Mullet, Baby! Drei 1×11 „Vokuhila“-Schaltungen & meine Erfahrungen damit

Mullet, Baby! Drei 1x11 „Vokuhila“-Schaltungen & meine Erfahrungen damit

Als Mullet-Schaltungen werden Schaltungskombinationen bezeichnet, die Road-Schalt-/Bremshebel mit MTB-Schaltkörpern kombinieren, um so die Übersetzungsbreite eines MTB zu nutzen, dabei aber ein „Breitreifen-Rennrad“ fahren zu können. Das sind Räder wie beispielsweise mein Salsa Fargo oder das Bombtrack Beyond oder ein Storck Grix Pro oder ein OPEN Wi.De: Ein Fahrrad mit dem Lenker und der Schaltung eines Rennrades und der Übersetzungs- und Reifenbreite eines Mountainbikes.

Vokuhila: Vorne kurz heißt in diesem Fall ein Kranz mit 28, 30, 32 oder 34 Zähnen (oder weniger oder etwas mehr) und hinten lang durch Kassetten mit 11-50 oder 10-50/48. Im Kern also 1fach-Schaltungen, die eine enorme Über- und Untersetzung bieten.

 

Muss man eine Mullet-Schaltung haben?

Nein, für das normale Radreisen oder Bikepacking oder Graveln braucht es das sicherlich nicht. Und dafür reichen aus meiner Sicht auch die „normalen“ erhältlichen Gravel- und Bikepacking-Räder mit Serienschaltungen völlig aus.

Aber es gibt aus meiner Sicht folgende Gründe, die eine Mullet-Schaltung interessant machen:

  • Beim Bikepacking mit Gepäck in bergigem Terrain, um auch steilere Anstiege gut hochzukommen oder in schwierigen Passagen genug Kapazitäten zu haben.
  • Bei Bikepacking-Rennen oder Events über mehrere Tage, wenn man wenig schläft und viele Höhenmeter auf schwerem Untergrund bewältigen muss, dann zahlen sich „Rettungsgänge“ in einer guten Untersetzung durchaus aus. Vor allem, wenn der Körper müde ist.
  • Um die Entfaltung und Bandbreite bei 1fach Schaltungen zu maximieren und um sich alle Optionen offen zu halten und die richtigen Gänge für nahezu jedes Gelände parat zu haben.
  • Wenn man keine Bergziege ist und mit oder ohne Gepäck dankbar über jeden Gang am Berg ist, im Flachen aber gerne auch ballern möchte.

Jetzt kann man einwenden, dass es ja schon einige Gravelbikes gibt, die bereits diesen Anforderungen genügen und mit Kassetten von 11-42 oder 46 genügend Bandbreite bieten. Und Schaltungen wie die Shimano GRX sind ja eigentlich schon auf solche Einsätze ausgerichtet, und schalten hinten auch bis 46 Zähne (offiziell) bei 1×11. Allerdings läuft dann vorne ein 40er oder 42er Blatt, weshalb die begehrte Untersetzung nicht besonders groß ist. Vorne kleinere Blätter (34, 32,30 oder gar 28) einzubauen ist manchmal nicht möglich, weil die Rahmengeo das nicht zulässt, die Innenlager in ihrer Breite (68 bis 70mm) auf Road ausgerichtet sind und nicht auf MTB (73mm) und entsprechende MTB-Kurbeln dann nicht einsetzbar sind. (Korrigiert mich bitte, wenn ich das falsch sehe oder etwas übersehe).

Einfach ist manchmal einfacher

Und nun kann man erneut einwenden, dass es daher ja auch 2fach Schaltungen gibt, die einem durchaus alle Möglichkeiten geben. Allerdings haben 1fach Schaltungen viele Vorteile, denn im Vergleich zur 2fach Schaltung sind diese:

  • leichter,
  • benötigen weniger Wartung, da vorne ein Umwerfer und ein Schalthebel wegfallen,
  • sind eventuell sogar günstiger als 2fach Schaltungen,
  • hinterlassen eine aufgeräumtere Optik am Rad und
  • haben durchaus weniger Verschleiß an der Kette, was allerdings auch wiederum von der Kettenlinie abhängt.
  • Oder wie Tobias es sagt: “Was nicht da ist, kann nicht kaputt gehen!”

