36 Ultra-Leicht Zelte für das Bikepacking

36 Ultra-Leicht Zelte für das Bikepacking // 36 ultra-lightweight tents for Bikepacking

Vor ein paar Jahren hatte ich euch mit auf meine Suche nach einem Zelt für mein nächstes Bikepacking Rennen genommen. Dabei hatte ich mir mehrere Zelte angeschaut und diese nach bestimmten Kategorien eingeordnet.

Ich hatte mich dann damals für das Big Agnes Copper Spur UV UL 1 Bikepack entschieden. Nach wie vor eine gute Wahl für meine Bedürfnisse.

18 ZELTE FÜR RADREISE UND BIKEPACKING

Seitdem schaue ich aber regelmäßig, was sich so bei Zelten und vor allem im Ultra-Leicht Bereich tut. Und das ist eine ganze Menge. Gerade beim Bikepacking versucht man doch immer weiter zu optimieren und das Gewicht, als auch die Packmaße zu reduzieren. Ich bin zwar auch mit dem Biwaksack unterwegs, aber so richtig wohl fühle ich mich dann doch in einem Zelt. Und das darf dann gerne sehr leicht, aber auch geräumig genug sein, um mich zum Beispiel bei schlechtem Wetter auch im Inneren anziehen und packen zu können.

Und diese Recherchen möchte ich euch nun auch mal präsentieren: insgesamt 36 Zelte habe ich gefunden, die ich unter dem Aspekt UL ganz interessant finde.

Hier auch gleich der Hinweis: das ist eine subjektive Auswahl! Ultra-Leicht heißt dabei für mich nicht schwerer als 1.350g (Packed Maß). Das heißt, meist reduziert sich das Gewicht noch etwas, denn nicht immer muss alles mitgenommen werden. (Meine Gewichtsgrenze ist ebenfalls subjektiv und reine UL-Puristen sehen das sicherlich enger. )

Alle Zelte, alle Daten – bei Klick größer

Inhaltsverzeichnis

  1. Über Ultra-Leicht
  2. Ultra-Leicht Materialien
  3. Ultra-Leicht Wassersäule
  4. Ultra-Leicht: 4 aus 36
    1. Naturehike VIK
    2. Big Agnes Fly Creek HV1 Carbon
    3. MSR Freelite 1
    4. Vango F10 Hydrogen Air
  5. Überblick 36 Ultra-Leicht Zelte nach Preis/Gewicht

Über Ultra-Leicht

Allerdings ist Ultra-Leicht nicht immer auch passend und zielführend. Neue Materialien bringen zwar einige Gewichtsvorteile, aber das geht dann manchmal auch auf Kosten der Haltbarkeit. Und durchaus auch auf Kosten des Komforts. Apropos Kosten: auch preislich hat sich einiges getan und vor allem ist die Schere zwischen den Preisen aufgegangen. Es gibt sehr leichte Zelte für unter 200 Euro auf der einen Seite. Und Zelte bis an die 1.000 Euro auf der anderen. Ob diese Preisunterschiede immer zu erklären sind, weiß ich nicht.

Oft argumentiert man mit der besseren Verarbeitung und Haltbarkeit, der individuellen Anfertigung und den hochwertigeren Materialien. Aber ob dann 950 Euro gerechtfertigt sind, muss man dann selber wissen. Auf der anderen Seite stellt sich die Frage, ob man für 110 oder 140 Euro ein Zelt bauen kann, an dem man dann viele Jahreszeiten Freude hat. Aber man hört nichts Schlechtes von den Naturehike oder Decathlon Zelten, die preislich sehr erschwinglich sind. (Bitte in den Kommentaren melden, wenn dem nicht so ist.)

Was mir zudem aufgefallen ist, ist eine Art natürliche Gewichtsgrenze: Zelte, die tatsächlich Zelte sind, gehen bis ca. 800g-1.000g. Darunter – bis auf Ausnahmen – regieren die Tarp-Tents. Und die “schummeln” dann mit ihren Gewichtsangaben aus meiner Sicht, denn meist braucht es einen Trekkingstock oder eine Zeltstange, um diese dann aufzubauen. Diese Tarp-Tents sind meist aus Wander-Sicht gedacht, wo ein oder zwei Stöcke meist dabei sind. Da macht es Sinn, diese dann entsprechend umzufunktionieren. Beim Radreisen ist das so eine Sache, denn eine separate Zeltstange wiegt dann gleich mal um die 250g und kostet dann auch noch mal extra.

