Frühlingsgefühle: Ein Overnighter im Winter

Frühlingsgefühle: Ein Overnighter im Winter // Spring Fever: An Overnighter in Winter

Vom Eise befreit sind Strom und Bäche… Wer musste angesichts des Wetters der letzten Tage nicht an diese berühmte Zeile aus Goethes Faust denken?

Und auch ich habe die ersten echten Sonnenstrahlen und das milde Wetter nach so vielen grauen und vereisten Wochen genutzt, und bin auf Rad und einfach raus. Und nehme euch mit ein paar Bildern mit.

In den Frühling…

Natürlich gab es auch noch andere Gründe: ich habe gerade das Riverside Touring 920 und die Apidura Bikepacking-Taschen im Test und das war ohnehin ein richtiger Praxistest angesagt. Zudem habe ich mir ein neues Zelt gekauft, das ich auch mal ausprobieren wollte.

Testfahrt mit Overnighter verbinden ist auch Luxus

Also fix das Rad und die Taschen gepackt und ab nach Norden ins Wilde Schleswig-Holstein. Unter diesem Namen gibt es eine Reihe von Übernachtungsplätzen, die man als Wander:in oder Radfahrer:in für eine Nacht kostenlos und teilweise ohne Vorbuchung nutzen kann.

Kalt aber schön

Einer meiner Lieblingsplätze liegt in einem Wald bei Bad Segeberg, ca. 55km entfernt. Also ideal für etwas Radfahren und anschließend campen. Und am nächsten Tag dann über eine etwas längere Route wieder zurück.

Einfach mal draußen entspannen

Bei Temperaturen um die 18 Grad konnte ich fast schon kurz/kurz fahren, doch sobald die Sonne unterging, wurde es wieder frisch. Und auch der Schnee war noch nicht ganz verschwunden.

Mein neues Zelt testen

Der Platz im Wald war gut besucht – seit der Corona-Krise entdecken immer mehr Menschen die Möglichkeit in der Natur zu übernachten. Selbst im Winter. Leider kommen aber immer mehr Menschen mit dem Auto und bleiben teilweise auch mehrere Tage. Ich hoffe sehr, dass dies nicht zur Schließung dieser Plätze führt.

Was essen…

Aber es war schon sehr gemütlich die einzelnen Lagerfeuer zu sehen und zu riechen und dem Gemurmel der Gespräche zuzuhören. Ich machte es mir im Zelt und Schlafsack gemütlich und war dann auch schnell eingeschlafen.

Morgenröte deluxe

Nachts war es recht kalt und morgens der Wald noch gefroren. In der Morgendämmerung machte ich mich wieder auf den Weg nach Hause und kam so in den Genuss eines wunderbaren Sonnenaufgangs.

Wunderbarer Morgen
Intensive Farben am Morgen

Es war zwar kurz, aber so ein Overnighter ist immer wieder ein Energieschub – vor allem jetzt, wo ich sonst nur im Homeoffice sitze und jede Abwechslung wunderbar finde.

Ab ins Wilde Schleswig-Holstein
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7 Comments

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  1. says: Kai

    Hallo Martin,

    schade da hätte man dich mal live treffen können. War das Wochenende auch los. Wollte erst nach Bad Segeberg, hab mich dann aber für die Geltinger Bucht entschieden.
    Deine Podcast sind in letzter Zeit echt der Hanmer. Deine Gesprächspartner und die gewählten Themen sind sehr interessant.

    VG Kai.

  2. says: Richard

    Hallo Martin,

    danke für deinen kleinen Bericht 🙂
    Magst Du uns, wenn es die Zeit erlaubt, nochmal wieder aufklären, für was für eine Camping-Ausrüstung Du Dich in diesem Jahr entscheidest. Vielleicht kannst Du uns sogar nochmals Deine “Sleep well in your Bettgestell”- Listen aktualisieren, inkl. Zelte? 🙂
    Ich bin nämlich gerade auf der Suche nach (Frühlings-)Matratze und Zeltchen/Biwag fürs Bikepacking und Du hast immer so tolle Einblicke, was es alles da draußen so gibt. Darauf basierend “kleide” ich mich auch immer wieder gerne ein! 🙂
    Danke und VG Richard

    1. Hallo Richard,

      wie du weißt, übertreibe ich es auch regelmäßig mit der Ausrüstung 🙂

      Für den Silk Road Mountain Race werde ich ein Big Agnes HV UL 1 Bikepacking Zelt nehmen. Beim Schlafen ändert sich nur der Schlafsack: es ist dann ein individualisierter Cumulus X-Lite 400. Die Matte bleibt eine TAR Neoair UL. Da muss ich ggf eine neue holen, da die aktuell schon einige Flicken hat. Die Neoair finde ich aus Gewichts-, aber auch R-Wert Gründen prima. Ich muss nämlich mit Temperaturen um die -10 rad rechnen und da soll es schön warm bleiben.

      Viele Grüße,
      martin