Oft wird als Gegenargument eine geringere Bandbreite der Gänge im Vergleich zu 2fach Schaltungen angeführt, aber das stimmt nicht mehr so pauschal. Meine aktuelle 1fach Schaltung hat zum Beispiel eine Entfaltung Bandbreite von 500%, was völlig ausreichend ist. Im Vergleich dazu kommt eine normale GRX 1×11 auf 418%. Und meine 2fach Kombi am Bombtrack auf 524%.

Um es noch mal klar zu stellen: Ein richtig oder falsch gibt es allerdings nicht. Es ist am Ende eine Frage der persönlichen Fahrtechnik und Vorlieben.

 

Jetzt wird es Einfach

Wenn du, lieber Leser, also 2fach Fan bist, dann kannst du gerne weiterlesen, aber musst nicht. Denn jetzt geht es um 1fach Mullet-Schaltungen.

Bei Mullet steht man vor einer großen Herausforderung: Leider kann man bei 11fach und 12fach Schaltungen nicht mehr MTB-Gruppen mit Road-Gruppen eines Herstellers beliebig kombinieren. Das hat meist mit den jeweiligen Federweg Schaltzug-Längen zu tun. Bei SRAM gibt es zum Beispiel die X-Actuation Technologie bei MTB Schaltungen und die Exact Actuation bei Road Schaltungen. Das ist für Außenstehende nicht einfach zu verstehen, aber bedeutet im Kern eine unterschiedliche Art der Schaltwerk-Ansteuerung und Zuglänge.

ABER: seit der Einführung der elektronischen Schaltungen ist das Thema der Gruppen-Unverträglichkeiten beseitigt. So lassen sich beispielsweise SRAM Road eTap AXS Schalt-/Bremshebel problemlos mit SRAM MTB AXS Schaltwerken kombinieren. Das ist prima, hat aber auch seinen Preis.

In meinem Fall bin ich einerseits ein Technikfan und würde mir gerne eine solche eTap AXS Schaltung als Mullet aufbauen. Andererseits möchte ich dann im Gelände und auf den geplanten langen Touren dann doch lieber auf eine Lösung setzen, die ich im Fall eines Falles reparieren kann.

Gerade bei Races wie dem AMR lohnen sich Mullet-Schaltungen

Habe ich bei meinem Bombtrack noch die 1fach Schaltung gescheut und es mit einer 2fach Schaltung aufgebaut, so wählte ich beim Aufbau des Salsa Fargo gleich von Anfang an eine 1fach Schaltung. Zudem habe ich das Rad für den Atlas Mountain Race gebaut, weshalb es für die steinigen Trails und vielen Höhenmeter geeignet sein musste. Also kam für mich nur Mullet in Frage und wollte die 1×11 Kombination aus vorne ein Kranz mit 32 Zähnen und hinten eine Kassette mit 11-50 fahren. Das würde mir genug Geschwindigkeit in der Ebene verschaffen, aber vor allem in der Bergen helfen mit Gepäck zu klettern.

 

Mullet x 3

Mittlerweile habe ich drei verschiedene 1×11 Mullet-Varianten aufgebaut und bin diese gefahren. Und meine Einschätzung und Erfahrung dazu gebe ich hiermit weiter:

 

Variante 1: Der Atlas-Proofed Markenmix

Für das AMR habe ich auf die Kombination aus SRAM Rival Shifter vorne und dem Shimano XT Schaltwerk Shadow Plus RD-M8000 11-fach Long Cage gesetzt. Um die Road-Shifter mit dem Shimano MTB Schaltwerk funktionsfähig zu kombinieren, habe ich den Shiftmate 9 eingesetzt, der die unterschiedlichen Zuglängen ausgleicht. Dafür wird das Schaltkabel einmal im Shiftmate gerollt und dadurch umgeleitet, bevor es in das Schaltwerk eingeführt wird. Als Kassette kam die 11fach Sunrace 11-50 zum Einsatz. Sie ist relativ günstig, hat aber auch einen hohen Verschleiß.

Aufbau mit Shimano XT, Sunrace und Shiftmate 9

Installation: Diese ist relativ einfach und für erfahrene Schrauber keine Herausforderung. Und mit ein bisschen Geduld auch für alle anderen. Einzig die richtige Kabelführung im Shiftmate kann etwas fummelig sein. Ich habe den Shiftmate hinten direkt vor dem Schaltwerk eingebaut.

