Mein Riemen und ich: 3.000 km mit dem Gates Carbon Drive

Mein Riemen und ich: ein Fazit nach 3.000 km mit dem Gates Carbon Drive

Vor ein paar Tagen hat der Globetrotter Sven Marx ein Bild von seiner aktuellen Tour gepostet, wo sein Riemen einen kleinen Riss aufweist. Und bevor jetzt alle schon sich in der fehlenden Haltbarkeit des Riemenantriebs bestätigt fühlen: sein Riemen ist seit 27.500 km im Einsatz. Eine beeindruckende Referenz also.

Oder Kamran, der mit Riemen und Pinion schon über 10.000 km durch Süd- und Mittelamerika gefahren ist, beides kaum oder gar nicht gepflegt hat und es immer noch läuft.

Der Riemenantrieb ist also schon lange nix mehr nur für hippe City-Bikes, sondern auch eine gute Alternative zur Kette auf harter und langer Tour.

Ein Riemen taugt heute auch für die große Tour

Als ich aus Patagonien wiederkam, wurde in meinem Rahmen ein leichter Riss entdeckt. Da hatte der Transport des Rades im Flugzeug seine Spuren hinterlassen.

Ich nutzte diese Chance, um auf Riemenantrieb umzurüsten. Bei der Reparatur lies ich dann gleich ein Rahmenschloss einbauen und den Antrieb auf Gates Carbon Drive umbauen. Das war mit ca. 460 Euro zwar nicht ganz billig, aber es hat sich aus meiner Sicht gelohnt: einen solch wartungsarmen und pflegeleichten Antrieb hatte ich bislang noch nie.

Riemen und Rohloff – für mich die perfekte Kombination

Hinweis: nicht jeder Rahmen ist Riemen-geeignet. Bei Gates auf der Website gibt es daher eine Liste der zertifizierten Rahmen, die offiziell von Gates für den Riemenantrieb zugelassen sind.

Hier mal die Kosten im Überblick:

  • Einbau Rahmenschloss à 150 Euro
  • Gates Riemenscheibe Center Track LK 55 Zähne à 115 Euro
  • Gates Ritzel für Rohloff 22 Zähne à 86 Euro
  • Rohloff Gates Ritzelträger à 23 Euro
  • Gates Carbon Drive Riemen à 89 Euro

Nicht aufgeführt sind hier die Kosten für das neue Lager und die neue Truvativ-Kurbel, was mit der Umrüstung auf Riemen einherging. Die Kosten dafür lagen bei insgesamt 185 Euro.

 

Mein Riemen und ich = große Liebe!

Seit 3.000 km fahre ich nun den Gates Riemen in Verbindung mit der Rohloff und bin schwer angetan. Das Beste ist natürlich die Wartungsarmut. Ab und zu etwas Wasser drauf und den Dreck abmachen – das reicht. Manchmal bürste ich den Riemen auch mal aus, aber das eher selten. Ansonsten läuft er unauffällig, macht seinen Job und es gibt nichts zu meckern.

Dreck macht ihm nix aus

Spricht man über Riemenantrieb, gibt es oft zwei Vorurteile:

1. der Riemen muss nach Ausbau des Hinterrades immer neu nachgespannt werden und

2. Er ist nicht so steif wie eine Kette.

Beides ist so aus meiner Sicht nicht richtig.

Bei der Riemenspannung kann ich keine Probleme beim Ein- und Ausbau des Hinterrades feststellen. Einmal eingestellt (mittels verschiebbare OEM Platte), erreiche ich beim Einbau ohne Probleme wieder die richtige Spannung. Dafür drücke ich lediglich – wie bei der Kette auch – das Hinterrad beim Einbau etwas nach hinten. Das reicht völlig. Für eine eventuelle Nachjustage habe ich rechts und links Spannschrauben, die dann das Rad samt OEM Platte verstellen. Benutzt habe ich das aber noch nie.

Mit diesen Schrauben wird die Riemenspannung nachgestellt

Die richtige Spannung lässt sich einfach mit Druck auf den oberen Riemen feststellen: dieser sollte nicht mehr als 5 mm nachgeben. Alternativ kann man sich auch die Gates Spannungsmess-App runterladen und diese dann verwenden.

Beim Fahren kann ich keinen Unterschied zur Kette feststellen, außer das der Riemen sich nicht längt. Manch einer berichtet beim Antritt von einem weicheren Gefühl im Vergleich zur Kette. Aber auch das kann ich nicht bestätigen. Der Carbon Riemen ist sehr hart und direkt, wie eine Kette.

Einmal ist mir beim Fahren ein Stock in den Riemen gekommen. Dieser hat den Riemen bei voller Fahrt wie eine Kette abgehebelt. Allerdings wurde er dabei nicht weiter beschädigt. Anschließend musste ich die zermahlenen Holzstücke aus dem Tretkranz kratzen. Dann habe ich den Riemen wieder aufgezogen und bin weitergefahren.

