Wenn es mal etwas mehr sein darf: Testfahrt mit dem 8bar TFLSBERG & 8bar Bikepacking Taschen

Wenn es mal etwas mehr sein darf: Testfahrt mit dem 8bar TFLSBERG & 8bar Bikepacking Taschen // When it can be a little more: Test ride with the 8bar TFLSBERG & 8bar Bikepacking bags

Hinweis:

Das 8bar TFLSBERG wurde mir auf meinen Wunsch hin für einen Test zur Verfügung gestellt. Und ich schreibe nun darüber. Daher ist das auch Werbung - irgendwie.

Vor ein paar Wochen erreichte mich eine E-Mail von 8bar, einem Fahrradhersteller aus Berlin, in der ein neues Rad angekündigt wurde:

Wenn du mal wieder mit deinem Gravelbike auf Bikepacking Tour bist und keine Lust mehr auf Trails hast, da du mit deinen 40mm Reifen lieber Straße fährst, dann solltest du dir überlegen ob es nicht mal an der Zeit ist auf ein richtiges Bikepacking Rad umzusteigen.

Also wenn ein neues Fahrrad so offensiv angekündigt und dem Gravelbike gleich eins mitgegeben wird, dann bin ich doch dabei.

Das neue Rad ist das 8bar TFLSBERG, das nach Aussage der Berliner…

… in etwa so ein Entwicklungsschritt zum Gravelbike ist, wie das Mountainbike in den 90ern zum Downhill Bike mit Federgabel.

Wenn das Marketing so vollmundig in die Tasten hauen darf, muss sich ja was dahinter verbergen. Also fragte ich nach einem Testmodell, welches ich dann auch sehr schnell bekam.

Der Modellname TFLSBERG leitet sich natürlich vom zweithöchsten Berg Berlins ab, dem Teufelsberg. Er thront über dem Grunewald und der Havel und ist vor allem durch die Abhöranlagen der Amerikaner während des Kalten Krieges bekannt. Heute ist er bei Mountainbiker:innen beliebt. Nomen est Omen also.

 

Das 8bar TFLSBERG im Detail

Ich kann 8bar durchaus verstehen, denn derzeit wird das Gravelbike ja zum Rad für alles hochgejubelt, was es aber nicht wirklich ist. Und oft – wie zuletzt auch bei der Ankündigung von Bikepacking Trans Germany zu lesen – führt das dann auch dazu, dass enthusiastische Fahrer:innen plötzlich doch die Limitierung ihres Fahrrades (und ihrer selbst) auf die harte Tour erfahren müssen.

Und genau da setzt 8bar mit ihrem Bikepacking-MTB-Trail-Drop-Bar Rad an und reiht sich damit in die Endurance MTB Anbieter ein, wie Salsa mit dem Fargo, Curve mit dem GMX+, Trek mit dem 1120 oder Riverside mit dem Touring 920.

Das TFLSBERG 2.0 ist unser erstes Bikepacking-spezifisches Rad. Es ist für lange Tage im Sattel gemacht. Deshalb ist die Geometrie entspannt und mit der großen Reifenfreiheit sehr komfortabel. Wir haben auch einige zusätzliche Halterungen und spezielle Seatstays eingebaut, um zusätzliche Last und Flüssigkeit auf Ihrer Reise zu tragen.

 

Geometrie

Ein Rad für die lange Tour, dessen Geometrie also entsprechend angepasst ist und bequemer ausfällt.

Das 8bar im Wald

Ein Vergleich mit dem Salsa Fargo zeigt, dass das 8bar weniger aufrecht als das Fargo ist. Und das zeigt sich deutlich im Stack, der beim Fargo satte 30mm größer ist als beim 8bar. Und auch der Reach des Fargo ist 20mm geringer als beim TFLSBERG.

Weiß ist das TFLSBERG, schwarz das Fargo
  • Viel Stack und wenig Reach bedeuten: Der Rahmen ist etwas kürzer und man sitzt aufrechter.
  • Wenig Stack und viel Reach bedeuten: Der Rahmen ist länger und man sitzt gestreckter/sportlicher auf dem Rad.

Die Stack to Reach Ratio (StR) beträgt beim 8bar 1.58. Damit ist das TFLSBERG ein Rad, auf dem man eher aufrecht sitzt, was wiederum für etwas mehr Komfort auf der Langstrecke spricht. Das Fargo hat eine StR Ratio von 1.75, was im Kern heißt: das Fargo ist ein Langstrecken-Sessel. Die Kettenstrebenlängen sind nahezu gleich (beim Fargo nur 5mm länger) und das Tretlager liegt beim Fargo etwas höher als beim 8bar.

Ein Vergleich mit dem ebenfalls auf Langstrecke gebauten Riverside Touring 920 zeigt dann, dass in diesem Fall das TFLSBERG etwas aufrechter daher kommt. Das Riverside hat 11mm weniger Stack, dafür aber 23mm mehr Reach als das 8bar. Es ist also etwas sportlicher als das Berliner Rad. Allerdings haben die Franzosen eine 18mm längere Kettenstrebe und auch das Tretlager liegt beim Riverside fast 2cm höher als beim 8bar, was im Gelände dann relevant wird.