Shiftmate 9 mit Shimano XT

Schaltperformance: Die Einstellung der Schaltung erfolgt an der Einstellschraube am Schaltwerk. Durch den Shiftmate ist das aber manchmal etwas schwergängig. Die Schaltung an sich ist aber einfach einzustellen. Ich vermisse aber an der Shimano XT die Möglichkeit den Schaltkäfig für die Montage festzustellen, so wie es bei den SRAM Schaltwerken Standard ist. Dennoch hat diese Kombination sich beim winterlichen Trainingswochenende im Spessart und später auf dem wilden Ritt durch den marokkanischen Atlas bewährt. Leider hat ein Steinschlag dann das ganze beendet und ich musste es austauschen.

Ein Steinschlag in Marokko beendete die Shiftmate/XT Kombi // Bild: Salsalette Tobias Köpplinger

Bewertung: Gute Performance, wenn auch „kompliziertere“ Kombinationen von Marken und Modellreihen. Mit dem Shiftmate kommt natürlich ein zusätzliches Teil ins Systems, welches gleichzeitig auch eine potentielle Fehlerquelle sein kann. Aber es hat trotz extremer Verschmutzung und Beanspruchung gut funktioniert. Allerdings war der Schaltzug im Shiftmate nach ca 3.500km leicht aufgerieben.

Kosten:

  • XT Schaltwerk – 75 Euro
  • Shiftmate 9 – 34 Euro
  • Sunrace Kassette 11-50 – 73 Euro

Gesamt: 182 Euro (ohne SRAM Rival Shifter)

Gewicht:

  • XT Schaltwerk – 275g
  • Shiftmate 9 – 17g
  • Sunrace Kassette 11-50 – 512g

Gesamt: 804g

 

Variante 2: Roadlink Kombo

Nachdem ein Stein in Marokko meiner erfolgreichen Shimano XT Mullet Kombination ein jähes Ende brachte, habe ich das zum Anlass genommen, um eine neue Idee auszuprobieren. Ich hatte ohnehin noch ein SRAM Rival 1 Type 3.0 Schaltwerk 11-fach rumliegen und nachdem ich das XT Schaltwerk nicht mehr reparieren konnte, beschloss ich dieses Schaltwerk anzubauen.

Good bye XT, hello Rival!

Ich weiß, dass das SRAM Rival 1 Schaltwerk durchaus 11-46 ohne weitere Hilfsmittel schaltet. Tobias fährt so an seinem Fargo. Aber eine 11-50 schafft die Rival nicht ohne Hilfe. Und diese Hilfe heißt Roadlink.

Der Roadlink von Wolf Tooth

Ja, eigentlich ist der Roadlink nur für Shimano Road Schaltwerke gedacht, aber ich habe das mal ignoriert. Der Roadlink Adapter von Wolf Tooth ist im Kern eine einfach Verlängerung des Schaltauges und setzt das Schaltwerk etwas tiefer. Dadurch ist es möglich, mit einem normalen Schaltwerk größere Kassetten schalten zu können. Dabei muss man natürlich die Schaltwerkskapazität beachten, also die „größte mögliche Differenz an Zähnen zwischen dem kleinsten und größten Ritzel, die ein Schaltwerk verarbeiten kann“ (Wikipedalia).

Installation: Einfach den Roadlink an das Schaltauge schrauben (gerne mit etwas Locktide), dann daran das Schaltwerk anbringen. Fertig. Nach ein paar Kilometern sollte man aber nochmal die Roadlink Schraube nachziehen.

Einfache Installation des Schaltwerks

Schaltperformance: Das Schalten war ok, aber nicht so gut wie bei der XT. Das kann natürlich daran liegen, dass eben der Roadlink nur für Shimano Road Schaltwerke gedacht war und in diesem sensiblen Ausrichtungsbereich die Rival dann nicht optimal mit der Sunrace Kassette (11-50) zusammengearbeitet hat. Ich habe dann aber mit der B-Skrew (die Schraube, mit der man den Abstand des Schaltwerks von der Kassette einstellt) und etwas Geduld eine ganz brauchbare Performance hinbekommen. Was mir nicht so gelungen ist, war die richtige Kettenlänge. Eine 116er Länge war etwas zu lang. Gekürzt um 2-3 Glieder zu kurz. Zudem verändert sich das System dann, wenn die Kette sich gelängt hat. Ich habe aber auch nicht besonders viel Zeit darauf verwendet hier genau zu arbeiten, auch weil ich einfach ein System brauchte, dass halbwegs funktionierte. Und das tat es durchaus gut.

