Naben-König vs. Ketten-Legende: die Rohloff Speedhub im Vergleich mit der Shimano XT

Über 20 Jahre fahre ich Kettenschaltung und sehr viele Jahre davon mit der Shimano XT. Von den mehr als 58.000 Kilometern, die ich bislang durch die Welt geradelt bin, habe ich ca. 45.000 mit der XT bewältigt.

Im Frühjahr 2015 habe ich mir nun ein neues Reiserad gekauft und damit auch einen Systemwechsel vollzogen: von der Kettenschaltung zur Nabenschaltung, von Shimano XT zur Rohloff Speedhub (mit externer Schaltbox). Nun habe ich etwas mehr als 2.500 km mit der Rohloff hinter mir, bin mit ihr durch den Kaukasus geradelt, und es wird Zeit für einen Vergleich.

Naben-König: Die Rohloff Speedhub

Ich muss sagen, dass ich lange gezögert habe, bevor ich mich für die Rohloff entschied.

Sie ist schwerer als eine Kettenschaltung, sie ist teurer (wesentlich) als eine Kettenschaltung-Komplettgruppe und wenn mal was kaputt gehen sollte, dann kann ich es nicht reparieren, da es ein geschlossenes System ist. Aber mittlerweile ist ihre Einsatzfähigkeit und Lebensdauer auch auf harten Touren längst belegt und wird nicht mehr ernsthaft in Frage gestellt. Und beim Gewicht bin ich als Reiseradler jetzt nicht so empfindlich – es ist ungefähr ein Kilogramm mehr. Bleibt der Preis, aber man gönnt sich ja sonst nix 😉

rohloff vs shimano xt_2

Ich muss sagen, ich habe diesen Systemwechsel nicht bereut. Durch die Rohloff habe ich eine neue Freude am Fahren entdeckt. Fast wie eine Automatik schaltet die Rohloff geschmeidig und gibt mir immer den richtigen Speed. Ich bin gefühlt schneller und lautloser mit der Rohloff unterwegs, als mit der Kettenschaltung. Das liegt vermutlich daran, dass die Gangabstufungen bei der Speedhub für mich besser gewählt sind, als bei der 9fach Shimano XT.

Natürlich muss man sich etwas an das Schalten mit der Rohloff gewöhnen. Ich nehme meist Druck aus dem Tritt während des Schaltens. Vergesse ich das, schaltet die Rohloff in den 14ten und damit schwersten Gang. Das bekommt man aber recht schnell hin und solche Verschalter bleiben selten. Der Übergang zum jeweils nächsten Gang ist am Schalter gut spürbar, sie rasten aber nicht so hart ein, wie beispielsweise bei der Pinion.

Den Drehschalter der Rohloff kann ich gut bedienen. Hier gab es ja bei den ersten Modellen Kritik, dass der Griff sich bei Nässe oder nach Abrieb nicht mehr schalten lässt, weil man immer abrutscht. Das ist mittlerweile auch behoben und die Lamellen-Struktur ist sehr griffig – mit und ohne Handschuhe.

rohloff vs shimano xt_4

Bei der Speedhub stehen mir 14 Gänge zur Verfügung. Als Kettenschaltungsfahrer ist man da schon skeptisch, wie das gehen soll: von theoretisch 27 Gängen auf 14. Tatsächlich vermisse ich aber keinen einzigen Gang und fahre dabei noch nicht mal das gesamte Angebot der Rohloff aus. In der Stadt bin ich meist zwischen dem 8 und dem 12 Gang unterwegs. Und ich genieße es, auch im Stehen schalten zu können.

In Georgien war ich natürlich häufiger in den ersten Gängen unterwegs und sie haben mich sicher und einfach über die Berge gebracht. Kein Unterschied zur Kettenschaltung. Und auch nach „oben“ ist noch Luft: im 13ten und 14ten Gang bin ich selten bzw nie gefahren – sie entsprechen ungefähr den beiden kleinsten Ritzeln einer Kettenschaltung.