Vorteil dieser Tarp-Tent Konstruktionen ist dann die komfortable Kopfhöhe mit über einem Meter. Zelte, die dann diese Tarp Gewichtsregionen erreichen, schaffen das meist nur mit einer wesentlich geringeren Kopfhöhe von 65-70cm. Und das sind dann “Hündehütten”, wo man letztendlich nur reinkriecht und dann aber außer Liegen nix machen kann.

Ultra-Leicht Materialien

Ich habe aber auch festgestellt, dass es aktuell offensichtlich nur zwei Materialen gibt, aus denen UL-Zelte gebaut werden: das klassische Ripstop Nylon (mit Silikon-Beschichtung) und Dyneema, ein extrem widerstandsfähiges und sehr leichtes Material. Letzteres findet sich oft bei den Tarp-Tents. Mit dem Big Agnes Fly Creek gibt es in meiner Auswahl nur ein Zelt, das Dyneema Material verwendet. Es ist aber auch mit das teuerste.

Beim Ripstop Nylon handelt es sich um reißfestes Material unterschiedlicher Stärke. Die Stärke des verwendeten Fadens findet sich in der Bezeichnung: 15D, 20D, 40D. Diese Nylon-Stoffe werden dann meist beidseitig mit Silikon beschichtet. Das macht den Stoff wasserdicht. Wenn ihr so ein Zelt mal seht, dann probiert mal den Stoff anzufassen: sehr glatt, kalt und als ob er feucht wäre. Die Beschichtung macht ihn dann aber nicht besonders atmungsaktiv (zumindest ist das meine Erfahrung). Daher kommt es auf eine sehr gute Belüftung des Zeltes an. Die Nordisk Zelte (Lofoten und Telemark) zum Beispiel, haben diese silikonisierten Stoffe, was dann sehr oft zu Kondens führt, da die Belüftung nicht immer ausreichend ist. Zumindest war das meine Erfahrung beim Testen des Nordisk Lofoten und Telemark.

Dyneema ist eine Kunststofffaser, die extremen Anforderungen standhält, sehr reißfest ist und sehr leicht. Ihr kennt diese Faser sicherlich schon von Packsäcken oder Seilen aus dem Bergsport. Bei Bikepacking-Taschen finden sich auch schon Dyneema Varianten und Modelle.
Und nun werden auch Zelte und Tarp-Tents daraus gefertigt. Allerdings ist das Material im Vergleich zu den Ripstop Nylon Varianten offensichtlich teurer. Quasi das Titan unter den Fasern, zumindest kann man ein ähnliches Preisverhalten beobachten: pro Gramm ein Euro.

Ultra-Leicht Wassersäule

Apropos Wasserdicht: da sind wir hierzulande noch durch die Wassersäulenangaben geprägt und der Ansicht, das je höher der Wert, desto besser.

Grundsätzlich muss man aber schauen, wofür man ein Zelt braucht. Wenn es auf Radreise um die Welt geht und ein Zelt gebraucht wird, das unterschiedlichsten Bedingungen standhält, dann reden wir aus meiner Sicht nicht mehr über Ultra-Leicht, sondern eher leicht. Diese Zelte wiegen dann um die 1,5-2,5kg und haben dann natürlich andere Stoffstärken und Wassersäulen.

Schaut man sich die offiziellen Angaben an, dann spricht man ab einer Wassersäule von 1.500 mm von einem wasserdichten Material. Bei Zeltwänden ist das schon völlig ausreichend, da selten mehr Druck auf die Membranen erfolgt. Bei Zeltböden sind die punktuellen Belastungen oft größer (zum Beispiel beim Knien), weshalb es hier gut ist, eine Wassersäule von 5.000 mm zu haben.

Und man muss beachten, dass es Unterschiede bei der Angabe der Wassersäulen zwischen Deutschland/Europa und den USA gibt. In Amerika werden die Wassersäulen angegeben, die das Zelt nach einem Gebrauch über 5 Jahre noch haben. Daher sind diese Werte meist niedriger, als die der europäischen Hersteller.

