Karibu! Mit dem Fahrrad in Ostafrika – Teil 1: Zwischen der Wiege der Menschheit und dem höchsten Berg Afrikas

Mit dem Fahrrad unterwegs in Kenia und Tansania
Mit dem Fahrrad in Kenia & Tansania - Teil 1: Zwischen der Wiege der Menschheit und dem höchsten Berg Afrikas

Karibu! Herzlich Willkommen!

Vor neun Jahren war ich das erste Mal in Ostafrika mit dem Fahrrad unterwegs, genauer gesagt in Ruanda und Uganda. Mich hat einfach interessiert, wie diese Länder aussehen, wie die Menschen dort leben und welche Natur es dort gibt. Ich wollte mir selber ein Bild machen und mit dem Fahrrad diese Länder erkunden, anstatt nur darüber zu lesen oder zu theoretisieren. Damals wie heute war ich fasziniert von der Natur und Landschaft in diesem Teil Afrikas und wusste: ich komme wieder! Besonders interessierten mich Kenia, Tansania, Sambia und Malawi. Über die Jahre machte ich immer wieder Pläne für Touren in diesen Ländern.

Mit dem Fahrrad unterwegs in Kenia und Tansania

Start in Nairobi

Und in diesem Jahr war es dann soweit – wenn auch recht spontan – und ich fuhr mit dem Fahrrad durch Kenia (eher weniger) und Tansania, von Nairobi nach Daressalam. Ursprünglich war ja eine Tour durch Gabun geplant, die sich aber aufgrund politischer Entwicklungen vor Ort zerschlagen hat.

17 Tage war ich insgesamt unterwegs. Mein Start in Nairobi war allerdings von einem Terroranschlag überschattet. Terroristen stürmten ein Luxushotel im Zentrum der Stadt, nahmen Geiseln, schossen um sich und töteten 21 Menschen. Davon bekam ich allerdings erst am Abend was mit, als ich auf eine Gruppe von Menschen traf, die um einen Fernseher standen, wo live aus Nairobi berichtet wurde.

Leider gehört die Terrorgefahr in Kenia zum Alltag, seitdem kenianische Truppen in Somalia einmarschiert sind, um dort gegen die Al Shabaab https://de.wikipedia.org/wiki/Al-Shabaab_(Miliz) zu kämpfen. Reisende sollten daher im Norden Kenias vorsichtig sein und sich in die sogenannte Krisenvorsorgeliste des Auswärtigen Amtes eintragen. Über diese wurde ich sowohl beim Militärputsch in Gabun, als auch beim Anschlag in Nairobi sehr schnell und kompetent informiert.

Raus aus der Stadt, rein in den Busch

Noch am Morgen arbeitete ich mich ganz in der Nähe des Hotels durch den dichten Verkehr der kenianischen Hauptstadt nach Süden. Ich wollte die großen Straßen mit den LKWs und Bussen meiden und solange es ging, auf Nebenstraßen und Pisten fahren. Mein Ziel war das sogenannte Athi Plains, eine trockene Buschlandschaft mit vielen Akazien. Je weiter ich aus der Stadt herauskam, desto weniger wurde der Verkehr. Und am Ende waren es nur noch ein paar Autos, denen ich begegnete.

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In den Athi Plains

Endlich wieder auf Tour – ein tolles Gefühl! Doch was war das? Ein Knacken, ein Rattern und dann bei jeder Umdrehung ein Ruckeln. Hmm, komisch. Und dann: ein Kettenglied war halb abgebrochen. Das hatte ich ja noch nie. Mit einem Kettenschloss reparierte ich den Bruch und weiter ging es. Eine Kette mit zwei Schlössern – da konnte nichts mehr passieren.

Aus der breiten Asphaltstraße wurde eine schmale und dann schließlich eine sandige und steinige Piste: willkommen in den Athi Plains! Vor mir lagen 60 km Gravel Piste deluxe. Hoch und runter schlängelte sich der Weg durch das trockene Land und an der höchsten Stelle gar über 2.000 m.