Ein Stock ist in meinen Riemen gekommen

Richtig gespannt läuft der Riemen völlig unauffällig. Einzig wenn es sehr nass und dreckig ist, fängt mein Riemen an zu knacken. Dies aber auch nur, wenn ich ihn mit weniger Last bewege. Sobald ich den Riemen aber mit Wasser gereinigt habe, ist das Geräusch weg. Im Trockenen läuft der leise und ruhig. Einige Riemen-Fahrer berichten von quietschenden Geräuschen während der Fahrt. Bei mir ist das bislang noch nicht vorgekommen. Sollte es passieren, hilft wohl Babypuder ganz gut, um die Feuchtigkeit zu binden, oder man bürstet den Riemen aus und spült ihn noch mal ab. Fahrradreinigungsspray verträgt er ganz gut. Das hilft oft auch bei der Wäsche.

 

Fazit: Ich will nicht mehr ohne!

Ich liebe den Riemen-Antrieb und möchte am Reiserad nicht mehr auf ihn verzichten. Er ist pflegeleicht, wartungsarm und widerstandsfähig, bei einer hohen Lebensdauer. Diese Vorteile überwiegen die im Vergleich zur Kette hohen Anschaffungskosten. Allerdings läuft ein Riemen bei normaler Pflege und Nutzung auch um die 30.000 km.

Nicht ohne meinen Riemen – am Reiserad

Eine Kostenübersicht

290 Euro fallen für einen kompletten Tausch von Riemen, Kranz und Ritzel an. Bei 30.000 km sind das pro tausend Kilometer 10 Euro Kosten (bei 20.000 km wären es 14,50 Euro pro tausend Kilometer).

Im Vergleich dazu liegen die Kosten bei einer Kettenschaltung wie folgt: alle 5.000 km neue Kette und Ritzel. 60 Euro Kosten pauschal für Verschleißset Shimano XT 10fach Kette und Kassette. Alle 15.000 km neue Kettenblätter. 65 Euro Kosten pauschal für ein 3fach Shimano XT Set (22, 30, 40 Zähne). Insgesamt fallen auf 30.000 Kilometern 490 Euro an. Damit kosten tausend Kilometer 16 Euro (bei 20.000 km wären es 15,25 Euro pro tausend Kilometer). Und das Öl ist nicht eingerechnet 😉

Beispielrechnung Riemen vs. Kette

Bei 9fach Verschleißsets (Annahme SRAM für 36 Euro pro Set) und 9fach Kettenblätter Modell Shimano Deore (44,32,22 – 37 Euro zusammen) fallen auf 30.000 Km insgesamt 290 Euro an, was 10 Euro pro 1.000 km Kosten sind.

Ich merke an, dass die 5.000 km pro Kette ein Mittelwert sind. Natürlich laufen Ketten auch wesentlich länger und dann verschiebt sich das Kostenverhältnis entsprechend. Wie lange eine Kette hält, liegt aber oft am individuellen Fahrstil und der Häufigkeit der Pflege. Meine Ketten halten meist um die 5- bis 6.000 km. Dann fangen sie an zu rutschen, auch weil die Ritzel durch sind.

Ob Dreck oder Schlamm – der Riemen hält vieles problemlos aus

Pro & Con Riemenantrieb

Vorteile

  • Sehr Pflegeleicht
  • Sehr Wartungsarm
  • Geringes Gewicht
  • Hohe Lebensdauer
  • Gute Widerstandsfähigkeit
  • Gutes Preis/Leistungsverhältnis

Nachteile

  • Rahmen benötigen besonderes Schloss und Zulassung
  • Hohe Anfangsinvestition bei Umrüstung
  • Ersatzriemen darf nicht gefaltet oder geknickt werden, was den Transport erschwert
  • Einbau manchmal fummelig
  • Spannungsbedarf fordert zusätzliche Konstruktionen am Hinterrad (Spannschrauben) oder verstellbare Tretlager
  • Höhere Empfindlichkeit als eine Kette: hier muss man etwas mehr auf den Riemen achten, als auf eine Kette, da dieser leichter zu beschädigen ist.
  • Gehen auf Tour außer dem Riemen der Kranz oder das Blatt kaputt, ist man ohne Ersatz aufgeschmissen (kann man aber mitnehmen)

Riemen oder Kette?

Diese Diskussion wird sehr leidenschaftlich geführt. Lasst euch dadurch nicht verunsichern: wichtig ist, dass man prima mit beiden Systemen fahren kann. In jedem Fall sind beide für eine Radreise mehr als geeignet und tauglich. Und wenn ihr mal die Möglichkeit habt, dann probiert gerne den Riemen-Antrieb aus.

