Göttlich: Mein neues Zelt – erster Aufbau Exped Venus II Extreme

venus exped

Exped verspricht mit dem Venus II aus seiner Pro Serie (Extreme):

„Das leichte Vielseitige: Leicht im Gewicht, leicht im Preis, leicht aufgestellt: Ein klein zu verpackendes 2-Personenzelt mit viel Vorraum auf beiden Seiten und viel Ventilation.“

Das stimmt so weit, nur der Preis war nicht ganz leicht. 😉

Ich habe es mir zu Weihnachten gegönnt, einfach, weil ich ein sehr leichtes, extrem widerstandsfähiges Zelt brauchte, welches groß genug ist und in dem sich auch mal schlechtes Wetter länger bequem aushalten lässt. Das es das kann, hat ja nicht zuletzt Christian Pries auf seiner Lapplandtour beschrieben.

Mein Ein-Mann Zelt von Wechsel, das Pathfinder ZeroG, gibt es noch und hat für Afrika gut gereicht. Aber für Island wollte ich mehr Platz haben. Und nach langem Suchen habe ich mich für das Venus II entschieden.

Leider war das Wetter bislang – ihr wisst es ja – eher bescheiden. Daher kam ich erst jetzt dazu, das Zelt mal richtig aufzubauen und näher anzuschauen.

Und dieser erste Eindruck ist sehr gut. Mein Maßstab ist immer noch das Vaude Space II. Ja, man kann die Zelte nicht wirklich vergleichen, aber im Space II habe ich mich von Anfang an wohl gefühlt. Es war gemütlich und praktisch. Seitdem das Vaude zu alt war, bin ich auf der Suche nach einem neuen „Wohlfühl“-Zelt gewesen.

Und ich glaube dieses mit dem Venus II gefunden zu haben.

So, kurz zum ersten Eindruck:

venus pack

Das Zelt gepackt ist sehr kompakt. Ich finde auch den Zeltpacksack gut, der es einem auch mal verzeiht, wenn das Ganze nicht so toll zusammengelegt ist.

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Und den Hering/Gestängesack finde ich ziemlich „schön“. Das ist zwar völlig idiotisch, einen Gestängesack schön zu finden, aber mir gefällt das „Design“, die beiden Taschen für die Erdnägel/Heringe und Ersatzleinen und das Gestänge. Und natürlich sind die Erdnägel in Orange und Rot ein Hingucker. Schade, dass sie meist in der Erde stecken. Aber sehr leicht sind sie schon mal und auch ordentlich stabil.

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Einmal verstanden lässt sich das Zelt schnell aufbauen. Sehr praktisch sind die Gestängehülsen/Laschen, die der Stange genug Fixierung geben und es auch unter Spannung leicht machen, das Gestänge einzuhaken.

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Die Gestängekanäle sind durch Zahlen (1-3) markiert, wobei die beiden langen roten Stangen in 1 und 2 kommen und die dritte, graue und kürzere Stange, im Kanal 3 für das Dach sorgt.

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Allerdings – und das finde ich doof – steht diese Stange installiert ziemlich weit über dem einen Eingang hervor. Das sieht „hässlich“ aus und man stößt sich daran. Vielleicht gewöhnt man sich aber auch irgendwann daran.

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Aufgebaut ist es etwas höher (leicht höher) als „normale“ Geodäten. Ordentlich abgespannt bringt das Zelt so schnell nix aus der Ruhe. Die Lüfter klappen automatisch an jeder Seite hoch und beim Zusammenpacken wieder ein. Beim Wechsel Pathfinder muss man diese zum Beispiel immer wieder selber aus- bzw einklappen.

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Die Reisverschlüsse sind farblich markiert – das macht es manchmal leichter. Der Zeltvorraum auf jeder Seite ist ordentlich groß. Reicht für vier Gepäcktaschen und etwas Kleinkram.

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Innen ist das Zelt geräumig, aber ehrlich: wenn das für zwei reichen soll, bin ich entweder übermäßig breit/dick, oder habe andere Ansprüche an Platz. In der Länge völlig ausreichend, ist es in der Breite dann zu zweit kuschelig. Aber alleine ein Traum.

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An allen Ecken gibt es große Taschen für Kleinkram. Am Zelthimmel ist ein großes Aufbewahrungsnetz vorhanden, dass von Lampe über alte Socken alles aufnehmen kann.

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In der Grundfläche ist es laut Hersteller 225 mal 125 cm groß. Das mess ich nicht nach, wird schon stimmen. Vom Gewicht her fallen 2,95 kg an. Das Gestänge ist aus 9 mm Flugzeugaluminium – klingt einfach gut (ist aber auch nicht aussergewöhnlich).

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Im Packmass ist es 42 mal 15 cm groß, wenn man ideal packt, aber der Packsack lässt sich gut formen, also ideal auch für Grobmotoriker wie mich.

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Als ein erstes Fazit:

Toller erster Eindruck, viel Raum innen, schneller und einfacher Aufbau, unterstützt durch praktische Details. Punktabzug erst mal durch den Überstand der Dachstange auf der einen Eingangsseite.

Bin gespannt wie es sich in Island macht. Bislang habe ich keine Zweifel, dass vermutlich ich eher nachgeben werde, als dieses Zelt 😉

Nachtrag:

Ha, da bin ich doch im Rad-Forum über den coolen Service des Zeltratgebers gestolpert. Für alle, die suchen oder sich nicht entschließen können ein prima Service!

5 Comments

  • Jakob sagt:

    Chique und hochgeräumig für eine Person! Aber die Schuhe würd ich trotzdem ausziehen, wenn das Wasser nicht irgendwann von unten reindrücken soll… 🙂

  • Peter sagt:

    Die überstehende Stange hat den Zweck, dass es bei Regen nicht seitlich reinregnet ins Zelt, wenn man rein oder raussteigt ….

  • Stefan T sagt:

    Und … nun nach einigen Jahren, bist Du immer noch zufrieden mit dem Zelt? Für 2 Personen dann doch eher eng? Stimmt die Qualität?

    • Hallo Stefan,

      ja, ich bin immer noch sehr angetan. Für eine Person ist es ein Palast! Mit 2 Personen wird es schon kuschelig, aber nicht unmöglich. Ich benutze es aber ohnehin nur für mich und habe es auch genau dafür gekauft: genug Platz für allen Kram im Zelt, bequem zum zusammenräumen innerhalb des Zeltes bei Regen draussen und leicht und kompakt genug.

      Viele Grüße,
      martin

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