck in jedem Gelände verlassen konnte.

Die TRP Spyre vorne an der Firestarter Carbon Gabel

Und weil natürlich die Frage kommt: Ich fahre keine hydraulischen Bremsen, da ich bei meiner Art zu Reisen und bei Veranstaltungen wie dem AMR lieber auf Lösungen setze, die ich auch in entlegenen Gegenden reparieren kann. Hydraulische Scheibenbremsen haben sicherlich ein noch besseres Bremsverhalten, aber ich setze lieber auf die mechanischen aus den genannten Gründen. Vielleicht wechsle ich irgendwann mal auf hydraulische, aber momentan ist das nicht geplant.

 

Laufräder & Reifen

Bei der Wahl der Laufräder habe ich diesmal auf die britischen Experten von HUNT gesetzt. Sie haben mit dem Mason x Hunt Search einen Laufradsatz im Angebot, der nur 2.165g wiegt und dabei 30mm breite Felgen (interne Weite) und SON Nabendynamo mitbringt. Er ist auf eine Reifenbreite von 2.25“ bis 2.8“ ausgelegt, natürlich Tubeless ready. Der SON und die HUNT Hinterradnabe bauen auf den Boost Standard auf, das heißt also 15x110mm MTB Boost Standard vorne und 12x148mm hinten.

Die Speichen sind aus Stahl und die sehr leichten Steckachsen aus 7075 T6 Aluminium.

Der Mason x Hunt Laufradsatz

Alternativ hätte ich mir einen LR-Satz mit DT-Swiss XM 481 Felge, Sapin Speichen, SON und DT-Swiss 240 HR-Nabe aufgebaut. Preislich war in diesem Fall das HUNT Angebot attraktiver und ich wollte mal was Neues ausprobieren.

Bei den Reifen habe ich diesmal für den AMR auf die Vittoria Mezcal in 2.25“ gesetzt. Diese ließen sich ohne Probleme aufziehen und hielten auch gleich dicht – Nachpumpen, wie es sonst bei Tubeless gerade am Anfang nötig ist, musste ich bislang noch nicht machen. Ich fahre die Mezcal mit 3 Bar Druck.

Vittoria Mezcal in 2.25 Zoll

Bislang bin ich WTB Trail Boss (auf dem Tuscany Trail), Maxxis Ikon und WTB Nano gefahren. Die Trail Boss sind im Gelände recht gut, aber es war ein echter Kampf diese auf oder von der Felge zu bekommen (DT-Swiss). Die Ikon sind leichter zu montieren, bieten eine gute Traktion im Gelände, laufen aber sehr laut. Nach 2.500km waren sie aber durch und die Häufigkeit von Löchern zwang mich zum Wechsel auf die Nano in 2.1“. Diese laufen vor allem auf Asphalt ruhig und schnell, im Gelände sind sie ok, könnten aber etwas mehr Traktion bieten. Ich fahre sie aktuell mit 2,8-3 Bar Druck am Bombtrack.

 

Lenker & Vorbau

Im September habe ich mir den neuen RideFarr Aero Gravel Lenker bestellt, der allerdings bis heute noch nicht geliefert werden konnte. Daher habe ich nun am Fargo meinen alten Bombtrack Beyond Flare Drop Bar in 46mm Breite installiert. Zum einen bin ich an ihn gewöhnt und finde ihn in Breite, Flare (22 Grad) und Drop (110mm) ideal. Zum anderen erlaubt er mir etwas mehr Platz für die Frontrolle. Das Fargo ist eigentlich auf den Salsa Woodchipper Lenker ausgelegt, der ist mir aber zu breit und hat zu viel Flare.

Das Fargo Titan mit Beyond Lenker

Ans Bombtrack habe ich nun den neuen FSA Adventure Drop Bar gebaut, der etwas weniger Drop und Flare hat, als der Beyond. Es ist mehr ein Gravellenker, als ein Adventure-MTB Lenker.

Als Vorbau setze ich auf den Salsa Guide mit 80mm Länge und 6 Grad Neigung. Dieser ist auch am Fargo Built-Set verbaut und schien mir passend. Alternativ hätte ich einen Ritchey Comp oder einen Thomson Vorbau verbaut.

 

Sattel & Sattelstütze

Beim Sattel habe ich diesmal – wie auch am Norwid Reiserad – auf einen SQ-Lab Sattel gesetzt. Nachdem ich den Abstand meiner Sitzknochen gemessen habe, fahre ich nun einen SQ-Lab 611 Ergowave. Der muss nun eingefahren werden, soll aber ein ziemlich angenehmer Sattel für die Langstrecke sein.