Meine Riemen-Bilanz als Video

Hier findet ihr noch weitere Artikel und Diskussionen rund um das Thema:

 

32 Comments

  • Dominik sagt:

    Lieber Martin, ich kann dir nur beipflichten. Ich fahre Pinion und Gates, und das seit fast genau 15’000 km; dieses Velo habe ich nun seit März 2015. Der Riemen selbst zeigt noch keine Verschleisserscheinungen. Die Scheiben hinten und vorne sind leicht abgenützt, was aber überhaupt nicht stört. Der nächste Jahresservice wird im Februar 2018 sein – ich bin gespannt, was dann der Fachmann sagt. Ich reinige den Riemen 4 bis 5 Mal jährlich bzw. dann, wenn er leicht zu quietschen beginnt. Das geschieht mittels lauwarmem Seifenwasser und einer Bürste. Das stetige Rauswaschen von Staub und Sand verlängert die Lebensdauer auf jeden Fall.

    Fazit: Ich möchte nichts anderes mehr!

    Gute Fahrt weiterhin, nimmt mich wunder, wie lange dein Riemen hält.

  • sylvio sagt:

    Hallo Martin
    ich habe ein Surly Ogra und speile mit dem Gedanken das Rad auf Riemen umzurüsten. Nun frage ich mich: Wie gross ist der Aufwand, den Riemen nach jedem Ausbau des Hinterrades wieder in richtiger Spannung zu bringen? Das Surly hat ein horizontales Ausfallende mit der Möglichkeit zum Spannen!

    • Hallo Sylvio,

      ich bin mir nicht sicher, ob das Ogre einen teilbaren rahmen hat, sodass du den Riemen einbauen kannst.
      Beim ECR geht das. Und die Spannung müsstest Du, wenn kein OEM verbaut wird, was beim Surly eher nicht der Fall ist, dann händisch wie bei einer Kette einstellen. Einfach das Hinterrad entsprechen nach hinten ziehen und dadurch den Riemen spannen.

      Aber da gibt es bestimmt von Surly noch ein paar Hinweise und Tricks. Frag die doch mal danach.
      Vorher aber checken, ob das Ogre ein Rahmenschloss hat.

      Viele Grüße,
      martin

  • Simon sagt:

    Nicht zu vergessen, dass man auf einer langen Tour kein Fett und sonstiges mitschleppen muss und man sich nicht schmutzig macht. Wenn die ganzen Skeptiker einen Tag mal Riemen fahren würden, würden sie danach auch nie wieder etwas anderes wollen. Das Gefühl, voll beladen nach ein paar tausend Kilometern vollkommen geräuschlos über eine gute Straße zu gleiten, ist großartig.

  • E-H. Reinhard sagt:

    Hallo,

    meine Erfahrung mit Riemen sind gemischt.

    Ich fahre ein Pinion P1.18 Getriebe, ursprünglich mit Riemen. Ich hatte das Gefühl, dass der Riemen zäh läuft und deshalb Kette montiert. Das Rad ging danach gefühlt nur geringfügig leichter. Meine Durchschnittsgeschwindigkeit ist auch nur ganz leicht gestiegen.

    Beim Fahren ist der größere Kraftaufwand mit Riemen nicht spürbar, aber zeitlich messbar.
    Ich kann jedem nur raten, es selbst auszuprobieren.

    Durch den Umstieg auf Kette spare ich jede Woche fast eine Stunde Fahrzeit auf 317 km. Ich finde das enorm.

  • E-H. Reinhard sagt:

    Hallo,

    ich bin froh, dass Sie freundlich antworten, überall, wo jemand wagt, etwas gegen Riemen zu sagen, wird es gleich ziemlich unfreundlich. Danke.

    Der Mensch glaubt, was er glauben will und glaubt fast alles, was die Riemenindustrie uns erzählt. Da wird eine Kettenschaltung mit Riemenantrieb verglichen und von einer rasselnden Kette gesprochen.

    Mein Rad ist durch die Umrüstung auf Kette nicht lauter geworden, aber schneller.

    Drehen Sie mal Ihre Kurbel rückwärts, was denken Sie, was da so bremst? Wenn man eine Kurbel mit Kette rückwärts dreht, geht es ganz leicht. Oder warum schiebt sich Ihr Rad rückwärts schwerer als vorwärts?

    Die ganzen Fachzeitschriften orientieren sich an den beschönigten Aussagen der
    Dass der Kettenantrieb effektiver ist, geben sogar die Riemenhersteller „retouschiert“ zu. Das wird so geschickt umschrieben, dass man glaubt, der Riemen wäre genauso gut oder besser.

    Es gibt nicht viele Wirkungsgradvergleiche, aber in amerikanischer Labortest wird bescheinigt, dass die Kette unter allen Bedingungen effizienter arbeitet.

    Der komplette Antrieb von Rohloff dürfte unter 80 Euro kosten. Probieren Sie es doch einfach mal aus, Sie werden staunen, wie leicht Ihr Rad hinterher geht.

    Ich bin mir ganz sicher, dass Sie auf Ihrer 3000-km-Tour mit Kette einen Tag +/- früher angekommen wären.

    • Hallo,

      hast du einen Link zu der amerikanischen Studie? Das wäre doch mal interessant.

