Ich lasse euch in diesem Blog immer wieder an meinen Gedanken und Überlegungen teilhaben. Und diesmal geht es um meinen eigenen Konservatismus sowie Licht- und Stromversorgung am Rad. Und ein Umdenken.
Mein Weg zum Nabendynamo
Aber von vorne: Auf meinen ersten Radreisen war Strom kein Thema – es gab kaum/keine Geräte, die geladen werden mussten, und Licht brauchte ich selten. Ich benötigte nur ab und zu neue Batterien für die Kamera oder die Taschenlampe.
Mit den Jahren änderte sich das und ich legte mir einen Nabendynamo zu (erste Shutter Precision, dann SON Deluxe und dann SON28) zu, um vernünftige Lampen am Fahrrad zu haben. Den vorläufigen Höhepunkt erreichte das mit dem Norwid Gotland Reiserad, wo ich mir eine SON Edelux II Lampe gönnte. Für mich damals das Beste, was man an Licht haben konnte. Heute für meine Art des Radfahrens nicht wirklich zu gebrauchen.

Dann stieg ich ins Bikepacking ein und von Anfang an setzte ich auf einen Nabendynamo am Rad, um damit einmal ein gutes Licht vorne zu betreiben und zudem auch mittels USB-Lader mein Navigationsgerät, Stirnlampe und Handy zu laden.
Wo ich das so schreibe, fällt mir mal wieder auf, wie sehr der technische Fortschritt Sachen erleichtert, aber gleichzeitig auch wiederum komplexer macht.
Eine unabhängige Stromversorgung war mir immer wichtig, denn so konnte ich bei den Ultra-Events unabhängiger sein. Und ein gutes Licht kam durch die mit diesen Events einhergehenden Nachtfahrten zwangsläufig dazu.

Beim Atlas Mountain Race habe ich für die Stunden in der Dunkelheit eine Busch & Müller IQ-X Lampe gekauft. Die war ganz ok, hatte aber natürlich ihre Limitation in der Leuchtkraft und Ausleuchtung. Ich habe damals auch nicht mit Akku-Lampen geplant – sie waren einfach nicht auf meinem Radar.
Da also damalige StVZO-zugelassenen Lampen nicht ausreichend waren und ich auf den Dynamobetrieb setzte, holte ich mir die Klite Bikepacker Ultra, vor allem für das Silk Road Mountain Race.

Das ist eine mit 1.300 Lumen sehr helle Lampe, die bei Dunkelheit ein wirklich gutes Lichtbild bietet und auch bei schnelleren Geländefahrten entsprechend Sicherheit. Allerdings ist diese Lampe nicht in Deutschland zugelassen und wird hierzulande auch nicht verkauft. Mit dabei war der Klite USB-Lader, der sensationell auch bei langsamer Fahrt meine Geräte laden konnte.

Und auch bei meinen Touren das ganze Jahr über konnte ich mich immer auf die Stromversorgung und das Licht verlassen und war damit auch relativ unabhängig.
Für das Trans Balkan Race habe ich mir dann die Sinewave Beacon 2 Lampe zugelegt. Auch diese ist nicht in Deutschland zugelassen, bietet aber mit 750 Lumen ein gutes Lichtbild im Gelände und hat zudem den USB-Lader im Lampenkopf integriert. Dadurch ist die Lampe sehr kompakt, sie ist sehr leicht und der Lader sehr leistungsfähig.
Bei meinen Rennen und Touren habe ich so immer auch meine GPS-Geräte und das Smartphone und ab und zu auch die Powerbank geladen.

Mit der Supernova M99 DY Pro gab es dann endlich eine StVZO-konforme Dynamo-lampe, die auch ordentlich Wumms hatte und ein sehr gutes Licht produzierte. Leider war hier der Betrieb mit einem USB-Lader nicht mitgedacht. Diese Lücke hat dann aber SON mit der Ladelux eindrucksvoll geschlossen.

Diese Lampe ist für mich aktuell das Maß der Dinge, was man mit dem Dynamostrom machen kann. Und nicht nur das Fernlicht auf Knopfdruck und den breiten Lichtteppich, sondern auch die beeindruckende Ladeleistung – ebenfalls in der Lampe integriert.