Weiß ist das TFLSBERG, schwarz das Riverside

Und um noch etwas mehr Orientierung und Vergleichbarkeit zu bieten: Das 8bar hat einen nahezu gleichen Stack wie das Velotraum Finder (-2mm). Dafür hat das Finder mehr Reach (+31mm) und eine StR Ratio von 1.46. Das heißt: das Finder ist im Vergleich zum 8bar eher sportlicher, hat aber eine 10mm längere Kettenstrebe. Das Tretlager liegt beim Velotraum 7mm höher als beim 8bar (293mm).

Weiß ist das TFLSBERG, schwarz das Velotraum

 

Rahmen & Gabel

Der Rahmen ist aus Stahl, genauer gesagt aus wärmebehandeltem, doppelt konifiziertem 8bar CrMo-Stahl. Er wurde in Berlin entwickelt und konstruiert und wird in Taiwan gefertigt. Anschließend wird das Build-Kit dann in Berlin aufgebaut.

CrMo Stahlrahmen

Besonders am Rahmen – und Grund für mein Interesse – ist die durchdachte Verteilung von Ösen. So finden sich außer an den “üblichen Stellen” auch Ösen am Unterrohr oben-seitlich, um dort beispielsweise Flaschenhalter anzubringen. Ich kenne das vom Curve GMX+ und hätte das auch gerne an meinem Rahmen.

Ösen für seitliche Flaschenhalter am Unterrohr

Durch diese Möglichkeit zusätzlich Flaschen transportieren zu können, bleibt das Rahmendreieck frei für eine Tasche. Nun mag man vielleicht denken, dass die Flaschen dann den Beinen im Weg sind. Sind sie nicht. Allerdings sollte man darauf achten, welche Größe die Flaschen haben. Je nach Rahmengröße passen da mal kleinere oder mal größere Flaschen rein.

Kann eng werden

Sind sie zu groß, touchieren sie beim Lenken die Gabel und schränken so den Lenkkreis ein, was im Gelände durchaus schmerzhaft sein kann. Ich hatte bei Rahmengröße M meine 950ml Flaschen drin, die zu groß waren. Bis 600ml geht aber gut.

Große Flaschen gehen nur bedingt

Weiterhin hat der Rahmen an den Sitzstreben drei Ösen für die Aufnahme von Trägern oder Flaschenhaltern. Ähnlich der beim Riverside Touring 920, allerdings nicht so massiv. Ich habe dort die mitgelieferten 8bar Anything Cages angebracht und damit dann 5L Packsäcke transportiert. Mehr zu diesen Cages und ihrem Einsatz in der Praxis weiter unten.

Die Ösen an den Sattelstreben

Die Sitzstreben sind so geformt, damit der Rahmen noch mehr flext und für mehr Fahrkomfort sorgen soll.

Da auf längeren Touren der Komfort eine wichtige Rolle spielt, sind die Sitzstreben gebogen und bieten so mehr Flex. Außerdem wird so vermieden, dass du mit der Ferse dein Gepäck, das du an den Sitzstreben befestigst, berührst.

Insgesamt verfügt der TFLSBERG Rahmen über ausreichend Möglichkeiten, sein Gepäck im Bikepacking oder klassischen Stil transportieren zu können, oder noch Racks und Schutzbleche zu installieren. Ich hätte mir aber noch Ösen auf dem Oberrohr für die Befestigung von Cockpit Taschen gewünscht. Aber irgendwas ist ja immer…

Zudem ist der Rahmen für die Vorbau-innenliegende Verlegung von Schalt-/Bremszügen vorbereitet und bietet dafür an der Unterseite des Steuerrohrs einen entsprechenden Ausgang.

Ausgang für Kabel vom Vorbau

Außerdem ist am Sattelrohr kurz oberhalb des Tretlagers eine Öffnung für das Kabel für eine verstellbare Sattelstütze integriert. Ich hatte das Testrad mit Federgabel und Dropper Seatpost, weshalb hier die Kabelführung vorlag.

Kabelführung Dropper Seatpost

Bei der Gabel hat man zwei Optionen: die 8bar Bikepacking EXT Starrgabel aus 6061 Aluminium mit vielen Ösen für alle möglichen Cages und Halter sowie interner Kabelführung für den Nabendynamo. Sie wiegt 900g.

Oder die DT-Swiss Federgabel F 232 ONE 29″ mit 100mm Federweg und 51mm Offset. Diese habe ich für das Testrad gewählt, auch weil ich mal erfahren wollte, wie gut das mit einem Dropbar MTB funktioniert.

Die DT-Swiss Federgabel

Die Federgabel hat eine remote Ansteuerung. Das heißt dass die Federungseinstellung direkt an der rechten Seite der Gabel oben per Hand vorgenommen wird. Da ist ein Drehregler, mit dem man den Federungsgrad einstellen kann.

Die Gabel kommt aus dem Cross Country Bereich, wiegt 1.300g und ist für ein maximales Systemgewicht von 130kg zugelassen.

Einstellung Federung

Insgesamt merkt man, dass jemand mit praktischer Bikepacking-Erfahrung bei der Rahmenentwicklung des TFLSBERG am Werk war. Das TFLSBERG ist ein MTB, aber hat dann doch deutliche Gravelbike Eigenschaften, wie zum Beispiel die Bremsaufnahme: diese ist hier nämlich an Rahmen und Gabel Flat-Mount und nicht wie sonst bei MTBs üblich Post Mount. Oder die Tretlagerbreite von 68mm (BSA). Das macht den Rahmen aber empfänglich für Gravelschaltungen, wie die Shimano GRX.