Schaltete gut, aber könnte besser…

Bewertung: Es war ok, das Schalten könnte aber etwas präziser und knackiger sein. Ich konnte damit meine Trainings und Touren fahren, aber mir war klar, dass es erstmal nur eine Übergangslösung war. Dabei habe ich es aber richtig belasten und alles ohne Probleme schalten können. Grundsätzlich halte ich den Roadlink für ziemlich gut und ein prima Tool, um mehr Kapazität aus Road-Schaltwerken zu holen. Er funktioniert auch mit der Rival, aber würde vermutlich mit einer Ultegra, Dura-Ace oder 105er noch besser arbeiten.

Kosten:

  • Rival Schaltwerk – 90 Euro
  • Roadlink – 24 Euro
  • Sunrace Kassette 11-50 – 73 Euro

Gesamt: 187 Euro (ohne SRAM Rival Shifter)

Gewicht:

  • Rival Schaltwerk – 272g
  • Roadlink – 17g
  • Sunrace Kassette 11-50 – 512g

Gesamt: 801g

 

Variante 3: Das ukrainische Stahl-Wunder

Wenn man sich mit Mullet-Schaltungen beschäftigt und dabei Wert auf Design, Gewicht und maximale Bandbreite legt, kommt man nicht an den Produkten von Garbaruk vorbei. Das ukrainische Unternehmen hat sich einen Namen in der Herstellung von besonders leichten und haltbaren Stahl-Kassetten und Schaltungszubehör gemacht. Zudem sehen diese auch sehr stylisch aus. Allerdings sind sie auch teuer, doch haben sie einen Vorteil: mit Garbaruk umgeht man die Road-MTB Kombinationsprobleme und kann auf zusätzliche Helfer komplett verzichten. Und erreicht eine sehr knackige und präzise Schaltperformance.

Garbaruk mit wenig Gewicht und viel Performance

Dafür installiert man nur die Garbaruk Schaltkäfige und Rädchen (separat und in verschiedenen Farben für Shimano oder SRAM Schaltkörper erhältlich) am Schaltwerk und kombiniert dieses dann mit einer Garbaruk 11fach Kassette, die eine Breite von 10-50 oder 10-48 hat. Damit erweitert sich nochmal deutlich die Übersetzungsbreite und es bietet sich mit dem 10er Ritzel ein Gang fürs Ballern und mit dem 48er bzw. 50er Ritzel ein Gang für alle Fälle in den Bergen. Allerdings braucht es dafür ggf. den Umbau des Naben-Freilaufkörpers von Shimano auf XD.

Garbaruk 10-48er Kassette und Gewichtsangaben

Installation: Hier ist etwas Erfahrung nötig, auch wenn Garbaruk ziemlich gute Tutorials dafür bietet. Zuerst muss vom alten Schaltwerk der Käfig abgebaut werden und der Garbaruk Käfig installiert werden. Dabei kommen auch die Garbaruk Rädchen mit 12/16 Zähnen (bei SRAM) zum Einsatz. Der Schaltkäfig ist wichtig, da er quasi das Schaltwerk tiefer setzt, ohne es tiefer zu setzen und so ein 48er oder 50er Ritzel mit genug Abstand ansteuern zu können. Hier aber bei der Installation auf die richtige Federspannung des Käfigs achten.

Anschließend muss man den Naben-Freilaufkörper auf XD umbauen (geht eigentlich auch einfach) und installiert dann die Garbaruk Kassette der Wahl. Ich habe mich erstmal für die 10-48er entschieden, da ich erstmal ausprobieren möchte, wie haltbar die Kassetten wirklich sind.