Als Sattelstütze verwende ich diesmal die RaceFace Chester. Sie ist auf eine härtere Beanspruchung ausgelegt und ich fand sie einfach interessant. Mir war aber wichtig, dass die Stütze keinen Setback hat, also keine Krümmung im Kopfbereich der Stütze, durch die die Klemmung des Sattel sonst nach hinten rückt.

 

Licht

Am Fargo werde ich auch ein festes Vorderlicht verbauen. Ich habe mich für das B&M IQ-X entschieden, dass bis zu 100 Lux liefern soll und damit im Rahmen der StVO ordentlich Licht liefert. Ich hatte auch noch die 800W Supernova und die Exposure Revo in der Auswahl, habe mich dann aber für die legale Variante entschieden.

Der IQ-X

Hinten verrichtet ein NiteRider TL 5.0 batteriebetriebenes Rücklicht seinen Dienst. Das hat bis zu 100h Laufzeit und wird so mich durch Marokko und den täglichen Straßenverkehr blinken.

Einen Dynamolader habe ich diesmal nicht verbaut. Der Grund ist, dass ich in all den Jahren nur sehr selten den Dynamolader benutzt habe. In Marokko werde ich eher selten ausreichend Geschwindigkeit aufbringen können, um wirklich relevant laden zu können. Zudem hat sich in der Vergangenheit gezeigt, dass ich sehr gut mit zwei geladenen 10.000 mAh Powerbanks sehr lange durchkomme. Es besteht also kein Grund für einen Lader.

 

Die ersten Kilometer mit dem Fargo…

Natürlich muss es gerade jetzt Sturm geben und ergiebigen Regen, der noch die kommenden Wochen durchhalten wird. Aber ich habe ein kleines Wetterfenster genutzt und bin mit dem Salsa los, in den Wald, mal richtig heizen und testen.

Nach den ersten 30km kann ich sagen: Es sitzt wie angegossen! Ich fahre etwas aufrechter als beim Bombtrack – vielleicht ändere ich das noch und gehe vorne etwas tiefer. Man sieht ja auf den Bildern, dass Sattel und Lenker auf gleicher Höhe sind. Aber ich sitze sehr angenehm und kann so gut auf das Gelände reagieren und auch Druck auf die Pedale geben, wenn es sein muss. Der Sattel ist ebenfalls perfekt bislang (wobei man nach 30km nichts dazu sagen kann und sollte), und ich sitze hart, aber herzlich.

Gleich mal im Schlamm spielen fahren…

Die Schaltung macht was sie soll, die Bremsen brauchen noch ein bisschen zum Einbremsen und der Matsch und Dreck haben schon mal alles gegeben: Trotz der Schutzbleche war ich bis zu den Oberschenkeln eingesaut, was vermutlich an meiner wilden Fahrt durch den Waldschlamm lag. Sehr angenehm waren auch die breiteren Mezcal Reifen. Gerade bei dem feucht-rutschigen Untergrund hatten sie eine gute Traktion und Federung.

Jetzt werde ich erstmal trotz schlechtem Wetter die Kilometer mit dem neuen Rad abspulen und freue mich darauf, bald die Schutzbleche wieder abzunehmen. Ohne sieht es einfach besser aus 🙂

 

Habt ihr Fragen zum Rad oder Tipps? Dann gerne her damit!

48 Comments

  • Gerold Heider sagt:

    Hallo Martin,

    schönes Rad.
    Hättest du vor dem Kauf deines Salas TI nach Tipps gefragt, so hätte ich dir den Titan-Rahmen vom Hoplit 1,68Kg in Größe “L” von Falkenjagd empfohlen.
    http://www.falkenjagd-bikes.de/de/produkte/komponenten/rahmen/

    Zur Sattelstütze:
    Auch hier hätte ich mich für eine Titan-Ausführung entschieden weil diese auch flext und somit etwas mehr Komfort auf harten Touren bietet.
    http://www.falkenjagd-bikes.de/de/produkte/komponenten/teile/

    Wenn nichts dazwischen kommt bis Anfang April erreicht mein Titan-Reiserad Hoplit von Falkenjagd Bikes nach 22 Monaten die Laufleistung von 25.000km und sieht aus wie neu.
    Habe mich damals auch für eine Titan-Gabel entschieden weil diese mehr flext gegenüber der Carbon-Gabel.
    Aber auch unbegrenzte Lebensdauer was eine Carbon-Gabel nicht erreicht.
    Nach dem Ableben Müll !

    Hatte mich damals schon gewundert das du wieder einen Stahlrahmen gekauft hast
    obwohl du soviel fährst und harte / anspruchsvolle Touren dabei sind.
    Die Stahlrahmen bieten ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.
    Aber wer viel fährt holt sich auf Dauer auch viele Lackschäden was ärgerlich ist.