Und das die Kombination aus leistungsfähigem Nabendynamo und guter Lampe und USB-Lader gerade im Adventurebereich attraktiv sein kann, zeigen nicht zuletzt die beiden neuen Modellreihen des Rose Backroad und des Canyon Grizl. Sie verkaufen diese Kombination als Unabhängigkeit, was ja auch im Kern stimmt.
Nabendynamo im Bikepacking: Wo liegen die Grenzen?

Im Kern also alles gut. Allerdings gab es ein paar Dinge, die mich auch an dieser Lösung immer gestört haben:
- Die Leuchtkraft hängt von der Geschwindigkeit ab. Fährt man zum Beispiel einen Berg hoch, nimmt die Lichtstärke entsprechend ab. SON hat bei der Ladelux einen guten Pufferakku integriert, der auch länger eine hohe Lichtmenge garantiert. Aber auch die ist irgendwann vorbei – vor allem wenn man auch mal anhalten muss und steht. Ich habe dafür immer eine akku-betriebene Stirnlampe dabei, die mit 1.100 Lumen dann ordentlich Licht macht.
- Die Ladeleistung hängt ebenso von der Geschwindigkeit ab und kann daher je nach Gelände variieren. Insgesamt bin ich aber damit zufrieden – nur verlassen kann man sich nicht auf eine konstante Leistung.
- Ich hatte es ab und zu, dass ich beim Zuschalten des Nabendynamo einen minimalen Widerstand spürte – aber eher im Kopf als in der Leistung. Wenn ich allerdings gleichzeitig Lade und Leuchte, dann war das schon merklicher.
- Ich fahre SON Nabendynamos, die sehr gut gefertigt und sehr haltbar sind. Dennoch passiert es, dass die Lager ausschlagen und dann nur durch SON repariert werden können. Ich hatte das schon zweimal an meinen SON28 Dynamos. Das letzte Mal führte dann kurz vor der Grenzsteintrophy dazu, dass ich einen anderen Laufradsatz fahren musste und damit nicht so breite Reifen, wie benötigt. Der prominenteste Fall war beim diesjährigen Silk Road Mountain Race, wo Josh Ibbett an Checkpoint 3 aufgrund eines kaputten SON Lagers aufgeben musste. Denn unterwegs ist das nicht reparierbar.
- Das Systemgewicht aus Nabendynamo mit Lampe und Lader. Der SON28 in der Ausführung wie ich sie fahre (Steckachse, Boost) wiegt 480g. Die Sinewave Beacon 2 kommt mit 115g, die Klite Bikepacker Ultra wiegt inklusive USB-lader und Schalter 260g. Die SON Ladelux bringt 180g Gewicht mit. Insgesamt kommen so zwischen 595g und 740g zusammen.
- Eine Licht-/Ladelösung mit Nabendynamo bedeutet oft auch, dass alles immer am Rad verbleibt, selbst wenn man es nicht nutzt. So bin ich mittlerweile zu der Feststellung gekommen, dass ich diese Konstruktion eigentlich nur maximal 20% meines Fahrradjahres nutze, trotzdem es immer die ganze Zeit am Rad habe. Die Stromversorgung ist eigentlich nur bei wirklich langen Touren nötig, wo es zudem nicht viele Möglichkeiten zum Laden gibt. Und das Licht brauche ich meist nur im Herbst und Winter und ab und zu mal bei Fahrten in der Dämmerung im Sommer. Im Kern also viel „totes Gewicht“, dass ich rumfahre.

Mein Aha-Moment: Warum ich den Nabendynamo hinterfragt habe
Jahrelang funktionierte dieses System gut für mich. Alternative Lösungen, wie zum Beispiel durch Akku-Leuchten, waren mir natürlich bekannt, aber ich habe sie nie in Betracht gezogen. Zu sehr war ich auf diese Unabhängigkeit in der Stromversorgung versessen. Und in dieser vermutlich auch vom typisch deutschen Sicherheitsbedürfnis getrieben.
Dann ist etwas passiert, was mich zu einer Neubewertung des ganzen Themas veranlasst hat, und der Grund ist, warum ich meine Gedanken mit euch teile: ich habe mir ein Coros Dura Navigationsgerät gekauft.

Der Grund war ein Kurzschluss am Karoo 3 beim Laden und im Regen beim North2Peak Event. Ich hatte bis dahin immer meine GPS-Navis mit dem Nabendynamo während der Fahrt und Navigation geladen.
