Und es werde Licht: Testfahrt mit dem Sigma Aura 60

Test Sigma Aura 60 USB
Hat mich überzeugt: das Sigma Aura 60 Licht.

Hinweis:

Das ist Werbung, da mich Sigma gebeten hat, das Licht zu testen. Das habe ich gerne gemacht und ich finde es so gut, dass ich es mir anschließend auch gekauft habe.

Es ist schon interessant: da investieren viele Radfahrer viel Geld in ihr Rad und die richtigen Klamotten, aber kaum werden die Tage dunkler, stelle ich leider sehr oft fest, dass es für ein gutes und sichtbares Licht offensichtlich nicht gereicht hat. „Organspender auf zwei Rädern“ denke ich, wenn ich die vielen Kids und Erwachsene auf ihren Rädern nicht oder nicht ausreichend beleuchtet durch den morgendlichen oder abendlichen Verkehr eiern sehe. Und das ärgert mich ehrlicherweise, denn gutes Licht muss heute nicht mehr teuer sein. Und es braucht auch nicht unbedingt einen Dynamo dafür.

Fahrradbeleuchtung mit Akku (oder Batterien) ist ja mittlerweile erlaubt und es gibt einige sehr gute Produkte, die für ausreichend Licht sorgen um einmal gesehen zu werden und zum anderen viel zu sehen. Für mein Bombtrack war ich daher schon länger auf der Suche nach einem geeigneten Licht, als mich Sigma ansprach, ob ich nicht mal das Aura 60 testen möchte.

Test Sigma Aura 60 USB

Ein gutes Licht muss heute nicht mehr teuer sein

Das Aura 60 ist ein akkubetriebenes Vorderlicht, welches über USB geladen wird. Es ist StVZO zugelassen und bietet drei Leuchtstufen an. In der hellsten Stufe leuchtet es laut Sigma bis zu 70 Meter weit. Ich benutze diese Stufe vor allem im Wald und auf meinen Überlandfahrten, wenn es richtig finster ist. Da macht das Aura einen guten Job – auch im Vergleich mit meinem nabendynamobetriebenen SON Edelux II Scheinwerfer. Der hat zwar ein breiteres Leuchtfeld, aber im direkten Vergleich bietet das Aura eine ähnlich gute Ausleuchtung, auch wenn das Lichtfeld des Aura 60 etwas kantiger ist.

Die mittlere Leuchtstufe ist für halbwegs beleuchtete Wege und Straßen zu empfehlen. Es leuchtet ca. 10 bis 15 Meter weit gut aus und sorgt für gute Sichtbarkeit für andere Verkehrsteilnehmer.

Die niedrige Leuchtstufe nehme ich manchmal als Tagfahrlicht in der Dämmerung. Da geht es nicht ums Sehen, sondern ums Gesehen werden.

Test Sigma Aura 60 USB

Ich habe versucht die drei Leuchtstufen mal zu fotografieren

 

Bevor ich weiter schreibe, ein kurzer Exkurs zum Thema Lumen und Lux, da ja vielfach beide Angaben für Fahrradlampen verwendet werden:

In Lumen wird die Lichtausbeute einer Lampe beschrieben. Also einfach erklärt: wie viel Licht strahlt eine Lampe aus. Wohin das Licht geht und wie es eine Fläche ausleuchtet, ist erstmal unerheblich.

Mit Lux wird die Beleuchtungsstärke angegeben, die auf eine Fläche trifft. Im Kern ist das die Helligkeit einer Lampe. Ein Lux ist die Helligkeit, gemessen auf einem Quadratmeter Fläche. Je mehr Licht auf diese Fläche trifft, desto besser. 60 Lux sind also schon eine Menge, vor allem, wenn sie eine für den Radfahrer vernünftige Fläche ausleuchten.

Ich empfehle an dieser Stelle für alle Interessierten auch die Podcast-Sendung von Antritt mit Rainer Müller (B+M) über Fahrradbeleuchtung.

Leuchtleistung visualisiert von Sigma

Die 60 in der Modellbezeichnung der Aura steht für 60 Lux in der hellsten Stufe, 30 Lux in der mittleren und laut Sigma 18 Lux in niedrigsten Leuchtstufe, dem sogenannten Eco-Modus.

Nun mag der ein oder andere sagen:

„Ja, aber es gibt ja schon 150 Lux Lichter, wie das Lumotec IXOS von B+M. Sind 60 Lux nicht zu wenig?“

Meine Antwort: „Kommt drauf an!“ Wenn Du ein Licht suchst, dass dir in der Nacht den Wald und den Trail mehr als maximal ausleuchtet, oder dir eine normale Beleuchtung nicht reicht, dann musst du 150 Lux fahren.

Wenn Du ein Licht suchst, mit dem Du sehr gut finstere Wege fahren kannst und auch im Stadtverkehr klarkommst, dann brauchst du das aus meiner Sicht nicht unbedingt. Und vor allem: 150 Lux kosten um und mehr als 150 Euro, wohingegen das Aura 60 zwischen 40 und 50 Euro aufruft.