    Der SQ-lab Sattel ist für lange Touren ( mehrere Stunden ) zu hart.
    Es sei denn du fährst mit Polster in der Radhose.
    Ohne Polster eventuell mal einen Ergon Sattel ausprobieren, da sind die Sitzkanten etwas runter was bei langen Touren angenehmer ist.

    Gruß Gerold

    • Hallo Gerold,

      Ich fahr mit Polster. Und man kann auch mit normalen Rädern richtige Touren machen. Selbstverständlich. Das Rad und dessen Material ist nur ein Gebrauchsgegenstand. Mehr nicht. Er darf aber gerne schön sein. 😉

      Und Carbon kann man mittlerweile recyceln. Siehe dazu auch meine entsprechende Podcastfolge.

      Viele Grüße
      Martin

    • André sagt:

      Hallo Gerold,

      mit dem Hoplit und dem Fargo vergleichst du aber Äpfel mit Bananen, was Geometrie, Austattungsmöglichkeiten und Befestigungsmöglichkeiten am Rahmen und auch der Gabel angeht. Vom Preis garnicht zu sprechen.
      Hier war, wie auch beim Beyond ein Dropbar angedacht, zudem eine aufrechtere Sitzposition mit einigem an Sloop.
      Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, der SQLab passt nicht jedem, der Ergon aber auch nicht, hier gibt es keine Fakten, sondern nur individuelle Erfahrungen.
      Ich kann den SQLab beispielsweise auch ein ganzes Stück ohne BibShorts fahren, Ergon sind mir von grundauf zu weich.
      Daher muss Martin hier eigene Erfahrungen sammeln, und davon wird er uns sicher berichten.

      Beste Grüße
      André

    • Moritz sagt:

      Hallo Martin,
      ich habe das Rad nun mit Stahlrahmen fertig gebaut. Eben erste Proberunde gedreht. Bremsen müssen sich in der Tat wohl noch einfahren.
      Die Carbon-Gabel sitzt auch noch etwas locker, mal sehen, was ich da falsch gemacht habe. Fahrgefühl ist ansonsten schön, allerdings frage ich mich, wie du vorne mit einem 32er Kettenblatt zurechtkommst. Mit fehlen da echt noch Gänge nach oben, wenn ich hinten auf dem kleinsten Ritzel angekommen bin. Ich denke jetzt, dass mir vorne ein 36er Blatt sicher besser passen wird. Kannst du nochmal kurz schreiben, ob dir das wirklich ausreicht?
      Ansonsten: Schönen Sonntag und vielen Dank für deine Blog!
      Moritz

  • Frank sagt:

    Cooles Fahrrad! Danke für den ausführlichen Beitrag.

  • Gerold Heider sagt:

    Hallo Martin,
    natürlich kann man mit normalen Rädern richtige Touren fahren was auch gut so ist.
    Aber dann hättest du dir auch keinen Titan-Rahmen kaufen brauchen.

    Nicht jeder hat das Geld für einen Traum aus Titan auf zwei Rädern.
    Ich verzichte bewußt auf ein Auto und habe mir deshalb ein Titan-Rad gekauft was mich
    mein Lebenlang begleitet auch wenn ich altersmäßig den Zenit schon längst über schritten habe.

    Man entscheidet sich für eine Titan-Rad wegen der Eigenschaften des Materials.
    Haltbarkeit bis zum eigen Ableben, keine Farbe / Lacke, und die Dämpfungseigenschaften
    wenn man die Straßen verläßt.
    Allerdings die Straßen in Deutschland und in NRW sind auch nicht viel besser wie so mancher Weg im Gelände.

    Ich habe mir noch nie ein Rad gekauft nach dem Aussehen.
    Für mich zählt nur die Qualität / Langlebigkeit, Verarbeitung und technische Umsetzung sowie bei einem Reiserad die Zuladung oder beim Gravel-Bike das Gewicht, am liebsten
    unter 10kg was beim Randonneur wegen den Anbauteilen kaum möglich ist.
    Wenn das Rad dazu dem Auge schmeichelt ist es eine angenehme Zugabe.

    Gruß Gerold

  • J. sagt:

    Hallo Martin!

    Das finde ich jetzt mal eine richtig, richtig gute Wahl!
    Gratulation!
    Immerhin kein Carbonrenner, sondern auf bewährtes Material gesetzt, wenn auch der Rahmen unvorstellbar teuer ist…
    (Was das Rahmenvergleichsprogramm -in Deinem Fall ‘bikegeo’- betrifft: diese arbeiten sehr, sehr ungenau – und die Angaben stimmen oft nicht; da muss man schon auf professionelle Programme zurückgreifen)

    Bischen wundere ich mich, dass Du noch nicht auf eine Federgabel setzt, da sich diese Ausstattung auf solchen Touren doch sehr bewährt hat.