Das 8bar hat Graveleigenschaften

Apropos Bremsaufnahme: Das Rad arbeitet nur mit 140/160mm Bremsscheiben. Größere Scheiben, die man vielleicht aufgrund des finalen Gewichts bei einer Bikepackingtour vorziehen möchte, gehen leider nicht.

Rahmen und Gabel sind nicht auf Boost-Maß gefertigt. Vorne kommt eine 100×12 Steckachse zum Einsatz, hinten eine 142x12mm Achse.

Das Rahmengewicht liegt bei 2.200g und die Gabel (Federgabel) schlägt mit 1.300g zu buche. Insgesamt also in dieser Kombination ein Gesamtgewicht von 3,5kg.

Das Testrad hatte inkl. Wahoo, Federgabel, Flaschenhalter ein Gewicht von 13.25 kg (selbst gewogen). Das Systemgewicht (Fahrer:in+Fahrrad+Gepäck) liegt bei 140kg.

Unterwegs mit dem TFLSBERG

 

Schaltung & Bremsen

Das 8bar TFLSBERG ist mit einer 1×11 Shimano GRX 600 Schaltung ausgestattet. Sie schaltet zuverlässig und hat mit hinten 11-42 und vorne 34 eine ausreichend gute Übersetzung auch für etwas bergigere Passagen mit Gepäck im Gelände. Wenn es aber etwas anspruchsvoller oder schwerer wird, würde ich über mehr Bandbreite nachdenken. Im Konfigurator kann man das dann auch entsprechend ändern und bekommt beispielsweise eine SRAM Mullet Variante angeboten.

Shimano GRX600 am 8bar

Gebremst wird ebenfalls mit den hydraulischen Shimano GRX Bremsen auf 140 oder 160mm großen Scheiben. Auch hier gibt es keine Beanstandungen, allerdings nochmal den Hinweis, dass das 8bar TFLSBERG nur Flat Mount Bremsen zulässt.

Test 8bar TFLSBERG

Ob das TFLSBERG auch Nabenschaltung wie Rohloff oder Kindernay kann, habe ich noch mal angefragt. Das ergänze ich dann hier, sobald ich eine Info von 8bar bekommen habe. Ich meine aber, dass es nicht möglich ist. Aber mal abwarten…

UPDATE:

Hier die Antwort von 8bar auf meine Nachfrage:

Kindernay is possible, but Rohloff not as it requires special drop-outs, but we can consider them as rider feedback for further development of the bike.
Schaltauge am TFLSBERG

 

Laufräder

Am Testrad waren die DT-Swiss X 1900 verbaut. Das sind solide Mittelklasse-Cross Country-Felgen mit einer Maulweite von 25mm. Verbaut sind DT-Swiss 350er Naben. Auch hier keine Experimente, sondern das Vertrauen in bewährte und widerstandsfähige Teile.

Schwalbe auf der DT-Swiss Felge

Als maximale Reifenbreite werden bei 29 Zoll 2,25 Zoll angegeben und bei 27,5 Zoll 2,8 Zoll Breite. Ich hätte mir bei 29 Zoll noch etwas mehr gewünscht, auch weil das TFLSBERG den Eindruck erweckt, dass es für mehr als nur das gebaut wäre. Schließlich sagt 8bar:

More is better and bigger rolls better. 27.5″ was yesterday. 29″ is the benchmark from now on. If you’ve ever ridden a 40mm “gravel tire” fully loaded over a rooted trail in slow motion, then you know why we designed the TFLSBERG to fit up to 29×2.25″ tires or 27.5×2.8″ tires.

Und als hätten sie mich schon gehört, kam das Testrad mit 2,35 Zoll breiten Schwalbe Reifen. Geht also, auch wenn dann der Platz zum Sattelrohr eng wurde.

DT-Swiss 350er Nabe

Das reicht unter normalen Bedingungen, wird aber bei Schlamm-Fahrten dann eventuell zum Problem, wenn sich in dem Zwischenraum zu viel Dreck absetzt und das Rad so blockiert.

Kann eng werden

Bei den Reifen hat sich 8bar für die Schwalbe Nobby Nic entschieden. Das sind sicherlich gute Reifen und sie gelten ja als solider Kompromiss und Allrounder für Cross Country Fahrten. Mir waren sie zu schwerfällig. Im Gelände und vor allem bei Matsch eine gute Wahl. Ansonsten im Wald und auf Asphalt eher zäh. Mehr dazu unten beim Thema Fahrgefühl.

Nobby Nic Profil

Ich bin fest davon überzeugt, dass mit anderen Reifen, wie zum Beispiel den Maxxis Ikon oder Ardent, den Vittoria Mezcal oder vielleicht auch den Schwalbe G-One Bites das Rad insgesamt mehr an Agilität und Performance gewinnen würde. Als Alternative werden im Konfigurator noch die Schwalbe Thunder Burt angeboten.

 

Lenker & Sattelstütze

Der Lenker am 8bar bedarf eines genaueren Blicks. Er heißt 8bar Drop Bar Bikepacking und hat einen integrierten “Mini-Aero” Bar. Er ist interessant geformt, recht dünn und hat einen Flare von 30 Grad, mit einen Drop von 110mm. Das ist schon recht ordentlich und bietet viel Komfort.

