Volle Kraft voraus: Testfahrt mit dem Riese&Müller Charger GX Touring

Unterwegs mit dem Charger GX Touring

Am Anfang muss eine Begriffsklärung stehen! eBike, Pedelec, S-Pedelec – ein bisschen kann man da schon durcheinander kommen, wenn man sich zum ersten Mal mit dem Thema auseinandersetzt. Auch ich war anfänglich der Meinung, dass das Charger GX ein eBike ist. Aber das ist es nicht. Es ist ein Pedelec. Worin der Unterschied besteht? Nun, laut einer guten Erklärung zum Thema von Fahrrad-XXL sind eBikes Fahrräder, die auf Knopfdruck auch ohne Pedalunterstützung fahren. Also elektrische Motorräder streng genommen.

Pedelecs hingegen fahren nur, wenn man tritt. Und wenn die Motorunterstützung nur bis 25 km/h geht, dann gelten Pedelecs auch noch als Fahrräder. S-Pedelecs wiederum sind offen und mit ihnen kann man dann höhere Geschwindigkeiten erreichen.

Wenn also jemand mit einem motorgetriebenen Fahrrad an euch vorbei rast und ihr schon zügig unterwegs seid, dann ist es vermutlich ein S-Pedelec. Oder ein gut trainierter Radler ohne Motor 😉

Das Charger GX Touring ist also ein Reise-Pedelec!

eBikes und Pedelecs erfreuen sich großer Beliebtheit und das Wachstum des Fahrradmarktes geht vor allem auf sie zurück. Dabei sorgt dieser Erfolg für heftige Diskussionen: ist das noch Fahrradfahren? Und sind eBiker und Pedelecer eigentlich noch echte Radfahrer?

Das ist ein bisschen wie die Frage nach dem Sauerstoff am Mount Everest: nur ohne ist man ein richtiger Bergsteiger und erkämpft sich den Berg „by fair means“?

Ich habe mich in den letzten Wochen viel damit auseinandergesetzt. Egal ob mit einem normalen Rad oder einem e-getriebenen Fahrrad: den Berg muss man hoch – so oder so. Und das ist in beiden Fällen anstrengend, wenn auch unterschiedlich.

Bike2Work mit dem Charger GX. Nicht schneller, aber entspannter.

In jedem Fall sorgt so ein Pedelec durchaus für interessante Reaktionen anderer Radler. Als ich mit dem Charger GX Touring unterwegs war, bekam ich zum einen neugierig-staunende Blicke, was aber vor allem an der wuchtigen Bauweise des Charger lag. Ein fetter Rahmen, breite Reifen, eine wuchtige Federgabel, zwei Akkus im Rahmen und auf Asphalt durchaus ein Rollgeräusch, das eine Klingel erübrigt. Ich würde das Charger GX durchaus als Reisepanzer bezeichnen. Ein Facebook Kommentar brachte es auf den Punkt:

Das sieht aus, als ob es aus dem Flugzeug fallen kann und unten immer noch ganz ist.

Zum anderen führte meine Fahrt mit dem Pedelec auch immer zu interessanten Überholaktionen anderer Radler. Wenn ich gemütlich mit dem Rad an anderen langsameren Radfahrern vorbeifuhr, dauerte es oft nicht lange, bis diese mich wieder überholten und mir stark strampelnd zeigen wollten, dass sie ja kein e-Fahrrad brauchen, um schneller als ich zu sein.

Im Eco Mode gemütlich radeln. Der Moduswechsel erfolgt per Tastendruck.

Und hier liegt glaube ich ein Missverständnis: beim Pedelec wie dem Charger geht es nicht um das Schneller sein. Vielmehr geht es hier um eine spürbare Fahrerleichterung, die mich aber nicht unbedingt schneller als andere macht. Bei 25 km/h war ohnehin Schluss und ich jedes km/h mehr musste ich mir ertreten. Auf meiner fast täglichen Strecke ins Büro und zurück (44 km aktuell) war ich nicht schneller, aber erholter mit dem Charger. Natürlich fährt man die Berge (ja, in Hamburg gibt es welche, von der Elbe hoch zum Beispiel) schneller und leichter hoch, aber auf der geraden oder ebenen Strecke bin ich mitunter mit meinem Norwid schneller unterwegs. Ich kam mit dem Charger nur weniger verschwitzt an und musste am Berg weniger pumpen.