Vor allem bei Zelten solltest du wissen, dass die Wassersäule in den USA anders ermittelt wird als in Europa. Dort wird das Material vor dem Test künstlich fünf Jahre gealtert. Entsprechend niedriger sind die Werte. Als Daumenregel kannst du die amerikanische Wassersäule mit dem Faktor 2 bis 3 multiplizieren, um sie ungefähr mit der europäischen Norm zu vergleichen. (Quelle)

Bei den UL Zelten sind die Wassersäulen immer auch ein Kompromiss. Zumindest bei den Nylon-Stoffen, denn bei Dyneema habe ich oft pauschal von 100% wasserdicht gelesen. Wie ihr in meiner Tabelle auch sehen könnt, haben die meisten Zelte in meiner Auswahl eine Wassersäule der Zelthaut von 1.200 – 2.000 mm. Und bei den Böden von 1.200 bis 3.000 mm. Der Grund sind die natürlich dünneren Stoffe weshalb viele Hersteller bei den UL-Zelten zu einem Groundsheet raten. Obwohl das natürlich dann wieder den UL-Charakter konterkariert, wenn ich noch zusätzliches Gewicht mitschleppen muss. Ich löse das entweder mit einer Tyvek-Folie oder passe schlicht und ergreifend auf, wo ich das Zelt aufbaue und das es keine Beschädigungen im Boden gibt. Da kann man bei normalen Zelten mit dickeren Stoffen sorgloser sein.

Mein aktuelles Big Agnes Copper Spur Zelt hat zum Beispiel eine Wassersäule von 1.200mm bei Zelthaut und Boden (amerikanisches Maß). Ich habe das Zelt nun aber schon einige Male auch bei anspruchsvollem Wetter benutzt und nicht wirklich gepflegt. Und es ist natürlich dicht und auch – mit etwas Vorsicht – widerstandsfähig genug. Und das bei einem Gewicht von 1.200g. Ich würde damit auch eine lange Radreise machen, denn vermutlich geht eher der Reißverschluss kaputt, als die Zelthaut oder der Boden. Einzig die Bikepack Version ist für mich nicht weiter von Vorteil. Sie bringt zudem mehr Gewicht, als beim normalen Copper Spur. Das kürzere Gestänge ist ok, aber bei mir nicht unbedingt nötig. Und solche Sachen wie Helm-Aufhängung braucht man ehrlicherweise nicht und ich habe das bislang auch nie benutzt.

Hier könnt ihr meinen detaillierten Testbericht zum Big Agnes Copper Spur lesen:

LEICHT, KOMPAKT & GERÄUMIG:

MEIN BIG AGNES COPPER SPUR HV UL 1 BIKEPACK IM PRAXISTEST

Ultra-Leicht: 4 aus 36

36 Zelte findet ihr in meiner Auswahl. Vier von ihnen möchte ich euch noch mal separat vorstellen, denn ich finde sie besonders interessant.

Naturehike VIK

Das Naturehike VIK ist ein einlagiges, aber freistehendes Zelt mit einem Gewicht von nur knapp einem Kilo. Ich finde es aber nicht nur deshalb interessant, sondern auch, weil es mit 95cm eine relativ gute Kopfhöhe hat und recht komfortablen Platz im Innenraum bietet. Als Material kommt hier 15D Ripstop Nylon für die Außenhaut und 20D Nylon für den Boden zum Einsatz. Das beschert dann eine Wassersäule von 2.000mm außen und 4.000 mm am Boden.

Naturehike kann man vor allem auf Amazon kaufen. Und dort findet sich auch ein sehr guter und umfassender Testbericht vom Nutzer Camill. Darin der Hinweis, dass die Naturehike Zelte und das VIK nicht für große Menschen gemacht sind. Das Platzangebot ist von der Länge her für Personen bis 1,80m wohl ok. Darüber hinaus wird es enger. Und bei einwandigen Zelten sollte man auch nicht unbedingt an die Außenhaut kommen.

Aber es scheint in der Verarbeitung gut zu sein und so ist es also einen Blick wert für alle, die ein sehr leichtes, selbststehendes Zelt suchen, das nicht zu viel Geld kostet. Der Preis liegt aktuell bei 120 Euro. Damit ist es eine gute Alternative zum Biwaksack, wenn man das nicht mag und lieber ein Zelt hätte. Nur die Farbe Weiß ist jetzt nicht gerade für das wilde Zelten geeignet…

Es gibt das VIK auch als 2-Personen Variante und mit Schnee-/Geröllflappen.

