Ein Tab für alle Fälle: das Samsung Galaxy Tab Active im Feldtest

Für die harte Tour geeignet

Um es gleich vorweg zu sagen: Ich bin Kommunikationsberater und einer meiner Kunden ist Samsung. Als die Kollegen hörten, dass ich nach Georgien fahre, haben sie mir das neue Outdoor-Tablet Galaxy Tab Active als Leihgerät mitgegeben, damit ich es auf meiner Tour mal auf Herz und Nieren teste.

Eine Radtour ist für mich eigentlich eine fast technikfreie Zeit. Aber diesmal wollte ich ein Tablet mitnehmen, um unterwegs Texte zu schreiben, Bilder zu bearbeiten, Routenplanung zu machen oder einfach einen Film zu schauen. Da kam das Angebot von Samsung gerade recht.

Das Galaxy Tab Aktiv im Einsatz auf Tour

Das Galaxy Tab Aktiv im Einsatz auf Tour

Das Tab Active ist eigentlich gemacht für die Baustelle, für den harten Einsatz als Business-Tablet, und damit genau richtig für draußen. Schon vom Äußeren her besteht kein Zweifel: das Ding kann einiges aushalten. Und wenn man es noch in die Schutzhülle (Protective Cover+) steckt, dann kann da gar nichts mehr passieren. Staub- und wasserdicht mit IP67 zertifiziert, kann dem Tab Active auch ein Sturz auf den Boden nichts anhaben.

Ich hatte das Tab während der Georgien-Tour in einer der Packtaschen dabei und nicht sonderlich geschützt. Es hat ohne Schaden selbst heftigste Rütteleien und Schläge mitgemacht. Abends lag es vor und im Zelt, hat eine unfreiwillige Bierdusche genossen und viel Regen und Dreck abbekommen. Und hat dabei ohne Probleme funktioniert.

Für die harte Tour geeignet

Für die harte Tour geeignet

Zum Einsatz kam es sehr oft abends, wenn ich Bilder bearbeitet oder Filme angeschaut habe. Der Prozessor hat seine Stärke gezeigt und selbst komplexere Aufgaben wie Videobearbeitung und Photoshop-Anwendungen hat das Tab flüssig mitgemacht. Gut gefiel mir auch die Multiwindow-Funktion, sodass ich meinen Bilderordner neben das Bearbeitungsprogramm legen konnte, oder die OSMand Karte neben das Textdokument, wenn ich meinen Tag schriftlich am Tablet zusammengefasst habe.

Was ich allerdings störend fand, war die Bildqualität. Ich bin durch mein Galaxy Note 4 sehr verwöhnt, was die Darstellungsqualität eines Displays angeht und hätte mir das auch beim Tab Active gewünscht.

Das heißt jetzt nicht, dass es unterirdisch war, aber bei der Fotobearbeitung, wo man schon sehr auf die Details und Veränderungen achtet, ist es mir sehr aufgefallen. Auch die Farbwiedergabe meiner Instagram-Bilder war auf dem Tab schlechter als auf meinem Smartphone. Hier hätte ich mehr erwartet, auch weil das Tab Active mit um die 400 Euro doch schon einen ordentlichen Preis hat.

Die Wiedergabe der Videos war gut und auch aus der Nähe betrachtet scharf genug.

test samsung galaxy tab active 3

Aber ich fand es fummelig, das Tablet in die Schutzhülle zu bekommen. Ich hatte diese oft zu entfernen, da ich die SD-Karten von Smartphone und Actioncam in das Tablet stecken musste. Zudem konnte man die Funktionsknöpfe wie An/Aus und Lautstärke manchmal nicht so gut durch das Protective Cover+ bedienen. Aber der in der Schutzhülle integrierte Stift hat mir gefallen. Ihn habe ich oft bei der Bildbearbeitung genutzt und fand es richtig bequem hier noch ein zusätzliches Bedienwerkzeug zu haben. (Ich habe ihn auch als Gemüsespieß benutzt und bei der Radreinigung, aber das ist eine andere Geschichte 🙂 ).

Eine absolute Stärke des Tab Active ist der Akku. Mit 4.450 mAh hält er viele Stunden, selbst bei großem Videokonsum und viel Bildbearbeitung. Ich habe das Tablet nicht oft aufladen müssen. Aber wenn, dann lud es recht schnell.

Der Akku des Tab Active ist wirklich sehr stark und ausdauernd

Akku-laden unterwegs – das Tab Active hält sehr lange durch

Fazit

Das Samsung Galaxy Tab Active ist durchaus eine interessante Alternative für diejenigen, die unterwegs auf Tour nicht einen Laptop mitnehmen wollen und trotzdem ein Gerät dabei haben möchten, mit dem sie Bilder bearbeiten, Texte schreiben, im Internet unterwegs sein und Videos bearbeiten und schauen können.

Es ist definitiv kein Tablet für das Wohnzimmer, sondern macht nur draußen Sinn. Dafür empfiehlt es sich durch seine Bauweise und die IP67 Zertifizierung.

Das gefällt mir nicht:

  • Mit fast 400 g (393g) schon recht schwer
  • Das Display könnte schärfer sein und etwas mehr Farbe bieten
  • Die Schutzhülle an- und abzuziehen ist etwas fummelig
  • Manchmal Probleme mit der Schutzhülle bei der Bedienung der Funktionstasten am Tablet-Rand
  • Preis mit um die 400 Euro doch recht hoch
Das gefällt mir gut:

  • Sehr robust
  • IP67 Schutz
  • Stift für Anwendungen
  • Sehr gute Akkuleistung und austauschbarer Akku
  • Fix beim Datenverarbeiten
  • Durch Micro SD Karten bis zu 64 GB Speicher erweiterbar
  • Mit 8 Zoll (20cm) Bildschirmdiagonal gut handlich

Video-Testbericht zum Galaxy Tab Active aus Georgien

Alternativ zum Samsung Galaxy Tab Active könnt ihr euch auch die Outdoor Tablets Panasonic Toughpads oder Sony Xperia Z3 Tablet Compact anschauen.

Hinweis

Alle Tests, die ich hier auf BiketourGlobal vorstelle, werden von mir subjektiv durchgeführt. Ich teste viele Produkte, die ich mir selber gekauft habe. Wenn mir Produkte für einen Test gestellt wurden, so mache ich dies im Text für den Leser klar und deutlich. Vor allem aber teste ich nur Produkte, die mich persönlich interessieren. Meine Bewertungen und Einschätzungen erfolgen unabhängig von einer Produktstellung. Ich stelle sowohl positive, als auch negative Eigenschaften dar. Dabei steht meine persönliche Meinung im Vordergrund, meine Begeisterung für das Produkt und meine Einschätzung, inwieweit dieses Produkt für einen Touralltag tauglich ist.

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