Und ja, es ist einfach ein tolles Gefühl, wenn beim Anfahren der Motor dich nach vorne schiebt. Und ja, es macht schon Spaß bei Gegenwind trotzdem 25 km/h fahren zu können. Ich kann schon verstehen, was den Reiz und den Vorteil dieser motorunterstützten Räder ausmacht.

Charger GX bei jedem Wetter

Ehrlicherweise ist es mir egal, ob jemand mit Motor oder ohne Fahrrad fährt. Hauptsache er fährt Fahrrad. Und gerade für Pendler oder ältere Menschen, aber auch für fahrradmobile Familien ist ein e-Fahrrad durchaus eine sinnvolle Hilfe und Erleichterung.

Allerdings ist der Preis für den Motor aus der ursprünglichen Radfahrersicht hoch: die Räder wiegen sehr viel mehr als normale Räder, der Preis ist recht hoch (wobei ich Preise für Fahrräder mittlerweile immer auch durch die Kosten für Mobilität insgesamt relativiert sehe) und die notwendige Nähe zu einer Steckdose oder Stromversorgung überhaupt wirkt auf den ersten Blick limitierend.

 

Pedelec und Radreisen – geht das zusammen?

Ja, das geht. Nehmen wir mal die ADFC Radreisenanalyse 2017 als Grundlage. Laut dieser haben im letzten Jahr 5,2 Millionen Bundesbürger eine Radreise gemacht. Natürlich ist der Begriff Radreise dehnbar. Wir reden hier eher über mehrtägige Touren (4-7 Tage) innerhalb Deutschlands und den umliegenden Ländern (61% planen eine Radreise innerhalb Deutschlands in 2017), mit durchschnittlichen Tagesstrecken von 65 km, meist auf ausgezeichneten Radwegen entlang von Flüssen. Noch liegt die Nutzungsrate von Pedelecs hierfür bei nur 13%. 87% nutzen für ihre Touren normale Fahrräder.

Auf dem Charger GX Touring durch Dänemark

Für Radreisen wie diese ist ein Pedelec kein Problem. Man findet immer eine Steckdose zum Aufladen und selbst wenn es etwas schwerer ist, lässt sich ein e-Fahrrad problemlos im Zug mitnehmen. Und ein Pedelec oder eBike macht es vielen Menschen überhaupt erst wieder möglich, Touren zu fahren und so das Land zu erkunden.

Bei Radreisen wie ich sie mitunter mache und über die ich schreibe, sieht es schon anders aus. Aber auch hier gibt es immer mehr Leute, die mit dem Pedelec schon beeindruckende Strecken zurückgelegt haben. Dennis und Tanja Katzer zum Beispiel, die mit ihren Pedelecs (oder waren es eBikes?) die Seidenstraße erfahren haben. Der Strom für die nächste Akkuladung kam hierbei auch immer wieder von mitgeführten Solarpanel. Oder Maximilian Semsch, der mit einem Pedelec in Australien unterwegs war und im letzten Jahr eine wunderschöne Tour durch ganz Deutschland gefahren ist.

Und nun müsst ihr, liebe Reiseradler, ganz stark sein: selbst die Radreise-Legende Tilmann Waldthaler fährt mittlerweile ein Pedelec. Habe ich zumindest auf seinen Bildern auf Facebook gesehen. 🙂

 

Nun aber zum Charger GX Touring

Was für ein Rad. Ich habe das Charger zum ersten Mal vor zwei Jahren auf der Eurobike gesehen und fand es gleich auf Anhieb interessant. Was für ein Gefährt: sehr stabil, fast wuchtig, sehr präsent und sofort bereit, über Stock und Stein zu heizen.