Zum Naturehike VIK

Big Agnes Fly Creek HV1 Carbon

Also dieses Zelt ist zwar sehr leicht für ein doppelwandiges Zelt, das semi-freistehend ist, aber der Preis ist auch jenseits von allem: Big Agnes ruft dafür eigentlich 1.400 Dollar auf. Aktuell hat es das Zelt aber auf “nur” 700 Euro reduziert im Angebot.

Unabhängig davon ist das Fly Creek HV1 Carbon eines der leichtesten doppelwandigen Zelte, die es gibt und für 3-Jahreszeiten einsetzbar. Nur 595g wiegt es und ist damit absolut eine Alternative zum Biwaksack. Als Trail-Gewicht werden sogar nur 454g angegeben. Und wenn man noch einen Foot-Print dazu haben möchte, wiegt der nur 85g.

Der Grund für dieses Gewicht ist die Verwendung von Dyneema bei der Zelthaut und dem Boden. Das ist zudem als 100% wasserdicht angegeben. Zudem wird hier ein Gestänge aus Carbon verwendet, was nochmals Gewicht einspart. Es wiegt nur 156g.

Allerdings muss man das durchsichtige Design mögen und die Farbkombination aus transparent-weiß und giftgrün. Sehr viel Platz bietet es aber nicht.

Zum Big Agnes Fly Creek

MSR Freelite 1

Mit diesem Zelt hat MSR ein Modell im Angebot, das mit um die 800g nicht nur sehr leicht ist, sondern laut Hersteller auch ein guter Kompromiss aus Raumangebot und Gewicht darstellt. Der Grundriss ist nicht konisch, sondern rechteckig und die Kopfhöhe von 100cm machen es zu einem kleinen Raumwunder. Auch die Länge von 221cm macht es passend auch für größere Menschen. Und 84cm Breite sind mehr als genug.

Das aus Ripstop Nylon gebaute MSR hat eine Wassersäule von 1.200 mm bei Zelthaut und Boden. Aber hier beachten: amerikanisches Maß. Zudem verweist MSR auf Durashield – eine Beschichtung Außen mit Silikon und Innen mit Polyurethan (PU).

Das MSR Freelite ist semi-freistehend und hat eine Kopfhöhe von komfortablen 100cm. Sollte mein Big Agnes irgendwann mal aufgeben, dann schaue ich mir definitiv das Freelite an.

Zum MSR Freelite 1

Vango F10 Hydrogen Air

Bevor ich das Big Agnes gekauft habe, hatte ich mir ein Vango F10 Helium UL 1 zugelegt. Das ist mit um die 1kg recht leicht und vom Platzangebot sehr komfortabel. Allerdings war es nicht selbststehend, weshalb ich es dann gegen das Copper Spur ausgetauscht habe. (Wer mein Vango F10 Helium UL 1 kaufen möchte, der kann mir gerne Bescheid geben!)

Das F10 Hydrogen Air ist wie der Name schon sagt ein Zelt, in dem Luft eine besondere Rolle spielt: der Hauptbogen wird nicht mittels Gestänge erzeugt, sondern durch Luft aufgepumpt. Dafür reicht eine Fahrradpumpe. Das klingt auf jeden Fall sehr interessant, zumal das Gewicht des Zelts dadurch auf 600g gedrückt wird. Das macht es zu den aktuell leichtesten Zelten am Markt. Also falls jemand das Vango hat, gerne mal Bezug nehmen, wie das mit dem Pumpen funktioniert und wie es in der Praxis ist.

Das Vango F10 Project Hydrogen Air 1 hat zusätzliche Features, die das Leichtzelt auch für stürmische Gebiete geeignet macht. Die Abspannung mit starken Dyneema Schnüren wird jedem starken Wind widerstehen und ist reißsicher. Das robuste aufblasbare Gestänge kann weder Brechen noch verbiegen und macht das Zelt so extrem flexibel und super stabil wie kein anderes. (Quelle)

Das F10 hat ein Innen- und ein Außen-Zelt. Es ist aber nicht freistehend. Es verfügt über eine Kopfhöhe von 100cm und eine recht komfortable Breite von 90cm.

Als Material kommt Protex 7 Denier mit einer doppelten Silikonbeschichtung zum Einsatz. Das ist ein sehr dünnes/feines Nylon-Gewebe. Wenn man es googelt kommen auch gleich Strumpfhosen. Wasserdicht wird es durch die Silikonbeschichtung und es wird eine Wassersäule von 2.000 mm erreicht.