Oben hatte ich es schon geschrieben: die Rohloff ist sehr leise. Ich kenne die Stimmen, die sich über die Geräuschkulisse der Rohloff beschweren. Ich kann das nicht bestätigen. Einzig in Gang 7 tritt ein nagelndes Geräusch auf, welches man aber als Kettenschaltungsfahrer durchaus kennt. Es hört sich an, als ob eine Kette laut über ein Zahnrad läuft. Dieses Geräusch ist aber nicht so laut. Man hört es meist wenn es steiler wird, denn nur dann schaltet man in den 7. Gang. Vielleicht nervt das dann besonders, weil es hoch geht und man auch noch sein Treten hört 😉 Aber in Gang 6 und weiter bis 1 ist es dann wieder normal, bzw weg. Wie gesagt, ich finde es nicht störend und höre es auch nicht mehr.

rohloff vs shimano xt_3

Was für mich besonders ausschlaggebend für die Rohloff war, ist die Pflegeleichtigkeit. Ich musste mich erst daran gewöhnen, nicht immer nach den Umwerfern zu schauen und diese zu pflegen. Einfach immer mal ein paar Tropfen auf die Kette und das war es auch schon. Nach 5.000 km mache ich einen Ölwechsel und mehr ist nicht nötig. Zudem hat die Rohloff meinen Rahmen „befreit“, denn der vordere Umwerfer und die Bowdenzüge fallen weg.

Ketten-Legende: die Shimano XT

Während sich die Rohloff wie eine Automatik-Schaltung fährt, so ist die Shimano XT die Handschaltung. Hier wird noch „ehrlich“ geschaltet und man arbeitet mehr mit dem Rad. Ich brauche mehr Kraft beim Schalten und bin hier auch mehr am Schalten, als bei der Rohloff.

rohloff vs shimano xt_7

Vorne und hinten gibt es immer was zu tun. Ich reagiere mit der XT feiner auf die Anforderungen des Weges und schalte oft einen Gang hoch oder runter. Am Berg oder auf hügeliger Strecke stehen mir natürlich mit 3 vorderen Kränzen und einer 9fach Kassette theoretisch viele Möglichkeiten zur Verfügung. Ich bin aber ein sehr disziplinierter Schalter und überstrapaziere die Kette nicht, indem ich vorne auf den größten Kranz schalte und hinten hoch gehe, sodass die Kette schräg läuft.

Allerdings störte mich als Vielfahrer im Alltag oft, dass ich nicht im Stand schalten kann und oft auf dem letzten Meter noch versucht habe hoch zu schalten oder in einem schweren Gang wieder anfahren musste.

rohloff vs shimano xt_6

Was mir an der Kettenschaltung sehr gut gefällt – neben der „Ehrlichkeit“ und Unmittelbarkeit des Schaltens – ist die Möglichkeit, alles immer und egal wo reparieren zu können. Schaltwerke gibt es überall auf der Welt und kleine Teile können nachgebaut werden. Es ist im Gegensatz zu Rohloff oder Pinion ein offenes System und kann daher auch sehr vielfältig repariert werden.

Zudem ist die XT sehr robust und so manche Beanspruchung unterwegs, wie Schläge auf Schaltkörper und Hebel nimmt sie gelassen hin. Auch das Schalten unter Last, am Berg beispielsweise, macht die XT problemlos und präzise mit. Nicht umsonst gilt die Shimano XT als Legende unter den Kettenschaltungen und ist nach wie vor bei vielen Tourenradlern die 1. Wahl. Dafür muss sie sehr gut eingestellt sein, was mitunter recht fummelig werden kann.

Natürlich bedarf die Kettenschaltung mehr Pflege: Kette reinigen, Ritzel säubern, Schaltwerk und Umwerfer nachstellen und Ölen, Bowdenzüge prüfen. Das klingt jetzt aufwändiger als es ist, denn im Alltag macht man das alles innerhalb weniger Minuten. Allerdings ist der Verschleiß bei einer Kettenschaltung schon höher.

