Vom Vesuv zum Gardasee: Mein Weg zurück zum Ultra bei der Italy Divide

Vom Vesuv zum Gardasee: Mein Weg zurück zum Ultra bei der Italy Divide
Vom Vesuv zum Gardasee: Mein Weg zurück zum Ultra bei der Italy Divide

Eigentlich sollte es der Taurus sein…

Ich weiß ehrlicherweise gar nicht mehr genau, wie die Entscheidung fiel, in diesem Jahr die Italy Divide zu fahren. Aber wie so oft im Leben sind es die Zeitfenster, die den Takt vorgeben.

Ursprünglich hatte ich das Alps Divide im Auge, das dieses Jahr zum letzten Mal stattfindet. Auch der Veneto Trail, das Seven Serpents oder das Taunus Bikepacking standen auf der Liste. Aber ich bin ehrlich: Das waren alles Alternativen, denn mein eigentliches Ziel war das Taurus Mountain Race. Aber zeitlich klappt es in diesem Jahr leider nicht.

Eine Legende wird 10 Jahre alt

Die Italy Divide hat einen legendären Ruf, auch wenn manche behaupteten, der Track sei etwas in die Jahre gekommen. Doch zum 10-jährigen Jubiläum hat Organisator Giacomo wohl nachgelegt und die Route aufgefrischt. Es gibt nun drei Varianten:

  • Original: 700 km / 14.000 HM (Start in Rom)
  • Classic: 1.250 km / 22.000 HM (Start in Pompeij)
  • XL: 1.650 km / 29.000 HM (Start in Bari)

Ich habe mich für die Classic Route entschieden. Los geht es in Pompeji, und schon nach wenigen Kilometern wartet der Vesuv als erster “Wachmacher”. Besonders freue ich mich auf das Wiedersehen mit der Toskana – dort, wo 2018 beim Tuscany Trail meine Leidenschaft für das Bikepacking entfacht wurde.

Vom Tiefpunkt zurück in den Flow

Die Italy Divide ist für mich mehr als nur ein Rennen (eigentlich ist sie nur ein Event); sie ist Teil meiner “Reinkommen-Phase”. Nach DNFs beim Bohemian Border Bash Race und Trans Balkan, Verletzungen und einer Enttäuschung bei der Grenzsteintrophy im letzten Jahr musste ich mich neu sortieren.

Das North2Peak hat mir dann aber gezeigt, dass die Beine und der Kopf wieder wollen und vor allem können.

Sara schreibt auf ihrem lesenswerten Blog Bikepackers.de, die Italy Divide sei die ideale Vorbereitung auf die großen Mountain Races. Ich mache es dieses Jahr umgekehrt: Ich nutze die italienischen Appeninen, um die nötige Routine und Härte für kommende Projekte zurückzugewinnen – und zu testen.

Video: Vorbereitung, Ausrüstung & Erwartungen

Am 1. Mai geht es los. Mein Ziel? Die Strecke in 5 bis 7 Tagen zu bewältigen. Welche Erwartungen ich an den Track habe und wie meine Ausrüstungsplanung aussieht, erfahrt ihr im Video:

Viel Spaß beim Anschauen!

Join the Conversation

2 Comments

Leave a comment

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

  1. says: Alexander

    Hallo Martin,

    für ein Race ist ein Biwakzelt schon deutlich besser als ein schweißnasser Biwaksack. Ich würde aber bei einer Differenz von gerade mal 300 Gramm immer zum Ultraleichtzelt greifen. Dann kannst du auch einen superleichten Daunenschlafsack verwenden, weil deutlich weniger Kondenswasser entsteht und du nicht durchfeuchtest. Daune spart wiederum deutlich Gewicht beim Isolationsmaterial.

    Das Nightcat Lanshan 1 mit Innenzelt (nicht in der Pro Variante) kennst du sicher, ich habe es mit einer zerlegbaren Stange und Ultraleichtboden von Extremtextil zu einem Minimalsetup gepimmt.

    Falls du Interesse hast: Ich habe von Ray Jardine, dem Vorreiter der Ultraleichtbackpackerszene, sein von ihm konstruiertes Tarpzelt in der Ein- Mann Variante genäht. Das ist auch richtig toll und herrlich luftig und warm ist das Schlafgefühl. Nur nichts für einen Campingplatz. Hier stolpern die nächtlichen Toilettengänger über die Abspannleinen. Jedoch ebenso wie das Nightcat nicht freistehend.

    Für deine Zwecke am besten sehe ich das Durston X- Dome 1+

    Es ist eine neuartige und sehr gelungene Konstruktion. Du transportierst nicht das Übergewicht eines Zwei- Mann Zelts mit dir mit, sondern erlaubt die Keilform des Innenraums ein ausbreiten und abwettern mit leichtestem Equipment. Vor allem ist es freistehend.

    Gerade für einen Overnighter bis Wochentour allererste Wahl. Leider habe ich das Nightcat direkt vor Erscheinen des Durston X- Dome 1+ zusammengestellt. Manchmal läuft das echt blöd. Ich hätte stattdessen zum Durston gegriffen.

    Schau dir gern einmal das Video vom sympathischen Weltradler Tristan Ridley dazu an. Für mich ist es definitiv das beste Zelt seit langer Zeit.

    Beste Grüße von Alexander

  2. says: Christian Biehl

    Habe Italy Divide vor 3 Jahren gemacht. Strecke ist der Hammer. Mittlerweile haben sie im Appenin entschärft. Bei Regen waren die Passagen fast nicht mehr zu bewältigen.
    Viel Spaß
    Christian