In der fünften Folge geht es bei uns ans Eingemachte in Sachen Setup und Vorbereitung. Leona steckt tief in der Planung für das Taurus Mountain Race und wir diskutieren, welche Ausrüstung bei solchen Kalibern wirklich den Unterschied macht – vom Trinkrucksack bis zur Aerobar.
Das sind die Themen dieser Runde:
– Technik als Hilfsmittel, nicht als Zwang: Simon berichtet vom Powermeter-Update, aber wir hinterfragen kritisch: Hilft uns die Technik wirklich dabei, unseren eigenen Weg zu finden, oder lenkt sie uns nur ab?
– Taurus Mountain Race: Leona gibt Einblicke in ihre Vorbereitung und wir diskutieren über die mentale Komponente bei solchen extremen Unterfangen.
– Die richtige Ausrüstung: Warum der Trinkrucksack manchmal die bessere Wahl ist als die vierte Rahmentasche und warum wir über Riemenantriebe und Klappständer philosophieren.
– Der eigene Weg: Eine ehrliche Reflexion darüber, wie man das Radfahren wieder als das wahrnimmt, was es sein sollte: Ein Stück Freiheit, weit weg von fremden Standards.
Viel Spaß beim Hören!
Jetzt live: Gravel Gruppetto #5
Nun auch auf Youtube:
Shownotes
- Leona auf Instagram https://www.instagram.com/heimatnomadin/
- Simon auf Instagram https://www.instagram.com/simonpatur/
Quelle Musik
- Texas Napkin aus dem YT Creator Studio
Quelle Bilder
- KI generiert / Martin Moschek

Hi Martin,
erstmal ein großes Lob – ich höre euren Podcast sehr gerne 🙂
In der Regel bin ich zum Kommentieren zu faul. Aber das Thema mit den Getriebeschaltungen hat mich heute Morgen doch getriggert. Ich fahre seit gut 6 Jahren quasi täglich mit Pinion und kann deine Aussagen dazu nur teilweise bestätigen. Ich habe 2 Räder mit Pinion & Kette und ein (Winter-)Rad, welches ich dann aus Wartungs- bzw. Reinigungszwecken mit Riemen fahre. Mit allen Rädern hatte ich bisher im Grunde überhaupt keine Probleme und theoretisch würden auch alle noch mit der ersten Kette laufen (bei weit über 10.000 km pro Rad), wenn ich nicht letztes Jahr beide auf Wachs umgestellt hätte – und der Einfachheit halber habe ich dazu neue Ketten genommen.
Grundsätzlich ist der Kettenantrieb deutlich effizienter als der Riemenantrieb. Durch die höhere Reibung wird beim Riemen mehr Kraft pro Umdrehung benötigt. Ein ganz gutes Video dazu findest du hier: https://www.rad-lager.de/riemenantrieb.htm
Ich fahre gerne sportlich und somit, wenn möglich, immer Kette. Das Coole bei Pinion ist, dass auch der Kettenantrieb deutlich wartungsärmer bzw. wartungsfreundlicher ist als bei einer „normalen“ Kettenschaltung (und ja, ich habe auch noch ein Rennrad mit einer Sram Red, welches ich auch gerne fahre … ;-)). Da man vorne und hinten nur ein Ritzel hat, ist das Ganze super schnell gereinigt und nachgewachst. Einmal im Jahr das Öl wechseln und das Planetengetriebe schmieren – fertig! Und es schaltet, schaltet und schaltet tadellos!
Ich fahre ein Tout Terrain Scrambler – als Alltagsrad und Arbeitsmaschine (für Kinderanhänger, FollowMe, Tout Terrain Mule für den Einkauf usw.) – und ein Pilot Scram für den sportlicheren Einsatz auf allen Straßen und Feldwegen. Beide Räder sind mit den Tout Terrain Roadshiftern ausgestattet (also den Rennrad-Shiftern; die konnte man 2021 auch bei Pilot noch dazu kaufen). Die Variante mit Drehgriff an der Dropbar geht tatsächlich gar nicht …
Natürlich gibt es einen Unterschied. Mein Rennrad ist noch etwas direkter und spritziger usw., keine Frage. Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass das bei einem Ultra nach ein paar Tagen immer weniger ins Gewicht fällt.
Interessant wäre für mich tatsächlich mal, wenn einer der Topfahrer wie Bosoni, Strasser, Gemperle & Co. ein Rennen mit einem Pinion-Racebike (natürlich mit Kette) angehen würde. Ich behaupte tollkühn: Die wären nicht viel langsamer :-). Z. B. wären Themen wie eingefrorene Schaltwerke beim Atlas Mountain Race hier überhaupt kein Thema. Naja, mal schauen, ob wir das noch sehen …
Da es beim Kauf meiner Räder noch lange keine elektrische Variante gab, habe ich die von dir zitierten „Wäscheleinen“ – was mich die ersten Jahre überhaupt nicht groß gestört hat. Das war halt so und musste so sein. Erst als ich mich mehr mit Bikepacking usw. auseinandergesetzt habe, wurde mir der Platzmangel so richtig bewusst ^^. Da ich aber eh nicht viel am Lenker haben möchte, passt das schon. Will nur sagen: Ist doch alles eine Frage der Sichtweise – viele Dinge können einen stören, sie müssen es aber nicht 😉
In dem Sinne – Grüße an Simon und Leona,
weiter so und allzeit gute Fahrt!
Jochen
Der Fritz Meinecke reaction & reaction reaction Podcast