Das betrifft nicht die Schalthebel und –werke, sondern mehr Kette und Ritzel. Ich bin schon Kettenblätter, Ritzel und Kassetten 10.000 km ohne Wechseln gefahren, aber dann ging auch nix mehr. Die Kette rutschte durch, die Kettenblätter und Ritzel waren runtergefahren hatten die sogenannten Haifischzähne.

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Im Normalbetrieb habe ich alle 3.000 km meine Ritzel und die Kette gewechselt. Und alle 7.000 km die Kettenblätter.

Wo die Kettenschaltung unschlagbar ist, ist beim Preis: eine Komplettgruppe Shimano XT 3×10 ohne Naben bekommt man schon um die 350 Euro, wohingegen eine Rohloff mit um die 1.000 Euro zu Buche schlägt. Und wenn man noch die Verschleißkosten einer Kettenschaltung hochrechnet, so dauert es durchaus eine lange Zeit, bis die Anschaffungskosten für eine Nabenschaltung erreicht sind.

Fazit:

Ich bin absoluter Fan der Rohloff mit externer Schaltbox geworden. Das Fahren und Schalten ist wesentlich komfortabler und flüssiger, als mit einer Kettenschaltung. Und ich kann im Stand schalten, was mit einer Kettenschaltung nicht geht. Bei der XT gefällt mir die Einfachheit des Systems und die hohe Qualität und Haltbarkeit.

Rohloff Speedhub

PRO:

– sehr angenehme Gangabstufung

– leichtes und intuitives Schalten

– aufgeräumtes Design

– wenig Wartung und Pflege notwendig

– hohe Lebensdauer

– Gänge immer schaltbar

– 14 echte Gänge

 

CON:

– Preis

– geschlossenes System

– Gewicht

– höherer Aufwand beim Radausbau

– die Gangsprünge passen nicht unbedingt jedem (Probefahren unentbehrlich)

Shimano XT

PRO:

– offenes System

– preislich attraktiv

– sehr weit verbreitet und immer reparierbar

– große Gangvielfalt durch 27 bzw 30 theoretische Gänge

– sehr robust und präzise schaltend

– Gewicht

 

CON:

– hoher Pflege- und Wartungsaufwand

– hoher Verschleiß und dadurch oft Austausch-Notwendigkeit (bei Vielfahrern)

– Fummelige Einstellung und Justage

– viele Schaltungsteile (vorderer und hinterer Umwerfer, Kranzkassette)

Den Anforderungen einer harten Radtour genügen beide Systeme vollkommen. Die Kettenschaltung kann unterwegs als offenes System und aufgrund der hohen weltweiten Verbreitung natürlich einfacher repariert werden, Die Rohloff hat hier als geschlossenes System einen Nachteil. Allerdings ist mir bislang kein Fall bekannt, wo es eine Speedhub zerlegt hat. Und falls dies mal passiert, so steht der Rohloff Service zur Verfügung.

Und wer möchte, der kann beim Entfaltungsrechner sehen, welches System in welcher Übersetzung und Reifenkombination welche „Kraft“ entfaltet.

Preislich ist die Kettenschaltung immer die bessere Wahl, auch angesichts der hohen Gesamt-Haltbarkeit einer Kettenschaltung. Die Rohloff ist aus meiner Sicht etwas für Vielfahrer, die ein perfektes System wollen, das wenig Pflege braucht.

2016 habe ich eine Umfrage gemacht, welches das beste Reiserad ist. Dabei kam raus, dass 43 Prozent der Befragten eine Nabenschaltung am Reiserad sehen und 47% noch auf Kettenschaltung setzen.