    Was die Bremsen betrifft, auch ich verlasse mich immer noch auf mech. Scheibenbremsen, gerade aufgrund der einfacheren Wartungs/Reparaturmöglichkeiten auf Tour.
    Bin selbst nun knappe drei Jahre die TRP Spyre gefahren – aber so recht hat sie mich nie überzeugt. Vielleicht fällt es in der Ebene, wie bei Euch da oben, nicht so ins Gewicht – ich bin hauptsächlich in den Bergen unterwegs, auch auf Touren dürfen Berge nicht fehlen (zB Alpen- + Pyrenäenüberquerung), und da kamen die Spyre immer schnell an die Grenzen.
    Habe nun seit ein paar Monaten die BB7 montiert – und ich bin von der Bremskraft im Vergleich zu der Spyre mehr als überrascht!
    Kein Vergleich, wesentlich besser! Ich kann Dir nur raten, wenigstens probehalber mal die BB7 zu montieren (neu das Paar für ca. 100 Euro). Ich kann mir nicht vorstellen, dass Du nicht zufrieden sein wirst… Der Unterschied ist deutlich und die Bremskraft erheblich höher als bei der Spyre.

    Noch eine Sache, da Toe-Overlapping immer ein Thema ist: da Salsa sich auf meine Anfrage nicht gemeldet (deren Service scheint nicht der Beste zu sein) – welches Center-Front Maß liegt bei Deinem Fargo vor?

    Ich wünsch’ Dir viel Freude mit Deinem neuen und schönen Rad!
    Grüße! J.

    • Moin,

      Die BB7 hatte ich auch schon mal zum Test und fand die nicht so mega. Die Spyre hat sich für mich auf dem Tuscany Trail und in Afrika echt bewährt. Aber wer weiß, irgendwann gibt es wieder was anderes und dann probiere ich das mal aus. Ich bestelle mir mal die BB7 bei einem Schnapper und probiere sie dann aus. Ist immer besser! 🙂

      Die Fargo Maße findest du auf deren Seite. Ich werde bei Gelegenheit mal nachmessen. Mit dem Rad habe ich definitiv keinen Over Lap. Das war nur beim Bombtrack in Rahmengrösse M so.

      Viele Grüße
      Martin

    • Dmitrii sagt:

      TRP hat noch von der Idee her schöne Bremsen TRP HY/RD. Die sind hydraulische Bremsen mit dem mechanischen Antrieb. D.h. der hydraulische Teil versteckt sich komplett im Bremssattel.

  • André sagt:

    Hallo anonymer Poster,

    Wo hast du dich denn bezüglich Salsa erkundigt? Der Service kümmert sich da normalerweise sehr schnell drum, wenn du beim deutschen Importeur an die Info@ Mail schreibst.
    Bezüglich der BB7 muss ich dir widersprechen, ich halte die Spyre ebenfalls für überlegen, beide vernünftig eingebremst, hat mich die TRP mehr überzeugt als die Avid.

    Grüße André

  • Wolfgang sagt:

    Hallo Martin,
    cooles Rad, Glückwunsch! Ordentlich Hirnschmalz investiert, breites Spektrum.
    TRP Spyre fahre ich seit 10′ km und finde sie in Einstellung/Wartung genial und Bremskraft vollkommen ausreichend. Bin mehrmals >1.000 hm mit ( leichtem) Gepäck abgefahren, kein Problem. Wahrscheinlich könntest Du mit hydraulischen einige Hundertstel Sekunden sparen, weil Du später bremsen kannst, die verlierst Du aber bergauf wieder, weil sie schwerer ist☺
    Einzig Deine Entscheidung für 1-fach kann ich nicht teilen. Natürlich kann man sich die Entfaltung mit Pizza-Tellern hinten erkaufen, aber dann wären mir die Gangsprünge definitiv zu groß. Gibt doch jetzt GRX mit 48 / 31 oder 46 / 30 und hinten 11/42.
    Aber Du wirst schon wissen oder ausprobieren.
    Wünsche Dir jedenfalls noch viel Spaß mit Deinem neuen Rad. Grüße aus München
    Wolfgang

    • Hallo Wolfgang,

      ja, die GRX hatte ich auch mal im Auge, aber die ist leider nicht für die AMR Anwendung gebaut. Und zudem nicht wirklich für meine Ansprüche tauglich, da sie 1. nur Flat Mount hydraulische Bremsen hat und ich nur Post Mount am Rahmen kann. Und 2. sie nicht mit einer MTB geo klarkommt und sie nicht in ein entsprechendes Tretlager kann. Sie braucht 68mm und nicht 73mm. Und 3. natürlich das Übersetzungsangebot: das reicht für das normale Graveln sicherlich aus. Für das Bergsteigen mit Gepäck leider nicht. Aber 2×11 ist ja auch eine denkbare Möglichkeit. Ich fahre das am Bombtrack. 1×11 war aber eine bewußte Entscheidung auf Grund geringerer Komplexität und (fast) gleicher Schaltentfaltung bei weniger Gewicht. Und weil ich es mal ausprobieren wollte.

