Schnee, Regen, Gravel: Bikeanalytics Bright Midnight 2026 // Bikeanalytics Bright Midnight 2026: A Closer Look at the Bikes
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Schnee, Regen, Gravel: Bikeanalytics Bright Midnight 2026

In diesem Jahr findet zum vierten Mal das The Bright Midnight statt, ein Bikepacking Race, das 1.100km und 20.000 Höhenmeter durch die beeindruckende Landschaft Norwegens führt.

Organisator Justinas aka King of Chaos ist selber ein sehr erfolgreicher Ultra-Racer und hat in die Strecke jede Menge Liebe und Herausforderung gepackt. Und glaubt man den Berichten der Teilnehmenden, so ist es nicht nur die Natur, sondern auch die Community und die Bevölkerung, die das Race zu einem großartigen Erlebnis und Abenteuer machen.

291 Teilnehmende gingen in diesem Jahr an den Start und sind seit Sonntag unterwegs. Doch das Wetter machte es ihnen bislang nicht leicht – Temperaturen um den Gefrierpunkt, Schnee und Regen lassen auch die DNF Rate hochgehen.

Das Bright Midnight ist also nicht einfach nur ein Gravel-Event, sondern eine harte Herausforderung für Mensch und Ausrüstung in einer der schönsten Regionen der Erde.

Und das möchte ich mit einer meiner Bikeanalytics würdigen.

Aus diesem Grund habe ich mir die Übersicht der Bikes und Ausrüstung des Bright Midnight von Dotwatcher.com angeschaut und noch eigene Recherchen auf Instagram vorgenommen.

Insgesamt 45 Bikes konnte ich auswerten – das ist zwar nur ein Bruchteil der Teilnehmenden, aber gibt schon mal einen guten Überblick, was in Norwegen gefahren wird. Und hilft dadurch auch bei der Vorbereitung für das Bright Midnight 2027.

Nun die Daten im Detail:

Rahmen: Gravel dominiert, Carbon vorn

Das Bright Midnight ist ein Gravel-Race, weshalb natürlich die Mehrheit auf Gravelbikes antritt. Es gibt auch ein paar Monstergravel und zwei, die sich mit MTBs auf den Weg gemacht haben.

Beim Material zeigt sich hier – wie auch bei anderen Ultra-Races – das Carbon die erste Wahl beim Rahmenmaterial ist, gefolgt von Stahl.

Cockpit: Drop Bar, Aerobar und (fast) kein Nabendynamo

Und der hohe Anteil an Gravelbikes bedeutet natürlich auch einen hohen Anteil an Drop Bars bei den Lenkern. Mit Flatbar sind nur 7% unterwegs. 77% haben einen Aerobar angebaut, was bei dieser Strecke auch Sinn macht und für die notwendige Entlastung sorgt.

Bright Midnight lässt vermuten, dass es nicht wirklich dunkel wird. Licht ist daher nicht so sehr eine Herausforderung. Nur 20% sind daher mit Nabendynamos unterwegs, vielleicht auch, um eine Stromversorgung zu garantieren und um nicht auf Akkus setzen zu müssen.

Schaltung: Sram schlägt Shimano

Bei den Schaltungen hatte ich mit einem Gleichstand von Sram und Shimano gerechnet. Aber Sram hat diesmal die Nase vorn – auch wegen der vielen elektronischen Schaltungen, die gefahren wurden.

Der Anteil ist mit 65% sehr hoch. Die Mehrheit ist Sram AXS und ich habe nur zwei Shimano Di2 gesehen.

Bei den Schaltungsmodellen führt aber die Shimano GRX vor der Sram Force und Sram Red. Aber es gab auch einige Mullet-Kombinationen aus MTB Schaltwerk und Road Shiftern.

Kassette & Kurbel: 1x, kleine Blätter, 13-fach im Kommen

Was die Übersetzungen angeht, so fährt die Mehrheit 12fach Kassetten. Aber man kann schon sehr gut sehen, dass im Ultra-Gravelbereich 13fach im Kommen ist.

Bei der Bandbreite der Kassetten gab es die meisten Nennungen für die 10-52er und die 10-46er. Letztere ist meist für 13fach im Einsatz.

Bei der Kurbel überwiegt der 1x Antrieb mit 69%. Das hätte ich anders erwartet.

Die meistgenannte Kettenblattgröße ist 38, gefolgt von 36. Das ist vermutlich auch der nicht unerheblichen Anstiege geschuldet, dass hier für Gravelbike-Verhältnisse eher auf kleinere Blätter gesetzt wird.

Laufräder & Reifen: Schwalbe G-One und 45mm sind Trumpf

Bei den Reifenmarken führt Schwalbe deutlich vor Continental. Dahinter kommen dann Hutchinson und Pirelli.

Auch bei den meistgenannten Reifenmodellen zeigt sich der hohe Schwalbe Anteil: der G-One ist der Bright Midnight Reifen.

Neugierig war ich auf die Reifenbreiten: 45mm wurde am meisten gewählt, gefolgt von dickeren Schlappen mit 50mm und größer.

Wie auch beim Rahmen ist das bevorzugte Felgenmaterial Carbon.

Bei den Laufrädern überwiegen natürlich die 700cc (28“). Mit 29“ habe ich alle geführt, die das entweder selber so angegeben haben, oder mit breiten Reifen unterwegs waren.

Navigation: Kaum Daten, aber Garmin führt

Ich wollte natürlich auch die Navigation auswerten. Hier ist die Datenlage aber sehr dünn. Was ich herauslesen konnte war, dass Garmin vor Wahoo und Coros genutzt wurden. Das ist aber ein aktuell übliches Bild bei Ultra-Rennen.

Taschen & Gepäckträger: Tailfin-Land

Bei den Taschen-Marken ist das Bright Midnight ein Tailfin Rennen: 42% setzen auf die Taschen der Briten, gefolgt von Apidura. Erfreulich ist auch der dritte Platz von Cyclite, die sich immer größerer Beliebtheit erfreuen.

Da ich beim Trans Balkan Race festgestellt habe, dass der Gepäckträger wieder im Kommen ist, habe ich auch hier näher hingeschaut: 29% waren mit Tailfin Trägern unterwegs und insgesamt 38% hatten einen Gepäckträger (inklusive Tailfin).

Bike-Marken: Canyon vorn, aber überraschend bunt gemischt

Bei den Bike-Marken war ich überrascht, wie vielfältig dann doch das Feld ist. Canyon hat die Nase mit 13% vorne, gefolgt von Orbea. Dahinter dann Mason und Trek. Ich hätte mehr Rose Bikes erwartet, gerade im Gravel-Segment, aber vermutlich trügt hier die Auswahl.

Wer fährt mit? Nationalitäten und Durchschnittsalter

Zum Schluss noch ein Blick auf die Nationalitäten: das Bright Midnight ist offensichtlich bei Deutschen sehr beliebt, gefolgt von den Norwegern. Das Durchschnittsalter beträgt übrigens 39,6 Jahre.

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