 

Hier könnt ihr die Auswertung der Umfrage lesen: Teil 1 beleuchtet Rahmen, Reifen, Bremsen. Teil 2 dreht sich dann um Schaltung, Naben, Lenkung und Gepäckträger.

Ich habe jedenfalls die Entscheidung für die Rohloff nicht bereut und freue mich nun auf viele tausend weitere Kilometer.

 

Du überlegst auch, einen Systemwechsel zu vollziehen und hast Fragen? Dann schreib mir einfach!

Du hast weitere Argumente pro/contra Kettenschaltung/Rohloff? Dann immer her damit und lass uns diskutieren!

25 Comments

  • Maren sagt:

    Sehr schöner und interessanter Bericht!

  • Florian Brams sagt:

    Klasse Bericht, danke.
    Was ist denn mit dem zulässigen Übersetzungsbereich bei Rohloff? Ich habe mal gehört, man könne nicht so einfach ein kleines Kettenblatt montieren, weil die Belastung für die Nabe zu groß würde. Was weißt du darüber? Ich lege großen Wert auf die kleinen Gänge, um mich an Langsameren orientieren zu können (langsam fahren trotz 80 upm).

    • BiketourGlobal sagt:

      Hallo Florian,

      also davon habe ich noch nichts gehört. Aber ich habe mich jetzt auch nicht viel mit der Physik dahinter beschäftigt. Am besten mal Rohloff direkt anfragen.

      Gruß,
      martin

  • Dominik sagt:

    Ich bin nach 20 Jahren von XT nach Pinion mit Gates-Zahnriemen umgestiegen. Plus Massrahmen. Für mich mit meinen 1.95 m hat sich seither eine neue Velowelt erschlossen. Die grosse Investition hat sich längst gelohnt. Zumal: wenn man dafür kein Auto hat…

    • BiketourGlobal sagt:

      Hallo Dominik,

      ja, auf Gates wäre ich fast auch noch gegangen.
      Und bei Vielfahrern rechnet sich das ohnehin alles recht schnell.

      Und Spaß macht es obendrein!

      Gruß,
      martin

  • Erik sagt:

    Sehr schöner Vergleichsbericht. Ich selber bin schon über 100 tkm mit einer Kettenschaltung unterwegs aber mein nächstes Rad wird auch eine Rohloff Schaltung haben. Ich habe mich beim Probefahren überzeugen können.

  • Jürgen sagt:

    Hallo,
    ein schöner Vergleichsbericht.
    Bei mir sieht es jetzt genauso aus. Nach ca. 20 Jahren und 160000km mit Kettenschaltung habe ich jetzt ein neues Rad mit Rohloff bestellt (ist aber noch nicht ‚da‘).

  • Klaus Adebahr sagt:

    Gelungene Aufstellung ! Herzlichen Dank , Martin ! 🙂 …
    Mit meiner Rohloff bin ich in den letzten 6 Jahren über 80.000 km gefahren !
    Der Spaßfaktor der Schaltung ist hoch ! Probleme entstehen …
    wenn dann doch mal ein Defekt auftaucht !
    Bei mir waren es zwei kaputte Dichtungen , ein Lagerschaden und
    ein Riss im Gehäuse ! Jedesmal musste das Hinterrad zu Rohloff geschickt
    werden ! Das ist schon problematisch , wenn man auf Tour ist und irgendwo
    in der Welt auf die Rücksendung des Hinterrades warten muss !
    Deshalb lautet meine Empfehlung für “ die große Tour “ nicht mehr Rohloff
    sondern hochwertige Komponenten , die sich überall vor Ort reparieren oder
    austauschen lassen können ! …

    • BiketourGlobal sagt:

      Hallo Klaus,
      das stimmt. Ein Punkt für die XT.

      Momentan würde ich aber trotzdem mit Rohloff auf Weltreise gehen.