      Viele Grüße,
      martin

  • Alan sagt:

    Hey Martin, sehr cooles Rad. Was wiegt es denn jetzt final?

  • Dmitrii sagt:

    Hallo Martin!

    Ich möchte bloß sagen, dass es noch eine Alternative für die Schaltung einer 11-50 Kassette gibt. Schau dich mal garbaruk.com . Die Fa. bietet sowohl die alternativen Schaltschwingen, mit denen braucht man kein Roadlink, als auch etwa größere Führungs- und Spannräder. Es gibt auch Kasetten. Obwohl, für einmaliges Abenteuer ist es vielleicht zu aufwändig.

    Was die Shiftmate angeht, ich hoffe, dass Du es vielseitig testest. Ich fahre mit einer Art des Übersetzers für V-Brake Bremsen und Rennradbremshebel. Es hat bis zur ersten langen Fahrt beim Regen gut funktioniert. Jedoch sind Schmutzpartikeln zwischen dem Gehäuse und der Rolle eingedrungen, und nun läuft es etwa stufig. Es kann für die Schaltung kritisch sein. Hätte Sinn, vielleicht, mit einem Schrumpfschlauch den Übersetzer zu schützen.

    VG, Dmitrii

    • Hallo Dmitrii,

      guter Tipp. Ich habe das Rad jetzt ordentlich durch Schlamm und Regen und Dreck gewälzt und die Schaltung geht. Aber etwas Schutz ist sicherlich nicht schlecht. Allerdings muss das auch nicht viel machen. Evenmtuiell wirkt es sich bei Bremszugübersetzern anders aus.

      Viele Grüße,
      martin

  • jan sagt:

    Gerade das fargo ist mit den alternator dropouts doch prädestiniert um mit eine rohloff aufgebaut zu werden? Kein geld fuer ein 2. rohloffnabe? Das koennte ich sogar verstehen..

  • Frank sagt:

    Hallo Martin,
    was ist das für eine Garmin-Halterung?

  • Lars sagt:

    Sehr schönes Rad, Martin. Titan ist sicher eine Klasse für sich, leider auch preislich 😉 Ich folge Dir nun schon eine Weile, danke für die vielen sehr guten Beiträge.

    Ich suche derzeit ein Pendler- und Reiserad und mich sprechen diese “schnellen, MTBs” sehr an. Das Koga Worldtraveller steht hoch im Kurs, ist aber in der Variante mit Rohloff arg teuer. Deshalb schaue ich mich noch weiter um und finde nun das Salsa Fargo ebenso wie das Trek 920 sehr spannend. Bräuchte es ebenso wie Du vollausgestattet, also mit Licht etc. An dieser Stelle eine Frage: Wie vergleichen sich diese Räder aus Deiner Sicht? Wäre Dir für Deine Einschätzung sehr dankbar. Irgendwann sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr 😉

    • Hallo Lars,

      Das 920 kenne ich nicht vom Fahren her. Kann also leider nicht vergleichen. Bei beiden Rädern müsstest du aber für die verkehrssichere Ausstattung selber Hand anlegen. Sie sind beide nicht fürs Commuting gemacht, sondern für Fahren im Gelände und auf langen Touren dort.

      Das 920 scheint etwas filigraner zu sein. Eher Road/Gravel. Das Fargo würde ich eher mit dem Trek 1120 vergleichen.

      Viele Grüße
      Martin

  • Biker sagt:

    Hallo Martin,

    ein Top Beitrag. Sehr schön hast Du geschrieben und Gratulation zu diesem hervorragenden Rad. Jetzt interessiert mich eine Sache ganz besonders:

    Wie unterscheidet sich genau dieses Rad von meinem VSF TX- 400 mit Rohloff, abgesehen von Titan und Anbauteilen?

    Was macht die Geometrie für einen Unterschied im Gegensatz zum Radklassiker TX- 400?

    Wie kommst Du mit dem Lenker zurecht?

    Viele Grüße

    • Hallo Helge,

      Das sind zwei völlig, aber auch wirklich völlig verschiedene Räder. Sie unterscheiden sich in allem.