Der Bikepacking Lenker

Vor allem die Lenkerenden, die noch mal nach oben ziehen und so den Händen mehr Kontrolle geben. Damit ist er ähnlich dem Lenker beim Riverside. Bei einer Lenkerbreite unten von 62cm und oben 40cm ist man damit ganz gut auch im Gelände unterwegs und hat eine gute Kontrolle über das Rad.

Cockpit

Der “Mini Aero” dient laut 8bar als zusätzliche Griffposition bei längeren Touren und/oder zur Montage von Licht oder Navi. Ich fand ihn jetzt nicht wirklich bequem oder konnte ihn als Teil des Lenkers verwenden, was aber an dem für mich zu kleinen Rahmen in Größe M lag.

Hochgezogene Lenkerenden

Grundsätzlich ist dieser Lenker schon eine gute Sache, allerdings muss man immer bedenken, dass durch den zusätzlichen Loop Lenkerrollen oder Taschen weniger einfach anzubauen sind und vor allem weniger zugänglich sind.

Und wer keinen Drop Bar möchte, der kann das TFLSBERG auch mit geradem Lenker oder einem normalen Gravellenker fahren.

8bar Bikepacking Lenker

Mein Testrad hatte eine versenkbare Sattelstütze dabei. Diese wurde durch den linken Brems/Schalthebel gesteuert. Eine solche Sattelstütze macht aus meiner Sicht beim normalen Bikepacking keinen Sinn, zumal man dann eben keine Satteltasche anbringen kann.

Sattel und Sattelstütze am 8bar

 

8bar sagt dazu:

Mit dem TFLSBERG bieten wir dem Käufer Flexibilität. Sie können es als Langstrecken-Bikepacking-Rad aufbauen, aber auch als Spaßbike für den Trail. Hierfür ist optional eine Dropper-Sattelstütze erhältlich.

Als Spaßbike für den Trail hätte ich das TFLSBERG jetzt aber nicht gesehen.

Grundsätzlich bietet der Konfigurator viele Möglichkeiten, um sich sein TFLSBERG zusammen zu setzen. Und wer sich hier nicht wiederfindet, der kann auch das Rahmenset kaufen und dann an den Selbstaufbau gehen.

Das Rahmenset mit Alu-Gabel kostet 800 Euro, was ein sehr fairer und attraktiver Preis dafür ist.

 

Fahrgefühl

In der Praxis fährt sich das TFLSBERG eher gemütlich. Teilweise würde ich auch fast schwerfällig sagen. 8bar beschreibt es selbst als “relaxed” und irgendwie trifft es das auch. Auf Asphalt bin ich mit den Schwalbe Reifen fast stehen geblieben. Im Gelände erwacht das Rad aber und wird agiler, wenn auch bei weitem nicht so wie das Fargo oder das Riverside oder ein Gravelbike. Dafür bietet es viel Spurtreue und Sicherheit und durch die Federgabel auch ausreichend Komfort und Kontrolle, wenn es etwas rauer wurde.

Diese Gemütlichkeit des 8bar habe ich auch messen können: Im Vergleich zu meinem Fargo war ich mit den 8bar zwischen 3-5 km/h langsamer. Was ich deutlich spüren konnte, war das Flexen des Rahmens. Allerdings kostet das auch viel Kraft. So würde ich fast behaupten, dass von den üblichen 8.000 Watt, die ich normalerweise trete, 2.000 Watt in den Rahmen gingen.

Eher gemütlich unterwegs

Ich würde es daher nicht als ein Rad in Betracht ziehen, mit dem man an sportlicheren Bikepacking Fahrten teilnehmen sollte, sondern eher als ein Rad, gebaut für den Bikepacking-Trip, bei dem es um das Erlebnis und weniger das Ergebnis geht.

Ein Fahrrad also, wenn es mal etwas mehr sein darf: Mehr Gepäck, mehr Zeit, vielleicht dadurch auch mehr Erlebnis und etwas mehr Gewicht.

Die Federgabel hat mir viel Spaß gemacht und die Bedienung ist auch während der Fahrt gut möglich. Auf normalen Schotterwegen habe ich die Federung ausgeschaltet. Wurde es etwas unruhiger, hat die Federgabel für mehr Fahrkomfort gesorgt.

Im Wald unterwegs

Allerdings konnte ich keine großen Unterschiede in der Federung der DT-Swiss mit 100mm im Vergleich zum Redshift Vorbau am Salsa feststellen. Beide lieferten subjektiv gefühlt die nahezu gleiche Performance auf gleicher Strecke.

Ich bin das Rad in Größe M gefahren und wäre vermutlich mit meinen 1,84m Größe und einer Innenbeinlänge von 80cm mit der Größe L besser klargekommen.

Update: Praktische Erfahrungen mit dem TFLSBERG

Kai aka Rad Bengelz hat sich das TFLSBERG Rahmenset mit Starrgabel gekauft und selbst aufgebaut. Im ersten Schritt mit 29 Zoll Vittoria Barzo XC Reifen, 1fach SRAM Rival, vorne 38t, hinten 11-46:

Eins vorweg, ich wollte etwas anderes, nichts was ähnlich dem ist was ich schon habe. Stahl war das absolute “muss“, viele Aufnahmen und Vielseitigkeit im Hinblick auf die Reifenwahl waren im Fokus der Entscheidung. Natürlich auch mein Budget. Also, die Entscheidung war bewusst. Ich wollte kein Racer, ich wollte einen Trecker 😉✌.

