Silk Road Mountain Race 2026: Hohe Scratchrate und ein Blick auf Zelt, Schlafsack & Co. // Silk Road Mountain Race 2026: High Scratch Rate and a Look at Tents, Sleeping Bags & More
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Silk Road Mountain Race 2026: Hohe Scratchrate und ein Blick auf Zelt, Schlafsack & Co.

Am Samstag ist das diesjährige Silk Road Mountain Race zu Ende gegangen. Und wer das Rennen auf Dotwatcher verfolgt hat, dem wurde schnell klar, dass es diesmal noch anspruchsvoller und härter war als je zuvor. Die Strecke war länger und es gab auch mehr Höhenmeter.

Das resultierte in der zweithöchsten Scratchrate in der Geschichte des SRMR mit 63%. Stand 30.8., 15 Uhr, haben 84 Teilnehmende im General Classification gefinished oder sind Over Time ins Ziel gekommen bzw. werden es noch. Der Rest, 145 Teilnehmende, hat gescratched.

Zur Einordnung: Die Scratchrate ist immer schon das Verhältnis von Scratches zu Teilnehmenden, also die um die Feldgröße bereinigte Zahl. Eine hohe Teilnehmerzahl erklärt eine hohe Quote deshalb nicht automatisch, denn die Teilnehmerzahl steckt ja bereits im Nenner. Dass 2026 mit 229 Startenden fast Rekordniveau erreicht, während die Quote gleichzeitig auf 63% steigt, ist kein Nebeneffekt der Feldgröße, sondern ein eigenständiger Befund – zumal 2025 mit 236 Teilnehmenden sogar noch mehr Leute am Start hatte, aber nur 44% Scratchrate.

Und natürlich gab es wieder unzählige Geschichten von unterwegs, von Kälte, Regen, Schlammschlachten und Hitze. Ich bin daher noch mal die beiden Beiträge auf Bikepacking.com „Rigs of SRMR 2026“ durchgegangen, in denen insgesamt 120 Teilnehmende ihr Setup vorgestellt haben. Angaben zu Zelt, Schlafsack, Isomatte, Kocher oder Biwaksack ließen sich davon aber nur bei 87 finden.

Diese Daten sind natürlich nicht repräsentativ, denn es sind nur 87 Datensätze von insgesamt 229 Teilnehmenden. Aber sie geben eine gute Indikation, was so verwendet wird. In jedem Fall sind sie eine erste Informationsgrundlage für jede und jeden, der auch in Kirgisistan fahren möchte, oder sich grundsätzlich dafür interessiert, was bei solchen Rennen zum Einsatz kommt.

Zelt oder Biwak?

Schauen wir zuerst mal auf das Thema Zelt oder Biwak. Mit Biwaksack waren 21 unterwegs, mit Zelt 62. Ich war damals auch mit dem Zelt beim SRMR, auch weil ich mir so etwas Komfort und mehr Wetterschutz gönnen konnte, als es nur mit dem Biwaksack möglich gewesen wäre. Und das Land ist einfach so einsam, dass man da auch nicht immer einen Unterschlupf für den Biwaksack findet.

Bei den Biwaksäcken kam am meisten der Outdoor Research Helium zum Einsatz. Meinen Test zu diesem Biwaksack findet ihr hier. Interessanterweise gab es hier und da auch die Kombination aus Zelt oder Tarp und noch mal einen Biwaksack (SOL Escape).

Die beliebtesten Zeltmodelle

Bei den Zeltmodellen gab es in diesem Jahr mit dem Aper Apex 1 ein Modell, das insgesamt 9x dabei war. (Fabian von Aper hat mir noch geschrieben, dass insgesamt 13 Aper Apex 1 beim SRMR im Einsatz waren – ich habe nur 9 erfasst.)

Dafür, dass es das erst seit Mai gibt, keine schlechte Quote. Und damit dürfte es dann auch viele Praxiserfahrungen geben, auf die ich schon gespannt bin. Ich habe selbst ein Apex 1 und werde es dann im Herbst und Winter ausgiebiger testen können.

Und auch Big Agnes und MSR waren mit jeweils 9 Nennungen dabei.

Big Agnes hauptsächlich mit seinen Fly Creek (4x) und Copper Spur (3x) Modellen. Ich bin damals auch das Copper Spur in Kirgisistan gefahren und kann es sehr empfehlen. Hier findet ihr meine Testberichte zum Fly Creek und hier zum Copper Spur.

Bei MSR wurden vor allem die Hubba Hubba Modelle (5x) genannt.

Außerdem kamen Modelle von Durston zum Einsatz, besonders das X-Dome (3x). Und auch die UL-Zelte von Zpacks, vor allem mit dem Zpacks Plex Solo (3x).

Viermal wurde auch das Nordisk Lofoten genannt, das besonders leicht und klein ist.

Wer sich mehr zum Thema Ultraleicht-Zelte bis 1kg informieren möchte, der findet viele Informationen und eine Modellübersicht auch hier:

Schlafsäcke und Quilts

Die Nächte sind kalt, daher ist es entscheidend, welcher Schlafsack und welche Isomatte zum Einsatz kommen. Dabei geht es um Gewicht und Wärmeleistung, aber auch Kompaktheit und möglichst geringes Packmaß.

Bei den Schlafsäcken waren die meisten Nennungen von Sea to Summit (15x). Diese haben mit ihrer Spark-Serie auch die richtigen Modelle im Angebot (7x).

Dahinter Cumulus (10x): der polnische Hersteller gilt mittlerweile als Gold-Standard und war vor allem mit den X-Lite Modellen vertreten.

Dann wurde noch den Therm-a-Rest Hyperion Schlafsack (4x), aber auch den RAB Mythic Ultra eingesetzt.  

Interessanterweise gab es auch 11 Teilnehmende, die auch Quilts gesetzt haben, vor allem von den mir bis dahin unbekannten Marken Enlightened Equipment (4x) und Feathered Friends (3x).

Isomatten: Wärme für den Tien-Shan

Ein warmer Schlafsack oder Quilt sind aber nur die eine Seite der Medaille: eine gute Isomatte gehört genauso dazu.

Hier überwiegen die Matten von Therm-a-Rest (26x) und vor allem das NeoAir Xlite Modell (21x). Dahinter dann mit jeweils 8 Nennungen die Nemo Tensor (eine gute und leichte Alternative zur nicht mehr erhältlichen TAR Uberlite) und Matten von Sea to Summit. Alle Matten verfügen über einen entsprechend hohen R-Wert, um in der Kälte des Tien-Shan ausreichend zu isolieren.

Kocher: die klare Minderheit

Zum Schluss noch ein Blick auf das Thema Kocher: insgesamt konnte ich nur 6 zählen. Das ist sicherlich nicht das Gesamtbild, aber es zeigt, dass eher die Minderheit einen Kocher mitnimmt und der Rest sich auf warme Mahlzeiten unterwegs verlässt.

Tobias und ich sind damals auch mit Kocher gefahren und haben uns abends entweder unsere Expeditionsnahrung gemacht oder später dann die chinesischen Instant-Nudeln.

Ausblick: Taurus Mountain Race

Damit verabschiede ich mich von den SRMR Bikeanalytics in diesem Jahr und freue mich nun auf das Taurus Mountain Race im Oktober, das zum ersten Mal stattfindet.

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