      Ich bin vorher Rohloff mit Kette gefahren. Ca. 12.000 km. Und dann habe ich auf Riemen umgerüstet und kann ehrlicherweise keinen Unterschied feststellen.

      Aber ich finde das mal interessant!

      Viele Grüße,
      martin

  • E-H. Reinhard sagt:

    Hallo

    Link hab ich keinen, ich hab nach Wirkungsgrad gegoogled und irgendwo einen Auszug aus dem Test gefunden.

    Gemerkt habe ich beim Schieben rückwärts, dass es schwerer geht als vorwärts und das kann nur der Riemen sein. Das kannstdu selbst ausprobieren an deinem Bike.

    Beim Fahren hab ich auch nicht wirklich was gemerkt, mit Kette war ich „nur“ 1 km schneller, das merkt man beim Fahren nicht. Aber bei bei 317 km/Woche macht der kleine Unterschied aber fast eine Stunde aus.
    Hochgerechnet aufs Jahr habe ich mit Kettenantrieb praktisch über eine Woche mehr Urlaub.

  • E-H. Reinhard sagt:

    Hallo,

    ich habe Ihren Bericht nochmal etwas genauer gelesen.

    Wegen des Stockes in den Riemen melde ich mich nochmal.

    !!! Ich würde Ihnen dringend raten, einen neuen Riemen zu montieren !!!

    auch Gates schreibt einen Riemenwechsel bei Fremdkörpern vor.
    Einem Bekannten ist bei 1600 km der Riemen ohne Vorwarnung gerissen, relativ schwerer Sturz. „Angeblich“ war ein Vorschaden oder Fremdkörper Schuld.

    Ihre Kostenrechnung kann ich auch nicht ganz nachvollziehen.

    Sie sind 3000 km gefahren, schreiben aber von einer Haltbarkeit von 30000 km.
    Sie vergleichen die Kosten von Riemenantrieb mit den Kosten für einer 9-fach Kettenschaltung.
    Bei Nabenschaltungen halten Kette locker 10000 – 15000 km.
    Das vordere und hintere Ritzel plus Kette bei Rohloff kosten zusammen weniger als ein Riemen.

    Meine Kette ist schon über 8000 km drauf und es läuft noch. Und 40 Stunden weniger Fahrzeit sprechen auch für sich.

    In Ihrem Interesse: Wechseln Sie Ihren Riemen.

    • Alles gut. Ich fahre den Riemen bis er kaputt ist. Die 30.000 km beziehen sich auf Felderfahrungen bei Kamran und Sven. Steht ja auch im Text gleich zu Beginn. 😉

      Ob Kette oder Riemen: beides hat Vor- und Nachteile und jeder wie er mag. Ich finde den Riemen besser. Fahre aber auch Kette. Hauptsache Radfahren.

      Viele Grüße
      Martin

  • Klaus sagt:

    Hallo Martin,

    danke für den sehr interessanten und informativen Blog. Nach vielen Wochen des Überlegens und einer Menge „Googeln“ bin ich auf folgendes Video auf Youtube gestoßen. Auch wenn die Versuchsanordnung sehr strengen Ansprüchen eventuell nicht genügen sollte zeigt es m.E. nach schon, dass beim Kraftaufwand zwischen Riemen und Kette ein Unterschied bestehen könnte.

    https://www.youtube.com/watch?v=zr1F_cV8ZyI

    Ob dieser wirklich so relevant ist, dass er die Vorteile eines Riemens aufwiegt, hängt natürlich von einigen weiteren Umständen ab.

    Ich habe mit vorerst mal für eine Pinion mit Kette entschieden, dass regelmäßige „Reinigen und Schmieren“ gehört für mich einfach dazu. Aber wer weiß, vieleicht wechsele ich ja doch mal noch auf einen Riemen.

    Und wie Du schon schreibst, „HAUPTSACHE RADFAHREN“.

    Viele Grüße,
    Klaus

    • Hallo Klaus,

      ja, das Video und das Thema kenne ich. Warte mal ab 😉

      Interessant finde ich überhaupt diese Diskussion, da mir nicht bekannt ist, dass irgendwann mal jemand gesagt hat, dass der Riemen leichtläufiger als die Kette sein.

      Aber wie gesagt: bleib gespannt, bin am Thema dran.

      Und eine Pinion mit Kette ist doch sehr klasse! Bin ich auch schon gefahren und ich finde die einfach richtig gut.

