Reiseradler-Interview #35: Anna Kitlar von bikexploring.de

© Anna Kitlar

Die Welt ist groß und ich freue mich darauf, sie nach und nach zu erkunden.

Sie ist die bislang einzige Bikepackerin unter den Reiseradlern, die ich bislang im Interview hatte: Anna Kitlar kommt eigentlich aus Kiel und ich bin durch einen Beitrag im NDR Fernsehen auf sie aufmerksam geworden. Dort zeigte Anna was sie alles für ihre aktuelle Tour packt und welches Rad sie nutzt. Das fand ich spannend und als ich dann noch auf ihrer Website bikexploring.de war, musste ich Anna einfach für ein Interview anfragen. Ich erreichte sie in Kasachstan, wo sie tief im Schnee steckte. Auf die Frage was sie antreibt, antwortete sie: „Oft entscheide ich aus dem Bauch heraus, wo es mich als nächstes hinzieht. Langfristige Pläne vermeide ich bisher ziemlich erfolgreich und je mehr ich von der Welt sehe, desto größer wird mein Fernweh. Als geborener Nomade zieht es mich geradezu in die Ferne und ich bin froh, mit dem Fahrrad ein passendes Transportmittel zum Reisen gefunden zu haben.“ Mittlerweile ist sie in der Türkei und ich muss sagen: ich liebe ihre Bilder auf Instagram! Aber bevor ich hier weiter rumerzähle lass ich doch Anna lieber zu Wort kommen…

Anna hüpft in Südost-Asien © Anna Kitlar

Zum Warmwerden: Wie bist Du zum Radreisen gekommen?

Radfahren war schon immer Bestandteil meines Lebens. Mit vier Jahren bekam ich mein erstes Fahrrad und am Wochenende haben wir mit der ganzen Familie oft Radtouren unternommen. Dementsprechend war der Entschluss, eine Radreise zu machen auch eher die logische Konsequenz der Erziehung meiner Eltern. Als ich mein Studium in den USA abgeschlossen hatte, wollte ich unbedingt Land und Leute noch besser kennenlernen. Eine Radreise erschien mir da als bestes Mittel und so habe ich alle Freunde und Orte, die ich besuchen wollte, auf einer großen Karte abgesteckt, die Punkte verbunden und bin insgesamt circa 7.000 Kilometer alleine durch die USA geradelt.

Bei meiner ersten Tour alleine habe ich aber selbstverständlich sämtliche Fehler gemacht, die man machen kann.

Trotzdem stand nach dieser Reise für mich fest, dass ich noch mehr Länder dieser Welt auf zwei Rädern erkunden wollte.

 

Zum Träumen: Wo warst Du schon überall und wo musst Du unbedingt noch hin?

Ich bin bisher durch die USA geradelt und bin den Donau-Radweg von Wien nach Budapest gefahren. Momentan geht es von Hong Kong nach Griechenland und auf dieser Tour war ich bereits in Hong Kong, Macau, China, Vietnam, Laos, Thailand, Malaysia, Singapur, Kasachstan, Kirgistan und Tadschikistan mit dem Fahrrad.

Unterwegs in den USA © Anna Kitlar

Ich freue mich schon sehr auf den Mittleren Osten. Usbekistan, Turkmenistan sofern ich das Visum bekomme und der Iran stehen als nächstes an. Danach geht es durch Armenien und Georgien und schließlich mit einer Fähre durch das Schwarze Meer nach Bulgarien als letztes Land vor Griechenland. (Hinweis: mittlerweile ist Anna schon in der Türkei unterwegs)

Abgesehen von dieser Tour möchte ich aber unbedingt eines Tages durch Kolumbien und Peru fahren. Auch Afrika als Kontinent fasziniert mich sehr.

Die Welt ist groß und ich freue mich darauf, sie nach und nach zu erkunden.

Auch Ultra-Longdistance Rennen faszinieren mich sehr und ich kann es mir gut vorstellen, in ein paar Jahren mal das Great Divide Mountainbike Rennen zu fahren.

 

Zum Nachmachen: Welches Land kannst Du empfehlen und warum?