Interessant ist auch das Packmaß von lediglich 20cm x 10cm. Das ist wirklich sehr klein und macht das Vango zu einer Biwaksack Alternative.

Allerdings ist der Preis von 840 Euro sehr hoch, auch wenn es das Zelt aktuell hier und da für um die 630 Euro gibt.

Zum Vango F10 Hydrogen Air

Überblick 36 Ultra-Leicht Zelte nach Preis/Gewicht

Bei Klick größer

Vielleicht hilft euch meine Übersicht und Recherche bei der eigenen Suche und Auswahl eines Ultra-Leicht Zelts. In jedem Fall freue ich mich über alle praktischen Erfahrungen mit den hier aufgeführten Zelten und Tarp-Tents. Dann gerne direkt hier kommentieren, damit alle etwas davon haben.

Und wer Fehler in den Daten findet: gerne Bescheid geben, damit ich das anpassen kann. Danke.

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10 Comments

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  1. says: Rainer

    Hallo Marin, coole Zusammenstellung von Zeltdaten! Für die Herrschaften von 190 cm und größer, wäre es noch klasse, wenn du die Innenlänge mit veröffentlichen könntest – sofern du diese erfasst hast. Danke und viele Grüße, Rainer

  2. says: Danny

    Hallo,

    super Vergleich den du da zusammengestellt hast.

    Ich habe das Nordisk Telemark 1 LW. In Tarngrün ;). Zusammen mit einer ulw Zeltunterlage und nur das nötigste komme ich auf ein pack Gewicht von 780g.
    Aufgrund meiner Erfahrung netter Sommergewitter hier im Norden mit dem Zelt, sehe ich die Wasserdichtigkeit und Stabilität im starken Wind und hohen Regendruck sehr positiv. Die Größe ist für mich (178cm) auf 64x183cm LuMa perfekt. Die kleine Abside passt für das BP Equipment. Dadurch das man ein kleines Mini “Vordach” aufstellen kann, ist es auch möglich im Regen trocken zu sitzen. Es gibt nur ein Gestänge welches einzufädeln gilt beim Auf -und Abbau. Somit geht es recht einfach und schnell..
    Weniger gut ist das es nicht freistehend ist, was auf Strandcampingplätzen mit halblosem Sanduntergrund problematisch war.. Auch ist das Zelt sehr warm, die Ventilation ist nicht so dolle. Schlief dementsprechend oft mit offenen Eingang. Mit Kondenswasser hatte ich keine Probleme (auch mit geschlossenem Eingang)

  3. says: Schulle

    Moin,
    Klasse Zusammenstellung. Ich habe bislang zwei Zelte in Benutzung
    Das Nordisk Telemark 1 ULW und das MSR Hubba Hubba 2
    Das MSR habe ich genutzt wenn ich etwas mehr Platz hatte, das Nordisk Telemark wenn es richtig leicht sein soll.
    Am Nordisk stört mich das von dir ebenfalls angesprochene Kondenswasser und dass es nicht freistehend ist, sagt mir überhaupt nicht zu.
    Am MSR störte mich das lange Gestänge.

    Nun die Schlussfolgerung, ich habe beide Zelte verkauft und lege mir nun das Hubba Hubba 2 in der Bikepacking Version zu. Ich hoffe, dass ich damit beides abdecken und für mich das ideale Zelt gefunden habe.

  4. says: Claus

    Hi.
    Möchte empfehlen, hinsichtlich easy Aufbau, Sturmfestigkeit, Sitzhöhe, Verarbeitungsqualität, und taugt mir sehr gut bei bisher vier Touren über drei/vier Regentage, 2x ohne Innenzelt (minus 330 g):

    Das
    ‘Durston Gear X-Mid 1P Solid’ aus Polyester wiegt mit 4 Häringen 890 Gramm,
    dazu zwei ‘Durston Gear Z-Flick Carbon Fiber Tent Pole’ mit zsm 186 Gramm:

    Macht zsm ~1,1 Kilo für $ 344
    plus $ 150 für FedEx Shipping & Taxes (Zoll) mit Lieferzeit knapp 10 Tage.
    In Euro 453,40 bei heutigem Kurs.