Mit dem Coros Dura hatte ich dann aber dieses Problem gar nicht mehr, denn das Navi muss man eigentlich nicht laden, bzw. natürlich, aber der Akku hält sehr lange. Ich hatte es mit 80% Akkuladung gekauft, bin damit viel gefahren und hatte nach einem Monat immer noch 63% Akku. Ich brauchte also auf einmal nicht mehr den USB-Lader.
Und ebenfalls beim North2Peak habe ich gemerkt, dass obwohl wir Mitte September oft im Dunkeln oder Dämmerung gefahren sind, ich das Licht in diesem Systemumfang nicht gebraucht hätte. Und gleichzeitig habe ich bemerkt, dass die Akku-Lampen meiner Mitfahrer wesentlich leistungsstärker waren und ein besseres Licht produzierten.
Der mögliche Wechsel auf Akku-Lampen
Das führte dazu, dass ich begann mich näher mit dem Thema Akku-Lampen zu beschäftigen. Lange habe ich Lupine, Supernova und Co. gar nicht weiter beachtet, da diese Lampen zwar sehr gut, aber auch sehr teuer waren.
Nun muss man aber auch sagen, dass die leistungsfähigen Dynamolampen mittlerweile genauso teuer sind und zwischen 400 und 500 Euro kosten. Der Preisunterschied ist also nicht mehr gegeben.
Momentan bin ich sehr von der Lupine SL Minimax AF angetan, die mit maximal 2.400 Lumen, verschiedenen Leucht-Modi und unterschiedlichen Akku-Kapazitäten sehr meinen Vorstellungen entspricht. Oder die Supernova M99 B54, die der Lupine ähnlich ist.
Ein Wechsel auf Akku bewerte ich für mich wie folgt:
- Erstmal höhere Anschaffungskosten, da ich ein neues Laufrad vorne brauche oder das bestehende Laufrad von SON auf eine normale Nabe umbauen lassen müsste. (Ich schaue mir gerade den XC-Master Carbon-Laufradsatz von Carl´z an. Wer damit Erfahrungen hat, gerne mal Feedback geben!). Und wer auf einen Nabendynamo wechseln möchte, der sollte neben den Kosten für den SON28 (300-350 Euro) auch die Kosten für den Einbau und das Einspeichen mitkalkulieren.
- Niedrigeres Systemgewicht: das Dynamo-System schlägt mit 600-750g zu Buche. Die Kombination aus DT-Swiss 240 EXP Vorderradnabe (145g) und Lupine SL Minimax AF mit 50 Wh/6.9 Ah Akku (350g) wiegen zusammen 495g. Das sind also 100-250g Gewichtseinsparung. Und beim größten Lupine-Akku mit 70 Wh/10 Ah kommen noch mal 100g mehr dazu.
- Zudem kann ich den Lupine- oder Supernova-Akku auch zum Laden meines Smartphones oder Navis nutzen und spare dadurch auch eine Powerbank ein (habe meist zwei dabei – Nitecore 10.000 mAh mit je 150g).
- Mehr Licht, besseres Licht: die Lupine als auch die Supernova leuchten bei Bedarf alles aus und bringen weit mehr Leistung mit als Dynamolampen. Und auch im Stand ist Licht immer ausreichend da und nicht nur als Standlicht. Für mich aber auch wichtig: „endlich“ StVZO-konformes Licht, das im Gelände ordentlich ausleuchtet und im Straßenverkehr nicht blendet.
- Die Montage ist einfacher und aufgeräumter. Lediglich der Akku braucht etwas Platz (in der Oberrohr- oder Rahmentasche). Auch gefällt mir die Bedienung und Leuchtstufenansteuerung über den Taster am Lenker. Das bietet aber auch SON bei der Ladelux in ähnlicher Art.
- Eventuelle Nachteile ergeben sich eventuell durch die eingeschränkte Unabhängigkeit, da der Akku in der Praxis je nach Einsatz von höchster Lichtstufe, dann 1-2 Tage bzw. Dunkelfahrten hält, bevor er geladen werden muss. Ein gewisses Laufzeitmanagement und Ladelogistik sind dann also notwendig. In der Praxis ist es aber auch so, dass ich nur selten derart weit weg von der nächsten Steckdose war. Und auch nicht unbedingt eine ganze Nacht durchfahre und entsprechend die Akkukapazität ans Limit bringe.