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Hoch und runter

Herrlich, wenn da nicht die Hitze gewesen wäre. Die Temperaturen stiegen bis Mittag immer weiter und erreichten bald 35 Grad. Ganz schön anstrengend und gleich mal ein Test für die Wasserversorgung. An diesem Tag trank ich um die 8 Liter – glücklicherweise gab es immer wieder kleine Dörfer, in denen ich Wasser oder Softdrinks kaufen konnte.

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Piste in den Athi Plains

Hoch und runter, hoch und runter. Auf einem Bergab-Stück wischte ich mir den Schweiß aus den Augen und befand mich plötzlich inmitten einer Herde von Zebras. Beide Seiten waren sichtlich überrascht von dieser plötzlichen Begegnung. Während die einen hektisch davon sprangen, zückte der andere die Kamera.

Was für ein Erlebnis! Noch völlig beeindruckt von dieser Überraschung bemerkte ich nicht das immer schwammiger werdende Hinterrad. Die Akazien forderten ihren Tribut und ich hatte einen ersten Platten. Der Schlauch war schnell gewechselt und ich rollte weiter durch die Landschaft.

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Die Platten-Serie beginnt

Die Zebras wurden zu kleinen Rinderherden, die von Massai gehütet wurden. Ein kurzer Gruß und Hallo und weiter rollte ich Richtung Osten. Pffffff, Platten Nummer 2 kündigte sich wenigstens richtig an. Also wieder Schlauch wechseln. So langsam nervte es – keine gute Idee, so durch eine akaziendornenreiche Gegend zu radeln. Ich fühlte mich ein bisschen wie vor 19 Jahren, als ich durch Mali nach Timbuktu fuhr und dabei durch die zahlreichen Platten teilweise nur 30 km pro Tag weit kam.

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Die kommen überall durch: Akaziendornen

Aber irgendwann hatte ich es geschafft, die erste Feuertaufe der kenianischen Pisten überstanden und nach 70 km traf ich auf die gute und nicht verkehrsreiche Straße Richtung Rift Valley und tansanische Grenze. Die Landschaft wurde grüner und hügeliger. Immer wieder kühlten Regenschauer die Temperaturen auf angenehme 30 Grad ab.

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Regenschauer auf dem Weg nach Süden

 

Karibu Tanzania!

Und ehe ich mich versah, war ich an der Grenze, bekam mein tansanisches Visum in der modernen Grenzstation in den Pass gestempelt, tauschte noch etwas Geld und schon war ich aus Kenia raus und in Tansania drin.

Goodbye Land #50 & Hello Land #51, welches ich mit dem Fahrrad bereise.

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Pause hinter der Grenze

Kurz hinter der Grenze begrüßte mich der über 2.600 m hohe Mt. Longido mit seiner markanten Spitze, an dessen Fuß ich in einem Guesthouse die Nacht verbrachte.

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Der Mt. Longido

Hier in Tansania veränderte sich die Landschaft immer mehr: die Straße zog sich kilometerlang geradeaus und am Horizont grüßte bereits der Mt. Meru, während linkerhand der Kilimandscharo erste Konturen zeigte.

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Immer geradeaus

Sehr beeindruckend, durch den Busch auf diese beiden Berge zuzufahren. Es ging leicht bergab und so rollte ich gemütlich bei bestem Wetter Richtung Arusha, der großen Stadt am Fuße des Meru.

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Der Meru grüßt

Links und rechts begegnete ich immer wieder Massai mit ihren Herden und passierte kleine Dörfer im Busch. Rinder, Schafe, Esel, Kamele, Giraffen… Moment, Giraffen und Kamele?

Tatsächlich, in der Ebene vor dem Kilimandscharo standen sie plötzlich: zwei Giraffen. Einfach so und gar nicht so weit weg.

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Sie hatten mich bereits entdeckt. Vorsichtig stieg ich vom Rad und ging ihnen entgegen. Offensichtlich fanden sie das ok und bewegten sich nicht weg. Echte Giraffen in freier Wildbahn am Straßenrand – das war ein beeindruckendes Erlebnis.

