15 für bis zu 1.600 Euro – Gute Gravelbikes und Reiseräder für wenig(er) Geld

15 bis 1.600 Euro - Gute Gravelbikes und Reiseräder für wenig(er) Geld

“Immer wieder bekomme ich die Frage gestellt…” – wenn ihr das von Influencern hört, heißt es eigentlich: Niemand fragt mich das, aber ich möchte gerne darüber reden.

Ich bekomme nur wenige Fragen, aber tatsächlich haben mich in den letzten Wochen zwei erreicht, die sich vor allem mit der Frage nach Empfehlungen für Gravelbikes oder reisetaugliche Fahrräder für wenig Geld beschäftigen.

Wer sich näher mit unserer Leidenschaft beschäftigt wird feststellen, dass Fahrradfahren nicht billig ist. Ganz im Gegenteil. Oft bewegen sich die Preise für “richtige” Räder oberhalb von 2.500/3.000 Euro. Aber gleichzeitig möchten viele von uns nicht gleich ein Vermögen ausgeben, um Spaß auf dem Fahrrad im Wald und auf Asphalt zu haben. Und oft ist einfach auch nicht immer das Geld für dieses kostspielige Hobby da.

Vor acht Jahren haben ich schon mal einen ähnlichen Beitrag verfasst. Heute ist die Vielfalt größer und die Modelle und Preise haben sich deutlich verändert. Daher gibt es auch für relativ wenig Geld durchaus viel Fahrrad. Einige davon habe ich nun mal für euch zusammen gestellt. Daher ist es auch eine subjektive Auswahl.

Und am Ende ist es egal, wie viel ein Fahrrad gekostet hat: der Spaßfaktor und das Erlebnis draußen sind ohnehin unbezahlbar.

Hier kommt meine Auswahl an guten Gravelbikes und Reiserädern bis 1.600 Euro

 

Giant Toughroad SLR1 & Giant Revolt 2

Das Giant Toughroad gibt es schön länger und es ist ein Adventure-Bike mit Alu-Rahmen, Carbon Gabel, Scheibenbremsen und Vorderradträger. Geschaltet wird mit einer 2×10 Shimano Deore Schaltung.

Der Preis: 1.499 Euro

Das Giant Revolt 2 ist ein sportliches Gravelbike mit Alu-Rahmen, Carbon Gabel und einer 2x9fach Shimano Sora Schaltung. Mittels Flip-Chip können Radstand und Reifenbreite erhöht werden und die Sattelstützenaufnahme erlaubt sowohl D-Shape Carbon Stützen, als auch normale runde Stützen, wenn es zum Beispiel ein Dropper Post sein soll.

Der Preis: 1.399 Euro

 

Ghost Asket Gravelbike

Ich hatte es letztens im Test und kann es auch hier empfehlen: das Ghost Asket Gravelbike in der normalen Ausstattung kommt mit Alu-Rahmen, Carbon Gabel und 2×9 Shimano Sora Schaltung.

Der Preis: 1.599 Euro

 

Marin Four Corners

Das Marin Four Corners ist ein Allroad Bike, dass sich für sportliches Graveln, als auch Bikepacking eignet. Es hat einen Stahlrahmen, mechanische Scheibenbremsen und eine Shimano Sora 2 3x9fach Schaltung.

Der Preis: 1.299 Euro (bei fahrrad.de)

 

Fuji Jari 2022

Das Fuji Jari ist ein bekanntes Gravelbike/Allroad-Modell für Bikepacking oder normale Touren. Auch wenn es normalerweise mehr als 1.500 Euro kostet, so gibt es das Fahrrad in seiner 2.1 LTD Version schon günstiger. Dafür bekommt man schon recht viel Fahrrad: Alu-Rahmen mit Carbon-Gabel, 2×10 Shimano Tiagra Schaltung, Scheibenbremsen, Scheinwerfer, Schutzbleche und Gepäckträger.

Der Preis: 1.099 Euro (im Sale), normal 1.700 Euro.

 

Rock Machine Gravelride 200

Rock Machine ist eine Marke von Böttcher und mit dem Gravelride 200 bekommt man ein Gravelbike mit Alu-Rahmen und 1×8 Microshift/Shimano Sora Schaltung. An diesem sportlichen Gravelbike können an der Gabel noch Halter befestigt werden. Gebremst wird mit mechanischen Scheibenbremsen. Aus meiner Sicht ein gutes Bike für den Einstieg.

Der Preis: 1.099 Euro

 

Riverside Touring 520

Leider gibt es das Touring 920 Bike der Franzosen immer noch nicht. Das wäre mit 1.600 Euro noch im Rahmen und ich kann es absolut empfehlen. Das Touring 520 von Riverside wurde ebenfalls von der Riverside Gruppe an erfahrenen Bikepacker/Reiseradler*innen entwickelt und ist für alle einen Blick wert, die mehr Radreisen machen wollen und nicht unbedingt auf einem Allroad Rad im Bikepacking-Stil unterwegs sind. Es hat einen Alu-Rahmen und hydraulische Scheibenbremsen. Geschaltet wird mit einer 1×11 Microshift. Zudem gibt es zum 28 Zoll Bike auch noch einen Shimano XT Nabendynamo und eine Lichtanlage von AXA.