- Ein Thema kann aber ein möglicher Akkuschaden sein. Dann ist das ganze System unbrauchbar. Da ist das Dynamo-System im Vorteil, auch wenn hier natürlich was kaputt gehen kann. Zudem ist ein Akku auch immer ein Verschleißteil, weshalb hier also im Laufe der Zeit Kosten entstehen können.
Fazit: Akku oder Nabendynamo – was ist die bessere Lösung?

Die Diskussion Nabendynamo vs. Akku-Systeme ist komplexer denn je. Stand lange Zeit die Energie-Autonomie für mich klar im Vordergrund, verschieben neue Technologien die Gewichte.
Mein Coros Dura mit seiner Solarladung und der beeindruckenden Akkulaufzeit nimmt dem Nabendynamo eine der Hauptaufgaben als Stromlieferant für die Navigation. Übrig bleibt die Frage nach der Beleuchtung: Bin ich bereit, die Gewissheit unendlichen Lichts für die Chance auf die maximale Lichtleistung von 2400 Lumen (Lupine SL Minimax AF) einzutauschen?
Ich tendiere momentan zur Akku-Lösung. In den wenigen, aber kritischen Stunden in der tiefsten Nacht ist die Sicherheit durch maximale Helligkeit auf unbekannten Trails für mich das entscheidende Argument. Das Mehrgewicht an Akkus wird durch das leichtere Vorderrad kompensiert, und die Lade-Logistik ist für mich beherrschbar.
Nun zu Euch: Wie seht ihr das? Ist der Nabendynamo im Bikepacking das bessere System? Oder ist der Akku angesichts neuerer Technologien und besserer Lichtleistung die optimalere Wahl?


Vor sechs Jahren stand ich vor einer ähnlichen Entscheidung. Schlussendlich habe ich mich damals für eine Lupine SL AF mit 50Ah Akku entschieden, und separat noch den Ladeadapter USB-C dazugekauft. Der Grund war im Endeffekt der, dass ich den Akku nur dann mitnehmen muss wenn ich ihn auch brauche, also im Dunkeln und auf langen Touren. Das Hauptargument für die Lupine war die Anpassbarkeit der Lichtleistung und somit auch der Akkuausdauer. Bei niedriger Leuchtleistung kommen gute 6 Sunden zusammen und es ist immer noch heller als jede 08/15 Lampe. Zudem war es damals eine der wenigen StVZO Lampen mit Fernlicht, welches wirklich grandios ist. Nach einem Jahr habe ich zwecks Unabhängigkeit noch einen großen Akku dazugekauft. Beide Akkus sind (bei guter Pflege) immer noch topfrisch und haben mich noch nie im Stich gelassen. Falls man die Akkuleistung ausreizt, stellt die Lampe übrigens noch einen Notmodus bereit, der nochmals zwei Stunden Leuchtzeit mit stark reduzierter Leuchtleistung zur Verfügung stellt.
Der Kaufpreis ist sicher nicht ganz ohne, aber in Anbetracht der Tatsache, dass man auch im Gelände schnell und sicher bei Dunkelheit fahren kann völlig gerechtfertigt. Als einzigen Nachteil kann ich die Ladezeit mit dem Wiesel-Ladegerät nennen, von 20% auf voll vergehen 6 bzw. 8 Stunden bis voll.
Mein Senf:
Nabendynamo geht meiner Ansicht nach fast nie auf, vielleicht Bikepacking in Bhutan oder so…
Beim Licht bin ich der Meinung, Lupine und diese ganze Preisklasse ist raus geworfenes Geld, ich vergleich das mit den Marken Lacoste oder Marco Polo als ich jung war, waren Statussymbole sonst nix… Produziert wird das eh alles in China also da sollte man sich nicht blenden lassen…
Stromversorgung ist in 2025 mit den neuen schnellen und teilweise dabei sogar leichten Powerbanks einfach kein großes Thema mehr…
Hallo Frank,
das ist mir zu pauschal und wenig informiert.
Lupine als auch Supernova produzieren und fertigen in Deutschland.
Und Bhutan und Nabendynamo ist auch kein guter Vergleich, da es gerade dort wegen der Berge eher nicht ganz so gut funktioniert mit dem Laden und Leuchten über Nady.