Wenig später musste ich stoppen, denn Kamele überquerten langsam die Straße und fraßen sich gemütlich weiter durch die Akazienbäume. Mehr konnte man nicht am ersten Tag in Tansania verlangen!

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In Arusha wollte ich einen ersten Pausentag einlegen, um meine Klamotten zu waschen und mein Fahrrad zu checken. Das Problem mit den Platten bestand weiterhin und hatte sich jetzt auch auf die Asphaltstraßen übertragen, auf denen natürlich auch Dornen lagen. Allein auf den ersten 15 km in Tansania hatte ich zwei Platten – einen direkt an der Grenzstation und einen auf einer Bergab-Passage, wo plötzlich die Luft aus dem Vorderrad entwich, was bei meiner hohen Geschwindigkeit schon weniger lustig war. Kurzum: ich musste dafür eine Lösung finden.

Im Internet stieß ich auf das Arusha Bicycle Centre, ein Projekt, welches mit schweizer und auch deutscher Unterstützung Fahrräder aufarbeitet und Kindern Fahrunterricht gibt. Auf meine Anfrage nach Hilfe für ein 29 Zoll Rad reagierte man sofort und hatte alles im Angebot: Mäntel, Schläuche und sogar Tubeless. Ich solle einfach vorbeikommen. Prima!

Besuch in der Wiege der Menschheit

Aber bevor ich mich um das Fahrrad kümmerte, erfüllte ich mir einen Wunsch und besuchte den Ngorongoro Krater. Diese Gegend 150 km westlich von Arusha wird als eine Wiege der Menschheit beschrieben und manche bezeichnen ihn sogar als das achte Weltwunder.

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Einfahrt in den Ngorongoro Krater

Ich hatte also schon Erwartungen, was mir hier am Rande der Serengeti begegnen würde. Tatsächlich war es dann aber viel beeindruckender: der Ngorongoro Krater ist nicht einfach nur ein Krater, sondern ein in sich zusammengefallener Vulkan, dessen felsige Ränder bis zu 600 m steil in den Himmel ragen. Im Durchmesser ist der Krater bis zu 21 km groß. Einundzwanzig Kilometer!

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Blick in den Ngorongoro Krater

Da stand ich also oben am Rand des Kraters, umgeben von Geländewagen und anderen Touristen und staunte nicht schlecht ob der Dimensionen. Der eigentliche Schatz liegt jedoch im Inneren: viele Wildtiere wie Zebras, Löwen, Elefanten, Nashörner, Giraffen, Gnus, Hyänen, Antilopen lebten auf einer von Flüssen und kleinen Seen durchzogenen Ebene. In der einen Ecke des Kraters gab es ein Gewitter, in der anderen war Sonnenschein – die schiere Größe dieses „Garten Eden“ war unglaublich.

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Der Chef im Kraterring

Während der deutschen Kolonialzeit lebten hier Siedler im Krater, die Land- und Viehwirtschaft betrieben. Dafür wurden die dort bereits siedelnden Massai vertrieben. Erst nach dem ersten Weltkrieg verließen die Siedler den Krater, der dann wenig später zum Nationalpark und mittlerweile zum Weltkulturerbe ernannt wurde. Auf dem Land ringsum den Krater leben heute Massai, die sich mit den Tieren im Krater arrangiert haben. Diese wandern nämlich auch aus dem Krater hinaus und hinein, was einen ständigen Wildwechsel bedeutet.

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Die Massai Siedlungen oberhalb des Krater

Leider gab es nur zwei Elefanten zu sehen, was aber nicht schlimm war, hatte ich doch neun Jahre vorher im Queen Elizabeth Nationalpark in Uganda bereits viele Elefanten und Flusspferde gesehen.

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Ein einzelner Elefant im Krater

Dafür gab es hier gleich zwei Gruppen Löwen und ein Rudel Hyänen, die sich um einen Kadaver stritten. Beeindruckend waren auch die großen Gnu Herden, die grasend über die Ebene zogen.