Der Preis: 849 Euro

 

Trek 520

Das Trek ist ein sehr gutes Stahlrahmen-Fahrrad für lange Touren. Ich mag den klassischen Stil sehr gerne. Es kommt mit Trägern vorne und hinten, einer Alu-Gabel und einer 3×9 Shimano Sora Schaltung.

Das Trek 520 kostet normalerweise 1.750 Euro, aber es gibt es immer wieder auch für um die 1.600/500 Euro.

 

Diamant Villiger

Als alter Ossi mag ich ja Diamant und schaue hier immer wieder, was es so Neues gibt. Mit dem Villiger hat Diamant ein 28 Zoll Reiserad im Angebot, mit Stahlrahmen, Alu-Gabel, Scheibenbremsen und einer 1×11 Shimano Deore Schaltung. Hinzu kommen Träger vorne und hinten und Schutzbleche, Licht und Brooks Sattel.

Der Preis: 1.650 Euro; im Sale 1.500 Euro

 

Focus Atlas 6.7

Ich hatte auch dieses Fahrrad im Test und kann es für Gravel und Bikepacking durchaus empfehlen. Das Focus Atlas hat einen Alu-Rahmen und eine Carbon Gabel. Geschaltet wird mit einer 2×10 Shimano GRX. Das Modell 6.7 kostet normalerweise 1.900 Euro, ist aber bei einigen Händlern immer wieder für um die 1.500/1.600 Euro zu bekommen. Ein gutes Angebot aus meiner Sicht.

 

Bergamont Grandurance RD3 & 6

Das Grandurance RD3 der Hamburger Fahrradbauer ist ein optimales Einsteigerangebot für alle, die ein gutes Fahrrad für Allroad-Touren und das Commuting suchen.

Das Rad hat einen Alu-Rahmen und eine Alu-Gabel, kommt mit einer 2×8 Shimano Claris Schaltung, mechanischen Scheibenbremsen, Gepäckträger und LED-Lichtanlage.

Der Preis: 1.200 Euro

Wer es sportlicher haben möchte, der sollte sich das Grandurance 6 anschauen. Das kommt mit einer 2×10 Shimano GRX und hydraulischen Scheibenbremsen.

Normalerweise kostet das 6er 1.900 Euro, aber ist im Sale hier und da auch schon für 1.520 Euro zu haben.

 

Surly Bridge Club

 

Wer Stahl liebt und ein Fahrrad für fast alles sucht, der ist beim Bridge Club genau richtig. Das Fahrrad ist ideal für längere Bikepacking Touren oder Radreisen und kommt mit seinen 27,5 Zoll Rädern auch in fast jedem Gelände gut klar. Dafür hat es Scheibenbremsen und eine 1×11 Shimano Schaltung mit ordentlich Kapazität auch mit Gepäck im Gelände. Meinen Testbericht zum Bridge Club könnt ihr hier nachlesen.

Der Preis: 1.500 Euro

 

Salsa Journeyer

Der Wandergeselle von Salsa, das Journeyer, ist ein 650B Fahrrad mit Alu-Rahmen und Carbon Gabel und eignet sich als robustes Bikepacking Fahrrad wie auch als Allroad Flitzer. Im Kern ein Allrounder für alle, die nach einem Rad suchen, mit dem sie auf heimischen Tracks rumdüsen können, oder auf lange Abenteuer mit Gepäck aufbrechen möchten. Je nach Ausstattung gibt es das Journeyer mit Drop Bar oder Starrlenker. Und mit Microshift, Shimano oder SRAM Schaltung. Das Apex 1 kommt mit mechanischen Scheibenbremsen und einer 1×11 Schaltung. Hier könnt ihr meinen Testbericht zum Journeyer (früher Journeyman) lesen.

Der Preis: es geht bei ca 1.000 Dollar los. Das Apex 1 schlägt mit ungefähr 1.800 Euro zu Buche, aber es gibt es auch ab und zu günstiger.

 

Cinelli Hobootleg

Ein Klassiker zum Abschluss: das Cinelli Hobootleg ist ein Reiserad für Nostalgiker, mit Stahlrahmen, noch mit Felgenbremsen (!), 3×9 Microshift Schaltung, Gepäckträger und LowRider.

Normalerweise kostet es um die 1.800 Euro (was sehr viel Geld für diese Art von Fahrrad ist), aber es gibt es im Sale bereits für 1.580 Euro.

 

Habt ihr noch gute Erfahrungen und Tipps für günstigere Gravelbikes und Reiseräder?