      Viele Grüße,
      martin

  • Jeff sagt:

    Hallo Martin
    Ich habe dieselben Erfahrungen wie Du gemacht und will nun auch nicht mehr ohne Riemen leben. Als ich mir vor zwei Jahren ein neues Fahrrad gekauft habe, sollte es so wenig Wartungsintensiv sein wie möglich. Ich fahre monatlich ca. 600 km. Und der sandige Boden des Rhein-Main Gebiets hat eine Menge Dreck auf meinem Arbeitsweg in der Kette hinterlassen so das der Wechsel zu einem Riemen schnell feststand. Auch wenn ich Nabenschaltungen gegenüber etwas kritisch eingestellt war, so musste ich mich doch von meiner Kettenschaltung verabschieden. Es wurde dann eine Riemen / Rohloff Kombination.
    Bis heute habe ich keinen einzigen Tag bereut, und auch die Nabenschaltung hat mich vollends überzeugt. Alle zwei Wochen wird das Fahrrad etwas mit Wasser und Bürste geputzt und mehr Wartung bedarf es nicht. Mit Schrecken denke ich an die Reinigungsaktionen meines alten Fahrrads zurück, die sich meistens zu einer rissigen Sauerei entwickelt haben.
    VG Jeff

    • Hallo Jeff,

      ja, ich bin auch überzeugt. Und gespannt, wie lange das Gesamtsystem hält. Das war eigentlich der eigentliche Grund, warum ich mir den Riemen installiert habe, um mal selber rauszubekommen, was der kann und wie lange 😉

      Viele Grüße,
      martin

      • Jeff sagt:

        Was er kann weiß ich ja mittlerweile :), auf das wie lange bin ich auch gespannt. Mein Riemen hat nun schon 13 tkm drauf und wie Dominik oben schon schreibt, zeigt auch mein Riemen noch keine Anzeichen von Verschleiß. Nur die Zahnräder zeigen Abnutzungserscheinungen. Habe bis jetzt mit einer Haltbarkeit von 20 tkm und 3 Jahren gerechnet, aber da schein wohl noch mehr zu gehen 😉
        VG Jeff

  • Holger S. sagt:

    Hallo zusammen,

    ich bin nicht so begeistert vom Riemen. Ich musste innerhalb von 20000 km 2 x wechseln lassen, 1x sogar die Kettenblätter. Alles vorschriftsmä0ig installiert, die Flucht passt und reingekommen ist auch nichts. Mit Rohloff habe ich Kette 12000 km gefahren, die Ritzel nach 2 Ketten. Da komme ich bisher mit Riemen nicht hin. Die Pflege mit Gartenschlauch ist in der Theorie gut, aber das Salz und der Sand gehen mit dem Schlauch nicht so gut weg, da braucht man noch ne Bürste und der Gartenschlauch muss ja auch erst angeschlossen werden. Ich habe bei Youtoube ein Video gefunden aus USA, der musste nach 2000 Meilen den Riemen wechseln. Von der Haltbarkeit sehe ich bei mir keine Vorteile beim Riemen, ich meine auch, dass er sich etwas zäher fährt. Und die Pflege der Kette ist so schlimm nicht. Ich warte jetzt ab, aber wenn der 3. Riemen wieder nur 7000 km hält, kommt wieder eine Kette drauf.

    • Hallo Holger,

      ja, ich bin auch gespannt. Aktuell reinige ich meinen Riemen nur mit dem Gartenschlauch und einer Bürste. Aber jetzt nicht wirklich intensiv oder genau. Ich will mal rausbekommen, was der so unter meinen Bedingungen verträgt.

      Danke für das Video!

      Viele Grüße,
      martin

  • Holger S. sagt:

    Ach vergessen. Das ist das Video, wo der Riemen nach 2ßßß km gewechselt werden musste

    https://www.youtube.com/watch?v=vudZs-ZGlWM

    Wenn bei mir der Riemen wieder hin ist, gebe ich euch Bescheid.

  • Hinze sagt:

    Moin,

    diese Seite liest sich wie eine amerikanische Werbung: „Und das ist noch nicht alles…, früher musste ich jedes Jahr 290,- Euro ausgeben, jetzt spare ich jedes Jahr xxx Dollar usw. …..“ *grins*

    Die Rentabilitätsrechnung kann ich nicht nachvollziehen.

    Sie vergleichen die Kosten für den Riemen mit den Verschleißsets einer XT Schaltung, das ist schon etwas daneben.

    Eine seriöse Rechnung vergleicht Kosten und Lebensdauer mit den Verschleißteilen für Rohloff.
    Eine gute Kette hält mit Rohloff 12-15 tsd km. Die Zahnräder halten doppelt so lange.
    Das ganze Verschleißset für Rohloff kostet nur 58,- Euro, nicht 290,- Euro.

    Bei erst 3000 km auf eine Haltbarkeit von 30000 km hochzurechnen, ist schon sehr optimistisch.
    Vor allem, wenn die Riemenscheibe schon so ausschaut wie auf diesem Bild https://i1.wp.com/www.biketour-global.de/btg/wp-content/uploads/2017/10/riemen_11.jpg?w=800&ssl=1

    Hauptsache Radfahren, egal ob mir Riemen oder Kette, das sehe ich auch so.
    Aber wer ehrlich nachrechnet, kommt darauf, dass der Riemenantrieb bei Rohloff immer teurer sein wird.
    Und die Haltbarkeit? Bei mir haben 2 Riemen etwas länger gehalten als vorher die Kette, der 3. Riemen war aber schon nach 4000 km alle und die Riemenscheiben waren dann auch fällig.