Das 8bar TFLSBERG mit 29 Zoll Bereifung // @Kai Wackerhagen-Radbengelz

Fahrpraxis mit dieser Kombination:

…tja, mit derzeit 12,5 kg natürlich bisschen moppelig. Extrem stabiler Geradeauslauf, man muss das Ding förmlich in den Richtungswechsel zwingen. Das Ding rollt mit einer störrischen Ruhe über so ziemlich alles weg, was im Weg liegt. Wie gesagt, ballern war nicht der Ansatz der Anschaffung.
Man muss es wollen, ich wollte es und es ist genau dass, was mir fehlt. 

Soweit, so gemütlich. Dann hat Kai auf einen 27,5 Zoll Laufradsatz umgebaut

Also wurden kurzerhand die 29er Vittoria “Barzo“ in 2,25, durch 27,5er Panaracer Gravelking Sk in 53mm auf DT Swiss HG1800 ausgetauscht.

… und erlebte eine Überraschung:
Das Ding geht auf einmal fix um die Ecken, um vieles agiler und abweichend von der Leistungsbeschreibung ein kleiner Trailräuber, immer nötige Bikecontrol vorausgesetzt. Spaß ohne Ende, Komfort reichlich und zum “ballern“ geeignet.
Das 8bar TFLSBERG mit 27,5 Zoll Bereifung // @Kai Wackerhagen-Radbengelz

 

Einordnung in Martins Allroad Bike Kategorisierung

Wie ihr wisst, habe ich eine Allroad-Bike Kategorisierung entwickelt, in die ich alle Fahrräder, die ich teste, einordne und so etwas mehr Übersichtlichkeit schaffe.

Das ist nicht einfach, auch weil die Vielfalt an Typen, Anwendungen, Kategorisierungen und Trendbezeichnungen es nahezu unmöglich machen, das mal zu strukturieren. Ich habe es dennoch mal probiert. Dabei habe ich unter dem Oberbegriff Allroad-Bike drei Kategorien gebildet, die sich aber natürlich überschneiden und so auch Gemeinsamkeiten haben:

Einordnung Allroad-Bikes
  • Performance & Race: Einige der Fahrräder kommen aus dem Rennrad-/Crosserbereich und/oder sind von dort inspiriert. Vor allem Rennradfahrer, die auf den Schotter wechseln, finden Gefallen an diesen sehr sportlichen Rädern, die vor allem für den kompetitiven Einsatz gedacht sind.

 

  • Freizeit & Alltag: Hier sehe ich die Räder, die das Sportliche und das Entspannte miteinander verbinden und mit denen man fast überall hinfahren kann, ohne sich viele Gedanken zu machen. Ja, hier sprechen wir vor allem über das klassische Gravelbike als ein prima Angebot an alle, die sich keine Gedanken mehr über den Untergrund machen wollen, sondern einfach nur fahren möchten.

 

  • Travel & Abenteuer: Ja, auch das tägliche Pendeln zur Arbeit kann Abenteuer sein, aber in dieser Kategorie sehe ich alle Räder, die sich für nahezu alle Terrains eignen, deren Wurzeln eher im MTB liegen und die Off-Road, Bikepacking und Bike Travel in allen Spielarten möglich machen.
Das 8bar in meiner Allroad Bike Einordnung

Das 8bar TFLSBERG ist aus meiner Sicht ganz eindeutig in der Travel & Adventure Kategorie und reiht sich dort neben Räder wie das Riverside Touring 920, Salsa Fargo oder Velotraum Finder ein.

 

Fazit 8bar TFLSBERG

Das TFLSBERG ist ein Rad für die Bikepacking-Tour ohne Rekordversuche und hat dafür schlaue Details. Es fährt sich gemütlich oder gutmütig, ist nicht ganz so agil, vermittelt aber viel Sicherheit und Spurtreue im Gelände. Der eher “weiche” und flexende Stahlrahmen kostet etwas Kraft, bringt einen aber auch überall hin.

Das TFLSBERG mit Rahmentasche

Mit den Schwalbe Reifen fühlt sich das 8bar TFLSBERG auf matschigen Waldwegen besonders wohl. Auf Asphalt oder Gravel rollte es eher langsam.

Aber ist es das bessere Bikepacking-Bike im Vergleich zum Gravelbike, wie 8bar es formuliert? Ich würde nicht diese Distanzierung aufmachen, da es einfach unterschiedliche Anforderungen sind. Es ist wie ein Vergleich zwischen einem Reiserad und einem sportlichen Trekkingbike. Mit beiden kannst du das gleiche machen, nur unterschiedlich gut.

Für die längere Tour mit etwas mehr Gepäck und durch trail-lastigeres Gelände, ist das TFLSBERG sicherlich die bessere Wahl, auch weil der Rahmen einfach mehr Möglichkeiten bietet und besser auf viele Tage und Stunden auf dem Rad ausgerichtet ist. Dafür ist das 8bar nicht so agil und schnell, wie ein Gravelbike.

Und mit einem Preis um die 2.400 Euro (aktuell, in der GRX600 Konfiguration), ist das 8bar TFLSBERG durchaus einen Blick wert für alle, die sich gerade nach einem neuen Rad für das gemütliche Bikepacking umschauen.