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13 Comments

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  1. says: Pablo

    “Wer sich näher mit unserer Leidenschaft beschäftigt wird feststellen, dass Fahrradfahren nicht billig ist. Ganz im Gegenteil. Oft bewegen sich die Preise für „richtige“ Räder oberhalb von 2.500/3.000 Euro. ”
    Sehe ich anders. Teuer ist es doch nur, wenn man den Marketingabteilungen der Hersteller glaubt und immer was neues haben will. Ich habe mir im Frühjahr ein sogenanntes Gravelbike vom grossen blauen Sporthändler NEUWERTIG für 160 Euro über Ebay Kleinanzeigen (Neupreis 300 Euro) zugelegt. Dazu den passenden Gepäckträger für 30 Euro, zwei wasserdichte Taschen zwei mal vom Discounter für je 17 Euro. Schlafsack Discounter 800 g für 15 Euro, leichte Matte zum Aufblasen 20 Euro, Zelt vom Campingdiscounter, etwas modifiziert und nun 2000 Gramm für ein Zweipersonenzelt. Hat 40 Euro gekostet NEU, ist nicht geeignet für die Antarktis, da wollte ich aber eh nicht hinradeln. Damit war ich bis Anfang Oktober unterwegs, ca 4000 Kilometer an Wochenenden und Urlaub. Alles zusammen für unter 300 Euro, ist das teuer?

  2. says: Matthias

    Hallo!
    Danke für deine schöne Seite. Was ich mich gerade frage: Das Trek 520 und das Diamant Villager besitzen den gleichen Rahmen und unterscheiden sich hauptsächlich in Sachen Farbgebung, Lenker, Sattel und Schaltung? Sehe ich das richtig?

    Gruß
    Matthias

      1. says: Matthias

        Hallo Martin,

        ah, Ok. Doch unterschiedlich. Die ähneln sich einfach sehr.
        Eine weitere Frage, weil ich gerade überlege mir ein schönes Tourenrad zuzulegen: Viele Räder werden derzeit mit 1×11 oder 1×12 Schaltungen angeboten. Gerade bei Reiserädern frage ich mich aber dann doch, ob man damit über den nächsten Berg kommt.
        Kannst du dazu was sagen?

        Gruß
        Matthias

        1. Hallo Matthias,

          also bei klassischen Reiserädern, die auf den Transport von viel Gepäck ausgelegt sind, würde ich dann immer die breiteste Übersetzung wählen. Also 2×11 oder 12. Oder Rohloff/Pinion. Das ist da sicherlich die beste Wahl.

          Bei der Art, wie ich (in Zukunft mal wieder) Radreisen mache, reicht mir 1x aus. Ich habe aber auch nicht mehr so viel Gepäck. Und ich würde sogar soweit gehen zu sagen: ich würde auch eine Weltumradelung mit einer 1fach machen. Mal sehen, wann ich den beweis antreten kann – und ob ich dann noch fit bin 🙂

          Viele Grüße,
          martin

  3. says: Samir

    Da kann man das Cube Nuroad FE noch rein machen. Fast 1:1 wie das Bergamont von der Ausstattung. Besser natürlich in der Race Version.

  4. says: Tobias Veit

    Wer viel Asphalt und nur gelegentlich off Road fährt sollte das Canyon Endurace 6 anschauen.
    Reifen bis 35mm (offiziell)
    Tiagra Gruppe hydraulisch !!
    Für 1200 EUR Listenpreis.

  5. says: Björn

    Ich war einer der Fragenden und habe mir jetzt das Ghost Asket Essential gekauft. Habe es im Angebot für 1530€ bekomen. Danke noch mal und auch danke für diese Webseite, was man hier an Gedanken, Informationen, Erlebnissen findet ist sehr hilfreich für jemanden der neu ins Gravel-/Tourenbiken einsteigt.

  6. says: Wolfram

    Schöne Übersicht. Bei vielen Rädern muss man leider oft lange suchen, bis man Angaben über das Systemgewicht findet. Ein Bike, das nur bis 110 oder 120 kg geht, ist leider grade beim Bikepacking/-touring schnell an der Grenze.
    Danke!

  7. says: Andreas

    Moin, schöne Tipps dabei. Ein Tipp von mir, das Riverside 920 stand bei uns mal in der engeren Wahl, aber wie erwähnt nicht lieferbar. Das 520er ist vom Rahmen her identisch und kann mit entsprechenden Komponenten verbessert werden. Es können auch die breiteren Reifen des 920ers verwendet werden.

    Gruß
    Andreas

  8. says: Martin Sina

    Cube Nuroad FE Serie! Habe mir gerade das Spitzenmodell mit GRX 600 zugelegt, ist mit 1799 knapp über dem Budget, gibt aber auch günstigere Varianten. Es ist eines der wenigen Räder mit Carbongabel, an dem sich ein Lowrider montieren lässt.

  9. says: Frank Abels

    Würde noch das Rondo Ruut Al 2 empfehlen. Gibt es mittlerweile auch schon für unter 1500 Euro und es muss ja auch nicht immer neu sein. Hab selber seit kurzem so eins und zu einem commuter mit speedrocker mudguards und Gepäckträger umgebaut. Läuft auf 33 er Schwalbe tubeless Reifen wie auf Schienen. Also ich finde das Bike absolut genial.