Die 10-48 Kassette braucht einen XD Freilauf

Ist alles getauscht und angeschraubt setzt man das Hinterrad einfach ein und stellt die Schaltung ein. Das geht einfach und problemlos. Als Kette habe ich bei einem 30er ovalen Kettenblatt vorne und der 10-48er Kassette hinten eine Länge von 118 Gliedern gewählt, die sehr gut funktioniert.

Schaltperformance: Ich mach es kurz: Ein Traum. Dafür muss man aber sich etwas Zeit zur Einstellung nehmen und schauen, dass die Kette optimal die Rädchen umschlingt (und dadurch nicht rutscht beim Antritt) und der Schaltkörper nah an der Kassette steht. Einmal eingestellt schaltet die Rival/Garbaruk schnell, präzise und reibungslos – selbst unter Last. Die 10 Zähne entfalten ihre volle Leistung und die 48 Zähne haben mich bei den Orbit360 immer wieder aus kniffligen oder steilen Situationen gerettet.

Bin auf die Haltbarkeit gespannt

Nun bin ich gespannt, wie lange die Kassette und Kette halten. Ich werde nach 2.000km die Kette tauschen. Und dann mit zwei Ketten im Wechsel nach jeweils 2.000km fahren. Mein Ziel: die Kassette ca. 8.000km zu fahren. Der Preis von 200 Euro für die Kassette scheint auf den ersten Blick hoch zu sein, aber vergleichbare Kassetten von SRAM kosten ebenfalls soviel, wenn nicht noch mehr (bei 12fach) und können auf eine durchaus gute Lebensdauer verweisen. Und für das Geld bekommt man eine sehr leichte und aus einem Stück gefräste Kassette aus Stahl (das größte Blatt ist Alu).

Das aktuelle Mullet-Setup mit Garbaruk, XT Kurbel und 32er Absolute Black ovalem Kettenblatt

Bewertung: Mein Favorit, wenn es um mechanische Mullet-Schaltungen geht. Ich bin sehr vom präzisen Schalten, der recht einfachen Installation (mit etwas Übung) und dem Konzept Garbaruk angetan. Nun bleibt abzuwarten, wie die Haltbarkeit ist und ob dieses Gesamtpaket den recht hohen Anschaffungspreis rechtfertigen. Bislang ein klares Ja.

Kosten:

  • Rival Schaltwerk – 90 Euro
  • Garbaruk Schaltkäfig – 55 Euro
  • Garbaruk Schaltkäfig Röllchen – 58 Euro
  • Garbaruk Kassette 10-48 – 200 Euro
  • XD Freilaufkörper – 35 Euro

Gesamt: 438 Euro (ohne Rival Shifter)

Gewicht:

  • Rival Schaltwerk mit Garbaruk Schaltkäfig (42g) & Garbaruk Schaltkäfig Röllchen (20g) – 265g
  • Garbaruk Kassette 10-48 – 295g

Gesamt: 560g

Hinweis: Es ist auch möglich, ein Schaltwerk mit Garbaruk Schaltkäfig und Röllchen mit einer normalen MTB-Kassette, wie einer Sunrace oder Shimano XT oder SLX, zu fahren. Es muss also nicht eine teure Garbaruk Kassette sein. Allerdings weist Garbaruk darauf hin, dass dann die Schaltperformance eventuell nicht ganz optimal ist.

 

Weitere Mullet-Möglichkeiten

Wenn ihr euch mit diesem Thema intensiver beschäftigen möchtet, dann findet ihr hier zwei interessante Videos von Path less Pedaled, die einige mögliche Mullet-Kombinationen ausprobiert haben:

 

Zudem haben die Kollegen von Bikepacking.com ebenfalls eine Übersicht zum Thema gemacht, die praxisnah zeigt, was heute möglich ist:

@ Bikepacking.com

Und zudem findet ihr eine halbwegs aktuelle Übersicht der im Markt erhältlichen Wide-range Kassetten fürs Bikepacking:

@ Bikepacking.com

 

11 Comments

  • Martin Blank sagt:

    Kurzer Klugscheißermodus: Mit 500% meinst du die Bandbreite. Die Entfaltung ist ja der zurückgelegte Weg pro Kurbelumdrehung.