    Meine Rechnung mit der Rohloffnabe schaut so aus.
    Bei 32000 km mit Riemen habe ich 3 Riemen und einmal Riemenscheiben gebraucht, insgesamt 468,- Euro.
    Mit Kette habe ich auf 36000 km 3 Ketten und 1 ½ Zahnräder gebraucht, insgesamt 96,- Euro.

    • Hallo Herr Hinze,

      vielen Dank für Ihre Erfahrungen.
      Ja, man kann natürlich auch die Kosten nur bei der Rohloff vergleichen. Das ist durchaus eine berechtigte Anmerkung.

      Zur Riemenscheibe: keine Sorge – die war nur dreckig. Ich bin aber mal gespannt, wie lange alles durchhält. Daher habe ich mir auch Riemen installiert, um mal einen persönlichen Eindruck zu bekommen, was geht und was nicht.

      Die Hochrechnung auf 30.000 km erfolgte auf Basis von tatsächlichen Erfahrungswerten einiger Reiseradler. Letztendlich hängt es vom Fahrstil ab, inwieweit man mit seinen teilen kommt. Als ich noch mit Kette unterwegs war, musste ich diese auch nach 12k km mit Rohloff wechseln und den Kranz hinten auch gleich mit.

      Sven Marx hat nun nach 30k km nur den Riemen getauscht, aber nicht Scheibe und Kranz. Ich glaube, dass mein Riemen nicht so lange durchhält, aber mal sehen 😉

      Und das ich hier keine Werbung mache ergibt sich ja hoffentlich aus meinen Beiträgen, Differenzierungen und der Art, wie ich die Dinge in meinem Blog betrachte.

      Viele Grüße,
      martin

    • Jeff sagt:

      Hallo Hinze
      Was machst Du mit Deinem Riemen? Ich fahren nun schon über 13 tkm mit einem Riehmen und bis auf die Riemenscheiben kann ich noch keinen Verschleiß erkennen. Vielleicht kommt es auch auf die Handhabung an. Ketten und Zahnräder haben bei mir nie länger als 6 tkm gehalten. Ketten meist noch weniger.
      Bei der Rechung Riemen oder Kette muss man eigentlich noch die Arbeitsstunden mitrechnen, die man für Wartung und Pflege der Ketten investieren muss.
      VG Jeff

  • Hinze sagt:

    Moin,

    @Biketourglobal.

    Die Zähne der Scheibe sind schon ziemlich abgenutzt, das sieht man ganz deutlich. Und das nach nur 3000 km. Ich habe 32tsd km und 3 Riemen hinter mir, ich kann das beurteilen.

    Hochrechnen nach einigen fremden Erfahrungswerten? Wenn Sie jetzt meine 3 Riemen auch dazu rechnen, fällt die Hochrechnung sicher nicht mehr so gut aus. Und es gibt etliche Riemen, die nur 2-3000 km halten.

    Ja, die Forenbeiträge, die sind alle ähnlich.
    „Ich fahre das ganze Jahr…. bei jedem Wetter….ich mache überhaupt nichts ….mein Riemen hält schon seit xxx KM … der Riemen schaut aus wie neu….“
    Dann ist meist noch ein Bild von einem stark verschmutzten Riemen dabei, um die Unempfindlichkeit zu demonstrieren.

    Ich halte das alles für äußerst glaubwürdig.

    Da glaube ich diesen Reisebericht schon eher – mit Rohloff und Kette
    https://velotraum.de/velotraeumer/kundengalerie/dorothee-aus-afrika
    Ich glaube nicht, dass jemand die Frau dazu überreden kann, auf Riemen umzusteigen.

    @Jeff

    was mach ich mit dem Riemen? Fahren natürlich.

    Alle 6000 km eine Kette? Aber nicht mit Rohloff?

    Dann schau du auch mal hier nach.
    https://velotraum.de/velotraeumer/kundengalerie/dorothee-aus-afrika

    Warum sich viele über das Ketteschmieren ärgern, kann ich nicht verstehen. Wenn man Radfahren will, braucht man etliche Minuten Vorbereitungszeit, bis es losgehen kann. Für Anzeiehn, Helm aufsetzen, Rad rausholen usw. gehen im Jahr viele Stunden drauf, die niemanden stören. Aber das Viertelstündchen Ketteschmieren im Jahr soll ein Argument für Riemen sein?

    Es ist halt so, dass bei mir 3 Ketten länger gehalten haben als 3 Riemen, von den Kosten ganz zu schweigen. Möglicherweise gehe ich oder meine Parknachbarn nicht vorsichtig genug mit dem teuren Mimosen-Riemen um. Mir ist egal, warum der Riemen seinen Dienst quittiert: Hin ist hin.

    Mit Kette hatte ich die Probleme nicht, die hat immer min 12 tsd. km gehalten, und hätte auch noch länger gehalten.

    Mein erster Riemen hat ungef. 15 tsd km gehalten, der zweite 13tsd km, der dritte Riemen sah fast aus wie neu, als es nach 4000 km gerissen ist.