Bereit für (fast) jeden Weg – das Charger GX und der Martin 😉

Im Mittelpunkt steht der sehr stabile und steife Alu-Rahmen. Sein Design und die Farbe „Curry“ haben mir schon immer gefallen. (Daher wollte ich das Rad auch immer schon mal zum Test fahren). Die Sitzposition ist leicht aufrecht und entspannt, weniger sportlich. Zusammen mit einem sehr breiten (70er) Lenker hat man das Rad dadurch immer gut unter Kontrolle.

2x 500 MWh – Power satt

Das Rahmendreieck ist durch zwei Akku-Blöcke geprägt, die insgesamt eine Leistung von 1000 MWh 1 KWh haben. Das bringt Reichweite, aber auch Gewicht.

Reden wir erstmal über die Reichweite und Leistung: Zusammen mit dem wirklich gut arbeitenden Bosch Performance CX Mittelmotor fährt sich das Charger GX natürlich federleicht. Der Motor schiebt das Rad locker vom Start und gibt je nach Fahrmodus auch zwischendurch immer wieder Unterstützung. Dafür stehen vier Modi zur Verfügung: Eco, Tour, Sport und Turbo.

Der Bosch Performance CX Motor

Im Eco-Mode hatte ich mit ca. 240km die höchste Reichweite. Dieser Modus schiebt nur am Anfang und unterstützt moderat während der Fahrt.

Im Tour-Mode reduzierte sich die Reichweite auf um die 200km. Dieser Modus hat eine gefühlt dauerhafte Unterstützung.

Akku laden am Charger GX. Der obere Akku ist entnehmbar.

Den Sport und Turbo Modus bin ich weniger gefahren. Beide sind mir vor allem durch eine aggressivere Anfahrt und bessere Unterstützung an steilen Bergen, was aber auch zu deutlich niedrigeren Reichweiten führt.

Im Allgemeinen reicht der Eco- oder Tour-Modus für einen fitten Fahrer völlig aus.

Am weitesten kommt man im Eco-Mode

Grundsätzlich ist es mit der Reichweite aber so, dass diese vom System vorab ermittelt wird und dann je nach Fahrweise und Strecke natürlich variiert und zwischendurch angepasst wird. Ich hatte daher am Start manchmal 250km Reichweite. Da es aber einen sehr starken Gegenwind gab, reduzierte sich die Reichweite sehr schnell auf 150km nach nur 20km Kampf gegen den Wind.

Übrigens: das Aufladen eines Akkus dauert laut Riese & Müller 4,5 Stunden. Der obere Akku kann entnommen werden, der untere ist mit dem Rahmen fest verbaut und kann daher nur am Rad geladen werden.

2,5 kg bringt ein Akku auf die Waage

Nun zum Gewicht: das ist schon erheblich. Offiziell wiegt das Charger GX Touring 26 kg mit Shimano 1×11 XT (Gewicht inkl. Dual Batterie: 23,6 kg + 2,6 kg für den Akku = 26,2 kg).

Es gibt das Charger GX aber auch nur mit einem Akku. Dann liegt das Gewicht bei 24 kg.

Für Reiseradler sei gesagt: das Charger GX mit leichter Beladung fährt sich wie ein voll beladenes Reiserad. Man kann es eigentlich gut anheben, aber es ist halt schwer.

Der Gepäckträger hat 20 kg Max

Und wenn nun noch eine Gepäckzuladung von hinten 20 kg und vorne vielleicht 3 kg hinzukommen, dann ist das Rad auf Tour mit 49 kg unterwegs. Ein ordentliches Gewicht, was aber natürlich durch den Motor relativiert wird, nur beim Anheben nicht.

760g wiegt das Ladegerät

Ich habe zudem auch das Ladegerät immer mitgeführt. Das ist leider unerlässlich, wenn man auf mehrtägige Tour geht. Das Ladegerät an sich wiegt 760g.

 

Wie fährt sich das Charger GX Touring?