Tadschikistan hat mich bisher am meisten fasziniert. Die karge, harte Berglandschaft im Pamir Gebirge ist wirklich beeindruckend und genau richtig für all die, die wie ich sehr abenteuerlustig sind. Im Sommer ist es dort aber recht touristisch, weshalb ich die Gegend in der Vor- oder Nachsaison empfehle. Zwar sind die klimatischen Bedingungen dann härter (für mich genau richtig), aber man hat einige der Gegenden komplett für sich alleine.

© Anna Kitlar

Außerdem ist das Essen in Zentralasien wirklich sehr gut. Plov zum Beispiel ist sehr energiereich für Radreisende und auf den zahlreichen Basaren kann man frisches Obst, Gemüse und Nüsse kaufen.

Zum Bikepacking eignen sich einige Gebiete in den USA sehr gut. Utah, Colorado und Arizona sind perfekte Gebiete, um in diese Art des Reisens einzusteigen und landschaftlich einmalig.

 

Zum Erfahren: Was hat Dich am meisten unterwegs beeindruckt?

Ich bin es mittlerweile schon gewohnt, dass viele Menschen unterbewusst Vorurteile gegen andere Menschen, Kulturen, Länder, Regionen und/oder Religionen haben. Durch diese Angst vor dem Unbewussten versucht man dann, abenteuerlustige Menschen von ihren Plänen die Welt zu erkunden abzuhalten. So ist es auch mir auf meiner ersten Reise durch die USA ergangen.

Abends in den USA © Anna Kitlar

Viele Amerikaner haben mich davor gewarnt, in Indianerreservaten zu fahren, weil es viel zu gefährlich sei. Wilde Hunde würden mich angreifen, alkoholisierte Autofahrer totfahren und ausrauben würde man mich, so lauteten die düsteren Prognosen. Anfangs bin ich deshalb auch wirklich noch um jene Gebiete herumgefahren, weil die Einheimischen würden sich schon auskennen und auch im Internet habe ich ähnliche Berichte gelesen. Nach einiger Zeit habe ich mir aber dann viele moralische Fragen gestellt und für mich selber beschlossen, mich nicht mehr durch Vorurteile anderer beeinflussen zu lassen.

So ging es dann durch das Reservat der Navajo Indianer, das zweitgrößte Indianervolk der USA. Anfangs war ich unsicher, weil viele Straßenhunde unterwegs herumlungerten und am Straßenrand lagen leere Alkoholflaschen. Doch die offene und herzliche Art der Navajos hat mich direkt fasziniert und es waren unglaubliche Tage in deren Gebiet. Überall wurde ich mit offenen Armen empfangen, hatte tolle Gespräche mit Navajo Frauen und habe viel über die Kultur und Geschichte aber auch über die Probleme der Ureinwohner gelernt.

Seit dieser Begegnung gibt es für mich keine Grenzen mehr, was es zu bereisen gibt.

Meinungen oder Vorurteile anderer Menschen interessieren mich kaum und ich schaue mir lieber besagte Gebiete selber an, bevor ich mir eine Meinung bilde. Viele Menschen nennen das Naivität, damit kann ich aber sehr gut leben, wenn diese Naivität mich mit Menschen in Kontakt bringt, die meine Sichtweisen erweitern.

 

Zum Leben: Bist Du lieber alleine unterwegs, oder zu zweit? Und warum?

Komplette Touren mache ich (bisher) lieber alleine. Dadurch, dass ich von Anfang an die Welt alleine erkundet habe, bin ich die Unabhängigkeit und Freiheit, die das alleine Reisen mit sich bringen, sehr gewöhnt. Außerdem schätze ich es sehr, wie leicht es ist, mit Einheimischen in Kontakt zu kommen, wenn Frau alleine unterwegs ist. Kurze Strecken oder einige Tagesetappen teile ich aber auch sehr gerne mit anderen Reisenden.

Es gibt kaum etwas Schöneres, als mit anderen Menschen am Lagerfeuer zu sitzen, Geschichten zu erzählen und Erlebnisse zu teilen.