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Fressenszeit

Wer von euch die Möglichkeit hat, der sollte sich dieses Naturwunder unbedingt anschauen. Der Eintritt in den Nationalpark kostet 70 Dollar und man darf nur mit 4×4 und – glaube ich – nur mit offiziellen Touranbietern reinfahren. Es lohnt sich aber sehr! Viele Touranbieter bieten auch Mehrtagestouren mit Übernachtung und Verpflegung durch die Nationalparks in dieser Region an. Kann man alles direkt vor Ort in Arusha oder Moshi verhandeln.

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Tubeless in Tansania

Voller neuer Eindrücke kehrte ich nach Arusha zurück und fuhr am nächsten Morgen zum Arusha Bicycle Centre. Das lag südlich in einem Randbezirk der Stadt, dafür aber im Grünen. Man erwartete mich schon und nach kurzer Beratschlagung entschied ich mich für Schläuche mit Slime, einer Art Dichtmilch, die bereits im Schlauch integriert war.

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Erstmal mit neuen Schläuchen

Gemeinsam wechselten wir die Schläuche und schon war ich wieder unterwegs. Allerdings nur 1,5 Kilometer, denn dann machte es Paff und die Luft aus dem Vorderrad war raus. WTF… Also zurück. Schnell stellte sich heraus, dass das Ventil einfach rausgerissen war.

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Arusha Bicycle Centre

Nun hatte ich die Faxen dicke und wir bauten beide Räder auf Tubeless um. Das ging ebenfalls recht fix und endlich konnte es losgehen. Zwar war es nun schon fast Mittag, aber ich wollte endlich raus aus Arusha und Richtung Moshi, der Stadt am Fuße des Kilimandscharo, fahren.

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Arusha Bicycle Centre

Die lag über 100 km entfernt – ich war gespannt, wie weit ich an diesem Tag noch komme. Das Fahren mit Tubeless war am Anfang gewöhnungsbedürftig, denn der Reifen rollte etwas anders. Zudem hatte mein Mantel hinten einen Höhenschlag, weshalb es beim Anfahren immer etwas schaukelte, bis ich genug Geschwindigkeit erreicht hatte. Das Wichtigste aber klappte: die Reifen hielten und seitdem hatte ich für den Rest der Tour keine Platten mehr, obwohl ich noch durch viele Akazienwälder und unwegsames Gelände fuhr.

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Auf Nebenstraßen Richtung Moshi

Auf dem Weg nach Moshi vermied ich wieder die große Hauptstraße, so lange es ging, und arbeitete mich auf Nebenstraßen Richtung Kilimandscharo vor. Und es lief erstaunlich gut – so gut, dass ich am späten Nachmittag bereits in Moshi ankam.

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Auf dem Weg nach Moshi

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Zeit für Pommes-Omelett und Hühnchen

Kilimandscharo deluxe

Der Kilimandscharo thronte über dem Ort, die Spitze des Berges war aber in dichte Wolken gehüllt. Irgendwie hatte ich keine Lust auf Moshi, Stadtgetümmel, Lärm und Menschen (auch wenn der Name mir natürlich sehr entgegen kam!). Ich wollte den Kilimandscharo sehen und das nicht nur von einer Dachterrasse aus.

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Viel los an der Hauptstraße

Meine Navi-App zeigte mir 15 km nördlich von Moshi einen Zeltplatz an. Dafür musste ich den Kilimandscharo hinauffahren, aber vielleicht hatte ich ja Glück und konnte so einen besseren Blick auf diesen beeindruckenden Berg bekommen.

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Meist in Wolken: der Kilimandscharo

15 km sind eigentlich nicht viel, aber es ging gut bergauf und wurde dann richtig steil. Die Sonne brannte aber nicht mehr so sehr und ich kurbelte langsam, aber beständig den Berg hoch. Die Straße war gut, wenn auch zwischendurch so steil, dass ich das Rad einmal schieben musste.