Nun, wie gesagt, es fährt sich wie ein beladenes Reiserad. Aber wenn man sich einmal dran gewöhnt hat, dann ist das Ding durchaus agil und macht Spaß. Der Motor liefert sehr gute Unterstützung, doch sobald die 25 bis 27 km/h erreicht sind, merkt man das sofort. Das kam mir manchmal so vor wie eine Bremse, wenn man außerhalb der Unterstützungsgeschwindigkeit treten muss. Durch die Shimano 1×11 lässt sich das aber prima steuern. Die macht gut mit und reicht eigentlich völlig aus. Das Charger GX gibt es auch mit Rohloff, aber ist dann halt noch mal schwerer.

Geht gut ab – selbst beladen ist das Charger GX durch den Motor einfach zu fahren

Ich bin das Rad auch ins Gelände gefahren. Einmal richtig übers Feld und durch den Wald. Da macht der eAntrieb natürlich noch mal Spaß, da er dich immer wieder voran drückt. Man muss sich daran gewöhnen.

Durch den recht breiten Lenker hat man das Rad gut unter Kontrolle. Er limitiert dann aber auch den Einsatzbereich. Enge Waldwege oder gar Trails sind damit eher schwierig. Aber auch der Einstieg in manchen Zug und das Durchqueren der Türen zum Fahrradabteil sind damit manchmal eine Herausforderung. Aber man kann den Lenker ja auch verkürzen, bzw. den Lenker bei solchen Türen leicht schräg stellen.

Gut für Wald und Flur

Auf dem Charger GX waren die Rock Razor von Schwalbe verbaut. Die sind vor allem auf Schotterradwegen oder im Wald ideal und geben dort ordentlich Traktion. Auf der Straße brummen sie vor sich hin und dank des eAntriebs stört der Reibungswiderstand auch nicht. Radelt man eher auf Radwegen und in der Stadt, würde ich aber andere Reifen aufziehen.

Fette Schlappen am Charger GX

Ich bin sehr oft auch komplett ohne Motorunterstützung gefahren. Einfach um es auszuprobieren und sehen, wie leicht es auch ohne Motor rollt. Und das macht es, wenn auch die Kraftaufwendung etwas höher ist und vergleichbar mit der, die ich brauche um ein beladenes Reiserad zu bewegen. Bergauf ist es dann aber schon anstrengend die 26kg da ohne Motor hochzubekommen. Aber es geht.

 

Ist das Charger GX Touring nun ein Reiserad?

Ein ganz klares Jaein!

JA, weil es alles mitbringt, was ein Reiserad ausmacht. Es ist widerstandsfähig, stabil, spurtreu beim Fahren und kraftvoll. Mit der Shimano XT setzt Riese & Müller auf beste Komponenten. Sehr angenehm überrascht war ich von gefederten Sattelstütze von Cane Creek. Das ist durchaus spürbar und macht den Brooks Sattel nochmal komfortabler.

Sattel, gefederte Stütze und Schloss am Charger GX

Gut fand ich auch die Befestigung des Abus Faltschlosses am Rahmen hinter dem Sattel.

Der Performance CX Motor von Bosch ist sehr leistungsfähig und gilt als zuverlässiger Begleiter. Die einzelnen Fahr-Modi sind ideal für das Touren und helfen auch am Berg verlässlich hoch. Mit der Shimano XT ist man eigentlich sehr gut für fast alle Touren ausgestattet. Zusammen mit der e-Unterstützung reichen 11 Gänge völlig aus.

Motor mit Shimano XT 1×11

Das Charger GX sieht nicht nur wie ein Reisepanzer aus, sondern kann auch was ab. Es ist nicht umsonst als Offroad-Rad konzipiert, soll es doch beides bieten können: das entspannte Radeln auf normalen Wegen und den reizvollen Ausflug ins Unebene und abseits der asphaltierten Wege. Ideal dafür sind die 27,5 Zoll Schwalbe Rock Razor Reifen mit ihren 50mm Breite.

Bis zu 3 kg offiziell: der Vorderradträger am Charger GX

Der zusätzliche Vorderradgepäckträger ist sehr nützlich, auch wenn er offiziell nur 3kg Last tragen kann – er sieht jedenfalls aus, als könnte man da wesentlich mehr drauf packen. Ich würde ihn für den Transport des Zeltes und des Ladegerätes nutzen. Das sind dann zwar 5kg Last, aber das sollte problemlos gehen. Und es wirkt sich nur unwesentlich auf das Lenkverhalten aus.