 

Die 8bar Bikepacking Taschen

Mit dem Testrad habe ich auch eine Auswahl der neuen 8bar Bikepacking Taschen und die Anything Cage bekommen. Und habe diese dann bei einer kurzen Tour mit Overnighter entsprechend ausprobiert.

Test Overnighter mit den 8bar Taschen

Die Taschen sind von 8bar designed und in China produziert. Das Material der Top Tube Bag, Saddle Bag und Frame Bag ist wasserdicht. Und dadurch aber auch schwer. Das Material der Handlebar Roll und Snack Bag ist wasserabweisend.

Ganz interessant: Normalerweise kommen Bikepacking-Taschen mit fertigen Straps und Riemen, mit denen sie dann am Rad befestigt werden. Bei den 8bar Taschen wird eine Rolle mit Klettband mitgeliefert, aus dem man sich dann die einzelnen Velcro-Straps zum Rahmen passend abschneidet. Das ist ganz praktisch und hat in der Praxis gut geklappt. Das Klettband dröselt an der Schnittkante auch nicht auf und hält sehr gut.

Auf einen Blick

Ich habe alle Taschen außer der Handlebar Roll benutzt. Die Handlebar Roll habe ich nicht eingesetzt, da sie bei dem Bikepacking Lenker am TFLSBERG nicht wirklich Sinn macht und dann zudem nicht gut zugänglich gewesen wäre.

 

Die 8bar Top Tube Bag

Die 8bar Top Tube Bag

Die Oberrohr-Tasche der Berliner ist formstabil und verfügt über einen wasserdichten Reißverschluss, der sich aber gut bedienen lässt.

Befestigt wird die Tasche mit einem oder zwei Riemen unten und einem vorne am Steuersatz/Vorbau. Einmal fixiert hält sie gut und verrutscht während der Fahrt nicht. Das Platzangebot ist mit 1,2 L groß genug für etwas mehr Kram. Ich habe vorne Snacks und einen Powerakku transportiert.

  • Maße: 20 x 6 x 10cm (L/W/H)
  • Volumen: 1,2L
  • Gewicht: 118g (100g nachgewogen)
  • Preis: 30 Euro

Ich fand diese Tasche gut, auch weil man für den Preis eine wasserdichte und ausreichend voluminöse Tasche bekommt, die im schlichten Schwarz auch noch gut aussieht.

 

Die 8bar Frame Bag Big

Die 8bar Frame Bag Big

Beim TFLSBERG in Größe M hat diese Rahmentasche das Rahmendreieck sehr gut ausgefüllt.

Die Befestigung erfolgt mittels Velcro-Straps über verschiedenste Punkte an den Seiten der Tasche. Dafür hat man ausreichend Laschen, um verschiedenen Rahmen gerecht zu werden.

Die Tasche ist sehr formstabil und macht einen robusten Eindruck. Auch hier kommt ein wasserdichtes Nylon Gewebe (LKW Plane) zum Einsatz, zusammen mit geschweißten Nähten und einem wasserdichten Reißverschluss auf der linken Seite.

Im Inneren ist die Tasche sehr geräumig und nimmt sehr viel Kram auf, ohne dabei zu breit aufzubauen. Das sie “nur” 5L Volumen hat, möchte man fast nicht glauben. Dafür ist sie mit 400g aber auch nicht besonders leicht.

  • Maße: 39,5 x 9 x 35cm (L/W/H)
  • Volumen: 5L
  • Gewicht: 350g (400g nachgewogen)
  • Preis: 60 Euro

Auch diese Rahmentasche hat mir sehr gut gefallen. Schlicht, dezent, wasserdicht, ohne Schnick-Schnack. Bei einem Preis von 60 Euro ein guter Tipp für alle, die nach einer vernünftigen Rahmentasche suchen, nicht aufs Gewicht achten und nicht so viel Geld ausgeben möchten.

 

Die 8bar Saddle Bag

Die 8bar Saddle Bag

Sie wirkt groß und sehr robust, was sie auch ist. Laut 8bar soll die Saddle Bag nur 13L fassen, was in der Praxis aber schon sehr viel ist und mir teilweise mehr als bei meiner 16L Tasche vorkam. Und die Tasche kann von 13l auf 6l komprimiert werden. Gefertigt ist auch sie aus wasserdichtem Nylon Gewebe und daher etwas schwerer.

Gut ist das eingebaute Ventil, über welches beim Komprimieren die Luft entweichen kann. Das sollte heutzutage immer Standard bei Satteltaschen sein. Oben ist ein Gummizug angebracht, durch den noch weitere Ausrüstung auf der Tasche fixiert werden kann.

Die Satteltasche wird gerollt und dann rechts und links mit Klickverschlüssen verschlossen. Allerdings sind diese so gefertigt, dass sie nicht über Kreuz funktionieren. Die Verschlüsse passen nur an ihren jeweiligen Seiten zusammen. Das ist nicht optimal, denn manchmal ist das Überkreuz-Verschließen eine gute Variante, um die bepackte Tasche vom Absinken zu bewahren und mehr Formstabilität zu gewährleisten.