      Viele Grüße
      Martin

      • Biker sagt:

        Hallo Martin,

        danke für Deine Antwort. Ich fahre das TX- 400 gern und viel. Vom einfachen Tagestrip bis zum großen Radurlaub liebe ich das Rad. Besonders gefällt mir der Stahlrahmen, die leichtlaufende Rohloff und die enorme Belastbarkeit. Wasserzuladung und Lebensmittel, all das stört das Rad wenig.

        Als 38- jähriger Radfahrer bin ich nur mit den Kategorien MTB, Reiserad und Alltagsrad großgeworden. Mein Cube AMS 100 fahre ich immer noch, ebenso mein einfaches Alltagsrad.

        Bikepacking, Cyclocross, Gravel und Titanrahmen sind für mich völliges Neuland. Daher interessiert mich der Vergleich Deines Salsa Fargo TI mit dem VSF TX- 400 ganz besonders.

        Wenn Du Zeit findest, unter meinen Kommentar eine Pro/ Contraliste der beiden Modelle und die Unterschiede kurz darzustellen, wäre das klasse.Gerade mit Deiner Erfahrung im Touringbereich.

        Ich habe auch kein Auto und die Fahrräder sind mein Hauptverkehrsmittel. Daher bin ich an Verbesserungen interessiert.

        Und wie würdest Du Das Salsa Fargo TI mit Deinem Norwid Gotland oder einem klassischen MTB vergleichen?

        Viele Grüße und erholsame Feiertage

        • Danke Andre, ich war nämlich noch am Überlegen, wie ich das bloss beantworten soll.

          @Helge: Ich kann es nicht mit den Rädern vergleichen, die du genannt hast. Du kennst dein Rad, du findest alle Infos zum Fargo und kannst dir daher bestimmt ein eigenes Bild von den Unterschieden machen, auf die es dir ankommt.

          Viele Grüße,
          Martin

  • André Joffroy sagt:

    Hallo Helge,

    Ganz offensichtliche Unterschiede am Fargo sind die 29″ Bereifung mit Reifenbreiten bis 3.0″ die das Rad auch absolut offroadtauglich machen.
    Zudem eine ziemlich aufrechte Sitzposition mit Dropbar und einer Geometrie die auch die Möglichkeit bietet eine Federgabel zu montieren.
    Schutzbleche und Gepäckträger sind möglich, das Rad ist aber auch auf die Nutzung mit Bikepacking Taschen optimiert.
    Das Fargo ist ein MTB mit Tourenradqualitäten das zwischen klassischen Kategorien angesiedelt ist.
    Pro und Contra zu beschreiben erfordert ein Nutzungsprofil, wofür soll es denn dienen?

    Beste Grüße
    André

    Besitzer eines Fargo Touren/Alltagsrades

    • Biker sagt:

      Hallo Andre und Martin,

      Danke für Eure Mühe und Dir Martin Danke für Deinen wunderbaren Blog.

      Mein Profil liegt zu 50 Prozent auf Radwegen und zu 50 Prozent Forstwege ohne schweres Gelände. Gern fahre ich Overnighter mit Zelt und Touren bis drei Wochen. Angefangen habe ich mit Trekking und habe früher alles mit dem Rucksack geschleppt. Mittlerweile bin ich aber nur noch mit der genialen Kombination Rad/ Zelten unterwegs. Das Tempo ist hier genau richtig.

      Mit meinem TX 400 bin ich sehr zufrieden. Nur die 26 Zoll empfinde ich als zu langweilig. Das Rad fährt stets wie auf Schienen, mit oder ohne Gepäck. Der tiefe Schwerpunkt vermittelt ein sehr sicheres Gefühl. Die breite Bereifung mit Marathon Mondial lässt das Rad auf Forstwegen auch so manche Unebenheit schlucken. Der Rahmen wirkt sehr verwindungssteif durch das breite Exzenterlager. Die Stahlrohre wurden hier massiv verschweißt. Auch das Sattelrohr wurde versteift.

      Ich bin ein typisches Beispiel, wie es zu Bike- Kategorien kam. Da ich viel und gern fahre, nutze ich nicht ein Rad für alles, sondern in der Regel mein MTB und das Reiserad. Das MTB für Touren durch den Wald (wobei ich 100 mm Federweg immer ausreichend fand)
      und das TX- 400 für Touren auf Radwegen oder überwiegend Forstwegen.

      Jetzt verstehe ich das Fargo genauer. Es scheint die Schnittmenge aus meinem Profil zu sein. Mehr Spritzigkeit als das TX- 400 und bessere Laufeigenschaften als das Cube AMS 100. Trotzdem keine gestreckte Position wie ein Rennrad. Eine tolle Mischung. Vergleichbar mit dem Surly Troll?