Unter dem Vorderradträger leuchtet eine Supernova E3 und macht auf Knopfdruck ordentlich Licht. Hinten arbeitet ein B&M Toplight Mini LED Rücklicht.

Reichweitencheck auf Tour

NEIN, weil es halt doch immer eine Steckdose braucht. Ist der Akku leer, dann rollt das Charger zwar nach wie vor sehr gut, aber halt auch schwerer. Diese Abhängigkeit vom Strom kann man aber nicht wirklich einem eBike vorwerfen, zumindest nicht, wenn man ein eBike als Reiserad haben möchte.

So sieht der Ladestecker für die Akkus am Charger GX aus

Was mich vielmehr gestört hat war die mit 20kg doch recht geringe Gewichtsgrenze des hinteren Gepäckträger. 20 kg Last sind schon viel, aber da würde ich mir doch von einem Reiserad mehr wünschen. Nimmt man Zelt und zwei Packtaschen mit, dann sind mit etwas Essen und Wasser diese 20 kg sehr schnell erreicht und überschritten.

180 mm Bremsscheiben verzögern ordentlich und ausreichend

Stichwort Wasser: durch die Akkus fehlt es natürlich nun an Aufnahmemöglichkeiten für die Wasserflaschen. Fährt man das Charger GX mit nur einem Akku, so ist eine Flaschenaufnahme am Oberrohr möglich. Ansonsten muss man auf Lösungen aus dem Bikepacking zurückgreifen und Flaschen in Haltern am Lenker transportieren.

 

Fazit

Das Charger GX Touring ist schon ein tolles Rad für die Offroad-Radtour. Wenn man sich einmal an das Rad, seine Wuchtigkeit und das Gewicht gewöhnt hat, dann fährt man sehr gerne damit. Einmal in die Pedale getreten, lässt der Motor das Gewicht vergessen und man kann ziemlich entspannt radeln.

Das Charger GX Touring ist ein Pedelec für die Offroad- und Onroad Tour

Für mich ist das Charger GX ein Rad für alle, die vielleicht viel Pendeln und gerne ab und zu eine Radreise machen und dabei auch mal abseits der festen Radwege das Land erkunden wollen. Mit einer Akkuladung kann man durchaus 2 Tage radeln (im Eco Mode).

Das zulässige Gesamtgewicht beträgt 140 kg. Das maximale Fahrergewicht liegt bei 110 kg. Die maximale Beladung bei Gepäckträger liegt bei 20 kg, beim Vorderradgepäckträger 3 kg.

Preislich gibt es das Charger GX ab 4.200 Euro und damit schon etwas höher als für normale eBikes. Man bekommt dafür aber Qualitätsarbeit Made in Germany und ein Rad für fast alles Fälle.

 

Rahmendaten

Rahmen: Aluminium, verfügbar in 46,49, 53 cm

Gabel: Suntour Aion

Farben: Curry, Schwarz-matt

Schaltung: Shimano XT 1×11

Bremsen: Shimano XT Trekking Scheibenbremsen 180 mm

Sattelstütze: Cane Creek Thudbuster ST

Lenker/Vorbau: FSA

Licht: Supernova E3, B&M Toplight Mini LED

Gewicht inkl. Dual Batterie: 23,6 kg + 2,6 kg für den Akku = 26,2 kg

 

Hier findet ihr weitere Tests zum Charger GX

eBike MTB hat das Rad 1.500 km lang getestet >>> zum Testbericht

 

Hinweis

Alle Tests, die ich hier auf BiketourGlobal vorstelle, werden von mir subjektiv durchgeführt. Ich teste viele Produkte, die ich mir selbst gekauft habe. Wenn mir Produkte für einen Test gestellt wurden, so mache ich dies im Text für den Leser klar und deutlich.

Das Charger GX Touring wurde mir auf meine Initiative hin zugeschickt und für einen Test zur Verfügung gestellt. Ich bekomme dafür kein Geld oder sonstige Gegenleistungen seitens Riese & Müller. 