Viele Grüße,
martin
Um die Lampen wird natürlich wie bei fast allen Sachen am Fahrrad ein Kult betrieben. Aber die Physik lässt sich nicht überlisten. Die LEDs wird Lupine aus China beziehen, und die ist das Herzstück der Lampe. Lupine kann nicht zaubern, die Grenzen der Physik sind nicht anders weil das Ding in Deutschland zusammengesetzt wird aus eingekauften China Teilen…
Hallo Frank,
Auch hier muss ich korrigieren: Lupine und Supernova beziehen ihre LEDs von Herstellern aus Deutschland und den USA: Osram, Lumileds und Cree.
Und beide Hersteller sind genau dafür bekannt, die Grenzen des Machbaren weit auszureizen. Daher auch die Qualität und der Preis.
Ich verstehe aber deinen Punkt: dafür kannst du ja auf andere Hersteller zurückgreifen. Mir geht es nicht einfach nur ein Licht, sondern das Maximum im Gelände, kombiniert mit StVZO.
Viele Grüße
Martin
DT-Swiss-Nabendynamo + Forumslader V6 und Akku-Lampe mit Powerbank Funktion ist die beste Wahl für längere Bikepacking Abenteuer.
Welche Lampe genau meinst du?
Ich habe ebenfalls beides, wobei im Akkubereich nur eine einfache Sigma Aura in Kombination mit einer Petzl Stirnlampe. Letzteres eignet sich für die minimalistische Bikepackingreise, aber nicht für ein Ultrarace mit langer Nachtfahrt. Mein SON hat ca. 15Tkm auf dem Buckel. Geschont habe ich den auf der Bikepacking Transgermany oder in den Highlands in Schottland nicht. Läuft noch wie eine 1. Bei der Lupine stört mich die lange Ladezeit von über 3h, bis der Akku wieder voll ist. Auch dieses spezielle Ladegerät ohne USB-C finde ich ungeschickt. Da setze ich lieber auf PB mit Schnelladefunktion und leistungsstarkem Netzteil. Wird dann bei Einkaufsstopps im Supermarkt geladen. Dadurch braucht es auch keinen USB-Lader für den Nady. Du hast doch bereits das beste Equipment in mehrfacher Ausführung. Schnall die Klite dran und lass den Lader Zuhause. Wenn es Stvzo-konform sein muss, würde ich die Beacon und Klite verkaufen und ein M99 DY mit prima Fernlichtfunktion kaufen.
Ich fahre seit ca. Zehn Jahren Lupine und bin super zufrieden damit.
Dennoch gibt’s Dinge, die an der aktuellen MiniMax verbessert werden könnten:
1. Der Akku entlädt sich, wenn man Lampe und Akku nicht trennt. Also nach jeder Fahrt Stecker ziehen und bloß nicht angestöpselt länger abstellen!
2. Kein laden per USB-C, man braucht das spezielle Wiesel-Ladegerät. Wenn man das vergisst oder verliert bekommt man es auch nicht spontan irgendwo.
Sonnst bestes Licht, dir fühle ich mich nachts sicherer als tagsüber, weil ich ganz anders gesehen werde von Autos usw
Hi Ariane,
doofe Frage, aber wo auf dieser Welt findest Du noch diese wilden Ecken, dass Du kaum mehr neu aufladen könntest?
Ich bin Typ Aufladen und selbst in Afrika gehts relativ einfach.
Danke und viele Grüsse
Ja, ich glaube auch, dass es hierbei oft auch um Angst/Sorge vor Grenzen geht, die man nie erreicht. Selbst in Kirgisistan hast du spätestens nach zwei Tagen wieder eine Stromquelle. Andererseits hängt das alles aber auch von der Anzahl der Verbraucher ab, die man dabei hat. Ich habe nur Stirnlampe, Navi und Handy. Andere haben noch Kamera und Drohne und Actioncam. Da ist das Thema Stromversorgung noch mal anders und da kann ein Nady durchaus eine Option sein.
Viele Grüße
Martin
Das beste wäre eine Akkulampe
und ein Tikot mit Solarzellen.
Gruß Erich
Ein weiterer Aspekt sind Speichen: Bei meinem Laufradsatz sind es die gleichen für beide Räder. Bei einem Nabendynamo wären es andere. Nabendynamo hiesse also wieder mehr Ersatzteile mitnehmen.
Zum Leistungsverlust / Widerstand: Er ist da und messbar. Gewicht ist immer ein Riesenthema am Rad, da wird über ein paar 100 Gramm hin oder her ewig diskutiert bzw geschrieben. De facto würdest du 1-2 kg mehr/weniger beim Blindtest aber eher nicht bemerken. Beim Nady sinds ein paar Watt Verlust. Mindestens die Ladeleistung und, da kein System perfekt ist noch etwas mehr.