    Falls das Gesamtpaket 440 g leichter sein soll, Dyneema statt Polyester, kostet es ~250 € mehr.
    https://durstongear.com/products/x-mid-pro-1-tent-ultralight-thruhiking

    BG

  5. says: JanN

    Vielen Dank für die sehr gute Übersicht.
    Bei mir ist die letzte Zeltrecherche noch gar nicht so lange her, daher kommen mir vieles sehr bekannt vor. Einige Modelle möchte ich aber noch ergänzen 😉

    Die letzten Jahre nutze ich mit großer Zufriedenheit ein 1p Big Sky Soul, freistehend, doppelwandig, 1,1kg und <400€. Häufig auch nur das Innenzelt als Insektenschutz aufgebaut, entweder in einer Hütte oder bei guten Wetter unter freiem Himmel. https://bigskyinternational.com/collections/tents-and-shelters/products/big-sky-soul-tent-ultra-light-bargain-bike-packing
    Allerdings ist es doch recht eng, so dass das nächste ein 2-Personenzelt werden sollte.

    In der Auswahl standen, neben hier bereits erwähnten Modellen, Zelte von Big Sky, Nemo, das Trekkertent Saor oder aus der Sparte der Wanderstock-Zelte das Durston X Mid. Die Kombination aus eigenen Präferenzen und aktuellen Angeboten führte am Ende zum Big Agnes Tiger Wall das jetzt noch auf seinen Ersteinsatz wartet.

    Vielen Dank für deine Arbeit hier und auch beim Podcast.

  6. says: Claudi

    Danke für deinen Beitrag. Ich bin auch immer mal wieder am schauen, was man optimieren kann und immer froh, wenn andere viel testen.
    Hast du das ventour bikepacking Zelt schonmal gesehen/getestet?
    LG (velo)Claudi

    1. Hallo Claudi,

      ja, das Zelt und Konzept kenne ich. Ich halte es nicht für praktisch, zumindest bei meiner Art von Fahrradfahren/-reisen.
      Daher ist es auch nicht in meiner Auswahl. Das Konzept hat bestimmt seine Berechtigung – ich halte es für nicht praktisch. Aber auf Instagram sieht es gut aus.

      Viele Grüße,
      martin

  7. says: Ingo

    Ich bin seit 3 Jahren sehr zufriedener Nutzer des Hilleberg Enan. Gewicht <1200g ohne Reparaturstange, < 1000g ohne Heringe. Packmaß ist ok (das Gestänge könnte kürzer sein).
    Vorteile: super schnell aufgebaut, meist 6 Heringe ausreichend (ich hab bei erwartbaren normalen Windverhältnissen nur 6 Heringe dabei), Außen- und Innenzelt sind verbunden und werden gleichzeitig aufgebaut. Sehr viel Platz, sehr gute Belüftung, sehr gute Qualität und Haltbarkeit.
    Nachteil: Gestängelänge, meist wird die Stange irgendwo am Bike befestigt.
    Nicht freistehend. Allerdings wird bei freistehenden Zelten meist zunächst das Innenzelt aufgebaut (was bei Regen nass werden kann) und dann wird das Außenzelt über geworfen. Für mich war es wichtiger das Zelt bei Regen schnell aufbauen zu können ohne das irgendwas nass werden kann.
    Das Enan ist rundum auch sehr dicht verschlossen, so dass es fast ein 3,5 Jahreszelt ist und auch bei Starkregen alles Innen trocken bleibt. Hilleberg ist schon einfach geil und das Zelt hält mich mit Sicherheit aus und bleibt Wertstabil. Wie ne Leica oder ein MacBook. Ich habe im Juli 2020 615,00€ gezahlt.

  8. says: Jan

    Hallo Martin,

    Dank Mal wieder für diesen interessanten Bericht und für die Arbeit die da drin steckt!

    Ich habe Erfahrung mit drei verschiedenen Tarptent Modellen und kann diese alle uneingeschränkt empfehlen. Top Qualität, sehr durchdacht, man merkt an denen dass die Hersteller selber auch Nutzer ihrer Zelte sind.

    Mein jetziges Lieblingszelt im Ultralight Segment kommt von Liteway aus der Ukraine. Illusion Solo in der SilPoly Ausführung.
    https://liteway.equipment/shelters/illusion/illusion-solo-tent
    Sehr leicht, tolles Material, sehr durchdacht, sehr klein verpackbar, sturmstabil.

    Danke für deine tolle Homepage und mach weiter so!
    Viele Grüße, Jan