Bikeanalytics Trans Balkan Race 2026

Bikeanalytics Trans Balkan Race 2026

Seit Freitag, den 29. Mai, sind sie wieder unterwegs: 170 Teilnehmende kämpfen sich über 1.400 km und mehr als 30.000 Höhenmeter durch den Balkan. Und ich sage bewusst kämpfen, denn für mich ist das Trans Balkan Race eines der härtesten und anspruchsvollsten Bikepacking-Ultras, die es in Europa gibt.

Und daher gehört jeder und jedem, der dort an den Start geht und auch nur 100 km auf der Route von Italien durch Slowenien, Kroatien, Bosnien-Herzegowina und Montenegro absolviert, mein großer Respekt.

Hier könnt ihr übrigens das Rennen bei Dotwatcher.cc verfolgen.

Bereits im letzten Jahr habe ich die Räder und Ausstattungen der Teilnehmenden ausgewertet. In diesem Jahr sind es 70 Bikes auf Basis des Beitrags auf Dotwatcher.cc „Bikes of Trans Balkan Race 2026“, die ich mir angeschaut habe.

Auswertung Bikes des Trans Balkan Race 2026

Hinweis: Die Prozentwerte in den Grafiken ergeben in der Summe nicht immer 100 %. Ich zeige hier oft nur die relevanten Top 3 oder Top 5 der Nennungen. Alles andere würde die Grafiken zu unübersichtlich machen, zudem ist die Datenlage bei den restlichen Rädern manchmal einfach zu diffus. Meine Auswertungen zeigen dir also die klaren Mehrheiten und Trends im Feld, ohne dich mit dem kleinteiligen „Rest“ zu erschlagen.

Rahmen & Fahrwerk: Ohne Federung wird es ungemütlich

Wer sich mit diesem Rennen näher beschäftigt, der weiß, dass kein Weg um ein MTB oder zumindest ein Monster Gravel herumführt. Natürlich ist die Mehrheit entsprechend unterwegs, auch wenn ich ein Gravelbike und ein Reiserad entdeckt habe.

Bei Veranstaltungen dieser Art ist Carbon beim Rahmenmaterial erste Wahl. Allerdings hat auch Stahl einige Fans, gefolgt von Titan und Alu.

Kindskopfgroße Steine – das ist der Schotter des Trans Balkan. Und dafür braucht es eine gute Federung. 91% haben eine Federgabel und 29% reisen gleich mit einem Fully an.

Bei der Federgabel Marke wird Rockshox bevorzugt. Dort vor allem die SID.

Beim Federweg wird 120 mm bevorzugt, gefolgt von 100 mm.

Cockpit & Stromversorgung: Aero und autark

Flatbars sind natürlich an den meisten Rädern, aber auch Dropbars gibt es – vor allem an den Monster Gravel Bikes. 61% fahren mit Aerobars.

Strom ist natürlich auch im Balkan ein wichtiges Thema. 41% setzen auf einen Nabendynamo – die Mehrheit auf SON.

Antrieb: SRAM dominiert mit Funk und 12 Gängen

Kommen wir zum Antrieb: Sram ist die Schaltungsmarke der Wahl.

Mit 41% Anteil kommen elektronische Schaltungen sehr oft zum Einsatz. Vor allem die Sram AXS Modelle, aber es gab auch neue Shimano Di2 Modelle. 19% fahren mit der Sram Transmission – bevorzugtes Modell ist die Sram GX.

Im Feld habe ich noch eine Rohloff und ein Single Speed gesehen.

Erwartungsgemäß sind es 12fach Antriebe, die dominieren. Als Kassetten kommen vor allem 10-52 und 10-51er zum Einsatz. Das macht bei den Steigungen auch Sinn.

Daher setzen viele vorne auch auf kleine Kettenblätter: 32er oder 30er. Und dass 1fach Antriebe dominieren, ist mittlerweile Usus.

Laufräder & Reifen: Ein neuer Thronfolger auf 29 Zoll?

Ähnlich dominant sind 29er Räder. Bei dem Felgenmaterial dominiert mittlerweile Carbon. Das zeichnet sich auch bei den anderen Ultra-Races ab, die ich bei Bikeanalytics auswerte.

Schauen wir auf die Reifen: Modelle von Vittoria, Continental und Schwalbe werden am meisten verwendet.

Neben dem Klassiker Vittoria Mezcal, tritt der Continental Dubnital nun als Nachfolger des Race King seinen Siegeszug an. Außerdem wurde die bekannte Schwalbe Ultra-Kombi aus Racing Ralph und Ray oft genutzt.

Bei den Reifenbreiten liegen 2,25 und 2,4 Zoll gleichauf. Ich würde vermutlich dort dann auch 2,4 Zoll vorziehen.

Taschen & Setup: Das Comeback des Gepäckträgers

Ich habe auch versucht, die Navis auszuwerten. Viele Nennungen gab es nicht, aber hauptsächlich kommen Garmin 1040/Solar und Coros Dura zum Einsatz.

Interessant wird es bei den Taschenmarken: Tailfin hat hier die Nase vorn und 23 % fahren mit dem Tailfin Rack. Ich habe diesmal aber genauer hingeschaut und herstellerunabhängig erfasst, wer generell mit einem Gepäckträger fährt (egal ob Tailfin, Ortlieb oder andere). Das sind mit 41 % doch recht viele.

Es scheint, als ob der einst in der Bikepacking-Szene so verpönte Träger langsam wieder en vogue ist – und im harten, performanten Einsatz einfach Sinn macht.

Zum Schluss noch ein Blick auf die Bikemarken. Hier war die Datenlage eher übersichtlich, aber die meisten Räder im Feld kommen von Specialized, gefolgt von Salsa und Canyon.

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