Wenn du jetzt diese Verluste in Relation zu deiner Dauerleistung und Systemgewicht (Fahrer + Rad + Gepäck) setzt entspricht das bergauf schnell ein paar Kilo. In der Ebene sogar mehr, da ist Gewicht kein so großer Faktor.
Hallo Martin,
Danke das Du uns an Deinen Überlegungen teilhaben lässt.
Ich bin mittlerweile von Team Akku zu Team Dynamo gewechselt. Früher hatte ich eine hochwertige Akku Lampe und war auch sehr lange Zeit damit zufrieden.
Da ich mein Rad aber nicht nur für gelegentliche Overnighter und Bikepacking Urlaube nutze, sondern auch als Pendlerrad, habe ich mittlerweile zum Nady in Kombi mit einer Sinewave gewechselt. Dazu muss ich aber auch erwähnen das meine Akku Lampe einem defekt erlegen ist – der Akku hat leider Feuchtigkeit gezogen und die Zuleitung zum Lampenkopf war durch, sonst hätte ich vermutlich auch erstmal nicht gewechselt.
Ich gebe DIr recht, das die Lichtausbeute bei Akku Lampen meist besser ist, dennoch fährt auf längeren Touren immer die Not mit, den Akku und die Powerbank zu laden. Bei Overnightern oder kurzen Touren von 2-4 Tagen sehe ich auch keine Probleme, wird die Tour länger und dann noch in dünn besiedelten Gebieten, wird es meist eng.
Meine Tour dieses Jahr mit Nady fand ich super entspannt, rein theoretisch hätte ich kein einziges mal einen Campingplatz anfahren müssen – Strom hatte ich immer genug.
Voranschreitende Technologien wie z.b. der Coros entspannen die Situation schon, machen meist aber nur einen Teil der Ausrüstung aus. Andere Teile wie Kamera Akkus verbrauchen mittlerweile zwar weniger Strom, sind aber noch lange nicht genügsam genug. So das man gezwungener Maßen immer eine Steckdose sucht.
Hinzu kommt das bei regelmäßigem Betrieb und daraus resultierenden Ladevorgängen die Akkus auch leiden.
Beide Systeme haben Ihr für und wieder, die Art und der Umfang der Tour sind m.E. entscheidend.
Grüße
Bin auch am schauen welche Lampe es werden soll. Vielleicht gibt es ja ein Schnäppchen in der black week.
Im Mtb Forum gibt es eine Komplette Liste mit Empfehlungen zu Lampen und Akkus inkl. Aufzählung von weiterführenden Links.
https://www.mtb-news.de/forum/t/lampenberatung-bearb-11-25-uebersicht-fragebogen-kaufempfehlungen-links-zu-tests-uvm.933687/#post-17083397
PS: welches Modell ist das Corus Dura Navi und kannst du es empfehlen? Habe gelesen es der Prozessor sei etwas lahm.. Stimmt das?
Hallo Daniel,
Es gibt nur einen Coros Dura.
Ich finde den gut. Die meisten Infos stammen noch aus der Zeit vor zwei Jahren.
Viele Grüße
Martin
Hallo Martin, ein sehr spannender Beitrag!
Ich habe mir diesbezüglich auch viele Gedanken gemacht und kann eine high performance low cost Lösung empfehlen.
Die Supernova M99 Mini Pro 25 U-Serie gibt es aktuell für ca 130 € zu kaufen. Sie ist mit STVO Zulassung und eigentlich für E-Bikes gedacht.
Wer löten kann, kann sich ein USB-C PD Kabel mit 12V Trigger anlöten sowie einen kleinen Wasserdichten Taster für das Fernlicht anbringen. Diesen konnte ich in der Aerobar verstecken.
Als Akku dient dann eine normale Powerbank (ich verstaue diese in der Rahmentasche). Ich habe eine kleine und eine große je nach Bedarf. Das Schöne ist, man kann dort auch andere Geräte anschließen.
Alles in allem muss man etwas Basteln, wer davor nicht zurück schreckt kann sich eine flexible ultra light low cost Lösung bauen. Sicher nichts für jeden, aber auch kein Hexenwerk.
Hi Andreas, deinen Beitrag finde ich super spannend, u.a. weil ich genau nach so einer Lösung suche (viel STVO Licht per normaler Powerbank).