Lieber alleine © Anna Kitlar

Trotzdem ist alleine Radreisen für mich persönlich am lehrreichsten. Nicht nur schöne Erlebnisse „muss“ ich alleine erleben, sondern vor allem die negativen Dinge, die Reisen mit sich bringt, habe ich gelernt alleine zu überwinden. Dadurch konnte ich meine Persönlichkeit weiterentwickeln und mein Selbstvertrauen zusätzlich aufbauen.

Ein Visumantrag wird abgelehnt, Straßen sind gesperrt, das Fahrrad ist defekt, kein Trinkwasser weit und breit, schwere Stürme, schon wieder verfahren, kein geeigneter Schlafplatz … die Liste kann ewig so weitergehen.

© Anna Kitlar

All das sind Dinge, durch die ich gelernt habe, mich alleine durchzukämpfen. Letztendlich geht es immer nur Vorwärts und nach jedem Anstieg kommt auch irgendwann wieder die Abfahrt. Wenn ich mich nicht mindestens einmal am Tag frage, wieso ich mir so etwas Verrücktes überhaupt antue, dann mache ich irgendetwas falsch.

 

Zum Fahrrad: Stell es uns bitte mal kurz vor: Welche Komponenten sind an Deinem Rad dran?

Ich fahre ein relativ einfaches, aber vor allem sehr zuverlässiges Ghost Hardtail Mountainbike.

Annas Ghost © Anna Kitlar

Das Fahrrad hat eine SLX Kettenschaltung und Shimano Mineralöl Scheibenbremsen. Die Laufräder sind 29“ und zum Treten habe ich sowohl Klickpedalen als auch eine flache Auflage für Straßenschuhe. Ein ähnliches Rad fahre und warte ich schon seit zweieinhalb Jahren als Mountainbike Guide in Griechenland und es war mir wichtig, ein Fahrrad zu nehmen, das ich selber problemlos reparieren kann und das von der Geometrie und dem Fahrverhalten her gut zu mir passt.

 

Zum Mitfühlen: Gab es Pannen unterwegs und falls ja, welche?

Reifenpannen hatte ich schon einige, aber die sind meist schnell repariert. Meine Tour durch die USA habe ich auf einem $200 Rennrad gemacht und in den letzten zwei Wochen sind dann tatsächlich einige Speichen gebrochen. Damals konnte ich das noch nicht reparieren, habe aber mittlerweile gelernt, wie man Laufräder zentriert.

© Anna Kitlar

Auf meiner jetzigen Tour hat das Fahrrad bisher wunderbar funktioniert. Allerdings hatte ich im Pamir Gebirge dann Luft im Bremssystem und natürlich kein Entlüftungskit und neues Öl zum wechseln dabei. Mit ein bisschen Geduld, Kreativität und dem Werkzeug einer Tankstelle vor Ort, habe ich mir aber schließlich selber ein Kit gebaut und auch dieses Problem gelöst.

Es gibt immer einen Weg, man muss ihn nur finden.

 

Zum Lernen: Du fährst als Frau alleine durch die Welt. Welche Erfahrungen hast Du gesammelt und welche Tipps hast Du für andere Frauen?

Das Fahrrad packen und alleine die Welt erkunden, als Frau auch noch, „das erfordert Mut,“ wird mir oft gesagt; ob ich keine Angst hätte, ganz alleine in meinem Zelt zu übernachten und das auch noch direkt an der afghanischen Grenze. Viele junge Frauen schreiben mir, dass ihre Eltern das nie erlauben würden. Wohlgemerkt, die meisten dieser jungen Frauen sind über 18.

© Anna Kitlar

Mir war schon mit 16 egal, was meine Eltern zu meinen Reiseplänen gesagt haben und ich wäre wahrscheinlich sogar noch früher in die Welt gezogen, wenn ich die finanziellen Mittel gehabt hätte.

Meiner Meinung nach ist es sehr sicher, als Frau alleine (mit dem Rad) durch die Welt zu reisen.

Zumindest fühle ich mich auf meinen Touren genauso sicher wie zu Hause in Deutschland. Selbstverständlich kann immer etwas passieren und hundertprozentige Sicherheit hat man nie. Das hat aber nichts mit dem Geschlecht zu tun. Maya Mendoza hat einst gesagt: „no amount of security is worth the suffering of a mediocre life chained to a routine that has killed your dreams“.