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Vom Dreck der Straße gezeichnet: auf dem Weg hoch zum Zeltplatz

Dafür wurde die Landschaft immer grüner und mit jedem Meter wurde der Dschungel um mich herum dichter. Immer wieder durchquerte ich kleine Dörfer, machte kurz Pause und fuhr weiter.

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Bananen und Rad

Nach zwei Stunden Plackerei war ich am Ende der Straße angekommen. Hier irgendwo musste der Platz sein. Ich folgte einer unwegsamen Piste und stand nach einem Kilometer schließlich vor einem Tor. Ein Mann begrüßte mich freundlich und stellte sich als Besitzer des Zeltplatzes vor. Der Platz an sich war sehr klein und vor allem: ich war der einzige Gast.

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Tent with a view

So hatte ich freie Platzwahl und damit nicht genug, denn kurzerhand bot man mir an, einfach beim Abendessen mit dabei zu sein. Man kann ja auch etwas mehr kochen. Natürlich war ich hungrig und natürlich sagte ich sofort zu. Am Ende stellte sich das Abendessen als 6-gängiges Menü nur für mich heraus – selten habe ich so etwas Leckeres gegessen!

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Der Kilimandscharo im Abendrot

Das Beste aber entdeckte ich beim Aufbau des Zeltes: während ich mich den Berg hochgearbeitet hatte, hatten sich die Wolken verzogen und der Gipfel des Kilimandscharo lag frei vor mir. Und von meinem Platz aus hatte ich einen unverstellten Blick auf diesen wunderbaren Berg.

Mit einem Kilimanjaro Bier setzte ich mich in das Gras und genoss diesen ganz besonderen Augenblick, als die letzten Sonnenstrahlen den Gipfel glühen ließen und mit der Dämmerung der Dschungel ringsherum erwachte.

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Das Schöne und der Berg

Und in Teil 2…

… nehme ich euch dann mit durch endlose Zuckerrohrfelder und auf die Buschpisten entlang des Nyumba ya Mungu Stausees bevor es hoch in die Usambara Berge geht und weiter an den Indischen Ozean. Ich probiere eine Nationalpark-Durchquerung mit dem Fahrrad, die an den unruhigen Löwen scheitert und mir 100 km Extra-Piste beschert, bevor die Tour in Daressalam endet.

>>> Hier geht es zu Teil 2

14 Comments

  • Tom sagt:

    Eine wunderschöne Landschaft. Wir waren 1991 drei Wochen da um den Kibo zu besteigen. Es war meine erste Reise ausserhalb Miteleuropas und entsprechend aufgeregt und blauäugig waren wir. Natürlich waren wir auch im Ngorongoro, der mir bis heute noch gut im Gedächtnis geblieben ist. Weiter gute Reise!

  • Moin,

    grandiose Eindrücke, tolle Fotos. Fernweh olé olé…. freue mich schon auf Teil 2.

    Ride on,
    Bernd

  • Wow, tolle Gegend und tolle Bilder. Sehr eindrucksvoll. Ich bin gespannt auf den nächsten Teil!
    Viele Grüße aus Duisburg,
    Markus

  • Jan sagt:

    Tolle Fotos und interessanter Text. Vielen Dank fürs Mitnehmen 🙂
    Kannst du dann auch mal mehr zur Ausstattung des Bikes schreiben? Die Flaschenhalterungen an den Sitzstreben sind nur mit den Fixplus fixiert?
    Viele Spaß noch und bestes Gelingen!
    Jan

  • Yes! Hab deinen Reisebericht schon herbei gesehnt und jetzt ist es soweit.

    Wie immer toll geschrieben und schöne Bilder! Freu mich auf Teil 2.

  • sabi sagt:

    Hallo Martin!
    Wo hast Du auf der Fahrt Deine Kamera untergebracht?
    Irgendwo so, dass Du sie schnell rausnehmen und wieder verstauen kannst?
    Grüße! Sabi

  • Sabi sagt:

    Danke Martin, für Deine schnelle Antwort bez. der Kamera …

    Jetzt habe ich aber doch noch eine ganz wichtige Frage:
    wie hast Du das Rad genau für sowohl den Hin-, als auch den Rückflug verpackt?
    Wie gehst Du vor? Was demontierst Du – und vor allem, in was schickst Du es auf die Reise? Wie verpackst Du es?