Kannst du das technisch näher erläutern, oder kann man das ggf. iwo mit Bildern nachlesen?
Danke schonmal!
habe Winterrad mit Nabendynamo und b+m iq-x.
rest fahre und tausche mit b+m ixon, ixon Space
Helligkeit reicht mir .
Ich hab beides, SON Nabendynamo mit Ladelux auf extra Laufrad und Lupine Nano. Kommt für mich immer auf den konkreten Einsatzfall an, beim Overnighter oder Fahrten mit dichter Besiedelung greife ich zur Akku-Lösung. Das lässt sich auch bequem zwischen Rädern wechseln. Wenn es aber zu remote wird und ich einfach Peace of Mind brauche, dann liebe ich einfach den Ladelux. Wenn es nicht allzu bergig ist, spielt das Mehrgewicht für mich keine Rolle.
Hallo Martin,
das ist genau meine aktuelle Überlegung.
Ich habe mit ja für die Panamerikana extra eine Laufradsatz bauen lassen mit einem Son 28, da viele in fahren und er als zuverlässig gilt.
Ich hin ja in Deadhorse Alaska gestartet und bereits in Cartagena Kolumbien waren nach ~13.000 km die Lager defekt.
Wie von dir erwähnt kann offiziell nur Son die Lager wechseln. In einem Radladen in Medellin hat sich ein Mechaniker ran getraut und hat mir die Lager für 20$ gewechselt inklusive Lager.
Diese hielten dann noch ~1.200 km und dann waren auch diese defekt.
Da ich dann aufgrund des zweiten Unfalls in Lima abgebrochen habe, habe ich auch die Lager des Dynamos auf Kulanz von Son ersetzt bekommen.
Sie sagten es gab eine Serie wo sie preiswerte Lager verbaut hatten. Jetzt seihen die guten drin.
Seit 6.471 km habe ich keine Probleme mehr.
Ich habe ja den Son 28 in Kombination mit der Supernova M99 DY und den Forumslader v6.
Wenn ich nochmal vor der Entscheidung stehe würde, dann würde ich mich für eine Akkulampe und 2x 10.000mAh Powerbanks entscheiden.
Die Powerbanks kann ich weltweit austauschen, die Nabendynamolager jedoch kann ich offiziell nur bei Son im Werk austauschen lassen.
Und so zuverlässig sind Nabendynamos leider nicht.
Grüße aus Argentinien
Markus Guggenmoos
Heho,
Interessant, ich denke gerade aus der anderen Richtung darüber nach, auch weil ich im kommenden Jahr mich mal mehr ins Dunkele wagen will und ggf. bei ner 750km Gravelveranstaltung mitfahren möchte. Nen Gsrmin kriegt man ja genau wie ein Rücklicht auch schnell über ne Powerbank geladen, aber wenn meiner Lupine mal nach 6h die Luft ausgeht wird das schon schwieriger.
Und ja, dass ganze Zeug immer mitschleppen habe ich auch keine Lust zu. Einfach 2 LR für vorne – eiinmal mit und einmal ohne Dynamo. Und an der Gabelkrone befestigt, da ist die Lampe auch schnell dran und ab.
Ist nur noch die Frage ob Edelux, Supernova oder Busch und Müller uns knappe Budget passen.
Lupine SL AF 7 mit Ersatzakku und Adapter um das Handy aufzuladen ist eine für mich perfekte Lösung.
Schöner Erfahrungsbericht. So kenne ich es auch, beide Systeme haben ihre Vorteile. Aber die Akkulampen von Lupine sind ein Lichttraum, sehr schöner Lichtteppich und hell wie beim Auto. Aber ich würde die SL AF 7 nehmen, das Beste in allen Dimensionen. Aber probiere alles aus, ich freu mich auf ausführliche Berichte!
Glaube das kann man im Großen und Ganzen so unterschreiben. Gerade wenn man in dicht besiedelten Gebieten unterwegs ist (also fast ganz Europa ) bietet sich immer eine Lademöglichkeit an.
Hab mir auch gerade den Spaß gegönnt und spiele mit Lader und NADY rum. Je nach Strecke und Gelände kann es mit dem Laden klappe oder auch eher nicht.
Meine Empfehlung geht klar in Richtung Akku-Leuchte/Powerbank plus kleines starkes Netzteil.
Danke für deine Gedanken/Erfahrung und ehrliche Meinung aus der wilden Praxis.
Tom