Top auf dem Oberrohr: Testfahrt mit der Ortlieb Fuel-Pack

Top auf dem Oberrohr: Testfahrt mit der Ortlieb Fuel-Pack

Hinweis:

Mit ORTLIEB verbindet mich schon eine längere Zusammenarbeit und ich bekomme so immer auch mal die Möglichkeit, neue Produkte zu testen. Wie die neue ORTLIEB Fuel-Pack. Damit ist das Werbung.

Vor mehr als einem Jahr schickte mir ORTLIEB den Prototypen einer neuen Oberrohrtasche. Und darüber habe ich mich sehr gefreut, denn die bisherige Oberrohrtasche der Heilsbronner war aus meiner Sicht nicht wirklich gelungen. Nun also ein neuer Angang und der hat mich sofort begeistert: Magnetischer Verschluss, 1L Volumen und die Möglichkeit, die Tasche entweder mittels Riemen oder direkt mit Schrauben zu befestigen.

Die/das neue Fuel-Pack // Bild: Ortlieb.com

Entsprechend enthusiastisch war mein Feedback. Vor ein paar Wochen hat ORTLIEB dann die neue Fuel-Pack auf der Eurobike vorgestellt und ich habe die finale Version zugeschickt bekommen. Mittlerweile fährt sie schon seit über 1.000km bei mir am Oberrohr mit, Zeit also für ein erstes Fazit.

Prototyp Fuel-Pack

Im Gegensatz zu den Salsa EXP Oberrohrtaschen, baut die ORTLIEB auf den ersten Blick höher auf. Das liegt aber daran, dass sie zum Sattel hin nicht abfällt, wie die Salsa Tasche oder eine Apidura, sondern die Höhe relativ beibehält. Das sieht man nicht nur auf den Bildern, sondern auch an den Maßen der Fuel-Pack: H/B(L)/T = 12cm/21cm/8,5 cm. Die Tasche wiegt 160g und ist damit etwas schwerer. Ohne die Lochbänder ist das Gewicht etwas geringer (-30g).

Zum Vergleich:

  • die Apidura Racing Bolt-On Top Tube misst H/B(L)/T = 10cm/23,5cm/4,5cm. 1L Volumen. Gewicht 100g.
  • die Salsa EXP Bolt-On misst H/B(L)/T = 8cm zu 5cm/19cm/5cm zu 3cm. 1,1L Volumen. Gewicht 110g.
  • die Decathlon Bikepacking Toptube misst H/B(L)/T = 11cm/25cm/7cm. 1L Volumen. Gewicht 200g.
  • die Revelate Designs Mag-Tank misst H/B(L)/T = 12,7cm/21,5cm/6,4cm. 0,9L Volumen. Gewicht 128g.
Rechteckige Form anstatt abfallend

Die ORTLIEB Fuel-Pack ist wasserdicht (bis auf den Deckel an sich natürlich), besteht aus dem ORTLIEB Bikepacking-typischen Nylongewebe und ist innen in zwei Fächer unterteilt: ein Hauptfach und an der linken Seite ein schmales Fach, mit leichtem Stoff vom Hauptfach getrennt.

Laut ORTLIEB kann hier bis zu 1kg transportiert werden. So viel wird es zumindest bei mir eher nicht. Aber in meiner Fuel-Pack sind mein Klite USB Lader, Ersatzschlauch, Taschentücher und ab und zu noch ein Riegel oder Gel.

Fuel-Pack gefüllt

Platz ist wirklich genug da, auch durch die Form der Tasche, die eben nicht abfällt, sondern rechteckig bleibt. Allerdings muss man dabei beachten, dass sie nicht beim Stehen im Rad oder Auf-/Absteigen stört.

Das besonders gute ist der magnetische Verschluss, der wirklich intuitiv und sehr fest schließt und eine einhändige Bedienung ermöglicht. Und er sorgt dafür, dass Regen und Staub draußen bleiben.

Schließt wirklich sehr gut: der Magnetverschluss

Der Deckel des nur 160 Gramm leichten Fuel-Packs fällt von selbst wieder zu und verschließt sich über die beiden Magnete von alleine.