      Viele Grüße,
      martin

  • Martin sagt:

    Hallo,
    ich bin, als ich mir ein gebrauchtes Trike „Anthrotech“ gekauft habe, auf die Rohloff umgestiegen. Hier war und ist eine solche Schaltung Gold wert. Weil ein verschalten ständig auch im Stand gerichtet werden konnte. Meine anderen Räder sind und waren alle mit Kettenschaltung ausgerüstet. LX, Deore XT, Campa usw.

    Nun stand ein neues Rad an. Kettenschaltung = ein NOGO. Irgendwann hat man die Schna… voll vom ständigen Dreck, vor allen, wenn man immer fährt.

    Rohloff stand da schon mal an. Aber da gibt es auch etwas neues aus „Made in Germany“ – wofür ich auch gewillt bin mehr Geld auszugeben. Die Pinion. Die Vorstellung ein solches Rad mit weiteren guten Komponenten zusammenzustellen und zu kaufen nahm schnell Formen an. Alles was ich irgendwo über Pinion lesen konnte, zog ich mir rein. Auf der Messe wurde ein solches Rad getestet.

    Ich durchforstete das WWW und fand dann ohne viel weitere Umbauten machen zu müssen mein Traumrad. Teuer – ja -. Aber jeder Hersteller mit meinen gewünschten Komponenten lag knapp unter oder über die 5 ….

    Ich habe nur noch einen Wunsch gehabt, und das war die Bergtauglichkeit. Also 35 Zähne vorn und hinten 39. Die Blätter aus Messerstahl, die eine hohe Wertigkeit, sprich Haltbarkeit haben sollen. Evtl. lasse ich mich noch hinreißen einen Zahnriemen einzusetzen. Bisher habe ich aber noch nicht die Bergübersetzung angeboten bekommen. Bin da aber am Ball.
    Bei kleinen Touren, mit extra schweren Gepäck habe ich das Rad schon mal getestet. Auf sandigen, steilen Pfaden war diese „Bergübersetzung“ der Hit. Den Berg runter, lasse ich es einfach Rollen und mußte dann leider bei knapp 50 km/h scharf bremsen, um den nächsten Bergweg rechts um die Ecke zu erklimmen. Die Hope Scheibenbremsen mit 3,2 mm starken Scheiben verrichteten dies absolut souverän.

    Wer mehr wissen will findet das Rad Idworx opinion im WWW.
    Also mein Resume ist für mich, das ich mir keine Kettenschaltung mehr zulegen werde. Die ich habe, verbrauche ich, werden auch gepflegt, aber neue: NEIN.

    Ich lese und höre dann immer wieder: Aber was machst Du, wenn sie kaputt geht?

    Ganz einfach: Ich lasse mir eine neue schicken. Das ist ein kleiner Karton, kein Hinterrad. In der heutigen Zeit absolut kein Problem. Und ich persönlich glaube nicht an so etwas, wenn ich halbwegs vernünftig fahre. Ich habe fast 30 Jahre Trialfahren mit 4×4 gemacht und habe kein Getriebe zerlegt.
    Die Pinion ist mechanisch und was ich so gesehen habe sehr robust. Da geht elektronischer „Schnick/Schnack“ schon mal schneller entzwei.

    Ich wünsche jetzt allen immer eine handbreit Luft unter dem Getriebe und keinen Plattfuss.

    Martin

    • BiketourGlobal sagt:

      Hallo Martin,

      die Pinion ist wirklich eine attraktive – aber auch teure – Alternative.
      Ich warte hier aber noch ab, inwieweit sie sich auf Langstrecken bewährt.
      Interessant finde ich die Line-Up Erweiterungen auf unter 18 Gänge.
      Da wird noch viel passieren, vor allem Preislich.

      Als Pinion Reiserad gefällt mir das KTM Life Lontano sehr. Ist aber auch sehr sehr teuer.