Die Satteltasche lies sich nicht fest fixieren und wackelte

Fixiert wird die Saddle Bag mit zwei Riemen, welche durch das Sattelgestell geführt werden. Und zwei breiten Riemen für die Sattelstütze. Soweit so gängig. Allerdings haben die Riemen unten an der Tasche viel Spiel und die Gegenstücke oben auf der Tasche sind irgendwie nicht optimal positioniert. Das führt dazu, dass die Tasche in bepacktem Zustand etwas fummeliger zu montieren ist und – viel wichtiger – sich nicht richtig festziehen und fixieren lässt. Die Tasche wackelte daher extrem hin und her und beeinträchtigte so auch das Fahren, vor allem im Gelände. Wie ich es auch versuchte: die Tasche war nicht richtig fest zu fixieren. Vermutlich gingen die Abspannungen durch die Bewegung während der Fahrt immer wieder auf, was dann in noch mehr wackeln mündete.

  • Maße: 72 x 35 x 16cm (L/W/H)
  • Volumen: 6-13L
  • Gewicht: 700g (700g nachgewogen)
  • Preis: 80 Euro

Eine richtig gepackte und befestigte Satteltasche wackelt nicht. Zumindest hatte ich noch nie eine Satteltasche, die wie ein Schwanz so hin und her gewackelt ist, wie die 8bar Saddle Bag. Ich habe sie nicht fest bekommen und bin mir sicher, dass es am Design und der Befestigung der Riemen liegt. Das mag vielleicht auch nur bei mir so sein, aber ich kann diese Tasche auf gar keinen Fall für eine ernstgemeinte Bikepacking Tour empfehlen. Die macht keinen Spaß und ihre Bewegung wirkt sich auch auf das Fahren aus. Nun würde mich natürlich interessieren, ob diese Verhalten auch andere Fahrer:innen dieser Tasche beobachten konnten?

Update:

8bar hat mich darauf hingewiesen, dass der Tasche eigentlich noch ein Strap beiliegt, der de Wackeln vorbeugen soll. Ich werde daher die Tasche noch mal mit diesem Strap testen und dann erneut berichten.

 

Die 8bar Snack Bag

Die 8bar Snack Bag

Die Snack Bag ist eine kleine durchdachte Tasche, welche am Lenker angebracht wird und in der dann entweder eine Flasche oder Essen oder sonstiger Kram transportiert wird, der schnell verfügbar sein sollte. Zudem sind an der Snack Bag außen noch kleine Netze/Taschen, die Gels oder Riegel oder Kleinkram aufnehmen können. Das Material besteht aus wasserdichtem Nylon, was aber egal ist, da die Öffnung oben ohnehin nicht ganz verschlossen werden kann.

Die Snack Bag lässt sich gut anbringen. Dafür sorgen zwei Velcro-Straps für Lenker und Vorbau. Zudem wird dann die Tasche unten noch mit einem Riemen an der Gabel oder Rahmen gesichert.

Im Einsatz

Oben sorgt ein Gummizug dafür, dass nix rausfällt. Der Gummizug lässt sich auch während der Fahrt gut bedienen. Die Snack Bag hat Platz für eine 600ml Flasche. Nicht wundern: Am Boden befindet sich ein Loch, durch das Wasser oder Krümel verschwinden können. Sehr praktisch, zumal die Snack Bag auch meist am Rad verbleibt.

  • Maße: 22 x 9cm (H/W)
  • Gewicht: 95g (100g nachgewogen)
  • Preis: 20 Euro

Ich finde die 8bar Snack Bag sehr gut und absolut Bikepacking-tauglich. Sie hat ordentlich Platz, lässt sich gut befestigen und durch ihre Seitenfächer auch vielseitig nutzen. Gewicht ist ok und marktüblich, der Preis sehr gut für diese Qualität.

 

Die 8bar Anything Cages

8bar Anything Cage am TFLSBERG

Das TFLSBERG verfügt an den Sattelstreben über Ösen, die einen solchen Cage aufnehmen können, an dem dann ein Packsack oder eine größere Trinkflasche befestigt werden.

Das Prinzip gibt es auch an anderen Rädern, wie zum Beispiel dem Riverside Touring 920 oder dem Curve GMX+. Die Montage der 8bar Anything Cages ist denkbar einfach. Aber leider sind die Löcher nicht mit den Ösen des TFLSBERG genormt. Das bedeutet, dass der Anything Cage oberhalb der unteren Öse mit dann nur 2 anstatt 3 Schrauben montiert wird und dann auf der unteren Öse aufliegt.

Der 8bar Anything Cage kommt mit fest montierten Gurten/Bändern, an deren Ende ein Klettverschluss fest angebracht ist. Diese Bänder sind recht lang, was man beachten sollte, fährt man ohne Packsack und nur mit dem Cage. Dann muss man sehr darauf achten, dass die Bänder nicht in die Speichen geraten und gut am Cage fixiert bleiben.

Recht groß

Die 8bar Cages bauen sehr breit auf, wirken auch sehr wuchtig. Bei der Montage ragen sie daher auch schon etwas weiter in Richtung Rad. das passt aber schon, auch wenn am TFLSBERG die Ösen gerne noch ein paar Millimeter nach außen geneigt sein könnten.

Ich bin in den Cages 5l Packsäcke gefahren. Damit kommt man dann schon oben sehr nahe an die Reifen. Aber in der Praxis funktioniert das dann doch recht gut. Bei der Rahmengröße M hatte ich nur ab und zu Fersenkontakt mit den Cages/Packsäcken. Das dürfte aber bei Rahmengröße L kein Thema sein.

