Stürmisch und eiskalt: eine kleine Wintertour

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Die letzten Tage und gefühlt Wochen hat es nur geregnet. Eine Unwetterwarnung folgte der nächsten und so konnte ich es kaum fassen, dass für den ersten Weihnachtsfeiertag Besserung versprochen war. Damit war klar: wie auch schon im letzten Jahr sollte es über die Feiertage wieder eine kleine Tour geben. Kalorien abbauen und sich einfach mal den Wind um die Nase wehen lassen.

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Pünktlich am Morgen hörte der Regen tatsächlich auf und so etwas wie blauer Himmel kam zum Vorschein. Ich schwang mich aufs Rad und los ging es. Bis zur Ortsgrenze von Rellingen war es wunderbar, doch dann kam wieder der Regen. Und so pedalte ich genussvoll durch den Landregen und freute mich sehr, als noch Sturm einsetzte.

Passend zum Wetter ging es auch nach Sibirien

Passend zum Wetter ging es auch nach Sibirien

Egal welches Wetter: ich finde die Tage nach Weihnachten einfach toll. Alles steht still, man ist ganz alleine und kann sich ganz auf die Landschaft konzentrieren. Auch zu dieser unwirtlichen Jahreszeit bietet das Land schöne Panoramen und Ausblicke.

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Und natürlich hatte das Hochwasser durch den vielen Regen die Landschaft stark verändert. Viele Wege waren nicht passierbar und die Felder und Wälder ringsum glichen Seen.

Einige Wege waren durch das Hochwasser nicht passiertbar

Einige Wege waren durch das Hochwasser nicht passierbar

Meine Runde führte mich durch die Marschlande, an Sibirien vorbei, nach Itzehoe. Auf dem Weg dahin erwischte mich aber der Sturm. Seht selbst:

Was ich hier sagte (und leider nicht zu hören war): solch einen Sturm hatte ich zuletzt auf Island. Er raubt dir den Atem und Du musst Dich die ganze Zeit gegen den Wind lehnen und aufpassen, dass Dich plötzlicher Windschatten nicht umreißt. Der Wind war sogar so stark, dass mein Telefon mir fast aus der Hand geflogen wäre. Und weil es gar nicht besser kommen kann, fing es dann auch noch an zu regnen.

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Waren es gerade noch 10 Grad, so fiel innerhalb einer Nacht die Temperatur auf minus 4 Grad und die Landschaft erstarrte. Was gestern noch Matsch und Hochwasser war, war nun unter einer Eisschicht gefangen, die nun langsam taute. Dafür schien aber die Sonne sehr großzügig und tauchte das Land in wunderbare Farben.

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Über Münsterdorf ging es nach Osten in das Moor: Kronsmoor, Westermoor und Wulfsmoor. Ich liebe diese Gegend. Die wenigen Höfe hier liegen verstreut zwischen Feldern und fern am Horizont liegt das kleine Wäldchen, das meinen nächsten Wegpunkt markiert. Auf unbefestigten Wegen geht es so Richtung Süden, immer der Sonne entgegen.

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Sie lässt die Hochwasserflächen blau schimmern. Schon unglaublich, was die Regenfälle in den letzten Tagen angerichtet haben. Vielfach waren die Straßen gesperrt und ein ums andere Mal musst ich durch Wasser fahren:

120 Kilometer dauerte meine kleine Weihnachtstour und so langsam glaube ich, dass ich eine Tradition damit begründen und auch im nächsten Jahr wieder etwas über die Feiertage fahren kann. Immerhin habe ich über 5.000 kcal verbrannt, was nun genug Platz für die Reste vom Feste schafft.

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Und, wart ihr auch draußen und auf dem Rad?

 

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