    Meine Euphorie für den Riemen ist weg. Und ich meine aus, dass er einiges an Kraft schluckt.

  • Irgendwie habe ich den Eindruck, dass diese Seiten stark von der Riemenindustrie gesteuert wird. Die Aussagen gleichen denen in anderen Foren. Ich kann nicht mehr ohne Kette leben.

    Untermauert wird mein Eindruck von der Aussage von martin.

    .. dafür ist er auch zu subjektiv geschrieben. Die Magazine brauchen meist einen neutralen Beitrag, der auch niemandem weh tut

    Die Erfahrungen von mir und aus unserer Fahrradgruppe sind nicht so positiv

    Riemenantrieb ist teuer und unzuverlässig. Nicht leiser als Kette. Kette hält oft länger als der Riemen.

    • Hallo Unbekannt,

      Riemenindustrie? Gesteuert? Echt jetzt?

      Und natürlich ist mein Beitrag subjektiv geschrieben, da es mein Blog ist. Das ist ein privater Blog 😉 Kein Forum. Kein Magazin.

      Ich fahre jedenfalls beides: Kette und Riemen und kann mit beidem gut fahren! Jeder wie er mag! Und du hast ja den Beitrag auch (hoffentlich) gelesen, weshalb sich eigentlich kein Grund für diese Argumentation bietet.

      Gute und sicher Fahrt dir/euch, wer auch immer du/ihr seid! 🙂

      Viele Grüße,
      martin

  • Niels sagt:

    Hallo Martin,

    interessanter Blog!

    Nachdem ich mit meinem Rennrad (2016er Canyon Inflite 7.0) schon knapp 7600km abgefahren bin (38 Kilometer Fahrstrecke Zuhause – Arbeit – Zuhause, 5x die Woche), waren Ritzel, Kette und Ritzelpacket fällig. Ich habe für alles bei der Werkstatt meines vertauens ca. 200€ hingelegt. Durch ein Firmeninternes Gewinnspiel fahre ich seit Juni 2017 nun für drei Jahre kostenlos ein Firmen-Rad, die kostenlose Wartung ist für mich dabei. Ich durfte mir ein Rad bis 2500€ aussuchen und meine Wahl fiel auf das Koga F3 6.0 mit CDX-Riemen-System von Gates an einer Shimano Inter 11 Nabenschaltung. Da ich hier keinerlei Risiko und Kosten habe, wollte ich wissen wie gut die Riemen wirklich sind.

    Wichtig für mich bei diesem Test sind die Rahmenbedingungen:

    – Fahrt bei Wind und Wetter das ganze Jahr durch
    – Niemals nur irgend eine Komponente selbst reinigen

    Ich bin bis jetzt (Stand 30.01.2018) genau 5160 km gefahren ohne Zwischenfälle sowohl seitens des Riemens als auch der Nabenschaltung. Der Riemen wird auf meiner Strecke schon gut schmutzig, vor allem im Herbst/Winter und dass obwohl ich nur Asphalt fahre. Allerdings stehen viele Bäume daneben und geben so manchen Schmutz ab. Nach einem stärkeren Regenschauer war vom CDX-Riemen wieder die blaue Innenseite zu sehen. Man sieht bereits eine leichte Abnutzung an der Innenseite der Zähne. Man sieht genau, wo die Riemenscheibe eingreift, am Rand gibt es ca 0,5mm tiefe Überstände die einem anzeigen, wie dick die Zähne einmal waren. Leider kann man hier keine Fotos posten.

    Ich bin jedenfalls sehr gespannt, wie lange der Riemen das unter diesen undankbaren Bedingungen mitmacht, zum Vergleich:

    Meine Kette am Rennrad musste immer ich 1 x Wöchentlich Ölen/Fetten, da sie bei der Arbeit den Elementen schutzlos ausgeliefert war (Fahrradständer Südseite) und relativ schnell austrocknete/rostete. Ausserdem zog sie sich immer sehr schnell wieder Sand und Staub rein, so dass nach kurzer Zeit schon ein nerviges Knirschen zu vernehmen war, was ich auch trotz 4 Wöchiger komplettreinigung der Kette nicht wegbekam, trotz einsatz einer Zahnbürste an den Ritzeln/Kette, echt nervig!

    Mein Fazit:
    Selbst wenn der Riemen nur 6000-7000Km schafft und dann schon reißt, bin ich bereits mit mir selbst im reinen darüber, dass ich nur noch Fahrräder mit Riemen fahren werde. Ich bin realist, sicher wird die Wartung mehr kosten als die Kette. Meine wichtigen Gesichtspunkte sind: Der Riemen ist witterungsunabhängig bisher immer Leise, braucht absolut keine Pflege, gerade in Kombination mit einer Narbe ein pflegeleichtes Duo welches ich nicht mehr missen möchte. Ich versaue mir meine Hose/Schuhe nicht mehr an der Kette, wenn der Schuhüberzieher nicht richtig sitzt. Dafür nehme ich auch gerne den leichten Kraftverlust hin, den die Nabenschaltung verdaut, welches mich andererseits aber mit mehr Beinmuskeln belohnt 😉

  • Gerry Heger sagt:

    Hallo Nils,

    ich glaube alles! Echt.