Die Anything Cages im Einsatz mit 5L Packsäcken

Um die Packsäcke an den Cages zu fixieren, benutzt man die Bänder. Diese sind immer links fest montiert, was für den Cage auf der linken Seite (von hinten gesehen) ok ist, denn das Ende der Bänder ragt vom Rad weg. Auf der rechten Seite ist das dann nicht so gut, denn das Ende ragt in das Rad rein und klappert ab und zu in den Speichen, auch weil der Packsack ja nie immer vollständig voll ist und so halt auch Band übrig bleibt.

Cage mit Bändern

Weiterhin ist der Bereich mit dem Klettverschluss am Band zu kurz. Dadurch ist es nicht ganz einfach, das Band und den Packsack zu fixieren. Etwas mehr oder gar durchgehender Klett würde hier eventuell Abhilfe schaffen.

  • Maße: 24 x 13 x 10cm (H/B/T)
  • Lade-Durchmesser max: 20cm
  • Gewicht: 280g (250g nachgewogen)
  • Preis: 30 Euro

Die 8bar Anything Cages sind schon ok. Mir sind sie allerdings zu breit und wuchtig. Und mich stört die feste Fixierung der Abspannriemen. Da bin ich eher Fan des Blackburn Anything Cage, der schmaler ist und wo die Riemen dann nach Bedarf drankommen.

Vergleich 8bar Cage mit Blackburn Cage

Auch er nimmt meine 5L Packsäcke problemlos auf und hat sie in Kenia und Tansania zuverlässig gehalten. 8bar bietet mit den Dry Bag ebenfalls Packsäcke für die Anything Cages an. Sie fassen 5L und kosten 20 Euro.

 

Fazit 8bar Bikepacking Taschen

Insgesamt – mit Ausnahme der Satteltasche – haben mir die 8bar Bikepacking Taschen gefallen. Es sind gute Taschen für den Einstieg in das Abenteuer Graveltour und Bikepacking, die vor allem wasserdicht sind und ordentlich Platz bieten. Und der Preis ist ebenfalls sehr attraktiv.

Ein gutes Rad fürs Bikepacking: das 8bar TFLSBERG
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  1. says: Gregor

    Vielen Dank für deinen ausführlichen Test! Hättest du das Rad mit Starrgabel und (wesentlich) leichtgängigeren Reifen anders bewertet? Nach dem Lesen deines Tests des Finders hätte ich diese Einordnung nicht vermutet.

    1. Hallo Gregor,

      Die Gabel war ok. Vielleicht ändert sich das auch noch mal mit der Starrgabel, allerdings habe ich das Feedback eines anderen Fahrers, der mit der Starrgabel fährt und ein ähnlich gemütliches Fahren feststellt. Die Reifen würden das eventuell ändern. Hab ich ja auch geschrieben.

      Viele Grüße
      Martin

  2. says: Thomas

    Glück auf!
    Danke (für die Erlösung), Martin!
    Nie habe ich gespannter auf einen Test von Dir gewartet =)

    Bist Du nicht eher “Größe L”-Typ? Bzw.: Fällt der M-Rahmen tatsächlich so groß aus? In welcher Schuhröße fährst Du, wenn die Frage erlaubt ist. Wegen evtl. Fersenkontakt.

    (Ich) Erlaube mir noch zwei Ergänzungen: Ich finde nicht nur wegen der eingeschränkten Festlegung der evtl. zu kleinen Rotor-Größe die Trendwahl von Flatmount-Bremsaufnahme an einem dezidiert Nicht-Gravelbike bedenklich. Quasi sämtliche etablierte MTB-Bremsen scheiden aus. Obendrein ist der Rahmen ausdrücklich (auch) Flatbar geeignet. Im Zweifel braucht man wieder neue Teile, da kaum Rückwärtskompatibilität. Angeblich ist auch die Bremsleistung schwächer, wegen der kleineren Kolbengröße. Kennt sich da jemand besser aus? Der einzige wirkliche Vorteil, meiner Meinung nach: Es sieht besser aus – interne Leitungsverlegung geht zudem geschmeidiger. Gut für Instagram. Bzw. Geschmackssache.

    Kindernay sollte funktionieren (welche Drehomentabstützung?), Rohloff mit Schnellspanner ist jedoch von 8bar (Zitat: “Der Rahmen ist zu Schade für ‘ne Rohloff”) nicht vorgesehen – trotz potentiell wechselbarer Ausfallenden. Falls jemand eine Bezugsquelle für Schnellspanner-Enden passend zum Rahmen weiß, bitte melden! Danke =)

    Dünnschwall Ende.

      1. says: Thomas

        Danke! Deine Abhandlung zwecks Rahmenngröße hab ich dann zwischenzeitlich auch noch gefunden… 😉 Hat sich der Rahmen für Dich auch ohne jedes Gepäck so weich angefühlt – oder nur voll beladen? War wie Gregor auch überrascht wegen der letztlich (fast extrem) gemütlichen Einordnung, gerade auch nach Deinen Vergleichen zu Beginn des Beitrages. Ciao, Thomas

    1. Hallo Thomas,

      hier das Feedback von 8bar zum Thema Nabenschaltung:

      Kindernay is possible, but Rohloff not as it requires special drop-outs but we can consider them as rider feedback for further development of the bike.

      Martin