Niemand kann einem die Erfahrungen nehmen, die man bei einer Reise alleine durch die Welt macht.

Es ist wichtig, sich an die Sitten und Gebräuche der jeweiligen Kultur zu halten und wenn man dies tut und aufgeschlossen auf Menschen zugeht, dann kann man Begegnungen haben, die unter die Haut gehen. Oft ist es sogar sicherer alleine als Frau, weil viele Familien einen aufnehmen, um wenigstens für eine Nacht ein sicheres Zuhause zu bieten. So habe ich quasi Adoptivmütter auf der ganzen Welt. Beim Zelten habe ich zwei Regeln: entweder ich zeige offen, wo ich zelten werde oder ich verstecke mich sehr gut. Meistens zeige ich aber offen, wo ich schlafe und habe damit noch nie schlechte Erfahrungen gemacht.

Im Pamir © Anna Kitlar

Mit der erhöhten Aufmerksamkeit als alleinreisende Frau muss man lernen klarzukommen. Schnell ist man Hauptattraktion und beliebtes Fotoobjekt anderer Menschen und auch an Heiratsanträgen mangelt es nicht.

Dennoch kann man mit viel Geduld und Humor auch diese Begegnungen in positive Erfahrungen umwandeln. Wichtig ist es auch, sich in andere Menschen hineinzuversetzen. Mit dem Fahrrad reise ich oft in entlegene Gebiete, wo Massentourismus nicht bekannt ist. Da ist es ein Ausbrechen aus der alltäglichen Routine, wenn eine Touristin auf dem Fahrrad durch kleine Ortschaften fährt. Mit ein wenig Verständnis kann man so den Menschen, die durch finanzielle und/oder politische Not nicht die Mittel zum Reisen haben, trotzdem ernst gemeinten interkulturellen Austausch bieten.

 

Zum Diskutieren: Du fährst im Bikepacking-Stil durch die Welt. Wie sind Deine Erfahrungen damit und was transportierst Du wo?

Für mich war der Entschluss zum Bikepacking zu wechseln genau richtig. Ich bin gerne im Gelände auf dem Mountainbike unterwegs und Satteltaschen oder Anhänger können da sehr hinderlich sein. Außerdem habe ich durch den Wechsel mein Equipment minimiert und bin nun mit circa 30 Kilogramm Gesamtgewicht (Rad und Ausrüstung) ultraleicht unterwegs.

Trotzdem vermisse ich nichts. In der großen Lenkertasche transportiere ich meine Kleidung, die mich auch bei extremen Wintertemperaturen immer warm hält. Davor hängt eine kleinere Lenkertasche mit meinem Equipment zum Kochen.

Wenig, aber alles dabei © Anna Kitlar

In den beiden Rahmentaschen sind mein Werkzeug sowie alle Ersatzteile. Am Rahmen habe ich außerdem einen Ersatzreifen, Kabelbinder und Panzertape. In der Satteltasche sind Luftmatratze und Zelt und den Schlafsack habe ich auf meinem Lenker befestigt.

Im Rucksack sind normalerweise mein Essen und Wasser, sowie alle Wertsachen und elektronischen Geräte. Trotz der minimalen Ausrüstung überlege ich oft, wo ich noch Platz und Gewicht einsparen kann.

Mein ultimatives Ziel wäre ein Aufbau aus Fahrrad und Gepäck, das um die 27 Kilogramm Gesamtgewicht hat.

 

Zum Wissen: Dein ultimativer Tipp für das Reisen mit dem Fahrrad?

Mein ultimativer Tipp ist vergleichsweise einfach: Fahrt los und schaut nicht zurück. Wenn Ihr unsicher seid, ob Radreisen etwas für Euch ist probiert es aus.

Lasst Euch nicht entmutigen von anfänglichen Schwierigkeiten oder wenn auch mal etwas schiefläuft.

Gerade auf den sozialen Medien gibt es viele Kanäle von Radreisenden, die durch tolle Aufnahmen ein schönes Radreiseleben versprechen. Seltener finden sich Bilder oder Blogbeiträge solcher Momente, die das Leben auf dem Fahrrad schwierig machen. Doch auch diese sind völlig normal und gehören dazu.