    Ansonsten danke. Ich lese deine Technikthemen immer gerne. Sind im positiven Sinn immer so schön “Bikenerdig” 😉

  • Volker sagt:

    Hallo Martin,

    wirklich schöne Übersicht! Ich denke man sollte zumindest die Alternative der Rohloff Nabenschaltung noch erwähnen, auch wenn die im klassischen Sinn sicherlich keine “Mullet” Schaltung ist, aber es entscheiden sich doch immer mehr Leute dafür, nicht nur für lange Touren, so auch ich. Zugegebenermassen habe ich mich sehr zögerlich darauf eingelassen. Doch die immer wiederkehrenden Berichte von Steinschlag (siehe oben 😉 oder abgerissenen Schaltwerken gerade auf so extremen Strecken wie dem Atlas und hohem Verschleiß, lassen mich das bisschen Mehrgewicht von ca. 500 Gramm gern akzeptieren. Auch bei mir hat sich beim Mountain Biken in den Alpen die Kette schon mal um die Schaltung gewickelt, das passiert Dir mit der Rohloff nicht ;-))

  • Volker sagt:

    Nachtrag: … der leichteste Gang entspricht auf meiner Rohloff 30-50, also auch in dem Bereich TOP!

  • Guido Merkle sagt:

    Hi, danke Volker für den Hinweis auf die Rohloff. Fahre ich auch, sogar mit Dropbar. Bis auf das hinzunehmende Mehrgewicht schlägt die Rohloff m.E. die Mulletvarianten deutlich… LG Guido

  • Volker sagt:

    Natürlich mit Dropbar 😉 haben viele aber gar nicht auf dem Plan, daher ist die Rohloff (natürlich auch aufgrund des Preises) immer noch ein klares Nischenprodukt, allerdings nicht mehr ganz so eng wie früher, wo sie nur von Reiseradlern und Vielfahrern im Alltagsbetrieb eingesetzt wurde. Besonders gern fahre ich damit durch hohes Gras, dann freue ich mich, dass ich anschließend nicht eine halbe Stunde das Gras aus der Kettenschaltung puhlen muss :-)))

  • Jason sagt:

    “…Vorne kleinere Blätter (34, 32,30 oder gar 28) einzubauen ist manchmal nicht möglich, weil die Rahmengeo das nicht zulässt, die Innenlager in ihrer Breite (68 bis 70mm) auf Road ausgerichtet sind und nicht auf MTB (73mm) und entsprechende MTB-Kurbeln dann nicht einsetzbar sind. (Korrigiert mich bitte, wenn ich das falsch sehe oder etwas übersehe)….”

    – wie kommst Du denn darauf?

    Man kann doch ohne Probleme eine MTB-Kurbel an einem Tretlagergehäuse mit 68mm bzw in Kombination mit einem 68er-BSA Innenlager (+Spacer!) verwenden!

    Und, wieso sollten kleinere Kettenblätter wg der Rahmengeometrie teilweise nicht möglich sein (- das Problem liegt bei manchen Rahmen manchmal bei der Kompatibilität mit größeren Kettenblättern!)?

    Grüße! Jason

    • hallo Jason,

      ja, guter Hinweis. Das mit den Spacern ist in der Tat eine Möglichkeit. Hatte ich nicht auf dem Schirm (würde ich auch nicht machen, obwohl es möglich scheint).

      Und ja, die Beschränkungen sind eher in der Größe eines Kettenblattes. Da hast du recht. Ich meinte das irgendwo gelesen zu haben, dass beispielsweise mein Fargo nach unten auf 22 oder 24 beschränkt ist.Und nach oben bis max 34/36.

      Danke für die Ergänzung!

      Viele Grüße,
      martin

      • Jason sagt:

        Hallo Martin,
        warum wolltest du keine Spacer bei einem 68er Tretlagergehäuse einsetzen wollen?
        Ist doch ganz üblich, dass man Spacer (handelt sich ja nur um paar mm) nimmt. An meinen beiden Reiserädern war das nie eine Frage oder dann auch “Problem” in der Praxis.
        Zu dem von dir erwähnten SRAM Rival (oder Force) Schaltwerk (lange Ausführung):
        dieses ist ja “offiziell” als bis 42 angegeben – bist du dir sicher, dass man dieses tatsächlich bis 46 (ohne Umbau oder roadlink) problemlos einsetzen kann?
        Grüße! jason

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