    Auch der Vergleich einer Rennradkettenschaltung mit einer Nabenschaltung ist absolut schlüssig.

    Sind Sie mit der 11-Gang Nabenschaltung und Riemen vielleicht auch noch schneller als dem Rennrad? Auch das würde ich glauben.

    Leute! Denkt mal nach. Mit gezielter Werbung hat das nichts zu tun.

  • Niels sagt:

    Hallo Gerry,

    Zitat: „Sind Sie mit der 11-Gang Nabenschaltung und Riemen vielleicht auch noch schneller als dem Rennrad? Auch das würde ich glauben.“

    Nein das bin ich leider nicht. Das ist auch mehreren Tatsachen geschuldet:

    1. Das Rad wiegt knapp 5kg mehr, wobei das nur beim Beschleunigen bemerkbar ist. Beim Geschwindigkeit halten dominiert nur noch die Windlast als größte Gegenkraft.

    2. Die Shimano 11-Gang-Narbenschaltung schluckt gefühlt 10% der eingegeben Kraft

    3. Die Laufräder sind schwerer (wenige Gramm Laufrad entsprechen einem Kilo mehr an Rahmengewicht). Die Laufrad-Masse muss jedesmal wieder in Bewegung gebracht werden.

    4. Der Mantel ist breiter und der Luftdruck nicht so hoch wie beim Rennrad (etwas mehr Reibung)

    5. Mein Narbendynamo läuft immer mit (nochmal gefühlt 10% der eingegebene Kraft wird hier vom System verdaut)

    Wo also bei gleichter Trittfrequenz/Gang/Übersetzung mit dem Rennrad 25km/h drin sind sind es beim Koga Riemenrad dann veilleicht 18-20km/h. Bei höheren Geschwindigkeiten dominiert eh die Windlast, da tut sich zwischen den Rädern dann nicht mehr viel.

  • Ingmar v. H. sagt:

    Hi Nils.

    das nenne man Liebe.

    Du bist mit dem neuen Riemenrad also tatsächlich 5-7 km/h langsamer! Und liebst es trotzdem.
    Das sind satte 30 %.

    8% ist der Unterschied im Luftwiderstand zwischen Trekkingrad und Rennrad.

    3% Geht für die 11-Gang-Nabenschaltung drauf gegenüber Kettenschaltung.

    1 Watt braucht ein ausgeschaltete Nabendynamo – das sind 0,66%

    Das Mehrgewicht von 5 kg mach ca. 6% aus.

    Der Rollwiderstand der Reifen macht auch nur 2-5 % aus.

    Nach deinen Angaben schluckt der Riemen rechnerisch also 8 % Leistung. Das halte ich für realistisch.

    Jedem das seine

  • M. T. sagt:

    Hallo zusammen,

    Es gibt große Unterschiede unter den Riemen.

    Markennamen und den meinen möchte ich nicht nennen, ich hoffe, das ist in Ordnung.

    Wir haben in unserer Firma Messungen gemacht und inzwischen auch viele Erfahrungen mit Riemen.

    Die Riemen ohne Führungsrinne haben spürbar weniger Reibungsverluste als Riemen mit Führungsrinne. Dort ist der Leistungsverlust gegenüber der Kette nicht so ausgeprägt. Allerdings ist die Betriebssicherheit nicht so hoch. Riemen ohne Führungsrinne können länger halten als eine gute Kette, wenn sie nicht seitlich ablaufen, was doch recht häufig passiert.

    Die Riemen mit Führungsrinne sind zwar betriebssicherer, haben aber einen spürbar höheren Reibungsverlust und Riemenscheibenverschleiß, weil der Riemen an der Führungsrinne Reibung erzeugt. Bei kräftigen, sportlichen Fahrern hatten wir schon oft, dass der komplette Antrieb nach weniger als 10000 km fällig war. Sand und Schmutz erhöht den Kraftbedarf und den Verschleiß deutlich. Wenn Niels einen Riemen mit Führungsrinne hat, der dazu noch etwas schmutzig ist, kann der Reibungsverlust sogar über 8% sein.

    • Niels sagt:

      Zitat: „Wenn Niels einen Riemen mit Führungsrinne hat, der dazu noch etwas schmutzig ist, kann der Reibungsverlust sogar über 8% sein.“

      Ja, sowohl den erhöhten Verschleiß, als auch den Reibungsverlust machen sich deutlich bemerkbar.

      Ich bin nun 5662km gefahren mit dem Riemen (Stand: 21.02.2018), er sollte zumindest noch 2000km halten um sich in Sachen Haltbarkeit gegenüber der Kette nicht der Lächerlichkeit preis zu geben. 😉

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