© Anna Kitlar

Nur aus Fehlern kann man lernen und es ist wichtig, sich nicht so schnell entmutigen zu lassen. Ich habe außerdem die Erfahrung gemacht, dass man anfänglich unglaublich viel Adrenalin hat, weil bei der ersten Tour alles noch aufregend und unbekannt ist. Erst nach einigen Wochen entsteht eine Routine und man kann dann schnell in ein Loch fallen. Bei mir war das nach drei Monaten so, als ich in Kasachstan war und einfach keine neuen kulturellen Eindrücke mehr aufnehmen konnte. In solchen Momenten muss man sich dann zurückziehen und einen Weg finden, neue Energie zu tanken – gerade wenn man alleine unterwegs ist.

 

Zum Nachdenken: Was ist schwerer: Losfahren oder Wiederkommen?

Losfahren ist definitiv am einfachsten für mich. Meist habe ich genug von dem ganzen Planungsprozess, sowie dem Stress und der Hektik unserer Leistungsgesellschaft, sodass ich mich sehr nach meiner Auszeit auf dem Fahrrad sehne. Hinzu kommen das Adrenalin und die Anspannung, auf ungewisse Wege zu fahren – da bleibt nicht viel Zeit nachzudenken. Sobald jedoch eine gewisse Routine einsetzt, falle ich oft nach einigen Wochen in ein kleines Loch, was das Weiterfahren dann anstrengend machen kann.

Anna unterwegs © Anna Kitlar

Mit dem Wiederkommen ist das so eine Sache. Anfangs noch recht einfach, weil man sich über bekannte Gesichter, gutes Essen und eine funktionierende, saubere Dusche freut, kann das Wiederkommen oft eine große Herausforderung darstellen. Schnell ist die Aufregung verflogen, alle Familienmitglieder sind begrüßt und den Freunden wurden aufregende Geschichten entfernter Länder illustrativ begleitet erzählt.

Dann setzt aber die Realität ein und ich habe oft festgestellt, dass sich zu Hause nichts geändert hat, während ich mich durch die Reise sehr veränderte.

So kommt man nie wirklich komplett wieder zu Hause an und zudem habe auch ich mich ein klein wenig in jedem bereisten Land verloren. Vor allem aber fällt es schwer, anderen das Erlebte so zu vermitteln, dass diese nachvollziehen können, warum es mein Verhalten und alte Gewohnheiten grundlegend geändert hat.

Auch stellt sich nach einigen Wochen die Frage, wie es weitergeht. Viele Freunde und die Familie erwarten vielleicht, dass man nun endlich vernünftig wird und sich vielleicht irgendwo auf Dauer niederlässt. Man selber sucht aber vielleicht schon schnell nach einem Weg, bald wieder woanders zu reisen.

Anna im Pamir © Anna Kitlar

Das kann oft auf Unverständnis treffen. Mir hilft es zu wissen, dass ich bald wieder aufbrechen könnte, sofern mir danach ist. Das Wiederkommen wird dadurch erleichtert und im Kopf sehe ich mich dann oft schon in anderen Ländern.

Deshalb glaube ich, dass man nach so einer langen Reise nie wieder komplett zu Hause ankommt, was definitiv das Wiederkommen am schwierigsten gestaltet.

 

Zum Abschluss: Was ist als nächstes geplant?

Anfang Juli komme ich in Griechenland an und arbeite dort erst einmal einige Monate als Mountainbike Guide. Im November geht es dann zurück nach Deutschland, ob mit dem Fahrrad oder im Auto entscheide ich dann spontan. Wie es danach weitergeht, weiß ich noch nicht.

Wenn es geht, immer unterwegs © Anna Kitlar

Ich spiele momentan mit dem Gedanken, mein Studium fortzusetzen und einen Master zu machen. In den Monaten dazwischen kann ich es mir auch gut vorstellen, nach Kolumbien und Peru zu fliegen, um dort ein wenig zu fahren. Alles andere entscheide ich, wenn es soweit ist.

Die Welt ist groß und es gibt noch viel zu sehen.

Deshalb bin ich mir sicher, dass Ihr noch einige Touren von mir virtuell mitverfolgen könnt.

 

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