Bezüglich des USB Lader, der oben in der Tasche mitfährt: Auch an eine vernünftige Kabelführung hat ORTLIEB gedacht und die Kabel laufen normal von vorne in das Hauptfach. Aber der Deckel verschließt so, dass die Kabel mitgedacht werden und eine gute Führung haben.

Kabelführung an der Fuel-Pack

Andere Taschen lösen das durch eine extra Öffnung an der Vorderseite, durch die dann die Kabel geführt werden und so nicht beim Öffnen oder Schließen der Tasche im Weg sind. Bei der ORTLIEB wurde das aber ganz gut gelöst, ohne extra Öffnungen. Wenn Kabelführungen für euch wichtig sind, zum Beispiel zu Powerbanks, dann schaut euch das an und entscheidet, welche Lösung euch besser passt.

Kabelführung bei offenem Deckel

Am Boden der Fuel-Pack ist ein dünner Stoff, der mittels Klettverschluss an einer Seite fixiert ist.

Die Befestigungsösen von Innen

Darunter verbergen sich die Löcher für die Montage an Oberrohr-Ösen oder die Montage an den im Lieferumfang enthaltenen Lochbändern. Für die Stabilität der Tasche werden unten dann mit der Schraube Kunststoffplatten eingeklickt und fixiert.

Montage mit Lochbändern

Ich bin die Fuel-Pack sehr viel mit den Lochbändern gefahren. Diese sind aus festem Gummi und lassen sich wirklich gut einstellen und fixieren. Und vor allem: sie fixieren die Oberrohrtasche richtig gut und fest, sodass sie auch während der Fahrt (und beladen) nicht wackelt oder sich stark verschiebt/bewegt.

Die Lochbänder an der Unterseite

Und das, obwohl ORTLIEB auf eine zusätzliche Fixierung der Tasche am Steuerrohr verzichtet. Zudem ist die Fuel-Pack mit den Lochbändern auch offiziell für Carbon-Rahmen zugelassen.

Auch separat erhältlich: die Lochbänder

Noch besser: Laut ORTLIEB wird es die Lochbänder auch separat geben, denn sie sind auch einzel montierbar und können so zum Beispiel für Flaschenhalter genutzt werden, wenn es keine Ösen gibt.

Die Fuel-Pack montiert direkt an Ösen, zusammen mit der 3L Frame Pack.

 

Fazit

Fuel-Pack am Fargo

Die ORTLIEB Fuel-Pack wirkt recht aufgeräumt am Fahrrad und ist ein interessantes Angebot an alle, die eine Oberrohrtasche mit Volumen, praktischem und sicheren Verschluss, Befestigung über Riemen oder Bolt-On und praktischer Kabelführung suchen. Der Preis liegt bei 60 Euro, was völlig ok ist.

Und ebenfalls gut:

Das Fuel-Pack ist PVC-frei und wird nachhaltig in Deutschland hergestellt.

Jedenfalls ist sie nun bei mir fest am Oberrohr und wird demnächst meine Kamera sicher beherbergen, während es ruppiger durchs Gelände und den Schotter geht.

Die ORTLIEB Fuel-Pack wird ab Frühjahr 2023 erhältlich sein.

Made in Germany und PVC-frei
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1 Comment

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  1. says: Mike

    Ich habe den Revelate Designs Mag-Tank im Einsatz und bin etwas enttäuscht. Belädt man das Täschchen nämlich mit rechteckigen Gegenständen (Handy, Powerbank), schließt es durch das abfallende Design am unteren Ende (zum Sattel hin) nicht mehr komplett und lässt eine Öffnung frei. Deshalb hülle ich das sensible Material nochmals zusätzlich in Plastik, um es vor Nässe zu schützen. Das wiederum ist natürlich nicht sehr nachhaltig… Deshalb finde ich das eher rechteckig Aufbauende als Vorteil, auch wenn es evtl. etwas mehr aufträgt, und würde mit dem Wissen von heute eher in Richtung eines solchen Modells tendieren.