    Freue mich, von Dir zu hören!
    Grüße, sabi

    • Hallo Sabi,

      Also ganz normal: ich packe das Rad in einen Radkarton, da die Fluglinie das vorschreibt und fertig. Vorderrad raus, Pedale ab und dann Lenker runter und Sattel raus und gut. Und dann bringe ich den einfach als Gepäck zum Flug mit.

      Beim Rückflug hatte ich Glück einen Karton in Daressalam zu finden.

      Viele Grüße
      Martin

  • sabi sagt:

    Da frage ich mich, wie man dann vor Ort, wie jetzt bei Dir in Afrika, einen geeigneten Karton findet …? Ist ja schon etwas riskant, oder muss man dann eben schon paar Tage vor dem Rückflug zum Abflugsort um sicher zu gehen, was passendes zu finden.
    Und, polsterst Du etwas aus, lässt Du das Schaltwerk dran?
    Wohin machst Du das Vorderrad?

    Grüße! Sabi

    • Hallo Sabi,

      zum Verpacken schau mal hier: https://www.instagram.com/p/BsQe_puClI8/ und hier https://www.instagram.com/p/BsnLNbAlwT0/ So ist das bei mir. Das Hinterrad bleibt drin und damit die Schaltung dran. Ich polstere hier und da etwas. Im Allgemeinen sollte nix passieren.

      Und klar: oft weiß ich nicht, ob ich am Abflugort einen Karton bekomme. Ich suche mir dann Radläden übers Internet und rufe dort an. Aber falls es nicht klappt, dann hole ich mir Pappen vom Müll oder aus Läden und Klebeband und Folie und verpacke das selber. So habe ich das in Patagonien gemacht. Da gab es auch kein Karton. Zudem kann man an vielen Flughäfen seine Sachen nochmal einschweissen lassen. Das geht auch mit dem Rad. Man muss es halt nur etwas kleiner machen.

      Und falls alles nichts hilft, dann verkaufe ich das Rad am Zielort und hole mir halt ein neues in Deutschland. Ist ja nur ein Gebrauchsgegenstand. Aber dieses Problem hatte ich noch nie. Im Allgemeinen findet man immer was.

      Und wenn du den gleichen Ankunft- und Abflugort hast, dann kannst du deinen Karton ja irgendwo unterstellen und wieder benutzen.

      Viele Grüße,
      martin

  • TM1ka sagt:

    „Und ich fahre nicht Tubeless. Das mache ich nicht auf Touren wie diesen. Ist für Reiseradler eher nicht praktisch. Und auch sonst werde ich Tubeless erstmal nicht anwenden. “

    ja oft geht es schnell als man glaubt…..

    Super Bericht freue mich schon auf Teil 2
    LG aus Wien Thomas

    • Ja, manchmal wird man aus der Not heraus überzeugt. Wann habe ich das wo geschrieben?

      Aber ich bleibe dabei: für Radreisen ist es noch nix. Die Milch hält ca 7 Monate und mir ist zudem nicht ein tubeless für 26 Zoll bekannt. (Doch, gibt es – habe gerade mal nachgeschaut. Haltbarkeit Milch bleibt aber.)

      Bei Radtouren wie meiner kleinen Tour in Ostafrika geht das vielleicht, aber aktuell kann ich zum Beispiel nicht mehr mit dem Tubeless Rad fahren, da die Dichtmilch verhärtet ist. Ich muss die jetzt wechseln. Nach knapp 1.000 km.

      Aber dennoch ist TL durchaus interessant. Für 90% der Radler sicherlich, so sie denn Räder mit TL Möglichkeit fahren. Bei richtigen touren würde ich davon absehen. Oder vielleicht damit starten, aber es hält halt nicht lange.

      Viele Grüße
      Martin

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