      Wie kommst Du mit den mechanischen Scheibenbremsen zurecht? Mit den HS- 22 bin ich nicht so glücklich. 22.000 Kilometer hat das Rad jetzt klaglos weg, mit den Maguras war ich als Felgenbremsen nicht so zufrieden. Mit dem Rahmen dagegen sehr. Rohloff möchte ich auch nicht mehr missen. Eine Umrüstung auf Scheibenbremse wäre leider mit größerem Aufwand verbunden, dabei finde ich die Idee der mechanischen Scheibenbremse schlichtweg genial. Neben der angenehmen Stahlgabel müßte leider auch der gute SON Nabendynamo weichen. Und hinten gibt es nur Canti- Sockel am Rahmen. Da bin ich am überlegen. Vielleicht Avid V- Brakes statt der HS- 22.

      26 Zoll versus 29 Zoll: Was gefällt Dir besser, Andre?

      Welchen Dropbar fährst Du gern, welche Flatbars bist Du gefahren?

      Für welche Trips nutzt Du Dein Fargo TI?

      Ich denke, hier kann ich nur selber testen und Erfahrungen sammeln, freue mich aber immer über fremden Input. Wie hier in diesem spannenden Blog.

      Beste Grüße

  • André Joffroy sagt:

    Hallo Helge,

    Das Fargo fährt sich anders als ein Troll, der Troll ist wiederum ein 26er, am ehesten wäre ein ECR oder ein Ogre von den Laufrädern her vergleichbar, allerdings besitzen diese beiden keine für Federgabeln optimierte Geometrie und Flatbars bzw. Moloko oder Jones Bars.
    Ich habe sehr unterschiedliche Lenker gefahren, beim Salsa Fargo bleibe ich beim Original, beim Woodchipper, ich mag aber auch den Cowbell oder für wenige Gelegenheiten den Cowchipper.
    Für mich kommt an Rädern mit aktueller Geometrie nur noch 29″ in Frage, das beste Überrollverhalten und inzwischen sind die auch vernünftig leicht und stabil.

    Ich selbst nutze kein Fargo Ti, sondern einen deutlich klassischeren Fargo 2x10fach Aufbau, den aber im Alltag zum Pendeln, für Touren abseits der Wege und auf Trails.

    Wenn du die Möglichkeit hast, teste ein Salsa Fargo.

    Beste Grüße
    André

  • Michaela sagt:

    Hallo Martin,

    da sich sowohl das Bombtrack BEYOND sowie das Fargo TI in meiner engeren Wahl befinden, fand ich es mega spannend Deine Artikel darüber zu lesen!

    Ich habe eine Frage zu dem Fargo TI, bei der Du mir vielleicht helfen kannst. Laut Angabe des Herstellers beträgt die maximale Bremsscheibengrösse die montiert werden kann vorne: 180 mm, hinten: 160 mm.

    Ich liebäugle aber mit 203/180 mm… kann irgendwie nicht verstehen, warum die Montage grösserer Scheiben bei dem Rahmen nicht möglich sein soll?

    Würde mich freuen, wenn Du mich aufklären könntest 🙂

    Liebe Grüsse

    Michaela

    • Hallo,

      Hinten geht m.E. Auch 180mm. Wenn du keine Downhills fährst oder sehr schwer bist, reichen 180mm völlig aus.

      Die Größenbeschränkung hat mit der Gabel zu tun. Aber wie gesagt: wenn du tatsächlich 200mm brauchst, dann ist diese Art Rad eventuell nix für deine Vorhaben.

      Frag doch bei Salsa mal direkt an. Auf deren Seite ist unter dem Fargo schon recht viel an Q&A.

      Viele Grüße
      Martin

  • sabine reile sagt:

    Lieber Martin!
    Ich bin auch am Überlegen, mir das Fargo Ti zu holen – entscheidend für mich war/ist auch, daß man das Rad auch mit Federgabel (+dropbar) fahren kann.
    Du hast diese Möglichkeit auch angesprochen, so möchte ich Dich fragen:
    welche Federgabel bzw. welche Größe/Länge/Einbautiefe muss man nehmen, damit diese passt?
    Ich dank Dir vielmals,
    viele Grüße Sabi

    • Hallo Sabi,

      da verweise ich an Salsa und die Salsa Fargo Seite, wo du sehr viele Antworten des Salsa Teams auf Fragen wie diese findest. Mit Federgabeln habe ich keine Erfahrung.

      Viele Grüße,
      martin

  • André Joffroy sagt:

    Hallo Sabi,

    Die Salsa Fargos vertragen am Besten 100mm Federgabeln. Im Sag stehend sollte sie etwa eine Einbauhöhe entsprechend der 483 der Starrgabel haben. Das entspricht einer Einbauhöhe unbelastet von etwa 501-511mm.
    Das Salsa bietet die Möglichkeit Boost und Non-Boost Naben im HR zu verwenden, dementsprechend ist man auch am VR frei in der Wahl.