      Gruß,
      martin

  • John Wien sagt:

    Hallo,
    ich fahre seit 8 Jahren ein Gudereit LCR mit Rohloff (damals das preiswerteste Rohloff-Serienrad) als Alltags- und Reiserad und habe bis heute lediglich die Verschleißteile Kette und Ritzel gewechselt (Schaltzüge sind immer noch die ersten), bin damit glücklich und zufrieden und möchte noch zwei Argumente pro Rohloff anfügen:
    – Bei einem Transport (z.B. Flugzeug, Bus, LKW) kann nichts verbiegen oder brechen.
    – die Zähne des Ritzel nutzen immer nur an einer Seite ab. Ab 15 Zähne aufwärts lässt sich das Ritzel wenden. Somit ist auf langen Reisen das Ersatzteil schon an Bord.
    Gruß
    John

    • BiketourGlobal sagt:

      Hallo John,

      vielen Dank für die Ergänzungen.

      Das mit dem Transport würde ich jetzt nicht als wesentlichen Unterschied sehen, aber im Prinzip hast Du Recht.
      Der Wechsel des Ritzels und dessen Haltbarkeit sind natürlich klare Vorteile.

      Viel Spaß Dir noch mit dem Gudereit und der Rohloff 🙂

      Gruß,
      Martin

  • Ich fahre jetzt seit 3 Jahren (rund 23 000 km) die Rohloff Schaltung. Ich habe eine kurze Eingewöhnungszeit gebraucht, um mich an die Geräusche in den unteren Gängen zu gewöhnen, seitdem bin ich nur begeistert. Das Ding ist ein komplettes Sorglospaket. Das einzige, was mir Sorgen bereitet ist, wenn an der Schaltung irgendetwas kaputt gehen sollte. Das passiert dann bestimmt irgendwo in der Wüste. Ich benutze 2 Ritzel, die ich nach Bedarf wechsel. Eins fürs Flachland, eins für Berge.
    Ein erstes Problem hatte ich mit der Schaltung vor ein paar Tagen in Polen. Da war der Schaltzug eingefroren, ein Schalten war unmöglich. Hat einen halben Fahrtag gedauert, bis er sich wieder lose vibriert hatte.

    Fazit: ich stimme mit dem Bericht voll überein. Ich werde beim nächsten Rad wieder eine Rohloff nehmen. Einziges Problem ist der Preis.

    • Hallo Lars,

      wie kalt war es da?

      Ich bin bislang vom Einfrieren der Rohloff verschont geblieben. Alfines und Nexus Naben hatte es da in den letzten Tagen schon erwischt…

      Gruß,
      martin

  • Bodo Hensen sagt:

    Hallo,

    gibt es dieses Jahr denn schon ein neues Update?

    Viele Grüße,
    Bodo Hensen

    • Hallo Bodo,

      ein Update von was? Ich steh grad auf dem Schlauch … 😉

      Gruß,
      martin

      • Bodo sagt:

        Hi, du hattest 2015 geschrieben, dass du deine weiteren Erfahrungen mit der Rohloff noch aufschreiben wolltest. Deswegen meinte ich „Update“ 😉

        • Hallo Bodo,

          ach so, ja stimmt.

          Also ich bin immer noch sehr zufrieden. Das Ding schnurrt jetzt schon seit fast 10.000 km am Rad und ich kann mich nicht beklagen.

          Ich habe jetzt mal Ölwechsel gemacht und will im Winter nochmal die Züge nachstellen und die Rohloff checken lassen. Aber das ist nur in Vorbereitung meiner nächsten Tour – normalerweise wäre das nicht nötig.

          Das hintere Ritzel habe ich jetzt mal gedreht. das wird im Winter ausgewechselt. Es ist wie der Tretkrank vorne schon arg abgefahren.