Test Sigma Aura 60 USB

Die Aura 60 leuchtet bis zu vier Stunden in der höchsten Stufe

Die Leuchtdauer wird von Sigma wie folgt angegeben: in der höchsten Stufe 4 Stunden, in der mittleren 7 Stunden und im Eco-Mode 10 Stunden. Ich bin das Licht jetzt 200 km gefahren und kann diese Akkulaufzeiten bislang bestätigen. Allerdings schalte ich während der Fahrt oft von einem Modus in den anderen.

Test Sigma Aura 60 USB

Einfachste Bedienung

Apropos Bedienung: die ist denkbar einfach. Mit einem Doppelklick auf die rote Taste (es gibt nur eine oben auf dem Aura) schaltet sich das Licht an. Es scheint in der höchsten Stufe. Ein weiterer Tastendruck schaltet in die mittlere Stufe, ein weiterer in die niedrigste Stufe und ein erneuter Klick wieder in die höchste. Ein längerer Druck auf die Taste schaltet das Sigma wieder aus.

Test Sigma Aura 60 USB

Einfach zu laden

Geladen wird das Aura über die Micro-USB Schnittstelle am hinteren Ende des Lampe. Sie ist mit einer Gummilasche verschlossen, die den USB schützt. Und weil es die Frage schon gab: ich habe auch ausprobiert, die Lampe zu laden und gleichzeitig zu leuchten. Das geht:

Die Ladedauer beträgt laut Sigma 3,5 Stunden. Bei mir ging es oft schneller, aber ich habe den Akku auch nie vollständig entladen. Dabei zeigt ein Batteriesymbol auf der Oberseite der Lampe den aktuellen Ladestand an. Grün = alles ok. Rot = muss mal wieder nachtanken.

Test Sigma Aura 60 USB

Sieht auch gut aus: das Sigma Aura 60

Die Aura 60 wiegt 105 Gramm und hat zudem einen seitlichen Leuchtstreifen. Der ist Designbedingt, sieht auch nicht schlecht aus und heißt bei Sigma „Light Guide“. Er soll zusätzliche Sichtbarkeit bieten. Insgesamt gefällt mir auch optisch das Aura gut, denn es ist nicht klobig und sieht schön sportiv aus.

Befestigt wird es mittels einer festen Gummilasche, die auch bei dickeren Lenkern funktioniert. Laut Sigma ist die Halterung für Lenker von 22 bis 32mm geeignet. Das Licht hält dann sehr sicher.

Zudem ist die Aura 60 IPX4 zertifiziert, was bedeutet, dass Spritzwasser ihr nichts ausmacht. Ich habe mit ihr aber auch schon norddeutschen Starkregen mitgemacht, ohne dass sie sich beschwert hat.

 

Fazit

Um die 40 Euro für eine Fahrradlampe, die aus meiner Sicht alles richtig macht: Die Sigma Aura 60 ist für alle, die sportlich oder normal mit dem Rad auch im Dunkeln unterwegs sind und dabei nicht auf eine gute Beleuchtung verzichten wollen.

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In der Stadt habe ich gute Sicht und werde gut gesehen. Überland im Dunkeln oder auf Waldwegen auf meinen fast täglichen Fahrten leuchtet der Aura 60 den Weg sehr gut aus und bietet mir entsprechend Sicherheit.

Für Mountainbiker, die sich in der Dunkelheit Trails hinunterstürzen, oder Crosser, die sich nachts in Highspeed durch die Gegend graveln wollen, ist die Aura 60 aber eher nicht geeignet. Straßenradsportler sollten sich das Sigma aber durchaus anschauen.

Test Sigma Aura 60 USB

Leuchtet gut den Weg aus

Ich finde die Aura 60 für meine Bedürfnisse passend und habe sie mir auch anschließend gekauft.

Und egal ob 60 oder 150 Lux: bitte achtet auf die Ausrichtung eurer Vorderlichter, denn allzu oft blenden wir Radfahrer entgegenkommenden Verkehr (und damit auch andere Radler), anstatt das Licht zum tatsächlichen Ausleuchten des Weges zu nutzen 😉

Hinweis:
Alle Tests, die ich hier auf BiketourGlobal vorstelle, werden von mir subjektiv durchgeführt. Ich teste viele Produkte, die ich mir selbst gekauft habe. Wenn mir Produkte für einen Test gestellt wurden, so mache ich dies im Text für den Leser klar und deutlich.

Vor allem aber teste ich nur Produkte, die mich persönlich interessieren. Meine Bewertungen und Einschätzungen erfolgen unabhängig von einer Produktstellung. Ich stelle sowohl positive als auch negative Eigenschaften dar.

Dabei steht meine persönliche Meinung im Vordergrund, meine Begeisterung für das Produkt und meine Einschätzung, inwieweit dieses Produkt für einen Tour-Alltag tauglich ist.

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