Vor allem aber teste ich nur Produkte, die mich persönlich interessieren. Meine Bewertungen und Einschätzungen erfolgen unabhängig von einer Produktstellung. Ich stelle sowohl positive als auch negative Eigenschaften dar.

Dabei steht meine persönliche Meinung im Vordergrund, meine Begeisterung für das Produkt und meine Einschätzung, inwieweit dieses Produkt für einen Tour-Alltag tauglich ist.

15 Comments

  • Tony sagt:

    Hallo Martin, dir ist ein kleiner Fehler unterlaufen. Die Akkukapazität beträgt 1kWh und nicht eine Million.

  • Andreas sagt:

    Ich habe das Charger in Schwarz bei meinem Fahrradladen gesehen und, was soll ich sagen, stand fasziniert davor und dachte: „könnte bei Mad Max mitspielen“ 🙂
    Sieht wirklich imposant aus
    Ich werde diese Woche mal eine Probefahrt damit machen, bin neugierig wie es fährt. Als Zweit oder Dritt Bike für Funtouren ist es leider ein wenig zu teuer.

  • Rainer sagt:

    Hallo Martin,
    du schreibst, der untere Akku wäre fest mit dem Rahmen verbunden. Laut
    R+M sind beide Akkus unabhängig voneinander verwendbar und haben den gleichen Schlüssel.
    Klasse Website! Weiter so!
    Gruß Rainer

    • Hallo Rainer,

      also ich habe den unteren Akku nicht abnehmen können.
      Aber sie sind unabhängig voneinander verwendbar. Das Rad fährt auch, wenn du den oberen Akku rausnimmst. Oder der untere Akku entladen, aber der obere Akku nicht.

      Viele Grüße,
      martin

  • Günter sagt:

    Hi Martin, das ist ein sehr ausgewogener Bericht, – ich hätte mich da nicht so zurückhalten können ;). Fahre das Charger GX Rohloff HS seit etwas über einem Jahr und bin nach wie vor sowas von happy mit dem Teil! Der Begriff „Panzer“ kam mir auch sofort in den Sinn, als ich es voriges Jahr zum ersten Mal testete. Das Fahrgefühl ist unbeschreiblich, kraftvoll, über den Dingen stehend, man fühlt sich gewappnet für jede Tour, und sei sie noch so ambitioniert. Mal eben 60 km in die nächste Stadt zum Open-Air, zum See, – natürlich nicht zu dem um die Ecke, – nein, zum Stausee 100 km, – wo ist das Problem? Es geht alles damit, – Angst vor unbekannten Strecken oder totalem Exhaust war gestern. Route am PC geplant, übertragen, und losgefahren. Das ist einfach nur ein Traum. Die Kombination aus dem senfgelben (!) Porsche-Killer mit Rohloff und Bosch-Motor ist das geilste, was es zur Zeit gibt.

    • Hallo Günter,
      du fährst die HS Version – ist das die offene, also nicht auf 25 km/h limitierte Version?

      Viele Grüße,
      martin

      • Günter sagt:

        Hallo Martin,
        ja, die HS Version ist die schnelle mit Kennzeichenpflicht. Ich hatte mich dafür aus zweierlei Gründen entschieden: Erstens kostet mich die Versicherung für so ein Bike im Jahr nur 70 Euro (Haftpflicht und Vollkasko mit 300 Euro SB) und zweitens fahre ich eigentlich fast immer schneller als 25 km/h und hätte in dem Bereich auch gern Unterstützung. Das HS unterstützt bis ca. 45 km/h und regelt dann ab, das ist mehr als genug.
        Es gibt aber leider ein kleines Problem mit dem BOSCH Nyon Navi: Bei der HS-Version ist das Routing leider nicht so gut und führt nach meinem Geschmack zu oft über Straßen. Das ist natürlich grundsätzlich OK, weil man mit dem HS ja einem Kleinkraftrad gleichgestellt ist und eigentlich keine Waldwege benutzen darf. Es gibt aber sehr viele landwirtschaftliche Wege, die man im Prinzip nutzen darf, aber die kennt das Routing teilweise noch nicht. Ich mache es dann halt so, dass ich über Google Maps ein Routing erstelle und als GPX-Datei aufs Nüvi (via ebike-connect) übertrage. Seit diesem Jahr ist das Routing bei BOSCH aber schon besser geworden…
        VG
        Günter