    Beste Grüße
    André

  • Michael sagt:

    Hallo Martin,

    ein ausgesprochen schönes Rad, danke für den ausführlichen Bericht.
    Bin gerade ebenfalls an einem Fargo Aufbau am rumtüffteln, kannst Du mir sagen welches Adapterteil hinten zur Befestigung für die TRP Spyre notwendig ist?
    Herzlichen Dank

    Michael

  • Moritz sagt:

    Hi Martin,
    ich baue mir das jetzt genauso nach nur ohne Titan-Rahmen. Mega geiles Rezept für n Rad. Fertig eins kaufen wollte ich vermeiden, um wirklich schön leichte Radsätze zu bekommen.
    Meine Frage zum Shimano XT (RD-8000): hast du Version “lang” oder “kurz” verbaut? Bin mir unsicher und nicht so versiert.

    Danke für diesen wunderbaren Artikel!
    LG, Moritz

  • Thomas sagt:

    Hallo Martin,

    schöne Bike. Vieleicht habe ich es überlesen aber wie schwer war dein Salsa Fargo beim AMR. Das reine Bike ohne Zubehöhr mit Pedalen.

  • Lars Schmitz sagt:

    Hey Martin.

    Spannender Threat 🙂

    Du hast Dir anfangs auch das Salsa Cutthroat angeschaut. Wie kam es letztlich zu Deiner Entascheidung für das Fargo? Und wie vergleichen sich diese beiden Räder aus Deiner Sicht hinsichtlich Einsatzbereich?

    Danke, Lars

  • Moritz sagt:

    Hi Martin,
    hab meins in Stahlrahmen soeben fertiggestellt. Grad erste Proberunde gedreht. Mir fehlen allerdings Gänge nach oben. Reicht dir tatsächlich vorne ein 32er Ritzel? Fährst du das jetzt so? Ich werde vorne wahrscheinlich auf 36 Ritzel gehen.
    Ansonsten: Danke für deinen Blog, lese ich sehr gerne.
    LG, Moritz

    • Hallo Moritz,

      Also ich fahre ein 32er vorne, da ich das Rad für Herausforderungen wie den AMR oder den SRMR aufgebaut habe.
      Unter normalen Umständen würde ich auch vorne 34 oder 36er fahren und hinten bis 46/48. Aber ich bin zu faul da umzubauen. Daher passt das schon und ich kann damit gut um die 35-38 km/h treten. Mehr muss ja auch nicht. Viele die ich kenne fahren vorne bei der 11-50 oder 10-50/48 mit einem 34er oder 36er Blatt im Alltag.

      Wenn man allerdings mit dem Rad viel ohne Gepäck und nicht in den steilen Bergen und Hügeln unterwegs ist, dann kann man natürlich vorne noch größer werden.

      Die Übersetzung bei mir macht nur Sinn, wenn man mit Gepäck in die Berge will.

      Viele Grüße,
      Martin

  • Arif Büyük sagt:

    Hallo Martin,
    ich lese deinen Blog und höre gerne in dein Podcast rein.
    Erst einmal vielen dank für die zahlreichen guten Beiträge.
    Ich konnte leider keine Angaben bezüglich der Laufleistung der Vittoria Mezcal finden.
    Weist du da näheres?
    Ich bin auf der Suche nach guten Reifen für mein Surly Ogre das mir als Reiserad dient. Es sollen 27,5″ werden. Bei der dann notwendigen mindestbreite kann ich keine Schwalbe Marathon verwenden. Da es sie leider nicht in mindestens 2,4 gibt.
    Daher habe ich mich für die Surly extraterrestrial entschieden. Nach deinem Podcast Beitrag über den AMR überlege ich jedoch ob es die Vittoria Mezcal werden sollten.

    Lg
    Arif

  • Dieter sagt:

    Servus Martin,

    bist Du Dir bei Deinen Körpermaßen wirklich sicher:
    bei einer Länge von 183cm hast Du “nur” eine Schrittlänge von 79cm?
    Ich bin zB 176,5cm und habe eine SL von 85cm…

    Hast Du wirklich richtig gemessen (ohne Schuhe, Wasserwaage richtig nach oben gedrückt und im Wasser, abgelesen an der Oberkante)?
    Wenn ich Bilder von Dir sehe, siehst Du mir nicht als “Kurzbeiner” aus.

    Prüf doch nochmals nach, wäre hilfreich zwecks Größenauswahl (Rahmen).
    Besten Dank und Grüße, Dieter

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