          Mittlerweile habe ich eine neue Kette drauf. Gefühlt verbraucht die Rohloff mehr Ketten als die XT. Aber vielleicht war ich bei meiner XT einfach auch nur uninteressierter 😉

          Viele Grüße,
          martin

  • Bodo sagt:

    Hi martin,

    Heute habe ich mir mein erstes Rohloff Fahrrad gekauft. Nachdem ich keine Lust mehr auf kettenputzen hatte bei der 105, habe ich das 2016er Modell des T-900 von vsf erstanden. Runtergesetzt auf 1800€ und ausgestattet mit tollem Licht, lowridern und natürlich der Rohloff, freue ich mich wahnsinnig auf die kommenden Kilometer.

    Viele Grüße aus Lübeck!

  • Rainer Schnell sagt:

    Hallo Martin,
    heute habe ich einen kleinen Vergleichstest gemacht , da bei mir ein Radneukauf ansteht und ich durch einen Kollegen neugierig auf die Rohloff geworden bin. In Stuttgart in der Nähe des Marienplatzes diverse Straßen um die 7-8% Steigung rauf und runter mit einem vsf900 mit einer Pinion c1.12,einer vsf900 mit einer Rohloff und ein BMC Cyclocrosser mit einer Sram Rival 1×11. Ich habe jetzt schon mehrfach gelesen, dass man mit der Rohloff auch unter Last schalten kann. Also bei mir ging es nicht , wobei ich mit dem Drehgriff nicht so ganz zufrieden bin, er ist mir viel zu weich, hier geht der Pinionschalter wesentlich besser zu schalten , aber ebenfalls nur mit sehr geringer oder keiner Last auf dem Pedal. Ich finde die nötigen Tretschaltpausen persönlich ein wenig lang, so dass ich zum Vergleich noch das BMC mir der Sram Rival ausprobiert habe.
    Die Schaltung war leider nicht gut eingestellt, der kleinste Gang sprang hin und her und die Geräusche beim Gangwechsel fand ich auch im Vergleich zu meiner Steinzeitschaltung Shimano RX100 regelrecht laut. Mich würden Rückmeldungen sehr freuen, da die Investition doch eine große finanzielle Sache ist. Mein bisheriges Rad ist ein Cannondale ST400 mit 3×7 Gängen, welches nach längerem Dornröschenschlaf in den letzten zwei Jahren wieder stärker genutzt wurde.

    • Hallo Rainer,

      Der Schalter der Pinion rastet besser – das finde ich auch. Bei der Rohloff ist es schwammiger und bei nassen Händen rutscht man manchmal ab und schaltet nicht. Aber es gibt einige Rohloffschaltgriffe und Schalter, die man alternativ nutzen kann.

      Unter Last konnte ich aber bei Rohloff, als auch Pinion schalten. Aber ich nehme ohnehin immer etwas Druck raus vor dem Schaltvorgang – das habe ich auch bei der Kette gemacht. Aber bei beiden Systemen (Pinion und Rohloff) hatte ich unter Last und am Berg nie was zu meckern.

      Warum hast Du Dir die SRAM nicht fix eingestellt?

      Viele Grüße,
      martin

  • Schnellspanner sagt:

    Hallo, also eine Rohloff hätte ich auch sehr gerne ich habe von meiner Seite die Schnauze voll von Kettenschaltungen.
    Wenn Sie gehen dann ist es ok, aber wenn es um das Einstellen von einer Kettenschaltung geht, drehe ich mich um und gehe!
    Hatte zwei Mountainbikes die beide gegen die Wand geflogen sind. Ich hatte so eine Wut im Bauch das es nicht beschreibbar ist…..
    Habe es mir von Profis erklären lassen „Kettenschaltungen“ YouTube und Co. es kann auch sein das ich zu Dumm bin, keine Ahnung als Rache habe ich mir eine Nexus Premium 8 geholt, die geht seit ca. 3000 km ohne jegliche Probleme, dass Einstellen ist auch Hammer! In diesen 3000km habe ich sie genau zwei mal eingestellt…..und sie Läuft und läuft…..ohne Ende. Mal sehen ob ich mir mal ne Rohloff zu lege, der Preis ist schon Hart 🙁

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