Ich zieh mich aus! Striptease – So fahre ich im Winter Fahrrad

Was ich im Winter auf dem Rad trage - Ich lasse mal (fast) alle Hüllen fallen
Was ich im Winter auf dem Rad trage - Ich lasse mal (fast) alle Hüllen fallen

Gestern war es mal wieder so richtig kalt auf dem Weg ins Büro. -8 Grad und kalter Ostwind ergaben einen Chillfaktor von -15 Grad. Ich musste sogar – und das musste ich noch nie – meine Sturmhaube bis über die Nase ziehen. Dick eingepackt waren dann die 20 Kilometer ins Büro ganz erträglich und dank der niedrigen Temperaturen kam ich auch nicht groß ins Schwitzen.

Dabei orientiere ich mich am Zwiebelprinzip und trage viele Schichten an Kleidung. Egal, ob auf dem Weg zur Arbeit oder auf Tour – dadurch kann ich mich prima an jedes Wetter unterwegs anpassen. Das einzige, was nervt, ist die Zeit, die ich zum Anziehen brauche. Da freue ich mich immer auf den Frühling, wenn ich weniger Klamotten auf dem Rad brauche.

Aber was trage ich genau? Da hilft nur ein Striptease der besonderen Art!

Schmeißt Jo Cocker an und los geht es…

 

Schicht 1

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Wenn ich ins Büro radle, dann trage ich Helm und eine Leuchtjacke. Die Leuchtjacke habe ich mir mal in Schweden für 20 Euro gekauft und sie hält schon sehr lange.

Bei großer Kälte schütze ich die Beine extra, indem ich meine Regenhose drüberziehe. Sie hält den kalten Wind ab und sorgt damit für etwas mehr Wärme.

Die Hände werden durch meine Sugoi Firewall Z Handschuhe geschützt. Die sind sehr warm und ich kann bislang nicht klagen.

 

Schicht 2

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Unter dem Helm habe ich eine Mütze und darunter diesmal noch eine Sturmhaube. Der Hals wird durch einen Fleece-Wärmekragen geschützt.

 

Schicht 3

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Unter der Leuchtjacke habe ich einen Softshell-Pullover. Dieser hier ist ebenfalls aus Schweden und hat mal 15 Euro gekostet. Vorher hatte ich einen von Tchibo. Die gibt es immer mit den Laufsachen.

Der Softshell begleitet mich eigentlich auf jeder Tour. Wenn es etwas frischer ist, dann wärmt er genau richtig, ohne mich ins Schwitzen zu bringen. Und abends im Zelt dient er als Kopfkissen.

 

Schicht 4

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Wenn es richtig kalt wird, dann ziehe ich noch meinen dünnen Fleece-Pullover drunter. Dieser hier ist von Bogner und schon acht Jahre alt. Ich habe ihn mal als ein Werbegeschenk auf einer CeBIT-Veranstaltung bekommen und seitdem benutze ich ihn zum Fahrradfahren.

Wenn es allerdings wärmer als -5 Grad ist, ziehe ich ihn nicht an. Denn sonst wird es zu warm.

 

Schicht 5

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In jedem Fall habe ich beim Radfahren im Winter ein Longsleeve drunter. Das ist so eine Funktionsunterwäsche. Die habe ich ebenfalls aus Schweden und die Unterwäsche-Kombi gab es für 10 Euro.

 

Schicht 6

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An den Füßen habe ich dicke Gamaschen aus Neopren. Sie wärmen zusätzlich und halten ebenfalls Wind und Feuchtigkeit ab. Bei Temperaturen über 0 Grad trage ich meist normale Regengamaschen als Schutz gegen Wasser und Dreck.

Darunter habe ich normale Trekking-Turnschuhe, in denen ich zwei Paar Socken trage.

 

Schicht 7

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Unter der Regenhose trage ich eine lange Softshell-Hose. Die habe ich schon mindestens 10 Jahre und sie ist nicht kaputtzubekommen.

Normalerweise trage ich darüber eine kurze Hose. Die Softshell-Hose ist immer mit auf Radtour. In Georgien bin ich aufgrund der Temperaturen eigentlich immer mit der langen Hose gefahren.

 

Schicht 8

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Unter dem Longsleeve und der langen Softshell trage ich eine Radler mit Polster. Darunter dann nur noch die Unterhose. Obenrum nutze ich meist ein normales Sport-Shirt.

Weiter ziehe ich mich jetzt nicht aus. 😉

Ihr seht, gerade im Winter und im Stadtverkehr ist es echt aufwändig mit der Kleidung. Sicherlich kann man da noch was optimieren.

Auf Tour nehme ich meist nicht so viel mit. Da habe ich dann eine Regenjacke und meinen Softshell-Pullover. Und wenn es kälter werden sollte, nehme ich noch eine Fleece-Jacke mit.

An den Beinen trage ich die kurze Radler und darüber eine kurze Hose. Wenn es frischer wird, dann noch die lange Softshell-Hose darüber. Bei Regen nutze ich manchmal die Regenhose. Aber ab Temperaturen von +15 Grad lohnt sich die auch nicht mehr. Dann schwitzt man mehr, als dass man vorm Regen geschützt wird.

Und wie kleidet ihr euch in dieser Jahreszeit?

winter striptease ani

…Puh, endlich ist der Beitrag vorbei. Dann kann ich ja mal wieder ausatmen…

4 Comments

  • Das wäre mir zu viel Zeug, jedenfalls bis -15 Grad. Habe da an:
    – lange Unterwäsche
    – Hemd
    – dicker Troyer
    – Windjacke
    – Handschuhe
    – Pudelmütze, je nach Wind ev. Skimaske
    – Treckingschuhe mit dicken Strümpfen

    das alles ist mir meistens schon zu warm
    Gruß Lars

  • Gino sagt:

    Super Beitrag!
    Da es hier im Rheinland im städtischen Bereich selten -15 Grad wird, kam ich bisher immer wie folgt aus:
    – warme Unterwäsche (Shorts & Shirt)
    – Radhose (kurz)
    – Beinlinge
    – Funktionsshirt (langarm)
    – Radtrikot (langarm, winterstoff)
    – Windjacke
    – Winterhandschuhe
    – Dicke Socken
    – Rennradschuhe
    – Neopren Überschuh (wind & wasserdicht)
    – Halstuch

    Grüße
    Gino

  • julius sagt:

    was kannst für schuhe empfehlen, generell fürs radeln?

    • Hallo Julius,

      ich fahre meist mit festeren Turnschuhen. Eine zeitlang war ich auch mit halbhohen Trekkingschuhen unterwegs.

      Wirklich empfehlen kann ich da nix. Jeder wie er mag und was er vorhat. Eine Radtour ist ja nicht nur Radfahren, sondern auch ggf wandern, klettern, tanzen, keine Ahnung.

      Zudem kommt es auf die klimatischen Bedingungen an. Einige fahren auch nur mit Sandalen oder Flipflops. 😉

      Viele Grüße,
      martin

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