  • Frank Billand sagt:

    Hallo, ich bin mit meinem gerade erworbenen Charger GX ausgestattet mit Rohloffschaltung in den französischen Alpen unterwegs und mache hier Touren von 40-60 km mit bis zu 1700m Höhendiffefenz. Um es kurz zu sagen – bin begeistert von dem bike, der Bosch CX Motor harmoniert hervorragend mit der Rohloff-Nabe, mus selbst bei km langen Steigungen von 12% nicht in die höchste Stufe und Gänge kleiner 5 (von 14) geschaltet werden. Die doppelte Akkukapazität reicht locker für 3.000m Höhendifferenz, das bei einem Fahrergewicht von ca 92kg. Das macht richtig fun – mehr davon später, der Mont Ventoux steht Sonntag auf dem Programm…

    • Hallo Frank,

      das klingt nach Fahrspaß! Viel Glück auf der Königsetappe 😉

      Gruß,
      martin

    • Günter sagt:

      Hallo Frank,
      Willkommen im Club und ebenfalls viel Spaß!
      Wie hoch ist Deine Trittfrequenz bei einer langen 12% Steigung? Ich bin leider nicht so gut trainiert und schaffe nur 80-90 U/min. Dann komme ich beim Charger GX Rohloff HS in Stufe TOUR und dem 5. Gang auf 18-20 km/h.

  • Reinhard sagt:

    Hallo,
    vielleicht noch eine Erfahrung zu Radreisen mit der Bahn und Pedelecs: Sobald man es mit der Treppe statt einem Fahrstuhl und einem alten Zug mit einem steilen Zugang zu tun hat, wird es schnell sehr anstrengend und nervig. Ich nutze z. Z. den add-e als interessante Variante an einem vorhandenen Rad. Damit komme ich ohne Gepäck auf unter 20kg Gewicht (Rad+Anbausatz). Zwar ist die Unterstützung nicht so gut wie bei einem Komplettpedelec, das macht sich aber auf Reisen durchaus positiv bemerkbar.
    Gruß
    Reinhard

  • Roland sagt:

    Hallo Martin, super Bericht, Danke! Ich hab das Charger auf der eBike 2015 gesehen. Ist mir allerdings doch etwas zu dick aufgetragen. 20kg für den Gepäckträger sind da für mehrtägige Campingtouren schon etwas wenig.

    Als Alternative kann ich dir das Tout-Terrain Metropolitan eXpress vorschlagen. Das darf bis zu 160kg tragen und der Gepäckträger ist integriert. Ich habe das Rad nun seit einem Jahr und bin ca. 5500 KM damit gefahren, teils auch mehrtätige Campingtouren.

    • Günter sagt:

      Hallo Roland, da muss ich doch sehr widersprechen. Nur wegen der (zugegeben) etwas konservativen Lastangabe für den Gepäckträger bei R+M kann man das Tout-Terrain absolut nicht als vergleichbar, geschweige denn, ebenbürtig, ansehen. Der Preis des Schweizers ist zwar auf R+M-Niveau, die gebotene Gesamtleistung bei einem R+M Cruiser Rohloff aber um Klassen besser. Das einzige Schmankerl des Schweizers, was das R+M zusammen mit der genialen Rohloff-Nabe (noch?) nicht zu bieten hat, ist der Zahnriemen. Dieser ist aber m.E. leicht zu verschmerzen, weil bei der Nabenschaltung auch nur eine kurze Kette ohne Umlenkung und Spanner zum Einsatz kommt. Die ist sehr wartungsarm, zumal sie bei R+M in einer Karbonhülle läuft.

      Ich denke, das Cruiser ist der Landrover und das Tout-Terrain mehr ein City-tauglicher SUV .

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